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1. Akt:
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zum 2. Akt - zum 3. Akt
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Bei Antwerpen, erste Hälfte des 10.
Jahrhunderts: König Heinrich ist nach Brabant
gekommen, um für einen drohenden Krieg gegen die
Ungarn Truppen zu sammeln. Der Heerrufer des Königs
eröffnet die Versammlung Heinrichs mit den Edlen von
Brabant, die ohne fürstliche Führung sind: Ihr
Herzog ist verstorben, sein Sohn und Erbe, Gottfried,
ist verschwunden.
Da Heinrich in Brabant auch Gericht hält,
klagt nun Graf Friedrich von Telramund, den der
verstorbene Herzog zum Vormund seiner beiden Kinder,
Gottfried und Elsa, bestellt hat, Elsa von Brabant öffentlich
an, ihren Bruder Gottfried ermordet zu haben
Lustwandelnd führte Elsa den Knaben einst zum
Wald, doch ohne ihn kehrte sie zurück!
Telramund berichtet weiter, daß er nach dem
Verschwinden Gottfrieds Abstand von seinem ihm durch
den alten Herzog zugestandenen Recht auf Elsas Hand
genommen habe: Er heiratete Ortrud, die Tochter des
heidnischen Friesenfürsten Radbod. Elsa aber habe
einen Buhlen, den sie zum neuen Herzog machen wolle,
deshalb sei sie unwürdig, Herzogin zu werden.
Telramund beansprucht die Herzogswürde für sich und
seine Gattin Ortrud.
Heinrich läßt Elsa rufen, damit sie
sich verteidige. Wie in Trance erscheint die Beklagte,
auf die Fragen Heinrichs antwortet sie nur mit Gesten.
Als Heinrich sie auffordert, sich zu verteidigen,
berichtet sie von einem Traum, in dem ihr ein edler
Ritter erschienen ist, der ihr beistehen würde. Das
Gottesgericht wird ausgerufen: Da sich Heinrich
alleine nicht zu einem Richterspruch fähig sieht,
soll im Schwertkampf über Schuld und Unschuld
entschieden werden. Telramund ist entschlossen, für
sein Recht zu kämpfen, nur für Elsa findet sich
kein Streiter: Zwei Rufe des Heerrufers verhallen
ohne Antwort, obwohl Elsa demjenigen, der für sie
streiten wolle, ihre Hand und das Herzogtum anbietet.
In höchster Not beginnt Elsa zu beten
da erscheint wie durch ein Wunder auf dem Fluß
ein Nachen, der von einem Schwan gezogen wird und in
dem ein unbekannter Ritter steht, gerade so, wie es
Elsa geträumt hatte. Der Unbekannte bietet sich Elsa
als Kämpfer an, unter der Bedingung, daß sie ihn
nie nach seinem Namen und seiner Herkunft befragen dürfe,
selbst dann nicht, wenn er sie zur Frau nähme:
Nie sollst Du mich befragen, noch Wissens Sorge
tragen, woher ich kam der Fahrt, noch wie mein Nam
und Art! Elsa beteuert, nie gegen dieses Gebot
zu verstoßen.
Das Gottesgericht wird vorbereitet,
indem der König, Elsa und die beiden Streiter Gott
um eine gerechte und weise Entscheidung bitten, während
Ortrud, die Heidin, sich ganz auf Telramunds Stärke
verläßt. Im Gotteskampf unterliegt Telramund dem
Unbekannten, der dem so entlarvten Lügner das Leben
schenkt. Das brabantische Volk, die Edlen, Heinrich,
Elsa und der Unbekannte brechen in Jubel aus,
Telramunds und Ortruds Klage geht im allgemeinen
Freudentaumel unter.
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2. Akt:
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zum 1. Akt - zum 3. Akt
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Nacht, Burghof der Burg von Antwerpen.
Friedrich und Ortrud, verstoßen, da Telramund im
Gotteskampf unterlegen ist, hören, wie der Hofstaat
das neue Herrscherpaar feiert. Telramund wirft seiner
Gattin vor, daß sie ihn zur Klage gegen Elsa
angestiftet habe, indem sie ihm erzählte, sie habe
gesehen, wie Elsa ihren Bruder ertränkte. Telramund
verzweifelt: Bis Tagesanbruch müssen er und Ortrud
die Stadt verlassen haben, geächtet und gebannt.
Seine Frau, die immer noch heidnische Rituale ausübt
und sich auch heidnischer Magie bedient, wirft ihm
Feigheit vor. Sie will und kann nicht aufgeben: Die
einstige Macht ihrer Väter und ihr heidnischer
Glaube binden sie an das Land. Listig überzeugt sie
Telramund, daß er nicht von Gott gerichtet worden
sei, sondern Opfer eines Zaubers geworden sei. Die
Macht des Unbekannten sei zu brechen, wenn man dem
geheimnisvollen Ritter eine Verletzung beibrächte
oder wenn man Elsa dazu bewege, die verbotene Frage
zu stellen. Gemeinsam mit ihrem wieder leichtgläubigen
Mann schwört sie bittere Rache: Der Rache Werk
sei nun beschworen aus meines Busens wilder Nacht!
Die ihr in süßen Schlaf verloren, wißt, daß für
euch das Unheil wacht!
Ortrud schickt Friedrich fort, als Elsa
auf einem Balkon ihres Gemachs erscheint, damit sie
alleine sich an Elsa räche Friedrich solle
mit dem Schwanenritter abrechnen. Ortrud klagt Elsa,
die voller Glücksgefühle ist, ihr Schicksal und
spielt für Elsa die gedemütigte Frau. Elsa
empfindet Mitleid und geht zurück in ihre Kammer, um
Ortrud einzulassen. Die kurze Abwesenheit Elsas nutzt
Ortrud, um ihre heidnischen Götter um Hilfe bei
ihrer Rache anzurufen: Entweihte Götter, helft
jetzt meiner Rache! Als Elsa die Türe öffnet,
wirft sie sich ihr heuchelnd zu Füßen. Sie gibt
sich als besorgte Freundin aus und redet Elsa Angst
vor dem Fremden ein. Elsa läßt sie in ihre Kammer
ein. Telramund, der die Szene versteckt beobachtet
hat, ist sich nun sicher, daß die Rache an seinem
Bezwinger gelingt.
Inzwischen ist es Tag geworden, die
Trompeten blasen von den Türmen der Burg die
Wachrufe. Der Heerrufer gibt den sich versammelnden
Edlen von Brabant bekannt, daß Friedrich von
Telramund in Acht und Bann getan sei, und daß der König
dem fremden Ritter Land und Krone von Brabant
verliehen habe. Elsa soll ihn noch heute heiraten,
damit der Fremde sogleich die brabantischen Truppen
in den Krieg führen kann. Unter der Zuhörerschaft
sieht man auch Telramund, der sich von seinen
Vertrauten, die er in seine Rachepläne einweiht,
verbergen läßt.
Die Hochzeitsprozession beginnt, doch
als Elsa die Füße auf die Stufen des Münsters
setzt, tritt ihr zum Entsetzen aller Ortrud entgegen
und verlangt den Vortritt vor der Braut eines
Namenlosen. Sie vertritt die Ansicht, daß der Held
nicht sehr rein und edel sein könne, wenn man seine
Herkunft nicht erfahren dürfe. Unterdessen hat sich
auch der Zug der Männer, vom König selbst angeführt,
dem Münster genähert. Telramund wirft sich dem
Fremden in den Weg und klagt ihn des Betruges und der
Zauberei an und fragt nach Namen und Herkunft des
Fremden. Der fremde Ritter weißt die Frage ab:
Nur eine ists Elsa nämlich
der muß ich Antwort geben, selbst
dem König schulde er die Antwort nicht. Elsa stellt
die Frage jedoch nicht, und zögernd zieht das Paar
ins Münster zur Trauung. Als der Vorhang bereits
gefallen ist, ertönt im Orchester noch einmal übermächtig
jenes Motiv, welchen das Frageverbot des Unbekannten
im ersten Aufzug kennzeichnete.
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3. Akt:
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zum 1. Akt - zum 2. Akt
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Das Brautgemach in der Burg zu Antwerpen.
Ein Brautzug geleitet Elsa und den unbekannten Ritter
in das Gemach, wo die beiden zum ersten Mal allein
gelassen werden. Obwohl beide sich gegenseitig ihre
Liebe versichern, ist Elsa sich der Treue des Ritters
unsicher, da sie ihren Geliebten nicht beim Namen
nennen kann. Getrieben von der Angst, er könne
ebenso schnell wieder verschwinden, wie er auftauchte,
stellt sie schließlich doch die verbotene Frage. Im
selben Augenblick bricht Telramund mit seinen
Vertrauten in das Gemach, Telramund wird von dem
Unbekannten mit einem Streich getötet. Die Leiche
Telramunds läßt der Fremde vor den König tragen,
dorthin soll auch seine Geliebte geführt werden,
denn der wolle ihr die gestellte Frage vor dem König
beantworten.
Am Flußufer. Die Truppen versammeln
sich, das Volk erwartet seine Anführer. Friedrichs
Leiche wird herbeigetragen, und Elsa erscheint, auf
ihre Kammerfrauen gestützt. Als der Fremde erscheint,
wird er vom Volk jubelnd als Held von Brabant
begrüßt. Aber der Unbekannte lehnt Amt und Würden
ab: Nicht Telramunds Tod, sondern Elsas Frage zwinge
ihn zu diesem Verzicht. Schließlich enthüllt er
sein Geheimnis: Er ist ein Ritter des Grals, dessen König
sein Vater Parzival sei. Wenn einer der Gralsritter
entsandt werde, um für Recht und Tugend zu kämpfen,
müsse er unerkannt bleiben, sonst müsse er die
Menschen verlassen. Er selbst gibt sich als Lohengrin
zu erkennen. (In dem bei der Uraufführung
gestrichenen und bis heute selten zu hörenden
zweiten Teil dieser Gralserzählung erfährt
man aus Lohengrins Sicht, wie der Held zu Elsa
entsandt wurde und wie er vom Schwan gezogen die
Reise nach Brabant antrat.)
Traurig nimmt Lohengrin von Elsa
Abschied, wobei er ihr sein Horn, einen Ring und sein
Schwert überläßt: Sie solle dies ihrem Bruder übergeben,
wenn er zurückkomme. Dem König prophezeit Lohengrin,
daß er siegreich aus dem Kampf gegen die Ungarn
hervorgehen werde. Da erscheint wieder der Schwan
und an der Kette erkennt Ortrud, daß dies der
Schwan ist, in den sie selbst einst den jungen
Gottfried verwandelt hat. Sie wähnt sich bereits im
Triumph, denn mit Lohengrin werde auch der Schwan,
Gottfried also, endgültig verschwinden. Doch
Lohengrin betet zu Gott, und Ortruds Zauber wird gelöst:
Eine Taube schwebt vom Himmel herab, der Schwan
versinkt, und an seiner Stelle erscheint der junge
Gottfried, der nun als rechtmäßiger Herzog die
brabantischen Truppen in die Schlacht führe wird.
Ortrud bricht tot zusammen. Als sich Lohengrin in dem
nun von der Taube gezogenen Nachen entfernt, sinkt
auch Elsa entseelt zu Boden.
(CH)
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