Wagners Arbeit als Musikdramatiker beschränkte sich nicht nur auf das Dichten und Vertonen seiner Werke, er kümmerte sich auch um die Inszenierung und, beim Ring des Nibelungen und Parsifal, auch um die äußeren Umstände der Aufführung. Diese sollte nicht an einem herkömmlichen, mehr zu Entspannungs- und Unterhaltungszwecken dienenden Theaterabend stattfinden, sondern im Rahmen von Festspielen. Die ersten Festspiele fanden im Jahre 1876 anläßlich der Uraufführung des Ring des Nibelungen im eigens zu diesem Anlaß errichteten Festspielhaus (Rede zur Grundsteinlegung) im fränkischen Bayreuth statt. Die Uraufführung des Bühnenweihfestspiels Parsifal im Jahre 1882 bildete den Anlaß für die zweiten Festspiele. In der Folgezeit wurden alle ein bis zwei Jahre Festspiele veranstaltet, während denen alle Opern Wagners (ab dem Holländer) sowie mehrmals Beethovens Neunte aufgeführt wurden. In welchen Jahren die Festspiele stattfanden, welche Stücke aufgeführt wurden und wer die Dirigenten waren, können Sie folgender Tabelle entnehmen. |
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