Ein ungewöhnliches Objekt im Lobachevsky-Krater (Mond)

Eine vorläufige Abschätzung

 

Dr. Johannes Fiebag
(Dipl.-Geologe)
 Riemenschneiderstr. 36
D-97616 Bad Neustadt

email: jo.fiebag@t-online.de

 

Zusammenfassung: Im Lobachevsky-Krater auf der Mondrückseite befindet sich ein ungewöhnliches Objekt unbekannten Ursprungs:eine riesige dreieckige Struktur. Keine Hypothese, die eine natürliche Entstehung annimmt, kann seine Existenzerklären. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass wir hier wirklich ein ETA (extraterrestrialartifact - außerirdisches Artefakt) aufdem Mond entdeckt haben.
 

Spekulationen über einstige oder sogar eine aktuelle Aktivität Außerirdischer auf dem Mond gibt es seit vielen Jahren. Die so genannten >Moonblinks<oder >lunar transient phenomena< werden jedoch größtenteils auf natürliche vulkanische Prozesse oder Meteoriteneinschläge zurückzuführen sein. Dennoch scheint es einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit dieser >blinks< und irdischen Missionen, insbesondere der Apollo-Missionen 1968bis 1972 zu geben [1].

Darüber hinaus haben verschiedene Autoren behauptet, Bauwerke oder andere Hinweise auf eine extraterrestrische Aktivität auf den Fotos der Mondsonden oder der bemannten Flüge zum Mond erkennen zu können. Die meisten dieser Strukturen sind jedoch völlig natürlichen Ursprungs, andere lediglich Produkte der eigenen Wunschvorstellung. Aber auch hier gibt es einige Beispiele, [2,3], die man bei zukünftigen Missionen, näher untersuchen sollte.

Auf einem Foto der Apollo-16-Mission des Lobachevsky-Kraters (von der NASA irrtümlicherweise als Guyot-Krater gekennzeichnet) habe ich zwei mysteriöse Objekte entdeckt, die nicht einfach als >Spiel aus Licht und Schatten<, natürliche Erhebungen oder Fotoartefakte erklärt werden können. Ursprünglich hatte bereits Steve Wingate auf Anomalien in diesem Krater hingewiesen ( http://www.anomalous-images.com/apollo/lobachevsky.html ). Das fragliche Foto kann in der offiziellen NASA-Sammlung der Apollo-Missionen gefunden und auf

 

http://images.jsc.nasa.gov/images/pao/AS16/10075825.jpg

eingesehen werden. Das Bild zeigt einen Bereich des etwa 100 Kilometer durchmessenden Lobachevsky-Kraters auf der Mondrückseite (bei 12°N/117°E). Auf dem Bild sind ein Teil des Kraterrings, ein Teil des Kraterbodens und die lunaren Hochländer jenseits von Lobachevsky mit der Guyot-Impaktstruktur zu erkennen.

Etwa im Zentrum des Bildes, genau in der Mitte des Kraterwalls, erkennt man eine überraschend deutliche dreieckige Struktur. Das Objekt erhebt sich weit überdie Mondoberfläche und wirft einen Schatten nach rechts. Dies schließt ein einfaches >Spiel aus Licht und Schatten< genauso wie ein Fotoartefakt aus. Das Objekt scheint real zu sein. Da der ganze Krater einen Durchmesser vonetwa 100 Kilometern hat, kann man grob die Größe der Struktur abschätzen. Es muss sich um mehrere hundert, wenn nicht gar um etwa eintausend Meter über den Boden erheben. Es scheint flach (also nicht wie eine klassische Pyramide) geformt zu sein und eine glatte Oberfläche zu besitzen.

 Welche Möglichkeiten eines Ursprungs könnte es geben?

1.  Es ist ein riesiger natürlicher Block und Teil des Kraterrings von Lobachevsky. Das ist unwahrscheinlich, weil alle Blöcke dieser Größe während des Lobachevsky-Einschlags zerbrochen und zerstört worden wären. Kein Objekt wie dieses hätte dabei >überlebt<.

2. Es ist Teil des kleinen Kraters dahinter.

Das ist unwahrscheinlich, weil dieser Krater zu geringen Durchmesser hat, um bei seiner Entstehung einen solch riesigen Block auszuwerfen.
 
3. Es handelt sich um den Teil des Auswurfs eines anderen, weit entfernten Einschlagkraters.

Das ist unwahrscheinlich, weil ein Objekt dieser Größenordnung einen Sekundärkrater geschaffen hätte, wie wir sie von vielen Beispielen auf dem Mond kennen. Zudem wäre der Block beim Auftreffen auf die Mondoberfläche vollkommen zerstört worden.
 
4. Es handelt sich um eine vulkanische Staukuppe, die bereits im Untergrund verfestigt war und dann durch vulkanische Aktivität über die Oberfläche gedrückt wurde (wir kennen dafür Beispiele aus dem irdischen Vulkanismus).

Dies ist ebenso unwahrscheinlich, weil
 
(1) wir bis heute niemals etwas Ähnliches auf dem Mond gefunden haben
(2) es keine weiteren Hinweise auf vulkanische Aktivität innerhalb oder außerhalb
     des Lobachevsky-Kraterbereichs gibt; die NASA behauptet zwar, bei dem
     "Schatten" handele es sich um einen Lava-Ausfluß, aber
(3) es sehr unwahrscheinlich ist, dass sich eine solche Aktivität im Kraterring zeigt; wenn, dann
     würden wir Zeugnisse dafür auf dem Kraterbodenfinden (wie etwa in den Maarebecken oder
(4) keine vulkanische Aktivität ein dreieckig geformtes Objekt wie dieses hervorbringen würde.
    Andere natürliche Erklärungen existieren, soweit ich dies abzuschätzen vermag, nicht. Natürlich     kann und sollte man nicht ausschließen, dass es doch     eine>exotische< natürliche Erklärung gibt oder eine solche eines Tages gefunden wird. Im Moment ist sie aber nicht vorstellbar.
   

Es bleibt also die Frage, worum es sich handelt. Ich behaupte nicht, dass wir hier auf ein wirkliches ETA (extraterrestrial artifact - außerirdisches Artefakt) schauen, kann diese Möglichkeit aber auch nicht ausschließen. Hinzu kommt, dass ein paar Kilometer nach Südost (falls Norden auf diesem Foto oben ist) ein weiteres ungewöhnliches Objekt zu beobachten ist. Es scheint zylindrisch zu sein und fällt wegen seiner außergewöhnlich weißen Farbe und der Schärfeseiner Konturen auf. Es mag sein, dass es sich dabei um ein Fotoartefakt bzw. einen Fehler im Bild handelt. Wie auch immer: die Wahrscheinlichkeit, dass zwei ungewöhnliche aber natürliche Objekte so nah zusammen auftreten, wäre sehr gering.

Was als nächstes getan werden muss, ist, dieses Bild mit jeder uns zur Verfügung stehenden relevanten Methode zu überprüfen. Wenn sich dann zeigt, dass es eine reale Chance für ein ETA gibt und gleichzeitig alle >natürlichen Hypothesen< ausgeschlossen werden können, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir hier auf den ersten wirklichen Beweis für ein künstliches außerirdisches Artefakt auf dem Mond gestoßen sind. Was dies für uns alle bedeutet, bleibt der Phantasie eines jeden überlassen.

Literatur:

[1] Arkhipov, A. (1994): »Invasion effect« on the Moon. Selenology, 13/1, 9-11.
[2] Arkhipov, A. (1997): Search for ruin-like patterns on the Moon. Selenology, 15/4, 18-20.
[3] Carlotto, M. (1997): On-Going investigation of lunar anomalies. http://www.psrw.com/~markc/Other/moon/moon/html#CT

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