Geschichte der BurgEntstehung: Ist unbekannt, wurde aber wahrscheinlich in der Mitte des 12. Jahrhundert erbaut. Jahr 1163: Erwähnung eines Dietleibus von Ramesberc als Siegelzeuge in einer Urkunde. Jahr 1268: Erscheint ein Werner von Ramburg der sich als "Schenk" bezeichnet. Ein "Schenk" war in der damaligen Zeit ein Mann der das Mundschenksamt (war vererblich) inne hatte. Wenn ein Kaiser oder König auf den Trifels weilte hatten die Herren von Ramberg diesen zu bewirten. Jahr 1348: Die Burg taucht im Zusammenhang mit Streitigkeiten mit den Dörfern der Haingeraiden auf. Jahr 1358: Die Kurpfalz erhält das Öffnungsrecht auf der Ramburg. Auch war das Geschlecht wie es scheint in dieser Zeit Lehensleute des Hochstifts Speyer. Jahr 1361: Gab es eine Fehde zwischen den Scharfeneckern und den Ramburgern, anscheinend wegen eines nicht eingehaltenen Eheversprechens. Die Fehde wurde von der Kurpfalz geschlichtet. Jahr 1401: Ab diesem Jahr waren die Ramberger Lehensleute der Kurfürsten von der Pfalz. Jahr 1442: Ein Eberhard von Ramberg erhält von Kaiser Friedrich V. die Burg wieder als Reichslehen. Jahr 1463: Eberhard von Ramberg wird als Mitglied der Heilig-Geist-Gesellschaft erwähnt. Die Heilig-Geist-Gesellschaft war ein einflussreicher Ritterbund in der Pfalz und dem Elsaß. Jahr 1519: Verkaufte Hans von Ramberg, der letzte derer von Ramburg, die Burg an die Herren von Dalberg. Die Burg muss damals schon in schlechtem Zustand gewesen sein. Hans von Ramburg starb im Jahre 1520. Jahr 1524: Ein Dokument beschreibt, dass auf der Burg nur noch ein beheizbarer Raum vorhanden ist und die Bewohner sich auf einen einzigen Torwächter beschränken. Jahr 1525: Die Bauern des elsässischen Kolbenhaufens äscherten die Burg ein. Jahr 1540: Erstanden die Grafen von Löwenstein-Scharfeneck die Burg und alle Zugehörde für 4000 Gold- und 300 Silbergulden. Diese Geschlecht versetzte die Burg wieder in einen bewohnbaren Zustand. Jahr 1560: Die Burg wird durch Blitzschlag zerstört. Jahre 1618-1648: Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg zwar nicht Zerstört, aber geplündert. Bei dieser Plünderung nahmen das Mobiliar und das Dach Schaden. Die Folgen davon war, dass die Burg durch Witterungseinflüsse langsam verfiel. Nach dem Jahr 1648: Erscheint ein Dokument das diverses Baumaterial veranschlagt um die Burg wieder instand zu versetzen. Die Bauarbeiten wurden aber dann doch nicht ausgeführt. Im 18./19. Jahrhundert: Wird die Burg als Steinbruch verwendet. Im 20. Jahrhundert: Beginn mit den konservierungsarbeiten an der Ramburg, durch den Männergesangverein in Ramberg.
BesonderheitenDie Burg besitzt keinen Bergfried, eine Brunnenkammer am ehemaligen Eingang im nördlichen Teil der Burg.
LageDie Burg thront auf einem Felsen von 30 x 20 Metern Ausmaß, der etwa 10 Meter hoch ist.
Beschreibung des baulichen Zustandes
Die Oberburg nahm den Felsen auf dem sie steht komplett ein. Die Vorburg umschloss den Felsblock mit Ausnahme des nordöstlichen Teiles der Burg.
Die Ramburg ist eine der wenigen Burgen die keinen Bergfried besitzt. Nach dem Halsgraben schloss sich die Schildmauer mit einer Höhe von 20 Metern an. Die Rückseite der Schildmauer diente einem anderen Gebäude, vermutlich dem Palas, als Hauswand. An der Rückseite der Schildmauer sind noch gut erhaltene Kragsteine zu sehen, die auf sechs Stockwerke des angebauten Gebäudes schließen lassen. Die Ringmauer der Burg hat einen Stärke von zwei bis zweieinhalb Metern und ist bis zu einer Höhe von vier Stockwerken noch erhalten. Betritt man heute die Burg von Norden her, liegt direkt gegenüber der ehemalige Eingang der Burg, auf den auch noch vorhanden Treppenstufen hinweisen. Vor dem Eingang befindet sich eine rechteckige Vertiefung, deren Funktion sich Heute nur erraten lässt. Der Eingang mündet direkt in die Brunnenkammer, in der man den gut erhaltene Brunnenschacht besichtigen kann. Über eine Treppe von diesem Raum aus, stiegen die ehemaligen Burgbewohner zu den Wohnräumen auf. Im Jahre 1909 wurde in der Unterburg ein Felsenkeller freigelegt. Beim ausmeißeln wurde in der Kammer zwei Stützpfeiler stehen gelassen, die dafür sorgten, dass die Decke auf der die Oberburg stand nicht zusammenbrach. Die Felsenkammer hatte auch noch einen eigenen Zugang zum Brunnenschacht. Ansonsten gibt es von der Vor- und Unterburg nur noch sehr wenig aufgehendes Mauer. Das in der Oberburg noch soviel Mauerwerk erhalten ist, kann man zum großen Teil einer eigeninitiative des Männergesangvereins von Ramberg zuschreiben. Zu erwähnen ist auch noch, dass direkt unter der Ramburg ein Burgschenke zur Rast nach dem Aufstieg einlädt.
AnfahrtswegDie Burg ist vom Ort Ramberg aus gut zu erreichen. Von einem Parkplatz unterhalb des Burgberges ist sie innerhalb von 30 Minuten zu erwandern. Andere Wanderwege in der Umgebung des Ortes Ramberg führen ebenfalls zu der Burg.
ÖffnungszeitenDas ganze Jahr hindurch |