Blick von Südwesten auf den Kernfels der Burg, Bild aus dem privaten Fotoarchiv von J. Wegmann

Geschichte der Burg


Entstehung:
Als Reichsburg in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts

Jahr 1123:
Wird als erster Ministeriale ein Heinrich von Nichastel genannt. Dies deutet auch darauf hin, dass die Burg sehr wahrscheinlich eine Salische Gründung war.

Jahr 1307:
Nikolaus von Speyer erhält die Burg als Lehen.

Spätes 13. Jahrhundert:
Bis dort hin lässt sich das Geschlecht der Neukasteler verfolgen.

Jahr 1330:
Die Reichsburg wird an die Pfalzgrafen verpfändet

Jahr 1410:
Gelangt die Burg an die Herzöge von Zweibrücken.

Jahr 1525:
Die Burg wird im Bauernkrieg beschädigt.

Jahr 1618-1648:
Auch in diesem Krieg erlitt die Burg Beschädigungen. Nach diesem Krieg ist, nach zeitgenössischen Angaben, nur noch ein Gebäude intakt.

Jahr 1689:
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wird die Burg dann entgültig Zerstört und ist seit dem Ruine.

Besonderheiten

Keine besonderen Merkmale

Lage

Die Oberburg liegt auf einem freistehen Felsblock, dessen Plateau sie komplett einnimmt.



Beschreibung des baulichen Zustandes

Grundriss von Neukastel Die Reichsburg ist aus der Ferne als solche kaum noch zu erkennen. Ihr ehemaliger Wirtschaftshof, heute der Slevogt-Hof genannt, ist heute ungleich bekannter, da Max Slevogt diesen Ende des 19.Jahrhunderts als Wohnsitz gewählt hatte.

Die Oberburg
Von der Oberburg sind nur noch Abarbeitungen im Kernfels vorhanden. Im südöstlichen Teil des Burgfelsens kann man noch schön die Abarbeitungen im Felsenrand begutachten. An dieser Stelle des Felsen wird ein großes Wohngebäude (Palas) vermutet. Am nordwestlichen, tiefer gelegenen Teil des Burgfelsens lassen sich Abarbeitungen am Fels ansehen, die als unteres Geschoss eines Bergfriedes angesprochen werden. Dies soll, nach alten Angaben, auch gleichzeitig ein Standort für eine Zisterne gewesen sein. Sonstige Bestandteile der Oberburg, wie Mauerwerk sind heute nicht mehr vorhanden. Der frühere Zugang zur Burg wird damals, wie heute im Nordwesten des Kernfelsens angenommen.

Die Unterburg
In der Unterburg sieht es mit baulichen Bestandteilen genau so schlecht aus wie auf der Oberburg. Balkenlöcher im Nordosten und Südwesten des Kernfelsens lassen auf Gebäude schließen, die an den Burgfels angelehnt waren. Auch ist an der nordöstlichen Seite eine in den Fels eingearbeitete Wendeltreppe zu sehen, die wahrscheinlich im Spätmittelalter mit einem Treppenturm ummantelt war. Interessant ist auch noch eine in den Fels eingehauene Felsenkammer mit Stützpfeiler deren Funktion (vielleicht Wachraum, Vorratskammer) nicht einwandfrei geklärt ist. Die Unterburg besaß auch einen Brunnen, der ganz im Südosten der Unterburg gelegen war und heute nicht mehr sichtbar ist. Nordwestlich der Burg ist noch ein ausgehauener Halsgraben mit vorgelagertem Wall aus der Frühzeit der Burg zu besichtigen. Nur einigermaßen geübte Betrachter können diesen aber noch als solchen erkennen.

Mit den vorhanden Resten der Burg kann auch ein Profi kaum noch eine Rekonstruktion der Burg vornehmen. Aber ein besucht der Burg lohnt sich auf jeden Fall, da man von der Plattform der Oberburg einen wunderbaren Ausblick in das Pfälzerland hat.

Anfahrtsweg

Vom Ort Leinsweiler "Dorfmitte" einfach der Beschilderung Richtung Slevogt-Hof folgen. Vom Parkplatz des Slevogt-Hofes dem Wegweiser "Fels" folgen um auf die Burg zu gelangen.

Öffnungszeiten

Das ganze Jahr hindurch.

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