Tag 2 Fähre Genua - Tunis
Früh geht es weiter nach Genua, um ca. 12 Uhr
erreichen wir
den Fährhafen und werden chaotisch in die illustere Schlange der Wartenden
eingereiht. Gegen 14 Uhr fährt die
Carthage ein und irgendwann nach Abholung
des Polizeistempels fahren auch wir in den Rumpf des Schiffes ein. Nach dem
Ablegen füllen wir die notwendigen "Fiches" aus und gehen –bei
inzwischen recht rauer See- Essen fassen. Gerade Birgit, die sich so aufs Essen
freute, bekommt fast nichts hinunter. Früh gehen wir in die Kabine. Leider
trägt die kräftige Klimaanlage nicht unbedingt zum Genesen meiner
Rachenschmerzen bei, sondern wirkt eher kontraproduktiv.
Tag 3 Tunis - Hammamet
Nachts gegen 3 Uhr ist auch der Höhepunkt der
rauen See
erreicht, gegen Morgen ist das Meer glatt. Das notwendige Stempelholen erledigt
glücklicherweise ein Bekannter von Theo innerhalb von 15 min. Gegen 15 Uhr
landet die Carthage in Tunis an, nach chaotischen 60 min. sind wir durch die
seltsamen Kontrollen und treffen Fritz, einen in Tunesien lebenden Deutschen,
der für uns eine Strecke durchs Sperrgebiet ausgearbeitet hat. Wir fahren noch
von Tunis nach Hammamet-Nabeul, in den gut versteckten, Insidern jedoch bestens
bekannten Campingplatz "le jardin".
Tag 4 Fahrt in den Süden
Bereits um 7 Uhr am Morgen geht’s wieder los, wir haben
noch viel Strecke vor uns und
wollen noch bis knapp ans Sperrgebiet kommen.
Fast wäre der Tag schon hier gegessen gewesen, denn als uns in Hammamet ganz
wild ein Taxi überholt, knallt es nur Sekunden später: allerdings beim Taxi,
denn diesem ist auf abenteuerliche Weise mit 180°-Drehung eine Tunesierin in
die Seite gefahren. Hätte ich durch den Überholvorgang nicht Abstand halten
müssen, wären wir exakt an dieser Stelle gewesen, Glück gehabt. Der
Weg zieht sich, leider ist gerade heute hier ein großes Radrennen, Stau pur....
die Tunesier fahren teils 5-spurig auf zweispuriger Strasse, total balla-balla. Trotzdem: irgendwann erreichen wir Tattaouine und holen im Hotel
Mabrouk unsere vorbestellte Genehmigung fürs Sperrgebiet. Kurz danach
übernachten wir idyllisch an einem Wasserhäuschen. Ich gehe früh ins Bett,
aber die Erkältung verschlimmert sich.
Tag 5 Eintritt Sperrgebiet
Wir starten gegen 8.30 Uhr und wollen zügig bei Kambout ins
Sperrgebiet einfahren. Doch da wird nichts draus, die Militärs wollen auf
unserer Genehmigung unbedingt einen Stempel aus Remada sehen und lassen sich
auch nicht erweichen, also fährt Fritz mit Theo nach Remada und der Rest von
uns wartet in glühender Sonne an der Schranke.
2 Stunden später ist alles erledigt und so geht es los.
Über tlw. wirklich übelste LKW-Wellblechpiste rumpeln wir in großteils
landschaftlich langweiliger Gegend gen Süden, bis wir kurz vor Tiaret eine
idyllische Nacht am Lagerfeuer in den ersten Dünenausläufern verbringen. Es
wird saukalt (so um 5° C ) und auch für die draußen Schlafenden recht feucht.
Tag 6 Sperrgebietsquerung

Erneut starten wir um 8.30 Uhr, wir fahren nach Tiaret zur
Kontrolle und tlw. wird aufgetankt. Kurz wieder den Weg zurück und schon kommen
am späten Vormittag auf unserem langen Weg nach El Borma die ersten knackigen
Dünenpassagen. Natürlich habe ich mich als "Sandneuling" bereits
nach wenigen Minuten hoffnungslos festgefahren.... jaja, da war doch was mit
Luftablassen... und Peter zieht mich heraus. Der weitere Tagesverlauf wird
bestimmt von
feinstem Sandfahren, an das man sich sehr schnell gewöhnt. Die
Waypoints von Fritz geben uns immer ein sicheres Ziel und nach vielen kleinen
Hängenbleibern (urplötzliches Versinken im Weichsand) kommen wir gegen 16 Uhr
beim alten, verrosteten LKW an (N 31°04.820´, E 09°33.220´). Etwa 1 km davon
entfernt schlagen wir unser Quartier in den Dünen auf. Unsere Tagesetappe
betrug ca. 108km, Luftlinie um 70 km.
Tag 7 Grand Erg Oriental
Heute
machen wir ganz gemütlich eine Rundtour durch die
Dünen des großen
östlichen Erg (Grand Erg Oriental). Neben vielen Einsandern
(auch Peter braucht mal die Bleche!) erleben wir bei leichtem Wind,
Schleierwolken und angenehmen 25° C eine abwechslungsreiche Tour in grandioser
Landschaft, stellenweise sind wir nur 3-4 km von der algerischen Grenze
entfernt.
An
einer etwa 300m langen, harmlos aussehenden Steigung, die
uns aus einem großen
Dünental herausführen soll, erwartet uns
unvorhergesehene und schweißtreibende Bergearbeit: Glücklicherweise hatte
Hoppel, der als erster mit seinem Landy an dem Anstieg war, diesen irgendwie
durch das Weichsandfeld kurz vor der Kuppe hindurchbugsiert. Doch für die
Folgenden ist der lockere Sand nun zu aufgewühlt, der Schwung ist nicht
ausreichend, um diese etwa 30 Meter zu überbrücken. Und da keine
Alternativstrecke vorhanden ist, werden nun nacheinander alle Fahrzeuge durch
die Aneinanderreihung von 3 – 4 Bergegurten bis zum wieder tragfähigen
Scheitelpunkt hochgezogen, natürlich mit jeweils mehreren Anläufen, Verkürzen
der Gurte usw.. Aber solche Aktionen gehören halt eben dazu, und eine Gruppe
mit 5 Fahrzeugen gibt die notwendige Sicherheit.
Die Gegend scheint beliebt zu sein, wir treffen am Nachmittag
2 verschiedene Gruppen von
französischen Veranstaltern. Endpunkt des Tages ist
– nach dem Wiedersehen mit dem alten LKW - eine Düne in der Nähe des
artesischen Brunnens bei N 31°15.450´, E 09°29.900´. Diese Quelle mit stark
schwefel- und mineralhaltigem Wasser (ca. 40° C warm) nutzen wir natürlich
sofort zur ausgiebigen Körperpflege und Entspannung. Wenig später im Camp,
nach Kontrolle von Öl (ok) und Luftfilter (kaum verschmutzt, im Zyklon ca. 2
Schnapsgläser Staub) wird der erste Globetrotter-Lunch verspeist: sehr
wohlschmeckend ... allerdings ist auf unserer Tour Expeditionsnahrung beim
besten
Willen nicht nötig, aber wir wollten das Zeug ja mal testen, wenn nicht hier,
wo dann?
Ach ja, Fliegen gibt es hier ohne Ende und der Verbrauch
unseres Toyota LandCruiser beträgt auf die 95 gefahrenen km ca. 40 Liter.....
ein kompletter Tag mit hohen Drehzahlen in Geländeuntersetzung
eben..... was solls..... ohne Input kein Output.
Tag 8 El Borma und alte Pipe-Piste
Nach Abbau unseres Camps kommen wir nochmal zur Morgenwäsche
beim Brunnen vorbei und nehmen direkten Kurs auf El Borma, ganz nah an der
algerischen Grenze. Kurz vor Erreichen der Erdöl-Station sehen wir noch die
weissen Gips-Steinbrüche, ihr feinster Staub dringt überall durch. In El Borma
dann wieder dann wieder das gewohnte Ritual bestehend aus Polizei- und
Militärkontrolle sowie Auftanken der Fahrzeuge.
Der Preis verschlägt uns die
Sprache: fast 3 mal so hoch als normal, 40 Liter für 36 Dinar, Wahnsinn ....
und
das direkt an der Quelle! Nix wie weg hier.
Wir verlassen das hässliche Kaff auf der Pipe-Piste Richtung
Remada, doch biegen wir schon kurz später in westlicher Richtung ab: wir
begeben uns auf die alte Pipe-Piste, von der nur rudimentäre Reste erkennbar
sind. Oft fährt hier bestimmt niemand .... Schnell stellt sich nach einer
Abfahrt heraus, daß es für uns nur ein vorwärts, aber kein zurück geben
wird. Im extrem weichen Sand kämpfen wir uns über die Dünen und Auffahrten in
unser sogenanntes "Tal der Tränen". Schleppaktion an Schleppaktion,
sehr schweisstreibend. Irgendwo nach WP 53 (N 31°46.783´, E 09°28.997´) kann
ich als letztes Fahrzeug vor einem Dünenanstieg im zerwühlten Weichsand keinen
Schwung mehr aufbauen, bei jedem Versuch grabe ich mich tiefer ein, ums neue ist
Freischaufeln angesagt, bei dem alle mithelfen. Trotzdem wird der zurückgelegte
Weg immer kürzer, die Luft ist bereits auf 1,2 bar abgelassen .... auf diese
Art ist der Anstieg nicht zu schaffen! Ich stelle den HZJ einigermaßen gerade
und wir
legen einseitig 2 Sandbleche unter. Voll gesperrt reichen diese 3 m
Anlauf, um im 2ten Gang Untersetzung Schwung aufzubauen: Pedal to the metal,
aber
die Auffahrt verläuft anders als geplant und überraschend .... ich will nach
oben, nehme kein Gas weg, hebe am ersten Dünenvorkamm voll ab, steche vorn in
den Sand, hinten knallt das Heck .... weiter zum zweiten ... das selbe Spiel
.....
und ich bin oben.
Der Preis für
diesen zwar geglückten, aber ansonsten
kamikaze-artigen Versuch: Kopfweh (am Wagendach angestoßen, da nicht
angeschnallt), ne verbeulte Frontstoßstange sowie das Abdeckblech unterhalb des
Kühlers eingedrückt. Innen im Fahrzeug sieht`s aus wie nach einem
Bombeneinschlag, aber nichts wesentliches kaputt .... Glück gehabt. Andererseits
bestätigt diese Aktion natürlich auch (ungewollt) die Qualität meines
selbstgefertigten Innenausbaus.
Wir kämpfen uns noch einige Kilometer und manch durchaus
schwere Passage
weiter, aber mich kann heute nichts mehr schocken, notfalls wird
brutal Gas gegeben und am Lenkrad gekurbelt. Dafür finden wir einen sehr
schönen Lagerplatz für die Nacht, wir sammeln Holz fürs obligatorische
Lagerfeuer und Fritz bäckt frisches, leckeres Fladenbrot im Sand bzw. der Glut
des Feuers.
Tag 9 Alte Pipe-Piste und Ksar Ghilane
Die
Dünen werden niedriger, erste Steine mischen sich
darunter.
Der niedrige Luftdruck in unseren Reifen sorgt bei Fritz für den
ersten Platten, wir erhöhen alle wieder auf 2 bar. Sehr vernünftig, denn neben
sandigen Anstiegen sind kurz darauf auch deftige steinig-felsige Anstiege zu
meistern, was unserer schweren Kiste und meiner Erfahrung durchaus
entgegenkommt. In der Ferne drohen schwarze Wolken: Gewitter oder Sandsturm?
Gegen Mittag
treffen wir wieder auf die normale Pipe-Piste,
die jedoch
aufgrund vieler Sandverwehungen kein hohes Tempo zulässt. Am frühen
Nachmittag verlassen wir bei Kamour das Sperrgebiet, es fängt an zu schütten
und zu hageln, wir sind mitten in einer großen Gewitterfront, die dunklen
Wolken hatten uns bereits längere Zeit begleitet. Gut 50 km weiter treffen wir
in Ksar Ghilane ein, trinken Kaffee und liegen im berühmten Tümpel. Wir
übernachten im Camping Le Paradis und gönnen uns abends das gar nicht so üble
Menü mit tunesischem Rotwein im "Restaurant" (10 Dinar p.P.).
Tag 10 Ksar Ghilane
Ruhetag in Ksar Ghilane, die Beckumer unternehmen eine kleine
Dünentour, wir dagegen faulenzen, liegen im "Pool".... der berühmte
Tümpel mit warmen Wasser (jedoch lange nicht so warm wie unsere artesische
Quelle) und vielen Algen. Weiterhin flicken wir den kaputten Reifen mittels
Gummipfropfen und schauen uns abends das schöne Panorama vom Turm des Hotels
aus an (m.E. das einzig wirklich empfehlenswerte an Ksar Ghilane, ansonsten ist
ein Aufenthalt dort doch eher erschreckend, wenn man vorher so viele schöne und
einsame Stellen genießen konnte).
Tag 11 Douz - Chott el Fejaj
Fritz gabelt eine Anhalterin auf und wir nehmen die
Dünenpiste nordwestlich Richtung Douz. Nach wenigen Kilometern treffen wir auf
ein "Cafe" mitten in den Dünen ..... ob der Geschäft macht? Auch wir
fahren an der eher unwirtlich wirkenden Lokalität trotz heftigem Zuwinkens des
Inhabers vorbei. Erst im größeren Cafe einige km weiter an einer
Pistengabelung machen auch wir Rast, die Piste ist nun stärker befahren,
Enduros sowie Ausflügler aus Douz erfordern unsere Aufmerksamkeit.
Eine Stunde später erreichen wir Douz, wir
tanken und passen
die Luft den Strassenverhältnissen an. Über Kibili erreichen wir
bei Steftimi
den Salzsee Chott el Fejaj. Von hier Weiterfahrt zu einem kleinen ehemaligen
Fort und anschließend Übernachtung in den Bergen, wo Birgit haufenweise
kristallartige Steine sammelt. Das Wetter hat sich deutlich verschlechtert,
ständig droht Regen, die Temperaturen sind deutlich unter 20° C gefallen,
richtig ungemütlich im Vergleich zu den vorherigen Tagen.
Tag 12 Djerba
Fritz trennt sich von uns, wir fahren über Gabes Richtung
Djerba und nehmen bei El Jorf die Fähre (ca. 3 Dinar mittlerer Preis, jeder
zahlt komischerweise was anderes). In Houmt Souk machen wir Einkaufsbummel und
besuchen einen Teppichhändler (die Kontakte stammen von der Fähre), ausgiebig
wird uns alles erklärt und die folgende Einladung zum Tee entpuppt sich als ein
akquisitorisch hervorragend aufgebautes Verkaufsgespräch, ein Glück, daß Theo
tatsächlich einen Teppich braucht ... er ersteht ein schönes Stück zu wirklich
guten Konditionen.
Unser Nachtlager richten wir außerhalb
auf einer kleinen
Landzunge direkt am Strand ein, der stark verdreckte Weichsand bereitet uns
einige Mühen. Der Sturm in der folgenden Nacht ist so heftig, daß sich selbst
Dieter erstmalig auf der Tour veranlaßt sieht, zu Theo ins wärmere Auto zu
kriechen ... Peter, Michael und Hoppel hatten diese Entscheidung aufgrund der
kühlen Temperaturen schon früher getroffen.
Tag 13 Bizerte
Beginn des Ramadan.
Eine ätzend lange Verbindungsetappe über Gabes – Kairouan
– Enfida – Tunis – Bizerte bringt uns zu Fritz, der uns in seinem Haus
beherbergt. Endlich wieder ein normales Bett, eine Dusche und hervorragende
Beköstigung ohne eigenes Zutun.
Tag 14 Bizerte
Interessanter Marktbesuch in Bezirte, bereits am zweiten Tag
des Ramadan sind die Tunesier voll bluna. Natürlich ist der Preis bei aller
unausgezeichneten Ware Verhandlungssache, viele Angebote ungewohnt und
Geschmacksache .... z.B. die Warenpräsentation auf dem Fleischmarkt ... man
könnte glatt Vegetarier werden.
Nachmittags machen wir einen kleinen Off-Road-Ausflug zum Cap
Blanc, bei schönem Wetter ist es hier bestimmt genial (alte Forts und schöne,
einsame Strände). Leider verschlechtert sich das Wetter jedoch ständig mehr.
Tag 15 Fähre Tunis-Genua
Wir wollen früh bei der Fähre in Tunis – La Goulette
sein. Um 14 Uhr soll die Carthage ablegen. Doch hier nimmt das Chaos seinen
Gang: Bei miserablen Wetter mit kräftigem Sturm erfahren wir, daß die Carthage
am Vortag in Marseille einen Unfall hatte und durch die fast schon abgewrackte
Habib (ein asbach-uralter Seelenverkäufer) ersetzt wird. Gegen 18 Uhr läuft
die Habib aus, "beruhigenderweise" dreht der Käptn Proberunden im
Hafen. Die Kabinen der 1. Klasse sind Mangelware, die uns zugewiesenen in der
Économique sind beim besten Willen unzumutbar. Wegen des Sturms fällt für die
meisten das Essen aus (F,M,A für 24 €), innerhalb kürzester Zeit ist alles
vollgekotzt, Reinigung ein Fremdwort.
Tag 16 Heimreise
Wir verbringen die katastrophale Nacht (Windstärke 12) im
Schlafsack in einer Bar. Gegen Mittag beruhigt sich die See etwas. Naja, wir
sind jedenfalls froh, nicht untergegangen zu sein.
Die Ankunft in Genua ist für 18.30 prognostiziert, das sind
5 Stunden mehr als mit der Carthage. Erstaunlicherweise erreichen wir Genua
lebend, die Autos sind (trotz tlw. Fremdkontakt während des Sturms) im
wesentlichen unbeschädigt und so können wir ab ca. 20 Uhr die Rückreise
antreten.
Bei Bellinzona trennen sich wieder unsere Wege und Sonntag
früh um halb vier sind wir wieder daheim......
Fazit:
1) zur Sahara
Wie heißt es so schön: wer einmal in der Sahara war, kommt
immer wieder!
Nun, ich glaube das für uns nicht bestätigen zu können.
Den einzigartigen Erlebnissen in einsamer Dünenlandschaft
stand eine überproportional aufwendige Anreise durch teilweise öde Landschaft
entgegen, begleitet von einer Mentalität, mit der ich mir persönlich schwer
tue. 5 fantastische und lohnende Tage entschädigen also m.E. nicht für den
Rest.
Dieses Verhältnis läßt sich natürlich durch längeres
Verweilen in der echten Sahara verbessern.... also irgendwann folgt bestimmt
eine längere Libyen- oder Algerien-Tour...... nur DEN Kick hat es mir nicht
gegeben ...... keine Anzeichen von Sucht ...... dafür kenne ich in Europa zuviele
ebenso lohnenswerte Ziele.
2) zum Toyota LandCruiser
HZJ 78 und Ausbau haben sich bewährt.
Die Tankkapazität von ca. 240 Litern Diesel wäre bei dieser
Tour nicht erforderlich gewesen, hat aber beruhigt. Straßenverbrauch ab 13 l
aufwärts, im Gelände (fast) keine Grenze nach oben.
Durch sparsamen Umgang mit Wasser war unser Vorrat von 45 l
im Unterflurtank und 2 x 12 l in Kanistern voll ausreichend, diese Kombination
hat sich als toller Kompromiß für Brauchwasser (Tank) und Kochwasser
(Kanister) herausgestellt. Duschwasser haben wir nach Möglichkeit immer aus
externen Möglichkeiten (teils mit fragwürdiger Qualität) bezogen
(Wassersack). Und zum Trinken waren ja noch 36 l Mineralwasser zusätzlich dabei
(sowie zuwenig Bier, viel zuwenig Wein und erst recht lebensbedrohlich zu wenig
Hochprozentiges).
Das alles macht so ein Auto nicht gerade zum Leichtgewicht.
Kaputtgegangen ist – außer einem Bruch
(Material-/Konstruktionsfehler) unseres Carletta-Wasserhahns – nichts,
abgesehen von den Folgen meiner Sprung-Aktion, was auf diesen Rüttelpisten
schon verwundert.
Selbstverständlich verlieren fast alle unsere Reifen jetzt
schleichend Luft (Sand zwischen Felge und Reifen), aber das war bei Sandfahrten
mit niedrigem Luftdruck kaum anders zu erwarten.
Über die Reichweite unseres CB-Funkes in den Dünen war ich
maßlos enttäuscht, tlw. riß die Verbindung bereits nach wenigen hundert
Metern ab. Dies betraf alle CB-Anlagen, selbst mit Nachbrenner wurde keine
überwältigende Reichweite erreicht.
3) zu den Mitreisenden
Einzigartig toll war die Kameradschaft mit den Jungs vom Team
Off-Road Beckum und mit Fritz in Tunesien ..... sowas findet man selten, wir
haben uns gefreut mit euch diese 2 Wochen so harmonisch unterwegs sein zu
können. Danke!
Und für alle, die eine neue Diät suchen: Ich habe ungewollt
und unbewußt fast 3 kg abgenommen.... die 2-Wochen-Sahara-Diät
.... vielleicht schreibe ich darüber ein Buch und werde endlich reich....