ASTRONOMIE

 

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Gedanken

Die meisten der Tausende von Objekten, die mit Amateurinstrumenten sichtbar sind, sehen kein bisschen spektakulär aus. Jeder, der sich ein Teleskop zulegt und beeindruckende visuelle Eindrücke erwartet, hat das falsche Hobby.

Die Reichtümer der Astronomie sind anderswo zu finden: Wenn man draußen im Dunkeln beobachtet bedeutet das normalerweise, dass man etwas zu entdecken versucht, das extrem lichtschwach, klein oder schwer auffindbar ist. Doch je schwieriger die Aufgabe, desto wertvoller der Erfolg. Der Reiz besteht darin, entfernte Wunder aufzuspüren, mit eigenen Augen zu sehen und dabei vielfältiges Wissen und Fähigkeiten als Amateurwissenschaftler zu erwerben.

Allzu viele Leute kaufen sich ein Teleskop, als wäre es ein Fernseher: Sie erwarten, dass es von alleine schöne Bilder zeigt. Aber ein Teleskop ähnelt eher einem Klavier, auf dem Sie nur dann schöne Musik spielen können, wenn Sie lange geübt haben. Ein Teleskop zu bedienen ist allerdings leichter als ein Musikinstrument zu beherrschen: Wenn Sie sich die hier beschriebenen Methoden aneignen, sind Sie am Himmel schon bald ein Meister Ihres Fachs. Das Hobby Astronomie ist nicht nur ein Ausgleich für die Alltagsarbeit und ist auch nicht nur eine reine Befriedigung des Wissensdurstes, sondern die Beschäftigung mit dem Unbegreiflichen, dem Unendlichen, dem Unfassbaren - dem Universum.

Die Beschäftigung mit dem gestirnten Himmel ist eine Voraussetzung für den denkenden Menschen, der seinen eigenen Standpunkt und Maßstäbe für sein Urteil zur Beantwortung der großen Frage nach Gott sucht.

Vor den unfassbaren Weiten des Alls verblasst sehr schnell jede Selbstsucht und Überheblichkeit. Bei der Betrachtung der Wunder im Universum reduziert sich die Größe eines Menschen zu einem Partikel, der millionenfach kleiner ist als ein Atom.

So gesehen sind wir - NICHTS.

NICHTS - jedenfalls an Bedeutung im Universum.

Es gibt nur wenig Schöneres, als sich in einer klaren Nacht mit dem Teleskop auf die Suche nach interessanten Himmelsobjekten zu machen.
Die Kraterlandschaften des Mondes, die Ringe des Saturn, der Jupiter und seine Monde, der Anblick von Millionen von Sternen in einem Sternhaufen.
Den Eindruck, den diese Bilder hinterlassen, kann man mit Worten nur sehr schwer beschreiben.

Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich dieser Faszination einmal hinzugeben. Vielleicht werden Sie dann die Begeisterung der Astronomen ein wenig verstehen und - was noch viel wichtiger ist - die Welt und das eigene Ich mit ganz anderen Augen betrachten.

 



 

Es hat Gott der Herr Allmechtige, bald in erschaffung der Welt Himmels und der Erden, wunderbarlichen, die tag und nacht lenge, das ab und zunemen des Liechts am Monde und den gewissen lauff der Sonnen unterscheiden und fürnemlich die beiden grossen Himlischen liechter Sonn und Mon, als fürnemliche Regenten, der Monat, jahre und Tage erschaffen und uns Menschen für augen gestellet (...) und auch befohlen, dass wir offtmals unser Heupter empor heben und den Himmel fleissig anschawen.

Johann Krabbe: Practica Astrologica 1592
 

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Bei einem Mausklick auf die einzelnen Planeten gibt es nähere Informationen!


Diese schöne Planetenanimation wurde freundlicherweise von Christian,
Webmaster  der Sternfreunde Rüsselsheim zur Verfügung gestellt. Ihre HP:
www.sternfreunde-ruesselsheim.de

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