LX200-SEITE

 

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Meine Erfahrungen mit dem LX200
 von Meade

Nach jahrelanger Beobachtung mit dem ETX 90 waren eines Tages die Beobachtungsmöglichkeiten  des Instruments erschöpft. Der Wunsch nach einem größeren und lichtstärkeren  Teleskop wurde immer größer.

Im Sommer 2004 konnte ich endlich ein LX-200 mit 8" erwerben.

Das wesentlich größere und damit auch schwerere Gerät erfordert einen ganz anderen Umgang. Ein blitzschneller Aufbau, wie bei dem "kleinen" ETX, ist da nicht mehr möglich.
Das Stativ wiegt 9kg und der Tubus mit Polhöhenwiege ca. 19 kg.
Untergebracht und geschützt ist der Tubus in einem riesigen Koffer. Diesen zu tragen erfordert eine Menge Muskelkraft.

Auch das Ausrichten des massiven Stativs mit Hilfe einer Kreuzwasserwaage erfordert wesentlich mehr Zeit. Eine möglichst genaue Aufstellung ist aber sehr wichtig, denn davon hängt im wesentlichen die Genauigkeit der Nachführung  ab.

 Ist das Stativ einmal ausgerichtet, ist die weitere Montage des Tubus und dessen Verkabelung eigentlich kein Problem mehr.

Die Stromversorgung erfolgt wahlweise: entweder direkt aus dem Netz mit einem 220/18V-Wandler oder aus einer tragbaren Batterie, ebenfalls mit einem Wandler 12/18V.
Die Kapazität der tragbaren Stromversorgung reicht ohne Probleme für eine ganze Beobachtungsnacht.

Die Eingabe von Koordinaten in den Bordcomputer ist problemlos. Ohnehin hält der interne Katalog genügend Beobachtungsmöglichkeiten parat.  Allerdings überschneiden sich eine ganze Reihe von Objekten in den M- und NGC-Verzeichnissen, sie sind doppelt aufgeführt und benötigen damit unnötig Speicherplatz.

Der Anblick von Objekten durch den 8"-Spiegel ist einfach umwerfend! Details, die ich im ETX nie sehen konnte, sie sind einfach da!


Selbstgebautes Zubehör und Verbesserungen


Taukappe

Scheinerblende

Bahtinov-Maske

Hexagonal- bzw. Polygonal-Maske

Sonnenfilter

Okulare

Okularkoffer

Taukappe

Die ersten Beobachtungsnächte, mit hoher Luftfeuchtigkeit, zeigten mir recht deutlich, dass es noch eines zusätzlichen Teiles bedarf: einer Taukappe.
Diese fertigte ich aus dünnem, mit Alufolie beschichteten Styropor-Dämmmaterial.
Eine etwas kleinere Version fertigte ich gleich mit an für das Sucherrohr. Beide funktionieren ausgezeichnet!
Mittlerweile habe ich die Styroporversion durch eine stabilere Version aus Isomatten-Material ersetzt.

Zum Scharfstellen beim Fotografieren:

Scheinerblende



Aus Hartpappe mit Laubsäge ausgesägt

oder

Bahtinov-Maske

Schwarzer Zeichenkarton auf Sperrholz-Kreisrahmen

Zur besseren Trennung von schwierigen Doppelsternen

Hexagonal- bzw. Polygonal-Maske

Mit Laubsäge aus Hartpappe ausgesägt und mattschwarz lackiert.

Zur Sonnenbeobachtung unbedingt notwendig!!

Sonnenfilter

Diesen habe ich aus BAADER-AstroSolar SonnenfilterFolie selbst anfertigt.


Vorderansicht


Rückseite

   

Okulare


Ausgediente Videokameraobjekive (FL ca.32 - 40mm) eignen sich sehr gut als gering vergrößernde Okulare. Einfach ausbauen und dann mit einer Fotodosenhülse verkleben!

Ein 50mm-Kameraobjektiv auf eine Fotodosenhülse geklebt ergibt ein schönes Übersichtsokular

Okularkoffer

Mein Okularkoffer (Rubbermaid) aus dem Baumarkt.
Jede Menge Platz!
Praktisch sind vor allem die beiden, seitlich einschiebbaren, durchsichtigen Schatullen.
In ihnen habe ich alle meine Filter untergebracht.

Die herausgenommene Filterschatulle

 

 


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