GnuPG-Pack:
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Stand der Dinge:
Aktuelle Version des GnuPG-Packs: gnupg-pack-12.2.3

"Erst mal besten Dank für Ihr Engagement für das GnuPG-Pack – es läuft bei mir unter Vista mit Outlook 2007 gut, nachdem gerade Outlook 2007 mit den andern Versionen und Plugins wirklich MS-Bauchschmerzen verursachen..." (D. Spahni).

"... das tolle GnuPG-Pack. Damit ist es mir nun möglich, auch unter Outlook 2007 sinnvoll mit GPG-verschlüsselten Mails zu arbeiten" (M. Ellinger).

Das Pack "läuft auf Anhieb und ist sehr verständlich aufgebaut" (P. Koellner).

"Mein selbsterstelltes X.509-Zertifikat funktioniert top mit Foxmail" (E.-A. Roscher).

"I like to sign my mails with PGP keys and with GPG it can be done for free. [...] And voilà, GnuPG-Pack does the job" (anotherdev.wordpress.com).

Das Pack läuft auch unter Windows 7 64-Bit "wie gewohnt reibungslos" (M. Riesterer).

Zum Projekt:

"Der Einsatz kryptographischer Verfahren ist von außerordentlicher Bedeutung [...]. Dies gilt sowohl für die Gewährleistung der Authentizität und Integrität des Datenverkehrs, wie auch für den Schutz der Vertraulichkeit" (Bundesregierung 1999/vgl. 2001).

www.gnupp.de Das GnuPG-Pack – vormals GnuPG-Pack Basics – wurde als Ersatz für GnuPP entwickelt. GnuPP ist ein im Rahmen des durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWA) und das Bundesinnenministerium (BMI) geförderten GNU Privacy Projects erstelltes GnuPG-Installationspaket. GnuPP hat sich vielfach bewährt. So wird – oder wurde – es etwa in der Wirtschaft, in öffentlichen Verwaltungen oder im polizeilichen Bereich, wie auch von Journalisten, Rechtsanwälten, Pfarrern oder von NGOs erfolgreich eingesetzt.

Auch das GnuPG-Pack hat sich inzwischen vielfach bewährt. Es installiert ebenfalls das eigentliche Signier- und Verschlüsselungsprogramm GnuPG und das Frontend WinPT Tray. Im Unterschied zu GnuPP enthält es sie aber in jeweils aktuellen Versionen. Da GnuPP nicht weiter gepflegt wird (letzte Version: 1.1 aus dem Jahr 2002), jedoch die darin enthaltenen Programmversionen seither weiterentwickelt wurden, sind diese längst nicht mehr der Stand der Dinge.

Übrigens beinhaltet das GnuPG-Pack GnuPG als "SpecialBuild", das mit TIGER und WHIRLPOOL zwei zusätzliche Hash-Algorithmen sowie mit SERPENT einen zusätzlichen Verschlüsselungsalgorithmus in GnuPG integriert:

Öff. Schlüssel: RSA, RSA-E, RSA-S, ELG-E, DSA
Verschlü.: IDEA, 3DES, CAST5, BLOWFISH, AES, AES192, AES256, TWOFISH,
           CAMELLIA128, CAMELLIA192, CAMELLIA256, SERPENT128,
           SERPENT192, SERPENT256

Hash: MD5, SHA1, RIPEMD160, TIGER192, SHA256, SHA384, SHA512, SHA224,
      TIGER, TIGER2, WHIRLPOOL

Komprimierung: nicht komprimiert, ZIP, ZLIB, BZIP2

Neben GnuPG und WinPT enthält das GnuPG-Pack zum einen den lokalen eMail-Relayserver GPGrelay; hinzu kommen Plugins für eMail-Clients, nämlich Enigmail für Mozilla Thunderbird bzw. SeaMonkey, G Data modified für MS Outlook und QDGPG für Pegasus Mail, sowie mit Enigform ein Plugin für den Browser Firefox.

Zum anderen umfaßt das GnuPG-Pack ferner den universellen SSL-Wrapper Stunnel samt OpenSSL. Mit Stunnel können – auch durch Zertifikate authentifizierte – verschlüsselte Verbindungen hergestellt werden. Das Abrufen und/oder Senden von eMails über eine SSL-verschlüsselte Verbindung unterstützen viele Provider. Es ersetzt zwar keineswegs die Signierung und Verschlüsselung der Nachrichten, reduziert jedoch bereits die Zahl möglicher Lausch- oder Angriffsszenarien und ergänzt überdies auch die Signierung und Verschlüsselung der Nachrichten sinnvoll.

!!   Angeraten sei, eMails (1.) immer zu signieren und (2.) über eine SSL-verschlüsselte Verbindung abzurufen und zu versenden sowie (3.) solche eMails, die an Anwender von GnuPG, PGP oder von anderen mit dem OpenPGP-Standard kompatiblen Programmen gerichtet sind, zu verschlüsseln. Der erste und der dritte Punkt gelten ebenso für den Datenaustausch etwa mittels Datenträgern.  !!

Zahlreiche zusätzliche Features und Optionen – teils abhängig etwa von der Windows-Version und der Konfiguration des Systems – runden die "All-in-one"-Lösung ab. So bietet das GnuPG-Pack etwa – sofern Stunnel samt OpenSSL zur Installation mit ausgewählt wird – die Optionen, aus dem Zertifikat (self-signed X.509) eine Zertifikatsanfrage zur Beglaubigung durch eine Certificate Authority (CA) zu erzeugen und das Zertifikat nach PKCS#12/.p12 (= .pfx) zu exportieren, womit es – z.B. in eMail-Clients, die S/MIME unterstützen – als "digitale ID" verwendet werden kann.

https://www.awxcnx.deEmpfohlen wird das GnuPG-Pack u.a. von der German Privacy Foundation. Das Konzept des Packs mit seiner Kombination von GnuPG mit Stunnel und OpenSSL – also der Signierung und End-to-End-Verschlüsselung per GnuPG mit der verschlüsselten Übertragung via Stunnel/OpenSSL – findet etwa in diesem Artikel auf PC-Welt Online seine Bestätigung.

Das Pack kann auch zusammen mit dem Frontend GPGshell eingesetzt werden.

GnuPG-Pack, Download bei heise.de

 

Das GnuPG-Pack gibt es seit 2003. Es ist u.a. auf der offiziellen GnuPP-Website verlinkt sowie im Software-Verzeichnis von heise.de gelistet und wird ab und an auf Heft-CDs von Computerzeitschriften angeboten.

And last – but not least: Das GnuPG-Pack ist Freeware.

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Warum signieren und verschlüsseln?

Briefe, Postkarten und andere Schriftstücke, ja selbst kleine Notizen an den Kollegen, werden mit einer Unterschrift oder einem anderen persönlichen Zeichen versehen; oft hilft auch die Handschrift bei ihrer Zuordnung. Briefe werden zudem vielleicht auf einem Brief- oder Geschäftsbogen geschrieben, gegebenenfalls gestempelt, jedenfalls in einem Umschlag verschlossen und ab und an sogar versiegelt. Dem Empfänger wird so die nötige Sicherheit hinsichtlich der Authentizität und Integrität eines Schriftstücks gegeben, und der Briefumschlag verbirgt dessen Inhalt vor unbefugten Blicken.

Beim Austausch elektronischer Nachrichten und von Dateien ist's mit Briefgeheimnis und Datensicherheit – ohne zusätzliche Maßnahmen – hingegen nicht weit her. Denn zum einen sind ihnen keine zuverlässig ihre Integrität und Authentizität belegende Merkmale zueigen; die Empfänger können somit nicht prüfen, ob sie tatsächlich vom angegebenen Absender stammen und ob sie beschädigt oder sogar manipuliert wurden. Durch die Signierung ("digitale Unterschrift") seiner elektronischen Nachrichten und Dateien mittels GnuPG oder PGP gibt der Absender den Empfängern die Möglichkeit, die Authentizität und Integrität derselben anhand ihrer jeweiligen Signatur zuverlässig zu prüfen.

Und zum anderen ist keineswegs gewährleistet, daß die elektronischen Nachrichten und Dateien nicht von Dritten gelesen und ausgewertet werden. Problematisch ist etwa der mögliche Zugriff Unbefugter auf einem Computer oder in einem Netzwerk. Nicht weniger problematisch ist z.B auch, daß bereits nur innerhalb Deutschland versendete eMails im Internet über durchschnittlich 15 Knotenpunkte weitergeleitet werden, an denen jeweils ein systematisches Scannen beispielsweise auf bestimmte Stichworte hin und somit eine auf Personen oder eMail-Adressen bezogene Sammlung und Auswertung von Daten sowie ein gezielter Zugriff möglich sind – und auch tatsächlich durchgeführt werden. Ihre Kommunikation via eMail ist also für jeden Interessierten ein "offenes Buch". Und wenn geeignete Such- und Filteralgorithmen eingesetzt werden, sind Sie ein ebensolches.

Am 23. Juli 2009 berichtete PC-Welt Online, daß "zwei Drittel der Mailserver schlecht gesichert" seien. Und: "Wirklich sinnvoll ist nur eine End-to-End-Verschlüsselung, etwa durch PGP" – oder eben GnuPG! Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Sie meinen trotzdem, "doch nichts zu verbergen" zu haben, also auf eine Verschlüsselung verzichten zu können? Dennoch sollten Sie dem Empfänger Ihrer Nachricht oder Datei zumindest die Möglichkeit geben zu überprüfen, ob dieselbe tatsächlich von Ihnen stammt und ob sie nicht verändert wurde. Sie sollten Ihre Nachricht oder Datei also wenigstens mittels GnuPG oder PGP signieren.

Text als PDF-Datei herunterladen.

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Aktuell:

3. Februar 2012
Das im Pack enthaltene GnuPG-SpecialBuild enthält jetzt als weiteren zusätzlichen Hash-Algorithmus
WHIRLPOOL und pflegt eine nach Veröffentlichung des offiziellen GnuPG 1.4.12-Builds publizierte Ergänzung des Codes ein.

31. Januar 2012
GnuPG 1.4.12 ist erschienen. Das GnuPG-Pack wurde entsprechend aktualisiert, und zwar wiederum mit GnuPG als SpecialBuild inkl. TIGER und – neuSERPENT. Bereits in der Vorversion des Packs wurden ein Installer-Fehler behoben und Enigmail auf Version 1.3.5 aktualisiert.

16. Januar 2012
"FIPS module compatible with OpenSSL 1.x.x is scheduled for release in February 2012": openssl.org/docs/fips.

12. Januar 2012
Version 12.1.3 beseitigt (1.) eine Fehlermeldung, die bei der Installation des Packs auf Rechnern, auf denen MS Outlook 2010 oder PegasusMail eingerichtet ist, auftrat, und aktualisiert (2.) Stunnel auf 4.52, die ein Bug in 4.51 behebt.

7. Januar 2012
Nach einer Reihe von Beta- und Release-Candidate-Versionen ist nun Version 12.1.1 erschienen. Darin werden Stunnel auf 4.51b13 – also noch nicht das Final-Release – und OpenSSL auf 0.9.8s-fips sowie ShowIP auf 1.2rc6 aktualisiert. Die Installation und deren Bedienerführung wurden umfassend überarbeitet.

15. Dezember 2011
Version 11.11.1-rc10 wagt die Aktualisierung auf Stunnel 4.51b4 mitsamt dem Downgrade auf OpenSSL 0.9.8r-fips. Ferner wurden die Erkennung der – sofern vorhanden – Outlook-Version repariert sowie ein Fehler bei der optionalen Generierung eines X.509-Zertifikats behoben.

11. Dezember 2011
Das Pack aktualisiert Enigmail auf Version 1.3.4 für Mozilla Thunderbird 8 bzw SeaMonkey 2.5. Stunnel – derzeit im Pack enthalten: 4.47; soeben erschienen ist 4.51b2 – wurde aus Kompabilitätsgründen (Downgrade auf OpenSSL 0.9.8 mit FIPS 140-2-Option) noch nicht aktualisiert.

1. November 2011
Nach 11.9.1-beta10 ist nun Version 11.11.1-rc1 erschienen. Die Änderungen in den letzten Beta-Versionen betrafen Einzelheiten bei der Erstellung eines X.509-Zertifikats durch OpenSSL – eine Option, die bei der Installation von Stunnel zur Verfügung steht – und näherhin dessen Kompabilität mit Windows' Cryptographic Service Providers (CSP). Außerdem wurde Enigmail aktualisiert.

29. September 2011
Version 11.9.1-beta4 aktualisiert die Plugins für Mozilla Thunderbird (Enigmail) und Firefox (Enigform und ShowIP); die Unterstützung von Mozilla SeaMonkey wurde verbessert.

25. September 2011
Eine neue Version des Packs – Version 11.9.1-beta2 – ist erschienen. Sie wird als Beta veröffentlicht, da systemnahe Optionen (Verschlüsselung per EFS, Synchronisation der Systemzeit) evtl. für 64-Bit-Systeme noch weiter optimiert werden müssen; grundsätzlich sollte aber alles "funktionieren". Die neue Version bringt alle enthaltenen Komponenten auf den aktuellen Stand und wurde hinsichtlich der Installation überarbeitet.

14. März 2011
Version 11.3.1 ist erschienen: Durch den Einsatz aktualisierter Kompressionsprogramme konnte die Downloadgröße des Packs reduziert werden. Außerdem wurde die Installation der Outlook-Plugins überarbeitet. Ferner kann das enthaltene GnuPG-"SpecialBuild" jetzt auch die Angaben "AES128" (= AES) und "TWOFISH256" (= TWOFISH) verarbeiten.

16. Februar 2011
Das GnuPG-Pack 11.2.3 aktualisiert OpenSSL auf Version 1.0.0.d, die einen "important bug" behebt und "security fixes" einpflegt. Im GnuPG-"SpecialBuild" wurde der zwischenzeitlich integrierte WHIRLPOOL-Hash-Algorithmus vorerst wieder entfernt, da sich u.U. Probleme bei der Verifizierung signierter Nachrichten ergaben.

7. Februar 2011
Das soeben erschienene GnuPG-Pack 11.2.1 aktualisiert Stunnel auf Version 4.35.

18. Januar 2011
Das im Pack enthaltene GnuPG-"SpecialBuild" unterstützt seit Jahresbeginn neben TIGER192 auch TIGER (fixed TIGER192) und TIGER2. Mit Pack 11.1.1 wird jetzt noch ein Fehler bei der Verifikation von mit TIGER generierten Signaturen behoben.

Einige ausgewählte ältere Meldungen:

9. Oktober 2010
Das GnuPG-Pack 10.9.6 verbessert noch einmal die Erkennung von Wechseldatenträgern (z.B. Disketten oder USB-Sticks) – selbige werden ggf. bei die Prüfung, ob Windows' Encrypting File System (EFS) unterstützt wird, weitgehend ausgenommen – sowie die Installation der GnuPG-Konfigurationsdatei bei Updates des Packs.

21. September 2010
Das soeben veröffentlichte GnuPG-Pack 10.9.1 [...] bietet auch eine weitreichende Überarbeitung des Installationsprozesses: So z.B. berücksichtigt das Pack jetzt – durch eine noch konsequentere Auswertung relevanter Konfigurationsdateien – weitere optionale Einstellungen, wie etwa für GnuPG die Einbindung zusätzlicher Keyrings.

14. Juni 2007
freenet.de unterstützt SSL-Verschlüsselung nur – oder nur noch? – beim Abrufen von eMails (POP3), jedoch nicht beim Versenden derselben (SMTP). Stunnel-Anwender, die Accounts bei freenet.de unterhalten, sollten die Konfiguration entsprechend anpassen, konkret: bei den freenet.de-Accounts nur noch POP3 über Stunnel laufen lassen. Oder einen anderen Provider wählen.

12. Dezember 2006
"We apologize the site you are attempting to visit has been blocked due to its content being inconsistent with the religious, cultural, political and moral values of the United Arab Emirates." Mit diesem Hinweis wird seit Mitte Dezember 2006 die Projektseite des GnuPG-Packs in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) blockiert. Interessant wäre, ob die Projektseite auch in anderen Ländern blockiert wird.

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English summarysummary:

The GnuPG-Pack – formerly GnuPG-Pack Basics – is a proven installer for the OpenPGP standard based signature and encoding program GnuPG (SpecialBuild, incl. TIGER and WHIRLPOOL hash algorithms and SERPENT encrypting algorithm), the GnuPG front-end WinPT Tray and the local GnuPG eMail-Relayserver GPGrelay and for the SSL wrapper Stunnel with OpenSSL. In addition, it contains plugins for MS Outlook, Thunderbird, Pegasus Mail and Firefox. Moreover, it offers helpful options and presettings. The components are installed in English or German language versions. The installer is partly German-speaking, however, it should be largely self-explanatory. "Frohes Schaffen!"

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Weitere Infos:

Weitere Informationen finden Sie beispielsweise hier:

https://www.datenschutzzentrum.de/download/safe_pgp.pdf: Flyer des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein in Kiel: "eMail für dich – nicht für jeden"; enthält eine kurze PGP-/GnuPG-Anleitung.

http://www.asciiribbon.org: Die offiziellen Seiten der internationalen "ASCII ribbon campaign". Die Kampagne engagiert sich gegen HTML-eMails und proprietäre Mailformate. Hier werden gute Gründe benannt und erläutert, warum Sie Ihre elektronische Post nicht im HTML-, sondern immer im Nur-Text-Format versenden sollten. Ein weiterer guter Grund wäre den dort genannten noch hinzuzufügen: die sichere Verifizierung signierter eMails.

http://www.gnupp.de/pdf/einsteiger.pdf: Die GnuPP-Broschüre für Einsteiger...
http://www.gnupp.de/pdf/durchblicker1.1.pdf: ...und jene für Fortgeschrittene.

http://www.bmwi.de/~/pressemitteilungen,did=6608.html: Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums vom 15. März 2002 zur Veröffentlichung von GnuPP 1.1. Vgl. auch die e-f@cts 08/2006 des Bundeswirtschaftsministeriums.

http://www.elektronikschule.de/~grupp/pgp/intro.html: Eine gute Einführung in PGP und GnuPG, die überdies die Unterschiede zur herkömmlichen symmetrischen Verschlüsselung verständlich darlegt.

http://www.cryptool.de: Das CrypTool ist ein eLearning-Programm zur Kryptologie und will dem Anwender Themen, Fragen und Praxis der Kryptographie – also der Verschlüsselung und Entschlüsselung von Informationen – und der Kryptoanalyse "spielerisch" vermitteln.

http://www.gnupg.org: Die Web-Heimat von GnuPG. GnuPG – oder GPG – ist ein "Gewächs aus deutschen Landen" und wird unter dem Dach der g10 Code GmbH betreut.

http://www.cs.technion.ac.il/~biham/Reports/Tiger: Homepage des TIGER-Algorithmus, der in dem im Pack enthaltenen GnuPG-"SpecialBuild" integriert ist. TIGER ist ein bewährter und unangefochtener Hash-Algorithmus, jedoch nicht im OpenPGP-Standard benannt. TIGER192 war – als mögliche Alternative zu RIPEMD160 – zeitweilig in alten GnuPG-Versionen enthalten.

http://www.larc.usp.br/~pbarreto/WhirlpoolPage.html: Homepage des WHIRLPOOL-Hash-Algorithmus. WHIRLPOOL gilt als sehr sicher, ist freilich relativ jung und daher noch weniger erprobt als etwa RIPEMD160, TIGER oder die Algorithmen der SHA-Familie. Er ist nicht im OpenPGP-Standard benannt.

http://www.cl.cam.ac.uk/~rja14/serpent.html: Homepage des SERPENT-Algorithmus, der in dem im Pack enthaltenen GnuPG-"SpecialBuild" integriert ist. SERPENT ist ein Verschlüsselungsalgorithmus, der beim Advanced Encryption Standard (AES)-Wettbewerb als der sicherste eingestuft wurde. Er ist nicht im OpenPGP-Standard benannt.

http://www.pgp.com: Die Seiten der PGP Corporation, die mit PGP die bekannteste kommerzielle Alternative zu GnuPG anbietet. Der OpenPGP-Standard ist aus der seinerzeit noch frei verfügbaren Urversion von PGP hervorgegangen. Später – bis zum Erwerb durch die eigens gegründete PGP Corporation in 2002 – wurde PGP von NAI/McAfee angeboten, währenddessen das PGPi-Projekt Freeware-Versionen zur Verfügung stellte.

http://www.openpgp.org: Die Seiten der OpenPGP-Alliance. PGP und GnuPG – sowie weitere Produkte – basieren auf dem internationalen OpenPGP-Standard (RFC 2440, neu: RFC 4880, "the most widely used email encryption standard in the world"); sie sind somit gegeneinander kompatibel. Und sie verwenden gemeinsam ein weltweites Netz von Keyservern, die laufend synchronisiert werden.

http://www.openssl.org/docs/fips/UserGuide.pdf: Was ist "FIPS 140-2"? Antwort: Ein Sicherheitsstandard, den das National Institute of Standards and Technology (NIST) festgelegt hat. Das Paper der OpenSSL-Macher gibt nähere Infos.

http://www.philzimmermann.com: Die Website des "Vaters" von PGP, Phil Zimmermann.

http://www.mediacrypt.com: Die MediaCrypt AG vertreibt die Lizenzen für den patentierten IDEA-Algorithmus. Er ist neben anderen Algorithmen in PGP enthalten, aus grundsätzlichen wie aus lizenzrechtlichen Gründen jedoch nicht in GnuPG. IDEA ist im OpenPGP-Standard – anders als z.B. CAST5 und AES – lediglich als optional benannt, weswegen auch PGP-Anwender auf seinen Einsatz verzichten sollten. Nachtrag: Das Patent auf IDEA ist in Europa inzwischen abgelaufen.

http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html: Die GNU General Public License (GNU-GPL). Die im GnuPG-Pack enthaltenen Programme GnuPG, WinPT und Stunnel unterliegen keiner kommerziellen Lizenz, sondern sind opensource und freie Software im Sinne der GNU-GPL.

http://www.openssl.org: Die Seiten des OpenSSL-Projekts. Das OpenSSL-Toolkit unterliegt einer "Apache-style licence, which basically means that you are free to get and use it for commercial and non-commercial purposes subject to some simple license conditions"; Sie finden die Lizenz hier. OpenSSL ist ebenfalls opensource.

http://macgpg.sourceforge.net: GnuPG und Frontends für GnuPG gibt es nicht nur für Windows und Linux, sondern z.B. auch für MacOS X.

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Hilfe:

http://www.gnupp.de/anwenderforum.html: Das GnuPP-Anwenderforum. Es handelt sich um eine Mailingliste, die sich sich bei Fragen zu und Problemen mit GnuPG, WinPT oder GPA empfiehlt. Aber auch Fragen zum SSL-verschlüsselten Abrufen und Senden von eMails via Stunnel dürften nicht unbeantwortet bleiben. Durchsuchen Sie bitte immer zunächst das Forumsarchiv, denn vielleicht wurde Ihr Problem ja schon einmal geklärt.

!!   Über das GnuPP-Anwenderforum erfahren Sie übrigens jeweils auch, wenn eine neue Version des GnuPG-Packs verfügbar ist.  !!

http://lists.gnupg.org/pipermail/gnupg-de: Die von an der Entwicklung von GnuPG Beteiligten bereitgestellte deutschsprachige Mailingliste für GnuPG. Interessenten können sich per eMail in die Liste einklinken. Freilich eher etwas für fortgeschrittene Anwender, denn für Einsteiger!

mailto:adele@gnupp.de: Mit GnuPP's eMail-Roboter Adele läßt sich der Austausch verschlüsselter und signierter eMails üben. Zur schüchternen Kontaktaufnahme kopieren Sie zunächst Ihren öffentlichen Schlüssel – samt Kopf- und Fußzeile des Keyblocks – in das Textfeld Ihrer ersten eMail ans liebliche Adel'chen:

-----BEGIN PGP PUBLIC KEY BLOCK-----
Version: GnuPG v1.4.7 (MingW32) - WinPT 1.2.0
Comment: Protect messages and files using GnuPG and OpenSSL!
Comment: GnuPG-Pack: http://home.arcor.de/rose-indorf

mQGiBD4U40oRBADd2efHPfBpj5hkze6yme/i1TGa85w5Cdkd7TvgQg+zHXqs7ZT9
YZrc4ZLBIctk9VVXM/aazXXlhDG/2mNJDemRVNrgZjG3v1LcVynXzHwhCEvkL7+R
yPPd6z1OBVjFy3Unky/Vps+/fGOhNbJOzTbvoeSM4iCWdiuMpGGIlxVxOwCg/9Qm
mGvX [...] 6NoeNxBJ2gf77/uZrYiKIG2RU2BquHTw7BWevN5vBRRRfPygTDNx1
D6BQMnkqeH7blcnbMapRej8MI5kTkpmFPFrspleOpPeGAerid0a2wVDAtHyFTh+8
FhTjfYIZh6KIUgQYEQIAEgUbDAAAAAUCRZhrMwUJCWNp6QAKCRDOKmDmZZ470K+D
AJwLZ5CtMu3cZJCRu3ZX9BFXEmimBgCfXwnFnd6bqBgnTrgth1Q+B1LFc50=
=b1b6
-----END PGP PUBLIC KEY BLOCK-----

Dann schicken Sie diese mit dem Betreff "mein öffentlicher Schlüssel" – bitte die Umlaute "ö" und "ü" beachten! – an Adele. Adele wird Ihnen daraufhin ihren öffentlichen Schlüssel zusenden. Und schon können Sie mit Adele eifrigst geheime Nachrichten austauschen...

!!   Ihr Feedback zum GnuPG-Pack und zu dieser Projektseite richten Sie bitte an den Autor: rose-indorf@gmx.de, Key ID 0x5595A3C3. Etwaige Fragen zu den einzelnen im GnuPG-Pack enthaltenen Programmen richten Sie hingegen bitte an das oben erwähnte GnuPP-Anwenderforum.  !!

Aber möglicherweise findet Ihre Frage auch schon unter den Hinweisen zur Installation oder in den FAQs eine Antwort?

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Download:

GnuPG-Pack 12.2.3: gnupg-pack-12.2.3.exe.zip (ca. 6,78 MB)

Enthalten sind folgende Komponenten:
 - GnuPG: Version 1.4.12 (SpecialBuild) mit Paperkey 1.2, englisch/deutsch
 - WinPT Tray: Version 1.4.3/1.4.1, englisch/deutsch
 - GPGrelay (lokaler eMail-Relayserver): Version 0.962, englisch
 - Plugin für Thunderbird: Enigmail 1.3.5/0.96.0, mehrsprachig
 - Plugin für MS Outlook: G Data modified 0.94, englisch
 - Plugin für Pegasus Mail: QDGPG 1.2, englisch/deutsch
 - Plugin für Firefox: Enigform 0.8.3.1 mit ShowIP 1.2rc6, englisch
 - PGPdump: Version 0.27, englisch
 - Stunnel: Version 4.52 mit OpenSSL 0.9.8s-fips und zlib 1.2.5, englisch

Entpacken Sie nach dem Download sodann das ZIP-Archiv. Es enthält neben dem Installer eine Signatur-Datei, anhand derer Sie – sofern Sie bereits z.B. GnuPG oder PGP verwenden – dessen Herkunft und Integrität überprüfen können (KeyID 0x5595A3C3). Anschließend starten Sie den Installer, um das GnuPG-Pack zu installieren.

Ein wichtiger Hinweis auf die Integrität einer Datei kann auch deren Prüfsumme ("Hash" oder "Digest") sein. Diese kann mit verschiedenen Algorithmen errechnet werden und lautet für die aktuelle Download-Datei z.B.:
 - RMD160: 32D8 E6DF 44B5 85D2 33BA EE5A 141D A680 B85C DCD9
 - SHA256: A6104A74 B494E36A 58627E9B 194A4F67 06A3358F 23C77953 E76ABA22 46547E42
 - TIGER: 23C3A892 5DA3ADCB DAD4FB51 D1C841E1 FC2F8239 B3B92EE7
Alle verfügbaren Prüfsummen für die aktuelle Download-Datei finden Sie hier.

www.openssl.org

 

This product includes software developed by the OpenSSL Project for use in the OpenSSL Toolkit (http://www.openssl.org). – This product includes cryptographic software written by Eric Young (eay@cryptsoft.com). This product includes software written by Tim Hudson (tjh@cryptsoft.com).

Vor seiner Veröffentlichung wird das GnuPG-Pack jeweils mit mindestens zwei namhaften Antivirus-Scannern mit je aktuellen Signaturen auf Viren und andere Schadprogramme hin überprüft.

Beachten Sie die Hinweise zur Installation.

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beta & source zone:

Eigentlich ist Software nie fertig. "Betas" sind indes solche Programmversionen, die sich ausdrücklich noch in der Entwicklung befinden. Grundsätzlich – und wenn der Beta-Status sich nicht nur auf bestimmte Features einer Anwendung bezieht – sollten Beta-Versionen nur von erfahrenen und an der Entwicklung beteiligten oder interessierten Anwendern und nicht in sog. produktiven Umgebungen eingesetzt werden.

Alle im GnuPG-Pack enthaltenen Komponenten sind opensource. Demnächst werden Sie an dieser Stelle – wieder, und zwar aktualisierte – Links zu den Quelltexten finden.

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Installation:

Das GnuPG-Pack kann unter allen Windows-Versionen ab 95 bzw. NT4 installiert werden. Auf NT-Systemen – also NT4, 2000, XP/2003, Vista/2008 oder Windows 7 – sind zur Installation Administrator-Rechte nicht notwendig. Allerdings stehen bei einer Installation ohne Administrator-Rechte einige Plugin sowie evtl. einige zusätzliche Optionen nicht zur Verfügung. Bitte beachten Sie die Infos zur Installation, die während der Installation des Packs angezeigt werden.

Grundsätzlich sollte das GnuPG-Pack für jedes Benutzerprofil gesondert installiert werden. Auf NT-Systemen sei empfohlen, die erste Installation sowie spätere Updates unter einem mit Administrator-Rechten ausgestatteten Benutzerprofil durchzuführen.

!!   Vor der Installation sollten Sie ggf. eine bereits installierte andere GnuPG-Distribution (z.B. GnuPP, gpg4win oder GnuPT) deinstallieren.   !!

Unter Windows 9x/ME oder NT4 installiert das GnuPG-Pack ggf. die letzte für jene Systeme verfügbare Version von WinPT Tray, da die aktuelle WinPT-Version nur noch unter Windows 2000 oder höher arbeiten mag. Entsprechendes gilt für Enigmail.

Wenn Sie den SSL-Wrapper Stunnel zur Installation mit ausgewählt und die Erstellung eines SSL-Zertifikats nicht deaktiviert haben, startet im Verlauf der Installation ein Assistent zur Erstellung desselben (self-signed X.509). Dieser öffnet sich auf der Kommandozeile und fordert die Wahl eines Paßwortes und sodann die folgenden Angaben – anstelle der rot markierten Einträge müssen Sie natürlich Ihre Angaben eintragen. Wichtig: Für Zeilen, die leer bleiben sollen, setzen Sie bitte einen Punkt ("."):

Common Name (eg, FQDN of your server) = .
Common Name (eg, YOUR name) = August Ernst Mustermann
eMail Address = mustermann@gmx.de
Organisation Name = .
Organizational Unit Name (eg, section) = .
Locality Name (eg, city) = Beispielstadt
State or Province Name (full name) = Schleswig-Vorpommern
Country Name (2 letter code) = DE

Das bei der Installation von Stunnel erstellte SSL-Zertifikat (self-signed X.509) ist vier Jahre gültig. Der mit dem Zertifikat erzeugte private key ist verschlüsselt; bei Verwendung ist somit die Eingabe des gewählten Paßwortes nötig.

Das GnuPG-Pack registriert relevante Dateitypen (.gpg, .asc, .sig, .pgp und .conf sowie – wenn auch Stunnel installiert wird – .pem), und es sorgt dafür, daß Windows keine Dateiendungen – auch keine doppelten Dateiendungen – mehr ausblendet.

Ferner finden Sie sodann unter "Start" > "Programme" den GnuPG-Pack-Programmordner, der Zugriff auf die installierten Programme sowie auf die Konfigurationsdateien und Links zu Keyservern bietet. Den sog. HomeDir, der insbesondere die Schlüsselbund-Dateien birgt, finden Sie unter %AppData%\GnuPG, sofern nichts anderes voreingestellt ist. Der Speicherort kann später geändert werden; bei einem etwaigen Update des Packs wird die Änderung übernommen. Auf dem Desktop landen Links zu hilfreichen Dokumenten im Web und zum GnuPP-Anwenderforum.

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FAQ

... sowie solche Fragen, die "frequently asked questions" werden könnten:

!!   Sie sollten Ihre elektronische Post grundsätzlich im Text-Format und also nicht im HTML-Format versenden. Der Empfänger hat damit die Sicherheit, daß sich jedenfalls in Ihrer eMail selbst kein schädlicher Code verbirgt. Sie sollten daher auch nicht Web-Mail, sondern Ihren eMail-Client nutzen. Z.B. in MS Outlook und Outlook Express kann das Format im Menü "Extras" > "Optionen" > "E-Mail-Format" oder für die einzelne Nachricht im Menü "Format" eingestellt werden.  !!

F.: Warum (re-)integriert das GnuPG-SpecialBuild den TIGER-Algorithmus?
A.: Das im Pack enthaltene GnuPG-"SpecialBuild" beinhaltet mit TIGER einen gegenüber den neueren offiziellen GnuPG-Builds zusätzlichen Hash-Algorithmus. Zu unterscheiden sind näherhin drei Varianten: TIGER192, die zeitweilig in alten GnuPG-Versionen – als etwaige Alternative zu RIPEMD160 – enthalten war (h6) und dort vielfach verwendet wurde, sowie TIGER (fixed TIGER192, h101) und TIGER2 (h102). Der TIGER-Algorithmus hat es nicht in den OpenPGP-Standard geschafft, hat sich aber bewährt und ist – anders als SHA1 und insbesondere MD5 – nicht angefochten.

F.: Wie kann TIGER als Hash-Algorithmus eingestellt werden?
A.: Öffnen Sie zunächst die GnuPG-Konfigurationsdatei "gpg.conf" und suchen Sie darin den Eintrag "digest-algo" bzw. "# digest-algo". Das Doppelkreuz ("#") deaktiviert die Option; dessen Entfernung aktiviert dieselbe. Entfernen Sie sodann ggf. das Doppelkreuz, tragen Sie den Algorithmus bzw. die Variante ein, also z.B.:

digest-algo TIGER192

... und speichern Sie schließlich die GnuPG-Konfigurationsdatei. (Diese Einstellung ist nur nötig, wenn Sie selbst TIGER192, TIGER oder TIGER2 verwenden möchten, nicht jedoch zur Verifikation einer mit dem TIGER-Algorithmus signierten Nachricht oder Datei.)

F.: Wie kann ein Update des GnuPG-Packs durchführt werden?
A.: Installieren Sie die je neue Version des Packs einfach über die derzeit installierte. Möglicherweise ist noch ein Neustart des Computers fällig. Fertig.

F.: Benötigt man ein Plugin, um eMails zu verarbeiten?
A.: Nein, es geht auch ohne Plugin. Vielmehr können Sie auch Ihre eMails samt etwaiger Anlagen mittels WinPT signieren/verschlüsseln bzw. verifizieren/entschlüsseln. Die für verschiedene eMail-Clients zur Verfügung stehenden GnuPG-Plugins dienen lediglich der Automatisierung. (Eine prima Alternative zu jenen Plugins ist GPGrelay; freilich erfordert der lokale eMail-Relayserver ein wenig Konfigurationsarbeit.)

F.: PGP-MIME oder das übliche "inlined" – was sollte's sein?
A.: Beispielsweise GPGrelay oder Enigmail bieten die Option, beim Übermitteln von eMails PGP-MIME zu verwenden. PGP-MIME – nicht zu verwechseln mit S/MIME! – sollte indes nur verwendet werden, wenn sicher ist, daß der eMail-Client auf der Empfängerseite ebenfalls PGP-MIME verarbeiten kann. Kompabilitätsprobleme gibt es etwa, wenn dort MS Outlook eingesetzt wird. Mithin sollte im Zweifelsfall auf PGP-MIME verzichtet werden. Als "inlined" signiert bezeichnet man z.B. den folgenden Text:

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Ich bin ein inlined signierter Text.

-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.7 (MingW32) - WinPT 1.2.0
Comment: Protect messages and files using GnuPG and OpenSSL!
Comment: GnuPG-Pack: http://home.arcor.de/rose-indorf

iD8DBQFFplIpzipg5mWeO9ARAuIMAJoDYM8UONfBMaknWQZwcNVP3vGPkQCdGlm9
feu6HmNuJI+4cflvLyrGsgw=
=b/rn
-----END PGP SIGNATURE-----

Und eine "inlined" verschlüsselte – sowie signierte – Nachricht kann etwa so aussehen:

-----BEGIN PGP MESSAGE-----
Version: GnuPG v1.4.7 (MingW32) - WinPT 1.2.0
Comment: Protect messages and files using GnuPG and OpenSSL!
Comment: GnuPG-Pack: http://home.arcor.de/rose-indorf

hQEOAysxYodivb/UEAP/Z9n2m2fAghLFublSlgh3hwIpSDIgQB1N069UKYNUw4tu
q1v65gFHHBevokcaHXnqdSkpP4w/M2SizVLqjZAtQgKCSaVtj3/mtMeQmQxW9CyK
UoI2O1rOwp6nGB7w98eiYFbivXgNv2+kRGb+vxq86M4BgxkfWiApsRnlg0rrhm8D
/ijh [...] gDQS/DfVF1KRcG4XaI48jPQ3wa2K72VM3AhSr556gtwdNTKUOcVni
Jeibz8N4ynU62CbpWOlh0LiyNbjBo30Twx1ufwYOkUP34Gggq1qwA0Xj55QSoz4s
o0dPWR8NhRZGED7gTbFxu7JrtCCQVQPStuKhcJ7mlpX6c9CYGEOuH+fjdLBxphYx
+1WAyGZEVjdqVTXOiIQjTw==
=RZtU
-----END PGP MESSAGE-----

(Beachten Sie, daß die Kopf- und Fußzeilen Bestandteil der signierten/verschlüsselten Nachrichten sind!)

Freilich schränkt das inlined-Format insofern ein, als daß eMails im Text-Format und also nicht als HTML-eMails erstellt werden sollten – was aber ohnehin ratsam ist; bunt und "schön" gestaltete Dokumente sollten vielmehr als Anlagen, etwa im PDF-Format oder als ZIP gepackt, versendet werden, die dann mit einer eigenen Signatur versehen und ggf. verschlüsselt werden.

F.: Was bedeutet: "Dieser Schlüssel trägt keine vertrauenswürdige Signatur"?
A.: Wenn Sie eine signierte Nachricht oder Datei erhalten haben und nun deren Herkunft und Integrität prüfen, gibt GnuPG ggf. folgende zusätzliche Meldung aus: "Dieser Schlüssel trägt keine vertrauenswürdige Signatur! Es gibt keinen Hinweis, daß die Signatur wirklich dem vorgeblichen Besitzer gehört". Diese Warnmeldung erfolgt, wenn die Signatur zwar erfolgreich verifiziert wurde – also die empfangene Nachricht oder Datei unverändert ist und vom angegebenen Absender stammt –, Sie als Empfänger jedoch den öffentlichen Schlüssel des Absenders noch nicht signiert und somit noch nicht als vertrauenswürdig eingestuft haben. Sie können dies in WinPT's Schlüsselverwaltung durchführen.

F.: Eine signierte eMail sei "neither encrypted or signed". Was tun?
A.: eMails sollten immer im Text-Format und also nicht im HTML-Format versendet werden. Zum einen, um für die Empfänger das Risiko, sich einen Virus oder anderen Unbill einzufangen, zu minimieren. Zum anderen, damit – inlined – signierte und/oder verschlüsselte Nachrichten auch zuverlässig verifiziert/entschlüsselt werden können. Wenn Sie indes eine HTML-codierte signierte/verschlüsselte Nachricht erhalten haben, können Sie Meldungen wie: "The message is neither encrypted or signed" oder: "Ungültige OpenPGP Nachricht..." ereilen. Um eine solche Nachricht dennoch verifizieren und/oder entschlüsseln zu können, gehen Sie wie folgt vor: Öffnen Sie zunächst die betreffende Nachricht und drücken Sie den Antwort- bzw. Reply-Button. Stellen Sie dann in der Antwort auf das Nur-Text-Format um, und kopieren Sie sodann aus der Antwort den signierten/verschlüsselten Textblock mitsamt der PGP-Kopf- und Fußzeilen in die Zwischenablage. Nunmehr kann die Nachricht in der Zwischenablage verifiziert bzw. entschlüsselt werden.

F.: Was tun, wenn das Senden/Empfangen von eMails via Stunnel nicht klappt?
A.: Passen Sie die Stunnel-Konfigurationsdatei "stunnel.conf" Ihren Erfordernissen an. Sie finden die Datei unter "Start" > "Programme" > "GnuPG-Pack" im Dateiordner "Konfigurationsdateien". Bitte lassen Sie sich nicht verschrecken: Die Anpassung der vom GnuPG-Pack mitgelieferten Konfigurationsdatei sollte selbsterklärend und also ohne schwerwiegendere Probleme möglich sein. Das Semikolon (";") vor einer Zeile deaktiviert diese jeweils. Die zur Konfiguration nötigen Daten – die POP3-, IMAP- und SMTP-Servernamen sowie eventuell vom Standard abweichende Portnummern – entnehmen Sie den Einstellungen in Ihrem eMail-Client; ansonsten erfahren Sie sie beim Provider Ihres eMail-Accounts; für GMX – voreingestellt –, freenet.de, T-Online, Arcor und WEB.DE sind die Daten bereits enthalten. Wenn Sie eMail-Accounts bei verschiedenen Providern unterhalten, müssen Sie für diese – aber nicht für jeden Account! – verschiedene lokale Ports vergeben. Ein Beispiel: Wenn Sie eMail-Accounts bei GMX und freenet.de unterhalten, könnten die diesbezüglichen Einträge in der Stunnel-Konfigurationsdatei "stunnel.conf" in etwa so lauten:

[pop3s]
accept = 127.0.0.1:110
connect = pop.gmx.net:995
 
[pop3s]
accept = 127.0.0.1:120
connect = mx.freenet.de:995

[ssmtp]
accept = 127.0.0.1:25
connect = mail.gmx.net:465
 
[ssmtp]
accept = 127.0.0.1:26
connect = mx.freenet.de:587

Beachten Sie, daß die – in diesem Beispiel – für Ihre GMX- und freenet.de-Accounts gewählten lokalen Ports (rot markiert) auch im eMail-Client oder ggf. in GPGrelay für die entsprechenden Accounts als Ports für POP3 und SMTP eingestellt sein müssen. Z.B. in Outlook und Outlook Express nehmen Sie diese Einstellung unter "Extras" > "Konten..." > [Account] > "Eigenschaften" > "Erweitert" vor, in GPGrelay unter der Rubrik "Relays". Die Standardports sind 110 für POP3, 143 für IMAP und 25 für SMTP. Im vorliegenden Beispiel müßten Sie also in Ihrem eMail-Client oder ggf. in GPGrelay die Ports für alle Accounts bei freenet.de von 110 auf 120 (POP3) und von 25 auf 26 (SMTP) ändern. Und vergessen Sie nicht: Nach Bearbeitung der "stunnel.conf" muß Stunnel beendet und wieder gestartet werden, damit das Programm die geänderte Konfiguration einlesen kann.

F.: Warum Stunnel verwenden, wenn mein eMail-Client auch SSL unterstützt?
A.: Nicht nur, aber z.B. auch weil viele Antvirus-Programme etwa mittels eines lokalen Proxys ein- und ausgehende eMails auf Viren prüfen. Sie können dies aber nur, wenn nicht erst der eMail-Client die SSL-verschlüsselte Verbindung aufbaut. Konfigurieren Sie Stunnel so, wie exemplarisch in der mitgelieferten Stunnel-Konfigurationsdatei "stunnel.conf" angegeben, und belassen Sie die eMail-Überprüfung Ihres Antivirus-Programms auf den Standardports 110 (POP3), 143 (IMAP) und 25 (SMTP). Sofern Sie eMail-Accounts bei verschiedenen Providern nutzen, müssen Sie für diese – aber nicht für jeden Account! – allerdings je verschiedene Ports vergeben. Die Überwachung mehrerer POP3-, IMAP- und SMTP-Ports unterstützen m.W. bislang freilich nur die Antivirus-Programme von Kaspersky (ab Version 6) und G Data (ab Version 2009). Gleichwohl ist es aber auch unter dem Gesichtspunkt des Schutzes vor Viren und dergleichem Unbill empfehlenswert, die SSL-verschlüsselte Verbindung durch Stunnel und also nicht erst durch den eMail-Client aufbauen zu lassen, damit der in den meisten bekannten Antvirus-Programmen vorhandene Hintergrundwächter die Chance einer möglichst frühzeitigen Prüfung eingehender Nachrichten hat.

F.: Es gibt viele andere Verschlüsselungs-Tools. Warum also GnuPG oder PGP?
A.: Es gibt viele andere Verschlüsselungsprogramme, und auch viele "Packer" (z.B. WinRAR und 7-Zip) verfügen über entsprechende Funktionen. Wenn es um den Austausch von Nachrichten oder Dateien geht, sind sie freilich kaum geeignet, da sie – anders als GnuPG und PGP – nach einem symmetrischen Verschlüsselungsverfahren arbeiten. Übrigens: GnuPG beherrscht neben der asymmetrischen, also der nach dem Public-Key-Verfahren arbeitenden Verschlüsselung auch eine lediglich symmetrische Verschlüsselung.

F.: Gibt es eine aktuelle Alternative zum GnuPG-Pack?
A.: Ja: gpg4win. Beide Projekte arbeiten indes nicht gegeneinander. Das GnuPG-Pack wurde seit 2003 entwickelt, als klar war, daß das GnuPP-Paket nicht weiter gepflegt werden würde. Das Paket gpg4win wurde – unabhängig davon – 2005/2006 entwickelt und basiert auf einem "gpg4win-Builder", mit dem auf einem GNU/Linux-System viele der in gpg4win enthaltene Komponenten per Cross-Compilation sowie der Installer erzeugt werden. Hingegen ist das GnuPG-Pack – wie auch GnuPP – ein herkömmlich erstelltes Installationspaket; es ist deutlich schlanker und wird in der Regel schneller aktualisiert. Das GnuPG-Pack soll auch in Zukunft neben gpg4win weitergeführt werden. Denn zum einen bietet es überdies viele hilfreiche, teils Windows-spezifische Optionen und Voreinstellungen. Und zum anderen umfaßt es zusätzlich Stunnel und OpenSSL. Eine Integration in gpg4win wurde zwar bedacht, ist jedoch aufgrund der verschiedenen Entwicklungskonzepte – jedenfalls bislang – kaum möglich. Der Anwender möge jeweils prüfen, welches der beiden Pakete seinen Anforderungen entspricht.

F.: GnuPG, GnuPP, GnuPT etc. – und was ist nun was?
A.: GnuPG – bzw. GPG – ist das eigentliche Verschlüsselungs- und Signierprogramm. Da es sich um ein Kommandozeilen-Programm handelt, gibt es verschiedene Frontends, die es ermöglichen, GnuPG als Backend bequem und intuitiv zu bedienen. Mit einem Vergleich: GnuPG ist gleichsam der Motor eines Autos, und die Frontends stellen dessen Fahrer die diversen Bedienelemte zur Verfügung. WinPT Tray und GPA, die jeweils eine umfassende grafische Oberfläche (GUI = graphical user interface) bieten, oder die verschiedenen Plugins für besondere Aufgaben, etwa jene für eMail-Clients, sind solche Frontends. GnuPP, GnuPT sowie gpg4win und eben das GnuPG-Pack sind Installationspakete, die dem Anwender – unter Windows – eine einfache Installation von GnuPG mit verschiedenen Frontends ermöglichen. GnuPT wurde mit dem Erscheinen von gpg4win in 2006 eingestellt, jedoch 2008 als abgespeckter Installer nur für GnuPG und WinPT wiederbelebt – letzteres leider nicht ohne gelegentliche Polemiken gegen das gpg4win-Paket und das "evtl. durch theologische Hände gepflegt[e]" GnuPG-Pack.

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Impressum:

Dieses Angebot – das GnuPG-Pack samt dieser Projektseite – wird verantwortet von:
Dipl.-Theol. Sebastian Rose-Indorf
℅ Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Christophori
D-09337 Hohenstein-Ernstthal
rose-indorf@gmx.de, Key ID 0x5595A3C3

© 2003- beim Autor/by the author. Alle Rechte vorbehalten/all rights reserved.

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