Die Meistersinger von Nürnberg

 

 

Die Meistersinger von Nürnberg

Oper in drei Akten

 

 

Übersicht

      
 

 

Anfang des "Kurzen Tons"
eigenhändige Notenhandschrift von Hans Sachs

 

Allgemeines

 


WWV: 96

Uraufführung: 21.06.1868, Königliches Hof-und Nationaltheater, München

Die Erstaufführung während der Bayreuther Festspiele fand im Jahre 1888 unter der Leitung von Hans Richter statt.

Form: Durchkomponiert

Dauer 1: 4 St. 36

Verlag: B. Schott's Söhne, Mainz (Richard-Wagner-Gesamtausgabe)

 

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Personen

 
Hans Sachs (Bild) Schuster Bar
Veit Pogner Goldschmied Baß
Kunz Vogelgesang Kürschner Ten
Konrad Nachtigal Spengler Baß
Sixtus Beckmesser Stadtschreiber Baß
Fritz Kothner Bäcker Baß
Balthasar Zorn Zinngießer Ten
Ulrich Eisslinger Würzkrämer Ten
Augustin Moser Schneider Ten
Hermann Ortel Seifensieder Baß
Hanz Schwarz Strumpfwirker Baß
Hans Foltz Kupferschmied Baß
Walther von Stolzing ein junger Ritter aus Franken Ten
David Sachsens Lehrbube Ten
Eva Pogners Tochter Sop
Magdalene Evas Amme Sop
Ein Nachtwächter   Baß

Abkürzungsverzeichnis

Zur Besetzung der Uraufführung

 

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Chor

 

Bürger und Frauen aller Zünfte; Gesellen; Lehrbuben; Mädchen; Volk

 

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Orchester

 
Holzbläser: 2 Fl, 1 Picc, 2 Ob, 2 Kl, 2 Fg
Blechbläser: 4 Hrn, 3 Trp, 3 Pos, BTba
Pauken / Schlagzeug: 1 Paar Pkn, GrTr, Bck, Trgl, Glsp
Sonstige: Hrf, Laute (Stahlhrf)
Streicher: 16 G1; 16 G2, 12 Br, 12 Vc, 8 Kb
Auf der Bühne: Mehrere Trp und Hrn, Org, Stahlhrf, Trommeln, Nachtwächterstierhorn

Abkürzungsverzeichnis

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Handlung

 


1. Akt: Inneres der Kirche St. Katharina, Nürnberg

zum 2. Akt
zum 3. Akt

[Der verarmte, junge Ritter Walther von Stolzing aus Franken ist nach Nürnberg gekommen, um dort das Bürgerrecht zu erhalten. Als Gast im Hause des reichen Goldschmieds Veit Pogner hat Stolzing dort Pogners Tochter Eva kennengelernt. Beide haben sich sofort ineinander verliebt.]

1. Szene (zur entsprechenden Textstelle)


Als die Gemeinde am nächsten Tag in der Katharinenkirche das Schlußlied singt, erblickt Walther Eva. Nach Beendigung der Vesper versucht er Eva näher zukommen. Auf sein Fragen hin erklärt Eva, daß ihr Vater sie nur einen Meistersinger heiraten läßt. Und um zu zeigen, wie sehr die Nürnberger die Kunst verehren, habe Pogner sein gesamtes Vermögen und Evas Hand dem Gewinner des am morgigen Johannistag stattfindenden Meisterwettsingens versprochen. Walther beschließt, an dem Wettsingen teilzunehmen um Eva zu gewinnen und um die Aufnahme in die Zunft der Meistersinger zu bitten. Magdalene, die Amme Evas, bestimmt ihren Schatz David, den Lehrjungen des Schusters und Dichters Hans Sachs, dazu, Stolzing in die Sangeskunst einzuführen.

2. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Während die übrigen Lehrjungen den Vorraum der Kirche für eine Versammlung der Meister vorbereiten, verzweifelt Stolzing fast an dem komplizierte Regelwerk der Sangeskunst, die David "etwas" wichtigtuerisch vor ihm ausbreitet .    

3. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Schon versammeln sich die Meistersinger zu ihrer Zunftberatung. Pogner erscheint mit dem Stadtschreiber Sixtus Beckmesser, der ebenfalls Interesse an Eva hat und um sie werben möchte. Bei Pogner bewirbt sich Stolzing um Aufnahme in die Meisterzunft. Pogner sichert ihm seine Unterstützung zu. Nach der offiziellen Eröffnung der Sitzung gibt Pogner seine Pläne bezüglich Evas Heirat bekannt und erntet damit bei den Meistern großen Beifall. Lediglich Hans Sachs hat Bedenken und rät, bei der Entscheidung des Wettsingens auch die Meinung des Volkes zu berücksichtigen. Sein Vorschlag wird jedoch von den Meistersingern abgeblockt, da sie hier ihre künstlerische Entscheidungsgewalt gefährdet sehen.  
Pogner stellt nun Walther vor und auf seinen Antrag hin wird er gegen einiges Widerstreben von Seiten der Meister zu einem Probesingen für die Aufnahme in die Meistergilde zugelassen. Nachdem Stolzing über seine Herkunft ausgefragt wurde wird ihm die „Tabulatur“ (Regelwerk) vorgelesen. Beckmesser bekommt das Amt des „Merkers“, also desjenigen, der die Fehler des Sängers notiert, übertragen. Mit seinem progressiven Gesangsstil verwirrt Stolzing die Meister und schon nach der Hälfte seines Liedes ist die Kreidetafel seines Nebenbuhlers Beckmesser mit Fehlerstrichen bedeckt. Walther darf auf Intervention Sachs‘ sein Lied doch noch beenden, jedoch selbst Sachs kann die fest an ihren Gesangsregeln festhaltenden Meister nicht von dem Gehalt Stolzings Lied überzeugen. Der Probegesang des Frankenritters wird abgelehnt und unter großer Aufregung wird die Sitzung geschlossen. Nur Sachs bleibt in Gedanken versunken zurück.  



2. Akt: In der Straße vor Sachs` und Pogners Haus

zum 1. Akt
zum 3. Akt

1. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Nach Feierabend schmücken die Lehrjungen die Straße für das morgige Johannisfest. Magdalene erfährt von David, daß Stolzing „versungen“ habe.  

2. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Eva kehrt von einem Abendspaziergang mit ihrem Vater heim, ist aber noch immer nicht über die Vorfälle des Vormittags in der Singschule informiert. Magdalene teilt Eva sofort das von David erfahrene mit.  

3. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

In Sachs Werkstatt bereitet David noch Arbeit vor, bevor dieser sich zu Ruhe begibt. Sachs selbst hat sich werkend in dein Eingang der Werkstatt gesetzt und verarbeitet gedanklich noch einmal Stolzings Probesingen.

4. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Um genaueres über den Verlauf des Probesingens zu erfahren, begibt Eva sich zu Sachs. Selbstironisch stellt sich Sachs jedoch im Gespräch mit Eva auf die Seite der Meistersinger anstatt Walther zu verteidigen. Mit zornigen Vorwürfen auf die Meisterzunft verläßt Eva Sachs, der nun ahnt, wie es mit den Gefühlen der beiden zueinander steht. Er beschließt, den beiden zu helfen.  
Magdalene teilt Eva mit, daß Sixtus Beckmesser Eva sein Preislied als Ständchen vortragen will, um ihr Gefallen zu gewinnen und ihre Meinung über sein Lied zu erfahren. Jedoch will Eva selbst auf die Gefahr hin, daß Vater Pogner Verdacht schöpft, nicht eher nach Hause kommen, bis sie Stolzing gesehen hat. Magdalene und Eva tauschen die Kleider: Magdalene soll in Evas Kleidern Beckmessers Lied anhören und sie hofft gleichzeitig damit David eifersüchtig zu machen.

5. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Als Stolzing die Gasse entlangkommt, eilt ihm Eva entgegen. In ihrer Verzweiflung beschließen die beiden zu fliehen. Sachs aber, der das Gespräch der beiden belauschte, verhindert die Flucht vorerst, indem er von seiner Werkstatt aus die Gasse derart beleuchtet, daß eine ungesehene Flucht unmöglich ist. Stolzing und Eva verstecken sich in einem Gebüsch um auf günstigere Gelegenheit zu warten.

6. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Beckmesser erscheint zu seinem Vortrag und stimmt seine Laute. Sachs, mit seiner Werkbank vor dem Haus, sabotiert den ungeliebten Beckmessers noch bevor er das Lied angefangen hat, indem er ein Schusterlied von Hammerschlägen begleitet zu seiner Arbeit singt. Beckmesser, gestört und zornig, fordert Sachs auf, das laute Singen und Hämmern zu unterlassen. Nach einigem Hin und Her ist Sachs bereit, Beckmesser nicht mehr zu stören, aber unter der Bedingung, daß er bei jedem Verstoß Beckmessers gegen die Meistersinger-Regeln einen Hammerschlag tun dürfe, da er ansonsten die bestellten Schuhe Beckmessers` nicht bis morgen fertigstellen könne. Notgedrungen willigt Beckmesser ein und beginnt, als die vermeintliche Eva am Fenster erscheint, sein Ständchen. „Dank“ der großen Fehlerzahl in Beckmessers Lied ist Sachs mit den Schuhen schneller fertig als Beckmesser mit dem Lied. Während Beckmesser aufgrund der vielen Hammerschläge immer lauter geworden weitersingt, erwachen die Nachbarn.
David erkennt vom Fenster aus sofort seine verkleidete Magdalena. Voller Zorn über die vermeintlich Untreue klettert er aus dem Fenster und beginnt Beckmesser zu verdreschen. Immer mehr neugierige Nachbarn verlassen ihre Häuser und verwickeln sich in die zu einer Massenschlägerei ausgearteten Prügelei.

Auf dem Höhepunkt des Tumultes sehen Stolzing und Eva den richtigen Moment ihrer Flucht gekommen. Sachs, nachdem er David und Beckmesser auseinander gebracht hat, verhindert abermals die Flucht, packt Stolzing und zerrt ihn in seine Werkstatt während Pogner auf der anderen Straßenseite seine Eva ins Haus zieht.  

Der Hornruf des Nachtwächters sowie literweise von den Ehefrauen aus den Fenstern geschüttetes kaltes Wasser ernüchtern den prügelnden Haufen. Im Nu sind alle wieder zu Hause und der Nachtwächter geht durch eine leere und stille Straße.  



3. Akt: In Sachs‘ Werkstatt - Festwiese

zum 1. Akt
zum 2. Akt

1. Bild:  In Sachs‘ Werkstatt

1. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Am nächsten Morgen ist Sachs‘ in seiner Werkstatt über einem Buch vertieft, als David, der von Magdalena einen „Freßkorb“ erhalten hat, eintritt. Er scheint von Sachs nicht bemerkt worden zu sein. Schließlich beginnt David, sich verlegen für sein Benehmen vom Vortag zu entschuldigen. Sachs läßt ihn den Johannes-Spruch singen, wobei sich David an den Namenstag seines Meisters erinnert und ihm seinen Korb als Geschenk anbietet, den Sachs jedoch dankend ablehnt. David soll sich für das Fest umziehen um Sachs als Herold auf der Festwiese zu dienen.
Als David fort ist, grübelt Sachs über die letzten Tage und bedenkt den melancholischen Wahn der Menschheit. Doch heute will er den „Wahn“ lenken und Eva und Stolzing zu ihrem Glück verhelfen.

2. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Als Stolzing, den Sachs bei sich aufgenommen hat, eintritt, ermuntert er diesen, es doch noch einmal mit einem Meisterlied zu versuchen. Den poetischen Stoff soll der schöne Traum liefern, den Stolzing in der Nacht zuvor hatte. Bei der Gestaltung leitet Sachs Stolzing geschickt durch die Anwendung der Meisterregeln. Nachdem die zweite Strophe von Sachs niedergeschrieben ist, gehen sich beide für das Fest umziehen.

3. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Der schwer zugerichtete Beckmesser humpelt in die leere Werkstatt um sich bei Sachs Rat zu holen und findet den Entwurf des Liedes auf der Werkbank. In der Annahme, daß Sachs das Lied schrieb um selbst bei dem Meistersingern um Eva zu werben, versteckt er das Manuskript, als Sachs wieder die Werkstatt betritt. Zornig beschuldigt Beckmesser Sachs, daß dieser den nächtlichen Anschlag inszeniert habe um seine Gegner auszuschalten. Als Sachs bestreitet, am Singen teilnehmen zu wollen, hält ihm Beckmesser wie ein Beweis das Lied unter die Nase. Sachs schenkt dem überraschten Stadtschreiber jedoch das Lied mit dem Versprechen, sich nie als Verfasser dieses Liedes auszugeben. Schleunigst macht sich Beckmesser davon, um sich mit diesem „unschlagbaren“ Lied für das Wettsingen vorzubereiten.   Während Sachs über den „Diebstahl“ des Stadtschreibers nachdenkt, erscheint Eva.

4. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Die kam unter dem Vorwand, daß "ein Schuh sie drücke", ist aber auf einmal sehr glücklich, hier auf Stolzing zu treffen. Durch ihren Anblick wird Stolzing zur dritten und letzten Strophe seines Meisterliedes inspiriert, das die Deutung des Traumes enthält. Voller Dankbarkeit Sachs gegenüber gesteht Eva, daß sie ihn gewählt hätte, wenn sie sich nicht auf einmal in Stolzing verliebt hätte. Sachs lenkt resigniert ab, es sei ihm nicht leicht gefallen, auf das Werben zu verzichten.  
David und Magdalene werden gerufen, um nun gemeinsam nach altem Brauch das neue Meisterlied aus der Taufe zu heben. Bevor die Gruppe sich zur Festwiese aufmacht, schlägt Sachs David zum Gesellen, wodurch diesem eine Heirat mit Magdalene möglich ist.  

2. Bild:  Festwiese

5. Szene (zur entsprechenden Textstelle)

Das Volk hat sich im bunten Treiben auf der Festwiese versammelt. Feierlich ziehen die Zünfte auf, die Meistersinger erscheinen und mit ihnen auch Pogner mit seiner Tochter Eva. Noch ehe Hans Sachs gemäß seinem Amt Anlaß und Preis des Wettsingens verkünden kann, wird er spontan von dem Volk mit seinem Reformationschoral begrüßt. Er bedankt sich und verkündet pflichtgemäß als Spruchsprecher nochmals Pogners Entschluß.  

Als erstes betritt Beckmesser das Sängerpodest. Aus Nervosität und mangelnder Kenntnis verstümmelt er das geklaute Lied zur Melodie des verunglückten Ständchens derart, daß er aufgrund des Hohngelächters der Menge abbrechen muß. Voller Zorn offenbart er dem Volk nun die vermeintliche Urheberschaft des Liedes: Sachs habe das schlecht verfaßte Lied ihm aufgedrängt. Den drohenden Skandal weiß Sachs zu entschärfen. Er würde sich nie rühmen, Verfasser eines so schönen, vom Stadtschreiber indes so verhunzten Liedes zu sein und ruft Stolzing als den wahren Verfasser auf die Bühne. Stolzing soll das Lied nun selbst vortragen und so den Beweis erbringen, daß er selbst es gedichtet habe.  
Ausnahmsweise wird Stolzing der Vortrag erlaubt. Er trägt sein Lied vor und gewinnt Meister und Volk für sich: Er wird zum Sieger des Wettbewerbs erkoren. Doch Stolzing lehnt die Meisterwürde ab, die er nach all den bisher gewonnenen Erfahrungen wenig schätzen kann. Erst als Sachs ihm ins Gewissen redet, die Bedeutung von Tradition, der Kunst und ihrer Meister nicht zu verachten, läßt sich Stolzing die Meisterkette umhängen.  
Unter Jubeln des Volkes krönt Eva Hans Sachs, der als Held gefeiert wird, mit dem Lorbeerkranz.

(KU)

 

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Text

 

 

1. Akt 2. Akt 3. Akt
1. Szene
Walther, Eva, Magdalena, David, Lehrbuben
1. Szene
Lehrbuben, David, Magdalena, Sachs
1. Szene: 
David, Sachs
2. Szene: 
David, Walther, Lehrbuben
2. Szene
Pogner, Eva, Magdalena
2. Szene: 
Sachs Walther
3. Szene
Pogner, Beckmesser, Walther, Sachs, David, Die Meister, Lehrbuben
3. Szene: 
Sachs, David
3. Szene: 
Beckmesser, Sachs
  4. Szene
Eva, Sachs, Magdalena, Pogner
4. Szene
Sachs, Eva, Walther, David, Magdalena
  5. Szene
Eva, Magdalena, Walther, Eva, Magdalena, Sachs, Nachtwächter
5. Szene: 
Alle
  6. Szene: 
Eva, Walther, Sachs, Beckmesser, Lehrbuben, Meister, Pogner, Nachtwächter
 

Download von Akt 1-3 zum Ausdrucken

 

 

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Zur Entstehung

 

An dieser Stelle soll nur ein kurzer Überblick über die Entstehungsgeschichte der Meistersinger gegeben werden. Eine detaillierte Darstellung finden Sie hier.

Die Graphik rechts zeigt die chronologischen Zusammenhänge zwischen der Entstehung des Tristans, der Meistersinger und des Rings.

klicken Sie auf die Graphik, um sie zu vergrößern



Sommer 1845   Während seinem Kuraufenthalt in Marienbad hegt Wagner erste Gedanken, nach den ernsten Opern als nächstes eine "komische Oper" zu schreiben: "Die Meistersinger von Nürnberg".
Angeregt dazu wurde er er u.a. durch dortige Lektüre der "Geschichte der deutschen Dichtung" von Georg Gottfried Gervinius.
16.07.1845   Vollendung des 1. Prosaentwurfes der Komödie in Marienbad.
 bis 1861   Wagner stellt den Meistersinger-Stoff zurück.
Auch dann arbeitet er meist unregelmäßig und mit mehr oder weniger langen Unterbrechungen an den "Meistersingern".
November 1861   Venedig
Wagner ist Gast bei den Wesendoncks. Auf Anregung Mathilde Wesendoncks beschließt er, die Arbeit an den "Meistersingern" fortzuführen.
    Wien
Peter Cornelius besorgt für Wagner aus der Wiener Kaiserlichen Bibliothek das Buch "Von den Meister-Singer Holdseligen Kunst" von Johann Christian Wagenseil (1697).
Hieraus entnimmt Wagner weitere Details und Namen für die Oper.

Weitere Informationen zum Meistergesang finden Sie unten.

16.11.1861   Der 2. Prosaentwurf wird vollendet. 
18.11.1861   In "sonderbarer Hast" Vollendung des 3. Prosaentwurfes.
Er weicht bereits nur in Kleinigkeiten von der endgültigen Handlung ab.
12.1861/
01.1862
  Paris
Wagner beginnt mit der Ausführung der Dichtung.
Erste musikalische Motive liegen bereits fest.
25.01.1862   Vollendung der Dichtung.
April 1862   Beginn der Orchesterskizze des Vorspieles.
2.06.1862   Aufführung des Vorspiels im Leipziger Gewandhaus unter Leitung von Hans von Bülow
Sommer 1863   Wien
Vollendung wesentlicher Teile, vor allem des I. Aktes
4.05.1864   München
Erste Audienz bei Ludwig II. Der König wird großzügiger Mäzen Wagners.
Auf Wunsch Ludwig II. stellt Wagner die Arbeit an den "Meistersingern" zugunsten der Vollendung Ring-Tetralogie und der "Tristan"-Aufführung zurück. (zur Verknüpfung der Entstehung von Tristan, Meistersingern und Ring siehe auch diese Graphik und die Entstehung des Rings)
Ende 1865   Aufgrund der Spannungen zwischen Kabinett und König, hervorgerufen durch die großzügige Unterstützung Wagners durch den König, verläßt Wagner München.
Januar 1866   Genfer See / Tribschen
Wagner nimmt die Arbeit an den "Meistersingern" wieder auf.
24.10.1867   Abschluß der Partitur
Mai 1868   Beginn der Meistersinger-Proben unter gewaltigem Aufwand.
21.06.1868   Triumphale Uraufführung am Johannistag im Königlichen Hof- und Nationaltheater München. Wagner nimmt von der Loge Ludwigs II. die Ovationen entgegen.
1888   Erste Aufführung im Bayreuther Festspielhaus unter Richter.

Weitere Festspielaufführungen finden sie hier.

 

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CD Empfehlung

 
Herbert von Karajan - Staatskapelle Dresden

Aufnahme von 1970

"Eine vom Orchester, der Besetzung, den Chören und nicht zuletzt vom Dirigat her ausgezeichnete Darstellung... Klingt auch heute noch ganz ausgezeichnet und darf als Referenzaufnahme gelten." ( Stereoplay 6/88)

Auszeichnungen:
Diapason d´Or (Frankreich) – „10 de Répertoire“ (Frankreich) – „Choc du Monde de la Classique“ (Frankreich) – The Record Academy Award (Japan)

Helen Donath (Ev), R. Hesse (Ma), Theo Adam (Sa), René Kollo (St), Geraint Evans (Be), Karl Ridderbusch (Po), Peter Schreier (Da),  Zoltan Kelemen (Ko) Chöre der Staatsoper Dresden und des Leipziger Rundfunks

EMI, 4CD ADD

 

Sir Georg Solti - Chicago Symphonie Orchestra

Aufnahme von 1995

"Solti läßt mit Mozartnaher, kammermusikalischer Delikatesse spielen, lichtet dabei das polyphone Gestrüpp auf und wechselt gekonnt zwischen lyrischem Ausbruch und lockerem Singstil. Wagner hätte jubeln können: "Verachtet mir Herrn Solti nicht, und ehrt mir seine Kunst!" (Audio 5/97)

Auszeichnungen:
„Diapason d’Or“ (Frankreich) – „Choc du Monde de la Musique“ (Frankreich) – „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ (Deutschland)

Karita Mattila (Ev), Iris Vermillion (Ma), José van Dam (Sa), Ben Heppner (St), Alan Opie (Be), Herbert Lippert (Da), René Pape (Po), Chicago Symphony Chorus

DECCA, 4CD DDD



Weitere Aufnahmen finden Sie in der Diskographie.

Hinweise zur Auswahl unserer CD-Empfehlungen finden Sie hier.

 

 

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Hintergrundinformationen

 

Informationen zur Geschichte des Meistersangs.

Erläuterungen zu den Fachbegriffen des Meistergesangs finden Sie im Meistersinger-Lexikon.

Erläuterungen zum Aufbau eines Meisterliedes am Beispiel des "Edelfalk" von Hans Sachs.

Eine detaillierte Darstellung der Entstehungsgeschichte der Oper.

Zur Verknüpfung der Entstehung von Tristan, Meistersingern und Ring siehe auch diese Graphik und die Entstehung des Rings.

Quellen, denen sich Wagner bei der Entstehung der Meistersinger bedient hat.

Weitere Informationen zu den handelnden Personen.

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