Rienzi, der Letzte der Tribunen - Text - 5. Akt |
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| Erster Akt | Zweiter Akt | Dritter Akt | Vierter Akt | Fünfter Akt |
| Nr. 1 Introduktion: Hier ist's, hier ist's! Frisch auf |
Nr. 5 Introduktion: Jauchzet, ihr Täler! |
Nr. 8 Introduktion
und Ensemble: Vernahmt ihr all die Kunde schon? |
Nr.
11 Introduktion, Terzett und Chor: Wer war's, der euch hierher beschied? |
Nr.
13 Introduktion und Gebet: Allmächt'ger Vater, blick herab! |
| Nr. 2 Terzett: O Schwester, sprich, was dir geschah |
Nr. 6 Szene,
Terzett und Chor: Colonna, hörtest du das freche Wort? |
Nr. 9 Szene
und Arie: Gerechter Gott! So ist's entschieden schon! |
Nr.
12 Finale: Ihr nicht beim Feste? |
Nr.
14 Duo: Verläßt die Kirche mich |
| Nr. 3
Duett: Er geht und läßt dich meinem Schutz |
Nr. 7 Finale: Erschallet, Feierklänge |
Nr.
10 Finale: Der Tag ist da, die Stunde naht |
Nr.
15 Szene und Duo: Du hier, Irene? Treff' ich dich noch |
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| Nr. 4 Finale: Gegrüßt, gegrüßt sei, hoher Tag! |
Nr.
16 Finale: Herbei! Herbei! Auf, eilt zu uns! |
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Download von Akt 1-5 |
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Fünfter AktNR. 13: INTRODUKTION UND GEBET Der Vorhang geht auf. Ein Saal im Kapitol. Rienzi allein vor einem kleinen Hausaltar kniend. RIENZI Allmächt'ger Vater,
blick herab! (Er beugt das Haupt tief zur Erde und verbleibt in stummem Gebete.)
NR. 14: DUO (Irene tritt auf. Rienzi hat sich erhoben und sie erblickt. Sie umarmen sich heftig.) RIENZI Verläßt die Kirche mich,
zu deren Preis IRENE Mein Bruder, ja, noch
kenne ich die Lehren, RIENZI Irene, meine Heldenschwester! IRENE Und weißt du auch, was
einer Lieb entsagen heißt? RIENZI Wohl liebt' auch ich! - O
Irene, IRENE Treuloses Weib, Verachtung dir! RIENZI Ermiß denn meinen
Schmerz, IRENE Rienzi, o mein großer
Bruder, RIENZI Irene, ach, selbst deine
Treue IRENE Rienzi! Ha, was höre ich? RIENZI Kein Rom gibt's mehr, sei denn ein Weib! IRENE Ich sei die letzte Römerin! RIENZI Ach, mehre so nicht meinen Gram! IRENE Rienzis Schwester trotzt dem Tod! RIENZI Ach, mehre so nicht meinen Gram! IRENE Ermorde mich - ich laß dich nie! RIENZI (überwältigt) Komm, stolze Jungfrau, an mein Herz! BEIDE In unsrem treuen Bunde, RIENZI Es sei! Noch einmal will
ich mich denn rüsten, (Er geht ab. Irene wendet sich nach einer andern Seite hin ebenfalls zum Abgang.)
NR. 15: SZENE UND DUO Irene, Adriano. Von Adrianos Auftritt an wird es immer finsterer, so daß die Szene in völliger Nacht endet; bald wachsendes, bald abnehmendes, im Ganzen aber immer näher kommendes Volksgetümmel wird von außen her vernommen: der grelle Schein von Feuerbränden erhellt blitzartig das Dunkel der Szene durch die Fenster, deren Scheiben durch Steinwürfe zerschlagen werden: diese Steigerung des Aufruhrs muß jedoch erst gegen das Ende der Szene eintreten. (Adriano, tief in seinen Mantel gehüllt und bis zum Wahnsinn aufgeregt, tritt unter der Türe Irenen entgegen.) ADRIANO Du hier, Irene? Treff'
ich dich IRENE Entsetzlicher, du wagst
es noch, ADRIANO Wahnsinnige, noch Trotz? IRENE Hier, bei dem Letzten,
den der Name ADRIANO Ha, meine Liebe, ja, ich
fühl' es, IRENE (ihn abwehrend) Verruchter! Die Hölle
rast in dir! (Man hört verworrenes, anwachsendes Getümmel von außen.) ADRIANO Sie kommen, ha! Die
Flamme glüht! IRENE Laß mich, ich fühle
Riesenkraft; ADRIANO Nein, du darfst nicht
sterben, dein Tod trifft mich! (Er sucht sich Irenens gewaltsam zu bemächtigen.) IRENE Vergeh, Wahnsinniger! Frei bin ich! (Sie hat mit wütender Gewalt Adriano von sich geschleudert und entflieht. Adriano ist zu Boden gesunken.) ADRIANO (rafft sich starren Blickes auf.) O, du bist mein! Durch
Flammen selbst (ab.) (Die Szene verwandelt sich.)
NR. 16: FINALE Großer Platz vor dem Kapitol, das sich im Hintergrunde befindet. Volkshaufen in der wütendsten Aufregung. - Das Volk strömt von allen Seiten dem Platze zu. VOLK Herbei! Herbei! Auf, eilt
zu uns! (Rienzi in voller Rüstung, doch entblößten Hauptes, erscheint mit Irene auf dem hohen Balkon des Kapitols.) Er ist's! Seht, der
Fluchbeladne trotzt! RIENZI Kennt ihr mich noch? BARONCELLI Hört ihn nicht an! VOLK Hört ihn nicht an! RIENZI Entartete! Sagt, zeigt ihr so den Römerstolz? CECCO Bringt Steine her! VOLK Auf, steinigt ihn! RIENZI Bedenkt, wer macht' euch
groß und frei? BARONCELLI Hört ihn nicht an! Er bezaubert euch! VOLK Fangt an! Auf, bringt
Feuerbrand! (Von allen Seiten werden brennende Pechkränze geworfen.) RIENZI Wahnsinnig Volk! Wen
greift ihr an? VOLK Bald faßt ihn schon der
Feuerbrand! Verderben treffe ihn und
Tod! (Das Kapitol steht in vollem Brande; man erblickt Rienzi und Irene, sich umschlungen haltend und von Flammen umgeben, auf dem Balkon; das Volk wirft mit Steinen nach ihnen.) (Adriano erreicht atemlos die Bühne an der Spitze der zurückkehrenden Nobili, welche teils zu Pferde, teils zu Fuß einen heftigen Angriff auf das Volk ausführen.) ADRIANO (Irene erblickend) Irene! Irene! Auf, durch die Flammen! Ah! (Als Adriano dem Kapitol zueilt, stürzt der Turm, wo Rienzi und Irene sich befinden, mit furchtbarem Krach zusammen. Adriano sinkt mit einem Schrei leblos zu Boden und wird mit Rienzi und Irene unter den Trümmern begraben.) ENDE.
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