Hellersdorfer Winterturnier 2005
Im vorigen Jahr organisierten wir aus Anlass unseres 10-jährigen Jubiläums erstmals ein offenes Schachturnier. Auf Grund der wegen unserer Berliner Randlage unerwartet großen Resonanz und der doch recht positiven Reaktionen entschlossen wir uns, das Hellersdorfer Winterturnier jährlich zu Jahresbeginn durchzuführen.
Auch in diesem Jahr hatten wir in unserer Spielstätte (ehemalige Grundschule Havelländer Ring 32, in der wir uns regelmäßig Donnerstags treffen (Jugend/Kinder ab 17:00 Uhr; Rest ab ca.19:30 Uhr)) mit 68 Teilnehmern ein sehr gut angenommenes Turnier, insbesondere erfreulich war die deutlich gestiegene Leistungsstärke der teilnehmenden Schachspieler im Vergleich zum vorigen Jahr.
Von Freitagabend bis zum späten Sonntagnachmittag wurden in 5 Runden insgesamt 170 Partien gespielt. Auf Grund der insgesamt sehr angenehmen Atmosphäre konnten die Turnierleitung sowie die Schiedsrichter sich auf das Beobachten der Partien beschränken und sahen dabei einige Überraschungen. Allein in der ersten Runde gewannen in den 34 Spielen 5 Mal diejenigen Spieler, deren DWZ ca. 300 Punkte schlechter war als die der Besiegten.
Auch im weiteren Verlauf kamen noch einige dazu, insbesondere 2 Spieler spielten im absoluten Spitzenfeld mit, die von ihrer DWZ-Klassifizierung dort nicht zu erwarten waren: Frank Strobelt von der SG Weißensee 49 (DWZ:1820) mit Platz 4 und Andreas Kuban (DWZ 1670) vom gastgebenden Verein SC Eintracht Berlin, der den 7. Platz belegte.
Auch wenn manches Spiel einen äußerst knappen Ausgang hatte (ich erinnere mich besonders an die Partie in der 4. Runde gegen FM Klaus Zschäbitz, in der es ein furioses Finish in beiderseitiger Zeitnot gab), setzte sich am Ende der Favorit mit 5 Siegen in 5 Partien durch: FM Werner Reichenbach, der dreifache (West)Berliner Meister sowie der 4 -fache Berliner Seniorenmeister der letzten 5 Jahre.
Da unser Turnier auch darauf ausgerichtet ist, daß nicht nur die Spitzenspieler, in unserem Fall die Plätze 1 bis 8 der Gesamtwertung, Preise erhalten, wurden auch mehrere Ratingpreise (entsprechend ihrer DWZ-Klassifizierung) und Sonderpreise vergeben.
So erhielten insgesamt 19 Spieler einen Geld- bzw. Sachpreis.
Dies war nur möglich, weil uns die Berliner
Sparkasse 6 sehr repräsentative Sachpreise zur Verfügung stellte, so z.B.
Gutscheine für das Estrel-Festival-Center oder besonders gestaltete
Schachspiele. Dafür möchten wir uns auch an dieser Stelle bedanken, da dadurch
natürlich auch die Attraktivität unseres Turniers steigt.
Dies, und was jetzt kommt, ist für mich keine Frage der Höflichkeit (d.h., auch das ist es natürlich), sondern innere Überzeugung: Ich möchte mich bedanken bei 68 Teilnehmern, die mir eine weitestgehend stressfreie Turnierleitung ermöglichten, bei Gerd vom Gesamtverein Eintracht Berlin, bei Dieter, dem Chef vom Schach und wesentlichen Mitorganisator, bei Sebastian, dem vielgelobten "Küchenchef" unseres Turniers sowie ganz speziell dem zuständigen Hausmeister, Frank, dessen Hilfe "unbezahlbar" war.
Der gesamte Ablauf, die teilweise sehr spannenden Partien sowie die Resonanz der Teilnehmer nach dem Turnier lassen uns doch mit einiger Freude das Hellersdorfer Winterturnier 2006 erwarten.
Horst Schrodt
Turnierleiter
SC Eintracht Berlin e.V.