Blick auf das Wahrzeichen des Scharfenberg, Bild aus dem privaten Fotoarchiv von J. Wegmann

Geschichte der Burg

Entstehung:
Vor dem Jahre 1200 benannten sich bereits Adlige nach der Burg, so das auch das Entstehungsdatum um diese Zeit gewesen sein dürfte. Der bedeutendste des Geschlechtes war Konrad von Scharfenberg. Dieser brachte es vom Berater von Philipp des Schwaben und Vorsteher der Kanzlei des Reiches bis zum Bischof von Speyer und Metz.

Jahr 1305:
In diesem Jahr stirbt das Geschlecht der Scharfenberger aus, das Lehen fällt wieder an das Reich zurück.

Jahr 1307:
Nikolaus von Speyer erhält die Burg als Lehen.

Jahr 1334:
Die Abtei Weißenburg kommt in den Besitz der Burg. Mit der Burghut werden Niederadlige betraut, die auch ihren Wohnsitz dort zu nehmen hatten. Urkundlich nachgewiesen sind z.b. folgende Ministeriale, 1408 Wentz von Leinsweiler und 1435 ein Johannes Worm.

Im 15. Jahrhundert:
Streitigkeiten um die Burg zwischen Zweibrücken, Kurpfalz und der Abtei Weißenburg, in deren Verlauf die Burg von Gefolgsleuten der Zweibrücker besetzt wurde.

Jahr 1471:
Die Burg gelangt wieder in den Besitz des Klosters. Aber die Streitigkeiten gingen weiter, so das die Burg im 16. Jahrhundert nun doch endgültig an die Herzöge von Zweibrücken ging.

Jahr 1525:
Die Burg wird im Bauernkrieg zerstört und ist seit dem eine Ruine.

Jahr 1618-1648:
Die Burg diente während des Dreißigjährigen Krieg für die umliegenden Dörfer als Zufluchtsort.

90er Jahre des 20. Jahrhunderts:
Wiederaufbau und Erhaltungsmaßnahmen an der Ruine.

Besonderheiten

Die Burg wurde während der Stauferzeit als Staatsgefängnis und, was nicht gesichert ist, anscheinende als Münzprägestätte genutzt. Zusätzliche diente sie dem Trifels als Satellitenburg. Das Wahrzeichen der Burg ist heute ihr gut erhaltener Bergfried, der leider nicht mehr begehbar ist.

Lage

Die Oberburg liegt auf einem langem, freistehen Felsblock, dessen Plateau sie komplett einnimmt.


Beschreibung des baulichen Zustandes

Grundriss des Scharfenberg Die verhältnismäßig kleine Burganlage wird in eine Ober- und eine Unterburg aufgeteilt, die noch folgende Bauteile aufweisen:

Die Oberburg
Sie wird von dem gut erhalten 20 Meter hohen Bergfried beherrscht. Im Innern des Bergfriedes lassen sich an Hand der Kragsteine 3 Geschosse nachweisen. An der Westseite ist der gut erhaltener rundbogige Eingang in halber Höhe des Bergfried zu besichtigen. Auch lassen Abarbeitungen am Turm an das Vorhandensein eines Holzgerüstes schließen, das zu dem hochgelegen Eingang führte.

Zu der Oberburg gehörte auch ein Wohnbau der die Oberburg zur Westseite hin begrenzte, von dem sich leider nur ein paar Grundmauern erhalten haben die auf sein früheres Aussehen nicht mehr schließen lassen. Das gleich gilt auch für die Ringmauer und etwaige andere Gebäude die vielleicht noch auf der Oberburg als z.b. Fachwerkhäuser vorhanden waren.

Erwähnenswert ist noch der Aufgang von der Unterburg in die Oberburg über eine neuzeitliche Treppen und eine Höhle an der südöstlichen Seite des 8 Meter über der Unterburg liegenden Hauptfelsens.

Die Unterburg
In der Unterburg lassen an der Umfassungsmauer Kragsteine, wie z.b. in der Nordostecke, auf das Vorhandensein von Gebäuden schließen. Der interessanteste Bauteil der Unterburg ist aber der in 2 Geschossen erhalten Brunnenturm, der sich an der Ostseite an den Burgfelsen anlehnt. Die Unterburg wurde noch durch zwei Burggraben im Norden und Süden geschützt. Die vermutlichen zwei Zugänge zur Burg sind leider vollkommen abgegangen.

Anfahrtsweg

Die Burg erreicht man am besten über die Trifelsstraße von Annweiler am Trifels aus. Am Parkplatz "Ahlmühle" kann der PKW abgestellt werden. Von hier aus kann dann die Burg über einen Steilen Zick-Zack Weg in ca. 20 Minuten erreicht werden.

Öffnungszeiten

Das ganze Jahr hindurch.

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