Mit dem LX200 sind natürlich ganz andere Beobachtungen möglich, als mit dem "kleinen" ETX . Dennoch macht es immer wieder Spaß, auch "nur" mit dem Fernglas die Himmelsobjekte zu beobachten. Große Sternansammlungen, wie zum Beispiel die Plejaden, bieten mit dem Fernglas einen schöneren Anblick als im Okular des Teleskops.
Die Planeten Jupiter, Venus und Saturn, sowie offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen sind meine Lieblingsobjekte. Galaxien zu sehen ist natürlich besonders spannend. Faszinierend bei der Mondbeobachtung sind die gigantischen Bergmassive und Geländeformationen. Die Erkundung der vielen Mondkrater, Mondrillen und Täler bei den sich ständig veränderten Beleuchtungsverhältnissen macht immer wieder Freude. Zum reinen Vergnügen wird ein Mondspaziergang, wenn man sich von einem richtigen Mondführer leiten lässt! Hinweise unter:
Tips und Empfehlungen
Nachfolgend einige Beobachtungen meistens vom Balkon aus mit entsprechend "schlechten" Verhältnissen. Natürlich schwanken alle Beobachtungen sehr stark mit den Beobachtungsbedingungen. Dass die tatsächliche Leistung höher ist, zeigte sich am ETX unter "Superbedingungen" in Griechenland! Saturn:
 Das wunderschöne Ringsystem des Saturn ist im ETX problemlos zu sehen.
Mit dem LX200 deutlich die Cassiniteilung (9,7 mm Okular). und die zarte die Zeichnung seiner Wolken. Jupiter:
Im ETX sind Wolkenstreifen des Jupiters und seine vier Monde zu sehen. Mit dem LX200 zusätzlich die Schatten der vorbeiziehender Monde auf der Oberfläche und der GRF. Mars: Bei guten Bedingungen sind bekannte Merkmale auf der Oberfläche des Mars als verschwommene Schatten zu sehen.
Venus: Die Phasen sind leicht zu beobachten.
Uranus: Auch bei besten Bedingungen ist leider nicht mehr als eine kleine, grüne "Erbse" zu sehen.
Merkur: Auch bei besten Bedingungen ist leider
nicht mehr als eine kleine, blaue "Erbse" zu sehen. Sonne: Die Sonnenflecken mit Umbra und Penumbra sind gut zu beobachten
(falls es welche gibt), die Granulation dagegen nicht. (Beobachtung mit Filter ND5
und Baader Folie.) Doppelsterne oder Mehrfachsterne:
Von besonderem Reiz ist das Betrachten von Doppel- oder Mehrfachsternen. Hier stellen sich mir immer zwei Fragen: "Kann ich sie auflösen?" und "Welche Farben haben sie?"
Wenn zwei Sterne
sehr eng miteinander verbunden sind ( weniger als 5 Sekunden des Kreisbogens)
und der Umfang-Unterschied der beiden sehr groß ist, ist zwar der hellere
Stern immer gut zu sehen, aber seine Helligkeit überstrahlt in den meisten
Fällen das schwache Glühen seines Begleiters. Damit ist es eigentlich
unmöglich den kleinen Gefährten zu entdecken.
Abhilfe kann hier der Einsatz einer so genannten
"Polygonale Maske" helfen.
Eine regelmäßige, polygonale (hexagonale)
Maske erzeugt eine Interferenz im optischen Strahlengang und zerlegt das Bild
in eine Anzahl von Speichenmuster-Strahlen. Die Anzahl der Speichen hängt von
der Anzahl der Winkel im Vieleck ab.
.Zum Beispiel: Die
sechseckige Maske zerlegt das runde Sternscheibchen eines hellen Sterns in
eine 6-strahlige Sternenscheibe.
Die Konstruktion der Maske
sollte so erfolgen, dass man sie drehbar anfertigt.
Das praktische an solch
einer Maske besteht dann darin, dass die Maske vor der Öffnung des Fernrohrs
gedreht werden kann. Dadurch kann man die von der Maske erzeugten Strahlen
ringsherum drehen und damit den schwachen, dazugehörigen Begleitstern quasi
zwischen zwei Strahlen einklammern und - voila! - der kleine Gefährte wird
leicht sichtbar!

Anblick Sirius mit Begleiter Sirius B Bei Verwendung der
Polygon-Maske
Selbstbau der Maske


Deep-Sky-Objekte:
(ETX bis ca. 8m0, LX200 bis ca. 14m0) bleiben
allerdings nur bei guten Bedingungen dem geschulten Auge nicht verborgen.
Von Balkonien aus sind auf Grund der umgebenden Lichtverschmutzung leider nur
die hellen Objekte sichtbar!

ETX-Marsbeobachtung am 28.8.2003
( Objektive und Filter. Plössl 9,7mm + 2x Barlow, Farbfilter: rot )
 Zeichnung am Teleskop

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