Grundeinkommen   

Coburg und Kronach   

Grundeinkommen


Zur Website der Coburger und Kronacher Gruppen

Hier geht es weiter zur Website der Grundeinkommens-Gruppen Coburg und Kronach in Oberfranken

Was ist das "Bedingungslose Grundeinkommen"?

Wer in zwei Minuten die Prinzipien verstehen will, klickt: Wer geht dann noch arbeiten?. Ein Video-Sketch von Ralph Boes.
Grund-Konzept: Wenn alle Menschen das machen dürfen, was sie am besten können, bleibt erfahrungsgemäss kaum eine Aufgabe unerledigt [Zitat aus Glücksökonomie]. Dazu bekommt jeder Bürger von Geburt bis Tod ein Grundeinkommen, das gerade so ein Leben nach unserem Kulturstandard ermöglicht. Die Höhe läge zur Zeit zwischen 800,- und 1.500,- Euro monatlich, steuerfrei, für Kinder wohl weniger. Der Bezug ist für deutsche Bürger an kaum Bedingungen geknüpft: Weder Einkommen, Arbeitsleistung, Wohlverhalten noch Vermögen haben Einfluss. Auch Ausgaben für Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung und ähnliche sind dann weitgehend überflüssig. ["deutsche Bürger" ist weder rassistisch noch nationalistisch gemeint. Grundeinkommen ist etwas, was weltweit positive Veränderungen erzeugen würde. In der Einführungsphase des Grundeinkommens könnte ein Weglassen dieser (also doch!) Bedingung zu einer vielleicht nicht beherrschbaren Einwanderungswelle führen. Aus den Ländern, die das Grundeinkommen noch nicht eingeführt hätten.]

Was das kostet! Das kann doch nie finanziert werden!

Kein Bürger bekäme die 800,- bis 1.500,- Euro obendrauf. Schon der Begriff Grundeinkommen sagt, dass es eine Basis ist, unten. 800 bis 1.500 Euro mal 80 Millionen Bürger zu rechnen, ist Milchmädchenrechnung. Staats-Bezüge, Staats-Renten, Arbeitslosen-Unterstützung, Kindergeld und etliche andere Staats-Leistungen würden bis zur Grundeinkommens-Höhe zum Grundeinkommen erklärt. (Die entsprechende Bewilligungs-Bürokratie würde eingespart.) Für die Finanzierung gibt es etliche zum Teil auch einzeln ausreichende Konzepte. Wenige Beispiele:
•    Sozialsystem Wenn man die Geldströme zusammennimmt, die heute in unser staatliches Sozialsystem fliessen, samt dem Anteil, den die komplizierte Verwaltung verbraucht, kann man das bedingungslose Grundeinkommen sofort einführen.
•    Bodenrenten Eine Bodenreform, die die anstrengungslosen Gewinne aus Verpachtung von privatem Bodeneigentum abschöpft, könnte ein Grundeinkommen alimentieren. Der Begriff Boden könnte erweitert werden auf Wasser, Bodenschätze, Luft, Meer und Vergleichbares. ("Privat" bedeutet wörtlich "geraubt". Wem gehörte das Private vor dem ersten "Eigentümer"?)
•    Finanztransaktions-Steuer Eine in Prozent-Bruchteilen bemessene Finanztransaktionssteuer könte das bedingungslose Grundeinkommen alimentieren. Und zugleich den Millisekunden-Wertpapierhandel unattraktiv machen.
•    Konsumsteuer Eine Steuerreform, weg von Besteuerung der menschlichen Arbeit (Lohn- und Einkommensteuer), hin zur Besteuerung des Konsums (wer sich viel leistet, zahlt viel Steuer; ähnlich der MWSt, stark gestaffelt zwischen Basis- und Luxus-Konsum) könnte genug für das bedingungslose Grundeinkommen abwerfen, ohne die Lebenshaltung zu verteuern.
•    grosse Geldvermögen Grundeinkommen kann auch aus Umverteilung der anstrengungslosen Gewinne aus Geldvermögen finanziert werden. Etwa 400 Milliarden Euro werden heute allein in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr von den Fleissigen in Form von Zinsen und Leasingraten auf die Konten der Kreditgeber, der reichen Geldeigentümer eingezahlt, die nur ca. 1% der Bevölkerung ausmachen. Das ist etwa 1 Milliarde Euro pro Tag, Samstage und Sonntage mitgerechnet.

Wozu brauchen wir das Grundeinkommen?

Prof. Götz Werner fasste schon 2011 die aktuellen Argumente auf einer Seite zusammen.
Drei Antriebe führen zum Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens:
1. Das bedingungslose Grundeinkommen löst das zusammenbrechende soziale Sicherungssystem ab, dessen überholte Stützen Vollbeschäftigung und Wachstum sind. Das alte System erzeugt Existenzangst, Depression, Not, Verzweiflung, Aussichtslosigkeit. Die Arbeitswelt ist durch Rationalisierung gekennzeichnet, sie schafft mehr Güter mit immer weniger menschlicher Arbeit. Der Ruf nach Wachstum (und erst recht Wachstumsbeschleunigung) verleugnet, dass unsere Zivilisation schon längst alle Grenzen des Naturverbrauchs überschritten hat.
2. Das bedingungslose Grundeinkommen gibt dem Menschen seine Freiheit zurück. Unser heutiges Miteinander ist durch Zwang gekennzeichnet. Politiker nennen das "Anreizsituation", wenn ihre Wähler gezwungen werden, sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen anzunehmen, die weder ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechen, noch für die Menschheit wertvoll sind. Ursache ist das verzerrte Menschenbild: Der andere Mensch ist faul und aufsässig. Und ich weiss, was für ihn richtig ist, und zwinge ihn dazu.
3. Die zivilisierte Menschheit hat durch ihre Herrschafts- und Wachstumsideologie ihre eigenen Lebensgrundlagen fast verbraucht, die fein aufeinander abgestimmten Resourcen der Erde. Das bedingungslose Grundeinkommen ist der erste kleine Schritt, hin zu überlebensfähigen Zusammenlebens- und Wirtschaftsformen. Dieser erste Schritt kann der Auslöser für die nötigen weitreichenderen und grossen Veränderungen werden.

Wozu brauchen wir eine Steuerreform?

Die Staatsfinanzierung aus Arbeitssteuer (Lohn- und Einkommensteuer) und Sozialabgaben schrumpft, auch langfristig. Unser Staat bekommt kaum Einnahmen aus dem wachsenden Niedriglohnsektor, aus 1-Euro- oder 400-Euro-Jobs, aus dem Hartz-IV-Sektor. Die Topverdiener zahlen nicht soviel mehr Steuern, um das aufzufangen.
Der Staat braucht aber stabile Einnahmen für die Gemeinschaftsaufgaben. Wenn der Staat in Zukunft im wesentlichen über eine neu gestaltete, stark gestaffelte Mehrwertsteuer die gleichen Einnahmen erzielt, dann wird der Konsum die Basisgrösse. Wer reich ist und viel kauft, zahlt viel Steuer (es gibt keine Freibeträge mehr, keine Steuersparmodelle, keine Steuerflucht). Und die Preise? Die bleiben etwa gleich, die heute darin versteckt enthaltenen Arbeitssteuern und Sozialabgaben werden lediglich durch den entsprechenden Betrag Mehrwertsteuer ersetzt.

Wer ist dagegen?

•    Die zufriedenen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit. (nach Marie von Ebner-Eschenbach).
•    Das heutige System gewährt bestimmten Kreisen unverdiente Privilegien gegenüber allen anderen Menschen. Eine Besserverteilung von Einkommen im Sinne eines Grundeinkommens muss solche Privilegien beschneiden, für einen Bruchteil der Bevölkerung. Angst vor der Macht dieser Wenigen ist bis heute Grund für die Zurückhaltung der Mehrheit.

Wie würde das Grundeinkommen wirken?

Das bedingungslose Grundeinkommen nimmt zuerst allen Bürgern die Existenzangst, den heute treibenden Faktor unserer Gesellschaft. Es erzeugt ungeheuer vielfältige und positive Wirkungen, für den Einzelnen, für die Familie, für die Gesellschaft, sogar für die Welt. Beispiele für die Wirkungen sind z.B. auf der Wirkungsliste der Grundeinkommens-Gruppen Coburg und Kronach. Gefährliche Probleme verschwinden mit Grundeinkommen. Wirklich gefährliche Nebenwirkungen der Grundeinkommens gibt es aller Wahrscheinlichkeit nicht.

Was würden die Grundeinkommensbezieher tun?

Das ist eine spannende Frage mit verblüffenden kontroversen Antworten: Viele Befragte meinen, dass die meisten anderen Menschen keinerlei inneren Antrieb hätten, und mit dem Bier in der Hand jahrelang vor dem Fernseher dahinvegetieren würden. Von sich selbst sind sie aber sicher, dass sie tätig sein werden. am selben Platz, einem ähnlichen, einem sinnvolleren oder intensiv tätig für etwas, von dem sie schon lange träumen. Auch, weil das Faulenzen auf Dauer langweilig ist.
Prüfen Sie es selbst nach: Hier haben viele Leute deutlich gesagt, was sie tun würden. Wissen Sie selbst schon, was Sie tun würden? Machen Sie es hier öffentlich. Eins ist natürlich klar: Wenn alle sich mit Grundeinkommen auf die faule Haut legen würden, dann wäre die Finanzierung gefährdet. Ein paar Faule erträgt die Gesellschaft aber auch heute schon.
Unsere Umfragen bei Bodenzeitungsaktionen zeigen dieses Bild: Bodenzeitung
Ausspannen ist also nicht überwiegend.

Wo kann ich mich näher informieren? Was sagen andere Leute dazu?

Da das Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens schon lange existiert, gibt es vor allem im Internet sehr viel Information, ca. 250.000 Treffer. Das kann verwirrend sein. Deshalb haben die Grundeinkommens-Gruppen Coburg und Kronach ausgewählte Internet-Quellen und auch eigene Zusammenfassungen auf ihrer Website zusammengestellt.
Besonders neutral und verständlich beschreibt der Basis-Film von Daniel Häni und Enno Schmidt ein allgemeines Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens. Samt dem Prinzip und den Wirkungen einer Steuerreform. Auch auf Youtube kann man den Film anschauen.
Wer zu wenig Zeit hat, es zu verstehen, schaut: Wer geht dann noch arbeiten?. Der Sketch von Ralph Boes in Berlin, der in 2 Minuten alles erklärt.
Eine gute Fundgrube für Videos zum Grundeinkommen ist YouTube. Wenn man nach "BGE" sucht (fast 80.000 Treffer) oder "Grundeinkommen" (fast 30.000 Treffer).

Wie ist die Lage?

Von zehn schaffen heute nur zwei Deutsche Werte durch bezahlte Arbeit (abnehmend, Rationalisierung). Zwei weitere werden bezahlt, um die anderen zu verwalten oder zu behindern (zunehmend, Staat). Drei leben mit vom Einkommen anderer (Transfereinkommen, Kinder, Hausfrauen, Studenten). Zwei leben von ihrer Rente (zunehmend, Alterspyramide). Einer lebt von Sozialhilfe (zunehmend). Siehe Alpenparlament.tv
In Politiker-Reden, Rundfunk-Diskussionen, Fernseh-Talkrunden, Predigten, Stammtischrunden und privaten Unterhaltungen wird heftig über lauter Leiden, Mißstände und Aussichtslosigkeit geklagt, ohne zu erwähnen, dass die sich alle mit dem Grundeinkommen in Luft auflösen würden. Vom Zukunftskonzept "Bedingungsloses Grundeinkommen" haben 80% der Leute, die man so trifft, nie gehört, von den anderen haben nur wenige die Grundlagen verstanden.
Politiker werden erst dann die Gesetzes-Änderungen einbringen, wenn genügend Leute das Grundeinkommen verstehen und fordern. Wie z.B. Susanne Wiest, deren Bundestags-Petition im November 2010 in Berlin angehört wurde. Die Petition war von ca. 53.000 Bürgern unterzeichnet, und brachte den Bundestags-Server zum Blockieren.

Kann ich die nötige Veränderung unterstützen?

Es gibt schon eine Fülle von ehrenamtlichen Initiativgruppen. Gruppen in Deutschland findet man beim Netzwerk Grundeinkommen und beim Forum Grundeinkommen und bei Unternimm die Zukunft (unten), nach Städten geordnet.
Vielleicht finden Sie ja auch Ihre Nachbarn in der Mitgliederliste des Netzwerks Grundeinkommen. Wer keine Gruppe in seiner Nähe findet: Den Basis-Film gemeinsam mit Freunden anschauen. Daraus wird sich etwas interessantes entwickeln. Denen, die nicht kommen können, schenkt man den Film auf DVD (er ist lizenzfrei!). Ansonsten ist es gut, immer ein kleines Päckchen der Kärtchen in der Tasche zu haben, die auf diese Website hier verweisen.

Zur Website der Coburger und Kronacher Gruppen

Hier geht es weiter zur Website der Grundeinkommens-Gruppen Coburg und Kronach in Oberfranken.