Die Feen

 

 

Die Feen

Oper in drei Akten

 

 

Übersicht

 
       
 

Allgemeines
 
Personen Chor
Quellen / Entstehung Uraufführung
Handlung Text
Diskographie
 
 
 

Allgemeines

 


WWV: 32

Text: Richard Wagner

Uraufführung: 29 Juni 1888 im Königlichen Hof- und Nationaltheater München unter der Leitung von Franz Fischer

Die Besetzung der Uraufführung:

  • Der Feen König : Victorine Blank
  • Ada : Lili Dressler
  • Zemina : Pauline Sigler
  • Farzana : Marie Sigler
  • Arindal : Max Mikorey
  • Gunther : Heinrich Herrmann
  • Morald : Rudolf Fuchs
  • Gernot : Gustav Siehr
  • Lora : Adrienne Weitz
  • Drolla : Emilie Herzog
  • Harald : Kaspar Bausewein
  • Ein Bote : Max Schlosser
 

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Personen

 
Der Feenkönig   Baß
Ada, eine Fee   Sop
Zemina, eine Fee   Sop
Farzana, eine Fee   Alt
Arindal, König von Tramond   Ten
Lora, seine Schwester   Sop
Morald, Loras Geliebter   Bar
Gernot, im Dienste Arindals   Baß
Drolla, Loras Zofe   Sop
Gunther, am Hofe von Tramond   Ten
Die Stimme des Zauberers Groma   Baß
Harald, Feldherr im Heere Arindals   Bar
Ein Bote   Ten
Die beiden Kinder Arindals und Adas    

Abkürzungsverzeichnis

 

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Chor

 

Chor der Feen, Chor der Gefährten Moralds, Chor des Volkes. Chor der Krieger, Chor der Erdgeister, Chor der ehernen Männer, Chor der unsichtbaren Geister Gromas

 

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Handlung

 
   

Erster Akt

zum 2. Akt - zum 3. Akt

Prinz Arindal von Tramond hat sich in die Fee Ada verliebt und sie für sich gewonnen unter der Bedingung, sie acht Jahre lang nicht nach ihrem Namen zu fragen.
Im Feengarten besingen die Feen ihre Unsterblichkeit und Schönheit, doch sie wissen, daß all dies für Ada in Gefahr ist, weil sie sich mit einem sterblichen Menschen verbunden hat, dem eine schwere Prüfungen zum Gewinn der eigenen Unsterblichkeit und zum Erhalt derer Adas auferlegt ist. Die beiden Feen Zemina und Farzana wollen daher alles tun, um die beiden zu trennen.
Arindal hat sich vor Ablauf der Achtjahresfrist nicht zurückhalten können und hat Ada die verbotene Frage gestellt. Daraufhin verschwindet für ihn das Feenreich, und er findet sich mit seinem Begleiter Gernot in einer wilden Felsengegend wieder, wo ihn Morald und Gunther, die schon lange auf der Suche nach ihm sind, finden. Gernot erzählt beiden das bisher Erlebte, diese wiederum klären ihn über die Zustände am Hofe von Tramond auf, wo Arindal nun nach dem Tod seines Vaters König geworden ist. Das Land verwaist ohne Herrscher und wird von Murolds Heer bedroht. Sie versuchen deshalb, Arindal zur Heimkehr zu überreden, erst mit Mummenschanz, dann durch ernsthafte Überzeugungsrede. Arindal denkt nur an seine Ada, läßt sich dann jedoch von den Freunden überzeugen.
Als er nach kurzem Schlaf aufwacht, findet er sich in einem Garten wieder, wo auch Ada plötzlich wieder auftaucht. Sie schickt ihn jedoch heim und bittet ihn, sie niemals zu verfluchen, was auch geschehen werde, wenn sich am nächsten Tag ihr gemeinsames Schicksal entscheiden werde.



Zweiter Akt


zum 1. Akt - zum 3. Akt

Am Hofe in Tramond herrscht Trauer über die erlittenen Niederlagen gegen den Feind. Die Rückkehr Arindals weckt kurzzeitig Hoffnungen. Doch dann erscheinen Ada und die Feen, um die angekündigte Prüfung durchzuführen.
Vor den Augen Arindals läßt Ada ihre gemeinsamen Kinder in einen sich öffnenden feurigen Schlund laufen, der Vater muß hilflos zuschauen. Zudem laufen Krieger herein, die von der endgültigen Niederlage von Tramonds Heer berichten, herbeigeführt durch eine bewaffnete Frau namens Ada.
Das ist zuviel für Arindal. Er verflucht seine Frau, muß aber aus den triumphierenden Reaktionen der Feen und der Verzweiflung Adas erkennen, daß alles nur die Prüfung gewesen ist, die er mit dem Fluch nicht bestanden hat. Ada verschwindet, während der zurückbleibende Arindal dem Wahnsinn nahe ist.



Dritter Akt


zum 1. Akt - zum 2. Akt

In Tramond herrschen Morald und Arindals Schwester Lora anstelle des wahnsinnigen Arindal. Im Traum hört dieser Adas Stimme und will sich aufmachen, sie zu suchen. Dazu gibt der Zauberer Groma ihm Schild, Schwert und eine Leier. Auch die Feen Zemina und Farzana wollen Arindal dazu bringen, sich auf den Weg zu machen, nicht aber weil sie dessen Glück, sondern seinen Tod und damit die endgültige Bewahrung Adas vor dem Verlust ihrer Unsterblichkeit erreichen wollen.
Um in das Geisterreich einzudringen, muß Arindal gegen den Chor der Geister und eine Wand von ehernen Männern kämpfen. Dabei gibt ihm der Zauberer Groma die richtigen Ratschläge bezüglich der zu benutzenden Waffen.
Schließlich findet er Ada, die zu Stein verwandelt wurde. Die Feen Zemina und Farzana warnen ihn, er müsse ihr Los teilen, wenn es ihm nicht gelingen würde, sie zu erlösen. Doch auch hier steht ihm Groma zur Seite, und mit seinem Rat erweckt er durch sein Spiel auf der Leier Ada wieder zum Leben.
Der Feenkönig verkündet die Aufnahme Arindals in das Feenreich und verleiht ihm Unsterblichkeit, so daß er auf ewig mit seiner Ada vereint ist.

(KB)

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Text

 

 

Erster Akt Zweiter Akt Dritter Akt
1. Szene
Feengarten
1. Szene
Vorhallen eines Palastes ind er Hauptstadt des Reiches Arindals
1. Szene
Festliche Halle mit Thron
2. Szene
Wilde Einöde mit Felsen
  2. Szene:
Furrchtbare Kluft des unterirdischen Reiches
Romanze   3. Szene:
Ein anderer Teil des unterirdischen Reiches
3. Szene:
Reizender Feengarten, im Hintergunde ein glänzender Palast
  4. Szene:
Herrlicher Feenpalast, von Wolken umgeben

Download von Akt 1-5

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Zur Entstehung

 


Quellen

  • Carlo Gozzi: "La donna serpente" ("Die Frau als Schlange", fantastisches Märchenspiel)


Entstehung

  • Januar 1833: Uraufführung Wagners Sinfonie im Leipziger Gewandhaus
  • Wagner reist nach Würzburg zu seinem Bruder, wo er seine erste vollendete Oper komponiert. Das Werk beschreibt er später in seiner autobiographischen Skizze folgendermaßen:

Beethoven und Weber waren meine Vorbilder: in den Ensembles war vieles gelungen, besonders versprach das Finale des zweiten Aktes große Wirkung: in den einzelnen Gesangsstücken fehlte die selbständige freie Melodie, in welcher der Sänger einzig wirken kann, während er durch kleinliche detaillierte Deklamation von dem Komponisten aller freien Wirksamkeit beraubt wird. 

  • Anfang 1834 bemüht sich Wagner vergebens um eine Aufführung des Werkes an der Leipziger Oper
  • Im Sommer 1834 führt Wagner als Musikdirektor bei der Bethmann'schen Theatertruppe in Magdeburg die Feen-Ouvertüre auf. Trotz des Erfolges rückt er von dem Werk ab:

In einem Konzert führte ich die Ouvertüre zu meinen "Feen" auf; sie gefiel sehr. Trotzdem verlor ich das Behagen an dieser Oper, und da ich zumal meine Angelegenheiten in Leipzig nicht mehr persönlich betreiben konnte, faßte ich bald den Entschluß, mich um diese Arbeit gar nicht mehr zu bekümmern, das hieß soviel, als sie aufgeben. 

  • 29 Juni 1888: Uraufführung der Feen im Königlichen Hof- und Nationaltheater München unter der Leitung von Franz Fischer gegen den Widerstand Cosima Wagners.

(GD)

 

 

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Diskographie

 

 

Wolfgang Sawallisch, Symphonieorchester des BR

"...kann die Aufnahme als repräsentativer Beitrag zur Erfassung des Wagner-Frühwerks angesehen werden, zumal es sich außerdem noch um eine Platten-Premiere handelt." C.Höslinger in FonoForum 6/84

"Die musikalisch-künstlerische Wertstellung der Aufnahme kann sich sehen lassen." orpheus 6/84

Ester-Grey, Alexander, Rootering, Orth, Hermann, Lövaas, Laki, Anderson, Studer, Bracht, Helm, Chor des BR

Orfeo, 3 CD, DDD

 

Ötvös, Orchester des Teatro Comunale Cagliari

Korhonen, Patchell, Sonntag, Schellenberger, Chor des Teatro Comunale Cagliari

Dynamic, 3 CD, DDD

 

 

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