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Stand: 05.02.2012
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Die gefährlichen Helfer Weitere Infos: SPIEGEL - online Palmöl-Biodiesel schadet Klima am meisten Weitere Infos: Pressetext Kolumbien verliert mehr als 6 Millionen Hektar Wald in 20 Jahren Weitere Infos: Latina Press Orang-Utans auf Borneo in verzweifelter Lage Weitere Infos: Der Standart Forscher entdecken vermeintlich ausgestorbene Affen Weitere Infos: Spiegel-online Unilever schert sich nicht um Palmöl-Opfer Weitere Infos: Robin Wood Nicaragua: Deutsche Steuergelder zerstören Umwelt Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Gitarrenhersteller Gibson will Naturschutzgesetz kippen Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Die Unmenschlichkeit der Makellosigkeit Weitere Infos: derStandart.at Indien: Stoppt das Michelin-Werk im Wald der „Unberührbaren"! Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Wald geschützt, Existenzen zerstört Weitere Infos: Die-Zeit 2011 war ein Desaster für Afrikas Elefanten Weitere Infos: Prowildlife nnz/kn-Forum: Mord für uns Weitere Infos: nnz-online Der hohe Preis von Billigbananen Weitere Infos: Spiegel - online Brasilien: Gewalt gegen Guarani-Kaiowá Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Sagen Sie der Palmöl-Industrie: Orang-Utans sind kein Ungeziefer! Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Sierra Leone: Landraub für Ölpalmen Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Agrokraftstoffe verschärfen soziale Krise Mittelamerikas Weitere Infos: poonal Peru: Aufstand gegen das Gold Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Zur Abholzung freigegeben Weitere Infos: Südkurier Klimawandel in Indonesien: Der Hintern der Welt Weitere Infos: TAZ.de Brasilien: Söldner verbreiten Todesliste nach Mord an Guarani-Anführer Weitere Infos: Survival International e.V. Brasilien: Proteste gegen Änderung des Waldgesetzes zeigen Wirkung Weitere Infos: Rettet den Regenwald e.V. Temperatur der Atmosphäre bleibt auf Rekordniveau
Weitere Infos: Süddeutsche - online Hilferuf der Penan: Stoppt die Abholzer Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Schweizer Holzfirma in gewalttätige Übergriffe in Afrika verwickelt Weitere Infos: Tagesschau Schweizer Fernsehen Unilever hält an Zusammenarbeit mit dem Raubbau-Konzern Wilmar fest Weitere Infos: Robin Wood e.V. Bestätigt: Luftverschmutzung beeinflusst selbst abgelegenste Regenwälder Weitere Infos: Rhein Zeitung online Kahlschlag in Karelien: Zerstört Ikea-Tochterfirma Urwald mit FSC-Segen? Weitere Infos: ProRegenwald e.V. Regenwald-Schutz in Ecuador: Niebel und die Indianer; Uno drängt Deutschland Weitere Berichte und Hintergründe: TAZ.de (15.09.2011), TAZ.de (18.10.2011) und Die Zeit Paraguays Regierung unter Druck: Unkontaktierte Indianer vor Viehzüchtern schützen Weitere Infos: Survival International e.V. Südafrika: Keine Zukunft mit Kohle Weitere Infos: Greenpeace e.V. Die Ayoreo:Bulldozer dringen in das Land der Indigenen ein Weitere Infos: Survival International e.V. Nashorn in Vietnam ausgestorben Weitere Infos: WWF-Deutschland e.V. Sri Lanka: Dole-Bananen bedrohen Nationalpark und Elefanten
Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Uganda: Rettet den Mabira-Regenwald Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Umwelthilfe verklagt Tetrapak Weitere Infos: ProRegenwald e.V. Protest in Sarawak: Straßenblockade gegen Interhill Weitere Infos: ProRegenwald e.V. Plantagen sind keine Wälder Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald “Biosprit”: Unterstützen Sie den Aufruf der Wissenschaftler
Weitere Infos: Rettet den Regenwald ERFOLG! Mattel und Barbie wollen nicht mehr Urwald zerstören! Weitere Infos: Greenpeace Schweiz Indonesien: Plantagengesetze verstoßen gegen die Verfassung
Weitere Infos: Rettet den Regenwald e.V. Brasilien: Indianer “von Söldnern” getötet und zurückgelassen Weitere Infos: survival-international Mega-Staudamm im Amazonas: Gericht ordnet Baustopp an Weitere Infos: DiePresse.com Bolivien stoppt Bauarbeiten für Schnellstraße Weitere Infos: Rettet den Regenwald e.V. Die Welt am Ende: heute ist Overshoot Day Weitere Infos: FRANZ ALT - sonnenseite.com Agrarlobby treibt bedrohte Tiger in die Enge Weitere Infos: Spiegel online Zwölf neue Froscharten in Indien entdeckt Weitere Infos: YAHOO - Nachrichten Umweltpreis für Umweltzerstörer - ROBIN WOOD kritisiert Greenwashing bei Unilever Weitere Infos: Robin Wood e.V. Illegales Tropenholz für Edelgitarren? Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Bauern-Proteste in Sulawesi: „Bergbau zerstört unser Leben“ Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Rama – Die blutige Margarine aus dem Hause Unilever Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Kein CO2 in die Erde pumpen - CCS-Gesetz stoppen! Weitere Infos und zur Protestaktion: BUND e.V. Kein Geld für kein Öl Weitere Infos: freitag.de und zur Protesaktion: Rettet den Regenwald e.V. Artensterben: Brennpunkte der Bedrohung verschieben sich Weitere Infos: Spiegel - online Torfmoore wieder unter Wasser setzen Weitere Infos: WWF Mercedes freut sich auf Belo Monte Weitere Infos: TAZ Blogs Indigene: Keine Aliens, sondern Teil unserer Welt Weitere Infos: Tierschutznews Schweiz Regenwaldzerstörer beliefern deutsche Papierhändler Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. CO2 Speicher - Wald speichert mehr CO2 als bislang angenommen Weitere Infos: EcoWorld Das Geschäft mit dem Acker Weitere Infos: Deutschland Radio Kampf gegen Windmühlen Weitere Infos: Neues Deutschland WWF-Holzhandelsprojekt erlaubt illegalen Holzeinschlag und Waldzerstörung und versagt bei der Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen Weitere Infos: global witness Appell an die EU: Stoppen Sie den Kahlschlag-Diesel Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Solidarität mit Bolivien: Indigene demonstrieren gegen Straße im Regenwald Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Kriminelle vernichten Regenwald mit Agent Orange Weitere Infos: spiegel-online Indigene in Borneo siegen über Palmölgigant Weitere Infos: Survival International e.V. Lufthansa tankt Regenwald Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Biosprit macht Hunger Weitere Infos und zur Protestaktion: inkota Der Biospritskandal: Klimapolitik in der Sackgasse Weitere Infos: br-fernsehen - kontrovers Für den Regenwaldschutz um die Welt geradelt Brasilien: Häuptling Raoni fordert Erhalt des Regenwaldes Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V. Verborgen im Regenwald – sind Borneos Raubtiere noch zu retten? Weitere Infos: Extremnews Kamerun: Palmölprojekt bedroht Menschen und Regenwald Weitere Infos und zur Protestaktion: Rettet den Regenwald e.V.
Wenn ein Löwe ein Büffelkalb zerfleischt, ein Gepard ein Zebrafohlen reißt, regt sich im Menschen Mitleid mit dem Opfer. Doch ohne Raubtiere droht den Gejagten das Aussterben: Löwe, Wolf und Weißer Hai sind Garanten einer intakten Umwelt. Wo sie fehlen, ändert sich sogar das Klima.
Biodiesel aus den Ölpflanzen Palmöl, Jatropha und Soja schadet dem Klima mehr als fossile Treibstoffe. Diese Anklage, die bereits seit einigen Jahren besteht, haben nun Forscher durch Analysen von zwölf Betrieben in sechs Entwicklungsländern in Zahlen gefasst. "Die Ergebnisse verdeutlichen, dass wir vieles von dem, was wir bisher im Namen des Klimaschutzes betrieben haben, einstellen müssen", sagt Louis Verchot vom Center for International Forestry Research (http://cifor.org).
Laut Schätzungen der kolumbianischen Regierung sind in dem südamerikanischen Nachbarland von Venezuela in den letzten zwanzig Jahren mehr als sechs Millionen Hektar Wald abgeholzt worden. Illegaler Holzeinschlag verursacht erhebliche volkswirtschaftliche Schäden und stellt eine der ernstzunehmendsten Bedrohungen für den Erhalt ökologisch wertvoller Wälder dar, verhindert nachhaltige Forstwirtschaft und ist eine der Hauptursachen für Entwaldung in vielen Teilen der Welt.
Tierschützer retten einige der letzten freilebenden Menschenaffen auf der Pazifik-Insel. Für die Orang-Utan-Mutter und ihre kleine Tochter sei es Rettung in letzter Minute gewesen, berichten indonesische und österreichische Tierschützer. Kopfgeldjäger, die für Palmölfirmen um 80 Euro pro Fang Jagd auf die Menschenaffen machen, hätten sie auf einem abgeholzten Stück Land umzingelt.
Jakarta - Eigentlich hatten die Forscher ihre Fotofallen aufgestellt, um Leoparden und Orang-Utans aufzunehmen. Doch dann entdeckten sie auf den Bildern aus der Region Wehea im Osten der Insel Borneo eine Gruppe von Affen, die noch niemand zuvor gesehen hatte.
Am 14. Dezember 2011 hat Unilever in Hamburg einer Ureinwohner-Familie aus Sumatra ein Versprechen gegeben: Wir sorgen dafür, dass unser Palmöl-Lieferant Wilmar eure von ihm zerstörten Häuser innerhalb von 30 Tagen wieder aufbaut und die Opfer entschädigt. Unilever hat diese Zusage nicht eingehalten. Im Gegenteil: Die Familien werden weiter tyrannisiert. Mit Rettet den Regenwald und Watch Indonesia! fordert der Verein Robin Wood jetzt in einem offenen Brief von Unilever-Chef Paul Polman: Kaufen Sie kein Palmöl mehr von Wilmar!
In Nicaragua finanziert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zwei gegensätzliche Projekte. Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) fördert den Ausbau einer Palmölplantage. Umweltschützer schlagen Alarm: die Plantage gefährdet ein streng geschütztes Biosphärenreservat. Auch Kleinbauern wehren sich. Die Monokulturen bedrohen ihre Felder, die sie mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) aufgebaut haben. Bitte unterschreiben Sie den Protest gegen den Irrsinn deutscher Entwicklungshilfeplanung.
auf Madagaskar lässt die Tropenholzindustrie die Regenwälder plündern. Selbst die Nationalparks sind vor den Holzfällern nicht sicher. Nicht nur die Tropenbäume sind dadurch vom Aussterben bedroht, sondern auch die auf ihnen lebenden Tiere wie die Lemuren. In den USA gehen die Behörden gegen die Regenwaldvernichter vor. Dort verbietet ein bisher einmaliges Umweltgesetz die Einfuhr solcher illegalen Hölzer. Beim Gitarrenhersteller Gibson wurden aus Madagaskar importierte Hölzer beschlagnahmt. Anstatt die Gesetze einzuhalten, versucht Gibson nun, das Gesetz zu kippen. Lobbyisten und die Tea Party-Bewegung haben schon einen Gesetzesantrag im Kongress eingereicht. Musiker aus Madagaskar wehren sich dagegen und kämpfen für die Natur ihrer Heimat. Sie haben einen Aufruf verfasst und veranstalten Regenwald-Konzerte.
Auf Mindanao werden perfekte Bananen für den Weltmarkt produziert - Pestizide der Großkonzerne und Schulden zerstören das Leben der Bauern. Die Pestizide bleiben aber nicht nur am Feld. Je nach Witterungslage kann man schon mit freiem Auge beobachten, wie der giftige Nebel über die Felder zu den Dörfern wandert.
Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu will der französische Konzern Michelin eine große Fabrik im Gemeindewald einer Gruppe von Dalit (die sogenannten „Unberührbaren") bauen. Die Dorfbewohner wehren sich seit zwei Jahren gegen den Verlust ihrer Lebensgrundlagen. Nun bitten sie um internationale Hilfe, um das Reifenwerk noch verhindern zu können.
Unterstützen Sie bitte die Bauern mit Ihrer Unterschrift.
Ein britisches Unternehmen will in Uganda Holzwirtschaft betreiben. Es verspricht Jobs, Waldschutz und Entwicklung. Dafür wurden Tausende von ihrem Land vertrieben.
Als Reaktion auf die brutalen Massaker an Elefanten in den 1970er und 80er Jahren wurde 1989 ein absolutes Handelsverbot für Elfenbein verabschiedet. Doch seither konnten Lobbyisten scheibchenweise den Elfenbeinhandel wieder aufweichen - mit schlimmen Folgen. Denn der legale Handel befeuert den Elfenbeinschmuggel: Allein im November und Dezember wurden mehr als 8 t Elfenbein beschlagnahmt, die entweder in Kenia gefunden wurden oder von dort stammten. Insgesamt wurden 2011 über 34 Tonnen Elfenbein aufgegriffen - und man schätzt, dass dies nur 10 Prozent des tatsächlichen Schmuggels sind.
Was hat unser Silvesterfeuerwerk mit Regenwaldzerstörung und mit Völkermord zu tun? Auf den ersten Blick wenig. Also wagen wir einen zweiten Blick: Laut www.stern.de haben die Deutschen am gerade vergangenen 31.12. rund 113 Millionen Euro für ihr persönliches Feuerwerk ausgegeben...
Ein Kilo Bananen für einen Euro: Mit Schnäppchen locken Aldi und Co. die Verbraucher. Dafür zahlen Plantagenarbeiter mit ihrer Gesundheit, in Ecuador etwa. Eine neue Studie zeigt, wie brutal die Erntehelfer ausgebeutet werden - und erhebt schwere Vorwürfe gegen deutsche Supermarktketten.
Etwa 100 Angehörige der indigenen Gemeinschaft der Guarani-Kaiowá schlugen am 1. November ein Lager auf dem ihnen angestammten Land auf. Am 18. November griffen 40 bewaffnete Männer sie an, töteten dabei einen Gemeindesprecher und entführten drei Kinder. Die Indigenen haben angekündigt, dass sie auf dem Land, auf dem sie schon seit Generationen leben, bleiben werden. Amnesty International berichtet über neue Übergriffe auf die Indigenen und fordert Aufklärung. Wir schließen uns dem Aufruf an und bitten um Ihre Unterstützung.
Die BBC berichtet: Auf den Palmöl-Plantagen Malaysias und Indonesiens werden Orang-Utans wie Ungeziefer ausgerottet. Allein letztes Jahr wurden nur auf Borneo bis zu 1800 Menschenaffen getötet.
Bitte protestieren Sie beim Malaysian Palm Oil Council mit Ihrer Unterschrift gegen die Vernichtung von Orang-Utans.
in Sierra Leone kämpfen die Bauern um ihr Land. Die luxemburgische Firma SOCFIN will darauf Ölpalmen für Biodiesel anbauen. Traditionelle Führer, Politiker und Funktionäre verscherbeln das Land der dort lebenden Kleinbauern und unterdrücken die Proteste der Menschen. Die Biospritpolitik Deutschlands und der EU setzt auf massive Importe “grüner Energien”. Die Bevölkerung würde ihre Ernährungs- und Lebensgrundlagen verlieren. Auch die Artenvielfalt ist bedroht, denn auf den öden Ölpalm-Monokulturen finden Tiere und Pflanzen kaum Lebensraum.
Die rasche Ausbreitung des Anbaus von afrikanischen Ölpalmen, Zuckerrohr, Jatropha und anderen Ölfrüchten in Mittelamerika beschwört gleichzeitig eine bevorstehende soziale Explosion herauf. Deren Ursache liegt in den vielen gewaltsamen Räumungen in Mittelamerika. Hunderte Familien aus bettelarmen Verhältnissen leiden unter dem Angriff der Sicherheitskräfte zu Gunsten von kleinen Gruppen mit großer wirtschaftlicher Macht. Letztere schrecken auch nicht davor zurück, die Sicherheitskräfte zu Menschenrechtsverletzungen gegenüber der lokalen Bevölkerung anzustiften.
Auf 4000 Metern Höhe in den peruanischen Anden bewachen seit fast zwei Wochen mehr als 8000 Bauern dutzende von Bergseen. Die natürlichen Wasserspeicher sind akut vom Goldbergbau bedroht. Für die Bauern sind die Seen lebenswichtig, denn sie liefern Wasser für die Vieh- und Landwirtschaft im Tal. Sie bitten den neuen peruanischen Präsidenten seine Wahlversprechen einzulösen und sich gegen das Gold- und Kupferbergbauprojekt Conga auszusprechen. Helfen Sie der Bevölkerung Cajamarcas mit Ihrer Unterschrift bei der Verteidigung ihrer Grundrechte und der Wasserquellen.
In dieser Woche hat der brasilianische Senat, die Länderkammer des südamerikanischen Staats, mit 59 zu sieben Stimmen eine Verwässerung des Waldgesetzes beschlossen, die darauf hinaus läuft, dass Waldfrevler ungeschoren davonkommen und vorhandene Schutzzonen reduziert werden sollen. Die beiden Umweltschutzorganisationen WWF und Greenpeace sprachen von einem „Tag der Schande“.
Bergbau, Ölpalm-Plantagen, REDD+. Die internationalen Projekte zum Regenwaldschutz degradieren Indonesiens letzte Waldbewohner zu Ausputzern des Klimawandels.
Mit einer Todesliste prominenter Anführer der Guarani-Indianer verbreiten Söldner in Brasilien Angst unter den Indigenen. Erst letzten Monat wurde der Guarani-Anführer Nísio Gomes ermordet. Berichten zufolge wurden die Söldner von einflussreichen Großgrundbesitzern im Bundesstaat Mato Grosso do Sul angeheuert, um die Guarani einzuschüchtern und von der Rückkehr auf ihr Land abzuhalten.
Die Abstimmung über ein neues Waldgesetz in Brasilien wurde erneut verschoben. Senatoren haben das Eilverfahren angefochten, mit dem das skandalöse Gesetz durch das Parlament gedrückt werden sollte. Bereits während der Debatte am 29.11 im Senat hatten Umweltschützer und Menschenrechtler dem Senatspräsidenten Sarney und der Präsidentin des Landes Dilma Rousseff 1,5 Millionen Unterschriften übergeben. Sie fordern dazu auf, die Gesetzesinitiative abzulehnen. Diese würde Millionen Hektar bereits gerodeter Regenwaldflächen legalisieren, bis zu 76 Millionen Hektar Wald zusätzlich der Abholzung preisgeben und den Regenwaldzerstörern Straffreiheit garantieren.
2011 wird das zehntwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1850. Damit wurden in 13 der vergangenen 15 Jahren die höchsten Temperaturen in der modernen Klimageschichte gemessen. 2010 hat Pakistan am stärksten unter Wetterkatastrophen gelitten.
Die Penan in Malaysia kämpfen seit Jahren gegen den Holzkonzern Interhill. Um die Holzfäller zu stoppen, blockieren die Ureinwohner eine Straße im Regenwald von Sarawak. Sie fordern Interhill, Accor und die Regierung des südostasiatischen Landes auf, die Rodungen sofort zu beenden. Die französische Hotelgruppe Accor ist Geschäftspartner von Interhill beim Betrieb eines Pullman-Luxushotels in Kuching, der Hauptstadt von Sarawak.
Die Schweizer Holzfirma Danzer mit Sitz in Baar schlägt seit 39 Jahren in der Demokratischen Republik Kongo Tropenholz. Das Holz wird auch in die Schweiz exportiert. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen mit der lokalen Bevölkerung. Nun hat dieser Konflikt ein Todesopfer gefordert.
Rund drei Monate nach der gewaltsamen Zerstörung eines Dorfes auf der indonesischen Insel Sumatra durch Polizei und Einsatzkräfte des Palmöl-Konzerns Wilmar hat Unilever noch immer nichts gegen die unhaltbaren Zustände bei seinem Lieferanten unternommen. ROBIN WOOD konfrontierte Unilever mit Ergebnissen einer eigenen Recherche in dem zerstörten Dorf Sungai Beruang und forderte in einem Gespräch mit Konzernverantwortlichen in Hamburg, dass Unilever die Zusammenarbeit mit Wilmar sofort beendet.
Panama/Wien - Luftverschmutzung hat sogar fernab jeglicher Zivilisation noch drastische Auswirkungen. Selbst in den entlegensten Regenwäldern bringt sie den Stickstoff-Kreislauf durcheinander, belegen Untersuchungen eines internationalen Forscherteams
Bisher musste man mit der Zertifizierungsorganisation FSC gelegentlich noch darüber streiten, ob der Eingriff durch die oft als 'ökologisch' bezeichnete zertifizierte Waldbewirtschaftung zur Schädigung des Ökosystems führt. Das ist jetzt anders. Am Beispiel der Ikea-Tochterfirma Swedwood Karelia, die in Karelien auch schützenswerte sogenannte HCV-Wälder im Kahlschlagverfahren erntet, schreibt der FSC 'Tatsächlich schützt Swedwood Karelia bis zu 35 Prozent der Wälder mit hohem Erhaltungswert' - was im Umkehrschluss wohl sagen will: '65 Prozent der Wälder mit hohem Erhaltungswert werden für Ikea in dieser Konzession eingeschlagen und zerstört'. So ist das also. FSC-Zertifizierung hat mit öko nichts zu tun!
Im weltweit einzigartigen Yasuní-Nationalpark in Ecuador wollen Konzerne nach Öl bohren. Die Vereinten Nationen unterstützen einen Rettungsplan, indem reiche Länder ein armes entschädigen. Aber der Entwicklungsminister Dirk Niebel zieht nicht mit. Protokoll eines deutschen Sonderweges.
Sprecher der Ayoreo-Indianer in Paraguay fordern von der Regierung gegen die Abholzung ihrer Wälder durch Viehzüchter vorzugehen. Auf einer Ranch wurden erst vor kurzem Belege für die Anwesenheit unkontaktierter Ayoreo-Indianer gefunden, die durch die Abholzung bedroht sind.
Südafrika bereitet sich derzeit darauf vor, Gastgeber für die UN-Klimaverhandlungen zu sein. Gleichzeitig investiert die südafrikanische Regierung in einen der größten Klimakiller weltweit: das Kohlekraftwerk Kusile. Gegen diesen Irrsinn haben am Montagmorgen Greenpeace-Aktivisten protestiert.
Die Ayoreo-Totobiegosode leben im Chaco, einem großen Gebiet im Buschwald mit Flüssen und Mooren, das sich von Paraguay bis Bolivien und Argentinien erstreckt. Ihr Land wurde von Spekulanten und Farmern aufgekauft, die den Wald nun rapide abholzen.
Wieder ist eine besondere Tierart lokal ausgestorben. In Vietnam haben Wilderer das letzte Java-Nashorn getötet. Das gaben Wissenschaftler des WWF heute bekannt. Den Beweis brachten genetische Analysen von 22 Nashorn-Kotproben im Cat-Tien-Nationalpark in Vietnam aus dem vergangenen Jahr. Die Kotfunde hatten Hoffnungen genährt, es gäbe weitere Nashorn-Individuen in Vietnam. Diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen. Alle Proben, so die Analyse, stammen von ein und demselben Individuum, dem damit letzten seiner Art in Vietnam. Und genau dieses war im April 2010 tot aufgefunden worden- von Wilderern erlegt.
In Sri Lanka wird tropischer Primärwald für Bananenplantagen zerstört. Mehr als 1.500 Hektar geschützten Wald hat Letsgrow, eine Tochterfirma des US-amerikanischen Konzerns Dole-Food- Company, bereits abgeholzt. Weitere 4.700 Hektar im Somawathie-Nationalpark sollen folgen. Im betroffenen Teil des Parks leben 25 Asiatische Elefanten und andere seltener Tierarten. Umweltschützer in Sri Lanka schlagen Alarm, um den Nationalpark und dessen Elefantenpopulation zu retten.
Ugandas Regierung plant den Verkauf von 7.100 Hektar Waldfläche an die indische Sugar Corporation of Uganda Limited (SCOUL). Für die Zuckerrohrplantagen müsste der artenreiche Mabira Regenwald großflächig abgeholzt werden. Damit würden Hunderte Tier-und Pflanzenarten ihren Lebensraum verlieren, die Bodenerosion verstärkt und der Zugang zu Süßwasser erheblich erschwert. Die Bevölkerung Ugandas wehrt sich gegen die Zerstörung des Mabira-Waldes.
Tetra Pak betreibt eine neue Art der besonders dreisten Verbrauchertäuschung und suggeriert in seiner Werbekampagne, dass seine aus Papierfasern, Aluminium und Kunststoff bestehenden Verpackungen komplett recycelt werden. In Wahrheit wird nur rund ein Drittel der Grundstoffe der in Deutschland in Verkehr gebrachten Getränkekartons stofflich recycelt.
Zwei vom Holzeinschlag durch die Firma Interhill betroffene Penan-Dorfgemeinschaften haben eine Straßenblockade errichtet, um den Holzeinschlag in ihrem Wald im mittleren Baramgebiet zu unterbinden. Interhill, mit Sitz in Miri, Sarawak, ist früher schon durch eine zerstörerische und rücksichtslose Holzgewinnung aufgefallen und hat immer wieder Protestaktionen provoziert.
überall auf der Welt werden Wälder für Baumplantagen gerodet. Diese Monokulturen für die industrielle Holzproduktion sind für Mensch, Natur und Klima eine Katastrophe. Die Einwohner werden dafür vertrieben, die Artenvielfalt vernichtet, die Böden, der Wasserhaushalt und das Klima ruiniert. Angeheizt wird diese verheerende Entwicklung durch die Vereinten Nationen (UN). Die UN-Welternährungsorganisation (FAO) definiert Baumplantagen als „Wälder“. Wenn Wälder für Industrieplantagen abgeholzt werden, gilt das für die FAO nicht als Entwaldung. Alle UN-Institutionen und viele Regierungen weltweit verwenden diese falsche Definition. Und im Rahmen des Kyoto-Protokolls der UN werden die Plantagen sogar mit Geldern aus dem CO2-Handel finanziert.
168 Wissenschaftler aus aller Welt haben am 7.10.2011 mit einem gemeinsamen Schreiben an die EU vor sogenanntem „Biosprit“ gewarnt. Pflanzenenergie vom Acker ist keinesfalls CO2-neutral, wie von der EU behauptet. „Biosprit ist aus wissenschaftlicher Sicht ganz klar nicht klimaneutral“, so die Forscher. Für Agrarenergie werden die Regenwälder gerodet und durch steigende Lebensmittelpreise der Hunger auf der Welt verschärft.
Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, tut das weh – das wissen wir alle. Ganz besonders wenn dem Zerwürfnis ein schmähliches Geheimnis zugrunde liegt wie bei Ken und Barbie im Juni: Ihr Hersteller Mattel bezog das Verpackungsmaterial für Barbie bei der Firma Asia Pulp & Paper (APP), einer Zellstoff- und Papierfirma, die berüchtigt ist, weil sie in Indonesien Regenwald und damit auch den Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Sumatra-Tigers zerstört. Kein Wunder, dass Ken ausser sich war!
Ein Riesenerfolg für unsere Kooperationspartner in Indonesien! Am 19.09.2011 entschied das indonesische Verfassungsgericht, dass die Artikel 21 und 47 des Plantagengesetzes (Law Act No. 18) von 2004 gegen die Verfassung des Staates verstoßen
Ein Guarani-Indianer ist nach einem gewaltsamen Angriff seinen Verletzungen erlegen. Bei den Angreifern handelte es sich Berichten zufolge um Söldner brasilianischer Viehzüchter. Teodoro Ricardi, ein junger Guarani Mitte 20, wurde am Dienstag schwer verletzt und verstarb am Rande einer Straße im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Sein Körper war mit sieben Stichwunden und unzähligen Prellungen überzogen.
Im Amazonas-Becken soll der drittgrößte Staudamm der Welt errichtet werden. Nun wurde das Projekt gestoppt, weil der Bau die Ureinwohner am Fischen hindere.
Vor fünf Wochen sind tausende Indianer – darunter viele Frauen und Kinder – im Amazonasregenwald aufgebrochen, um zu Fuß friedlich zum Regierungspalast in La Paz zu marschieren. Der Grund: Der Bau einer Landstraße durch den Regenwald bedroht Mensch und Natur. Die Indianer wollen deshalb persönlich mit dem bolivianischen Präsidenten Evo Morales reden. Heute, am 27.09.2011, haben sie nun einen wichtigen Erfolg erreicht, allerdings mit einem hohen Preis: "Aufgrund der Vorfälle und den nationalen Protesten habe ich das Projekt im TIPNIS suspendiert. Lassen wir die Menschen und vor allem die betroffenen Völker in den Departamentos Cochabamba und Beni entscheiden", so das Staatsoberhaupt des Andenlandes
Ab heute, dem 27. September 2011, hat die Menschheit alle Ressourcen beansprucht, die für dieses Jahr zur Verfügung stehen, wenn wir nachhaltig gewirtschaftet hätten. „Nicht nur die Banken und Staaten befinden sich in einer Schuldenkrise sondern auch die Menschheit als Ganzes hat ein Schuldenproblem. Wir nehmen uns zu viel von der Natur und können nicht zurückzahlen“, warnen die Umweltorganisationen WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace.
Weil der Dschungel zerstört wird, dringen Tiger und Elefanten in Indonesien vermehrt in Dörfer und Städte ein. Dabei sterben immer wieder Menschen - meist aber ziehen die Tiere den Kürzeren. Nur ein radikaler Kampf gegen eine untätige, korrupte Bürokratie wird die bedrohten Arten retten können.
Neu-Delhi (dapd). Im Südwesten Indiens haben Wissenschaftler zwölf bisher unbekannte Froscharten entdeckt. Sie fanden außerdem Exemplare von drei weiteren Arten, die schon als ausgestorben galten. Die Forschungsarbeit wurde im Magazin "Zootaxa" veröffentlicht.
ROBIN WOOD protestiert gegen die für den 23. September geplante Verleihung des B.A.U.M-Umweltpreises 2011 an Harry Brouwer, den Vorsitzenden der Geschäftsführung von Unilever Deutschland, Österreich und Schweiz. Unilever ist als einer der größten Palmölverbraucher mitverantwortlich dafür, dass in den Tropen Wälder vernichtet, das Klima angeheizt und Menschen von ihrem Land vertrieben werden. Durch die Preisverleihung soll dies aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt und dem Konzern ein grünes Image verpasst werden.
John Lennon, Paul McCartney oder Frank Zappa – viele Musikstars haben den Ruhm von Gibson-Gitarren befördert. Bei der Ausstattung der Instrumente gehören tropische Edelhölzer zum guten Ton. Mehrere Tausend Euro müssen Musiker für so ein gutes Stück hinblättern. Was sie dabei vielleicht nicht wissen: Ein Teil der Hölzer stammt offenbar aus Regenwaldrodung und illegalen Quellen aus Madagaskar und Indien.
Sie nutzten den Reichtum ihres Regenwaldes. Ernährten sich von seinen Früchten, verkauften Rattan und Harz. Die Flüsse waren sauber und voller Fische. Doch jetzt sind die Bäume gerodet, Gewässer verseucht, Felder unter Erdrutschen begraben. Auf der indonesischen Insel Sulawesi vernichten Nickelminen die Lebensgrundlagen der Menschen.
Haben Sie heute schon Rama aufs Brot gestrichen? Sie schmeckt wie immer, sieht aus wie immer – doch was sie enthält, will ihr Hersteller Unilever lieber verschweigen: Palmöl, und damit das Blut von Indigenen und Bauern in Indonesien, die für dessen Anbau bedroht, beschossen, verhaftet und vertrieben werden. Jetzt hat wieder einmal der Wilmar-Konzern zuschlagen lassen, Palmöl-Lieferant für Unilevers Groß-Sortiment.
CO2 aus Kohlekraftwerken in die Erde pumpen und so für immer klimaunschädlich machen? Am besten unter die Nordsee, da gibt es keine Probleme mit der Bevölkerung? Das ist das Kalkül der Energiekonzerne und der Bundesregierung, das aber kaum aufgehen wird. In einer heute veröffentlichten Studie warnt der BUND vor den unkalkulierbaren Risiken der CO2-Endlagerung, den möglichen Folgen für die Meeresumwelt und die Küsten. Trotz dieser Gefahren soll das sogenannte CCS-Gesetz und damit ein Einstieg in eine unerprobte Risikotechnologie am 23. September im Bundesrat beschlossen werden. Die CCS-Technologie zur Abscheidung und Lagerung von Kohlendioxid ist kein Klimaretter. Sie dient lediglich den großen Stromkonzernen als grünes Feigenblatt, um die dreckige Kohleverstromung auch für die Zukunft zu legitimieren. Die Mehrheit im Bundesrat für das Gesetz ist nicht sicher.
Ecuador will auf ungewöhnliche Art Klima und Artenvielfalt schützen. Aber die deutsche Bundesregierung blockiert. Dabei ist das Projekt einmalig: Ecuador sichert zu, den Dschungel zu schützen und das Erdöl im Boden zu lassen, dafür soll das Land entschädigt werden – mit 3,5 Milliarden Dollar, rund der Hälfte der potentiellen Einnahmen. Mit dem Geld soll auch die ecuadorianische Energiewende unterstützt werden. Ein UN-Fonds wurde bereits eingerichtet.
Weil ihr natürlicher Lebensraum immer kleiner wird, sind viele Wildtierarten bedroht. Die Brennpunkte des Säugetier-Aussterbens könnten sich verschieben - in Regionen, die bisher im globalen Artschutz noch keine große Rolle spielen.
Der WWF Deutschland will mit dem Bau von Dämmen die Entwässerung der Torf-Moore verhindern und dazu beitragen, dass weniger Klimagase freigesetzt werden
Mercedes-Benz wird 540 Lastwagen für den Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte im brasilianischen Amazonasgebiet liefern. Für den Bau des zweitgrößten Wasserkraftwerks in Brasilien, der vor einigen Monaten begonnen hat, wird so viel Erdreich bewegt wie vor 100 Jahren beim Bau des Panama-Kanals. Indígenas und UmweltschützerInnen kritisieren das Großprojekt, für das mindestens 40.000 Menschen umgesiedelt werden müssen. Die zwei geplanten Staudämme gefährdeten die Rechte der Indianer, heißt es im neuen Amnesty-Bericht Sacrificing Rights in the Name of Development.
Rund 350 Mio. Menschen sind Angehörige von indigenen Völkern. Sie sind keine Überbleibsel vergangener Kulturen oder dem Aussterben geweihte Gruppen, betont Linda Poppe von der NGO Survival International http://survivalinternational.de , anlässlich des "Tages der indigenen Völker" am heutigen 9. August. "Indigene sind Teil unserer Welt. Sie suchen wie wir nach Überleben, Freundschaft, Liebe und Wohlbefinden. Sie unterscheiden sich höchstens darin, wie sie diese Bedürfnisse gestalten", so die Expertin im pressetext-Interview.
In der indonesischen Provinz Riau zerstört der Konzern Asian Pacific Resources International Limited (APRIL) riesige Flächen Regenwald für Akazienplantagen. Aus dem Holz der Akazie gewinnt das Unternehmen Druckerpapier der Marke PaperOne, auch für den deutschen Markt. Der Lebensraum der letzten Sumatra-Tiger und die Lebensgrundlagen der ansässigen Kleinbauern sind von den Plantagen bedroht. PaperOne wird auch von deutschen Händlern verkauft. Bitte fordern Sie die Händler auf, diese Marke aus dem Sortiment zu streichen.
Aufforstungen und Waldschutz als CO2 Speicher im Klimaschutz unverzichtbar
Wald ist noch wichtiger für den Klimaschutz als bisher angenommen. Einer aktuellen Studie zufolge hat er zwischen 1990 und 2007 rund ein Drittel des in dieser Zeit freigesetzten Kohlenstoffs als "grüner CO2 Speicher" gebunden. "Die Wälder sind damit praktisch für die gesamte terrestrische Kohlenstoff-Speicherung verantwortlich", betont Mitautor der Studie Anatoly Shvidenko vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien. Dagegen seien andere Landschaften wie zum Beispiel landwirtschaftliche Flächen oder Grasland auf globaler Ebene als CO2-Speicher vernachlässigbar, da sie bestenfalls so viel Kohlenstoff aufnehmen, wie sie abgeben.
Die Hungerkatastrophe in Ostafrika zeigt auf dramatische Weise, dass einige Länder in Afrika nach wie vor nicht in der Lage sind, ihre Bevölkerung zu ernähren. Doch wer glaubt, Landwirtschaft in Afrika zu betreiben, sei schon aufgrund der klimatischen Bedingungen ein aussichtsloses Geschäft, täuscht sich. Im Gegenteil: Ackerland in Entwicklungsländern ist heiß begehrt.
Der Kampf gegen die Regenwaldzerstörung ist ein Kampf gegen Windmühlen. Am Amazonasgebiet zeigt sich das exemplarisch. Die Bedeutung der grünen Lunge der Welt ist unumstritten, globale und lokale Programme versuchen spätestens seit der Umweltkonferenz von Rio de Janeiro 1992 dem Raubbau dort ein Ende zu setzen. Allein es reicht nicht.
Eine neue Untersuchung von Global Witness deckt auf, dass das Aushängeprojekt des WWF zur Förderung nachhaltiger Holzgewinnung – das sogenannte Global Forest and Trade Network (GFTN) – Unternehmen gestattet, aus den Vorteilen einer Zusammenarbeit mit WWF und seinem ikonischen Panda-Symbol zu profitieren und zugleich weiterhin Wälder zu zerstören und mit illegal gewonnenem Holz zu handeln. Während das GFTN darauf abzielt, solche Praktiken während der ersten fünf Jahre der Mitgliedschaft zu reduzieren und zu eliminieren, verderben systemische Verfehlungen die Wirksamkeit des Projektes für den Waldschutz.
Die EU will den Klimawandel und die Energieverknappung mit sogenanntem „Biosprit“ aufhalten. Doch die Energie vom Acker ist alles andere als grün und klimafreundlich. Das belegen sogar von der EU selbst in Auftrag gegebene Studien und interne Dokumente. Dort steht u.a.: Pflanzlicher Kraftstoff ist noch klimaschädlicher als fossiler. Die Europäische Kommission aber ignoriert die Arbeit ihrer eigenen Experten.
In Bolivien hat der Bau einer Landstraße quer durch den Regenwald-Nationalpark und das Indianerschutzgebiet TIPNIS begonnen. Über die Verkehrsader soll das Amazonasgebiet mit den Häfen am Pazifik für den Rohstoff-Export verbunden werden. Die Indigenen wollen das Projekt mit einem Marsch in die Hauptstadt La Paz verhindern. Sie bitten um internationale Unterstützung.
Illegale Waldroder greifen zu immer drastischeren Methoden. In Brasilien haben Kontrolleure Tonnen hochgiftiger Herbizide sichergestellt. Es handelt sich um einen altbewährten Killer: Agent Orange - das Entlaubungsmittel, das US-Soldaten im Vietnam-Krieg eingesetzt haben.
Eine kleine Gemeinschaft von Jägern und Sammlern auf Borneo hat einen wichtigen Erfolg gegen einen Palmölkonzern errungen, der den Regenwald der Indigenen ins Visier genommen hatte. Im letzten Monat berichtete Survival, dass das malaysische Unternehmen Shin Yang ein Waldgebiet für eine Palmölplantage rodet, auf das Mitglieder der indigenen Penan umgesiedelt werden sollen. Ihr bisheriges Gebiet müssen die Penan wegen des Baus des Murum-Staudamms verlassen. Nun gab der Konzern bekannt, die Arbeiten auf dem Land gestoppt zu haben, „unter dem Vorbehalt, dass die Behörden bestätigen“, dass das Land als neue Heimat für die Penan vorgesehen ist.
Auf die Tropenwälder fliegt eine neue Gefahr zu: Abholzung für den Flugbetrieb. Im Namen des Klimaschutzes wollen Airlines künftig mit Palm- und Jatrophaöl abheben. Beides Öle von Plantagen, für die Tropenbäume fallen und Kleinbauern vertrieben werden. Die Lufthansa hat die Pionierrolle übernommen: Am 15. Juli soll in Hamburg ein Airbus 321 zum ersten Mal mit sogenanntem Biosprit starten.
Wir sagen: Wehret den Anfängen! Und rufen zum Protest und zur Demo am Flughafen auf. Machen Sie mit!
Der zunehmende Anbau von Energiepflanzen zur Herstellung von Agrokraftstoffen steht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Nutzungskonflikte um knappe Ressourcen wie Land und Wasser sowie Preissteigerungen für Agrargüter und Grundnahrungsmittel sind die Folgen, die die Ärmsten am stärksten treffen und die Ernährungssicherheit gefährden. Im April 2008 warnte die Food and Agricultural Organisation of the United Nations (FAO) in einem alarmierenden Bericht davor, dass durch die weltweit steigenden Lebensmittelpreise 37 Länder von einer akuten Hungerskatastrophe bedroht sind.
Auf dem Weltklimagipfel streiten die Mächtigen dieser Welt, wie die Erderwärmung gestoppt werden kann. Doch ist die Politik wirklich auf dem richtigen Weg? Kontrovers extra über Symbolpolitik, Umweltzerstörung und Geldvernichtung unter dem Deckmantel des Klimaschutzes. Die Ökokatastrophe ist auch Folge unserer Klimapolitik. Denn die Wälder in Indonesien werden beinahe ausschließlich für Ölbaumplantagen abgebrannt. Für Palmöl, aus dem Nahrungsmittel, Kosmetik und Kraftstoffe hergestellt werden. Kraftstoffe, die bei uns als umweltfreundlich gelten. Als Biosprit fließt er direkt oder - gesetzlich vorgeschrieben - beigemischt in unsere Tanks und wird in Blockheizkraftwerken verbrannt.
Bei der Aktion "Radeln für den Regenwald" am Sonntag hat der Verein "Lebensraum Regenwald e.V." sein 2006 gesetztes Ziel "Gemeinsam wollen wir die Welt umrunden" erreicht. Auf der Rückfahrt vom Challenge Triathlon in Roth wurden kurz vor Nürnberg die 40.000 km erreicht. Insgesamt 60 Teilnehmer haben in den vergangen 5 Jahren bei verschiedenen Fahrradtouren insgesamt 2.230,30 €uro erstrampelt, die diversen Regenwaldprojekten in Süd- und Mittelamerika, sowie Südost-Asien zur Verfügung gestellt werden konnten. Gleichzeitig wurde mit der zweiten Runde um die Welt begonnen.
Raoni Metukire vom Volk der Kajapó ist einer der bekanntesten und aktivsten Gegner des Belo Monte Staudammprojektes in Brasilien. Seit über 20 Jahren kämpft er für den Erhalt des Lebensraums seiner und anderer indigener Gruppen. Ein Verlust des Waldes ist für sie gleichbedeutend mit dem Verlust ihrer Kultur. Raoni kommt Ende September nach Europa. Bitte unterstützen Sie die Petition der Indianer mit Ihrer Unterschrift.
Südostasien besitzt die größte Vielfalt an Raubtierarten; allerdings ist auch das Aussterberisiko hier bei weitem am höchsten. Die Bewahrung der einzigartigen Vielfalt von Raubtieren auf Borneo war das Ziel des „1st Borneo Carnivore Symposiums“, zu dem vom 18. bis 24. Juni 2011 Forscher, Artenschützer und Regierungsvertreter in Kota Kinabalu, der Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sabah auf Borneo, zusammen kamen. Schwerpunkt der Konferenz war die Bedrohung aller Raubtierarten auf Borneo und die Identifikation von Schlüsselgebieten für ihren langfristigen Schutz.
Amerikanische Spekulanten planen im Regenwald von Kamerun eine 72.000 Hektar große Palmölplantage. Der Wald und die dort lebenden bedrohten Tier- und Pflanzenarten würden für immer vernichtet werden. Auch die Menschen verlören ihr Land und ihre Lebensgrundlagen. Helfen Sie, das Projekt zu stoppen. Bitte schreiben Sie an die Regierung Kameruns.