Meine bisherigen Astroerfahrungen Die ersten Versuche anlässlich der Apollo-Missionen startete ich mit einem gewöhnlichen Feldstecher. Das war schon ganz interessant, den guten, alten Mond zu beobachten - aber von den Raumschiffen der Amerikaner - keine Spur.
Außerdem zitterte das Bild ganz fürchterlich hin und her. Das anlehnen an einen Baum hat dann die Zitterei zwar verlangsamt, aber viel mehr konnte ich auch nicht sehen.. Berauschend war das nicht gerade! Aber vielleicht hatte ich ja was falsch gemacht? Also habe ich mir erst einmal Literatur beschafft und mich mit den Grundkenntnissen der Astronomie vertraut gemacht. Da stand dann schon sehr viel nützliches drin und ich wusste nun auch, warum es gar nicht möglich ist, irgendwelche Raumfahrzeuge auf dem Mond zu beobachten. Die erste Verbesserung brachte eine feste Montierung des Fernglases auf ein Fotostativ. Wow - da sah ich doch alles viel, viel schärfer - und - es zappelte nichts mehr! Da waren auch schon Einzelheiten auf dem Mond zu sehen. Aber es kam noch viel toller: ich sah plötzlich viel mehr Sterne am Himmel und die eierten nicht ständig durchs Fernglas, sondern standen als feine Pünktchen am dunkelblausamtenen Himmel. Aber was war mit den Planeten Jupiter und Saturn, die ich in den Büchern mit tollen Bildern gesehen hatte? Da waren nur etwas größere Flecke am Himmel zu sehen - rund und ein bisschen marmoriert - mehr aber nicht. Wenigstens aber konnte ich bereits einen oder zwei Monde des Jupiter erkennen - als klitzekleine winzige Pünktchen! Die Begeisterung hielt sich in Grenzen - aber meine Neugier war geweckt. Der Weihnachtsmann brachte mir dann eine große Überraschung: Meine Töchter schenkten mir ein Teleskop! Ein 75mm-Spiegeltelekop von Bresser, montiert auf einem hölzernen Dreibein. In Astro-Kreisen heißt dieses Teleskop auch: Tchibo-Torpedo. Damit habe ich viele Stunden lang, auch bei grimmiger Kälte, den Himmel beobachtet. Schnell wurde mir dabei bewusst wie sich die Erde bewegt und dass sich dabei die beobachteten Objekte doch recht zügig durch das Okular bewegen. Eine ständige Korrektur der Teleskopausrichtung war also unumgänglich. Durch den Umgang mit dem Teleskop lernte ich eine ganze Menge über Deklination und Rektaszension und andere Dinge. Das Auffinden eines Objektes war nach kurzer Zeit überhaupt kein Problem. Ich konnte den Ring des Saturn sehen , und auf dem Jupiter waren zwei diffuse Streifen zu erkennen. Auch andere Himmelsobjekte waren nun zu sehen: Sternhaufen und Doppelsterne! Da habe ich mir so mache Nacht um die Ohren geschlagen. Durch den kleinen Spiegel des Teleskops bedingt waren der Vergrößerung natürlich Grenzen gesetzt. Lichtschwache Objekte waren nicht einmal ansatzweise zu sehen. Auf einem Flohmarkt entdeckte ich eines Tages einen ganzen Satz verschiedenfarbiger Fotofilter. Die kaufte ich und zu Hause probierte ich ob die Filter in das Okular des Teleskops passten. Sie passten! Ich hätte nicht gedacht, zu welcher Kontraststeigerung diese farbigen Filterscheiben im Stande wären. Die Streifen des Jupiter waren nun deutlicher und der Ring des Saturn abgesetzt vom Planeten zu erkennen. Bei Mondbeobachtungen waren viele Details einfach besser zu erkennen! Nach einem Jahr intensiver Beobachtungen wollte ich nun so richtig einsteigen. Nach reiflicher Überlegung und unter Zuhilfenahme vieler gut gemeinter Ratschläge etablierter Astronomiefreunde, entschied ich mich zum Kauf eines Maksutov-Cassegrein-Spiegelteleskops, dem ETX-90RA der Firma Meade. Ausschlaggebend war der leichte Transport und die einfache Handhabung dieses Instruments. Es ist in wenigen Minuten einsatzbereit, denn zum Beobachten muss ich das Instrument jedes Mal auf dem Balkon aufstellen. Mit einem größeren Instrument ist das immer mit einer ganzen Menge Arbeit verbunden, mit dem kleinen ETX dagegen nicht. Für mich war das der entscheidende Grund zum Kauf gerade dieses Gerätes. Gleichzeitig kaufte ich auch ein sehr stabiles, stufenlos verstellbares Dreibein aus Aluminium. Zur besseren und leichteren Ausrichtung habe ich die Plattform mit einem Nivellierungskreuz versehen. Damit benötigt das Aufstellen und Ausrichten nur wenige Minuten. Nach jahrelanger Beobachtung mit dem ETX waren eines Tages die Beobachtungsmöglichkeiten des Instrument erschöpft. Der Wunsch nach einem größeren und lichtstärkerem Teleskop wurde immer größer. Im Sommer 2004 konnte ich endlich ein 8"- LX-200 erwerben. Das "Handling" (Aufbau, Justage, Abbau, Lagerung) ist schon mit einem gewissen Mehraufwand verbunden, nicht zu vergleichen mit dem handlichen ETX. Dafür bekommt man aber eine Menge zusätzliches Sehvergnügen.
 Niemals mit einem optischen Instrument ohne Sonnenfilter -
oder direkt in die Sonne schauen !
Die starke Bündelung des Sonnenlichts, kann zur sofortigen Erblindung des Auges führen, da die Netzhaut des menschlichen Auges zerstören wird !

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