Tristan und Isolde
Handlung in drei Akten
Übersicht |
||||
|
|
|
|
|
Personen |
||||
Marke, König von Kornwall Baß Tristan, Markes Neffe Ten Kurwenal, Tristans Diener Bar Melot, ein Freund Tristans Ten Isolde, irische Königstochter Sop Brangäne, Isoldes Dienerin Sop Ein Hirte Ten Ein Steuermann Bar Ein junger Seemann Ten
Chor |
||||
Schiffsvolk; Ritter und Knappen: Ten, Ten, Baß, Baß
Orchester |
||||
Holzbläser: 3 Fl ( 3. auch Picc), 2 Ob, EH, 2 Kl, BKl, 3 Fg Blechbläser: 4 Hrn 1, 3 Trp, 3 Pos 2, BTba Pauken / Schlagzeug: 1 Paar Pkn 3, Bck, Trgl, Tamb Sonstige: Hrf Streicher: "Die Streichinstrumente sind vorzüglich gut und stark zu besetzen.", d. h. 16 G1, 16 G2, 12 Br, 12 Vc, 8 Kb Auf der Bühne: EH 5, 6 Hrn 6, 3 Trp, 3 Pos
| nach oben |
|||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Text |
||||
1. Akt 2. Akt 3. Akt 1. Szene:
Isolde, Brangäne, Stimme eines jungen Seemanns1. Szene:
Isolde, Brangäne1. Szene:
Der Hirte, Kurwenal, Tristan2. Szene:
Die Vorigen, Tristan, Kurvenal, Schiffsvolk, Ritter Knappen2. Szene:
Tristan, Isolde, Brangänes Stimme2. Szene:
Tristan, Isolde, Kurwenal3. Szene:
Isolde, Brangäne3. Szene:
Die Vorigen, Kurwenal, Brangäne, Marke, Melot, Hofleute3. Szene:
Die Vorigen, Hirte, Steuermann, Melot, Brangäne, Marke, Ritter und Knappen4. Szene:
Die Vorigen, Kurvenal5. Szene:
Tristan, Isolde, Brangäne, später Kurvenal, Schiffsvolk, Ritter, Knappen
Download von Akt 1-3
Quellen / Entstehung |
|||
Quellen
Quelle des Tristan-Stoffes ist die keltische Sage von Tristan und Isolde.
Literarische Vorbilder für Wagner waren unter anderen:
- Der Versroman "Tristan" des Gottfried von Straßburg (13.Jh.)
- Wiederaufnahmen des Stoffes in der Romantik:
"Tristan" (Gedicht) von August von Platen (1796-1835)
"Tristan" (Drama) von Karl Ritter (1830-1891)
"König Marke und Isolde" (Gedicht) von Julius Mosen (1803-1867)Weniger inhaltlich als von der Stimmung her wurde Wagners Tristan auch von Novalis' "Hymnen an die Nacht" beinflußt.
Abb. rechts: Gottfried von Straßburg
Die Heidelberger Handschrift (Ende 13. Jh.) mit dem Beginn des Tristan
Entstehung
1842 W. lernt Julius Mosen und dessen Gedicht zur Tristan-Sage kennen.
1846 Robert Schumannn trägt sich mit dem Gedanken einer Tristan-Oper. Das Libretto stammt von Robert Reinick, die Oper wurde jedoch nie realisiert. Durch regelmäßigen Kontakt mit Schumann erfährt W. von dessen Überlegungen.
1854 W. lernt das Drama Ritters kennen, was ihm unmittelbare Anregung zum Libretto wird. Er befindet sich zu der Zeit im Schweizer Exil, wo er am "Ring" (Ring, Entstehung) arbeitet.
1856 W. berichtet Liszt in einem Brief von der vollständigen gedanklichen, aber schriftlich noch nicht fixierten Konzeption.
1857 Am 28.4. bezieht W. das Gartenhaus der Wesendoncks in Zürich. Getragen von einem leidenschaftlichen Verhältnis zu Mathilde Wesendonck (s. auch Wesendonck-Lieder, Entstehung) unterbricht er die Arbeit am "Siegfried" (zur Verknüpfung der Entstehung von Tristan, Meistersingern und Ring siehe auch diese Graphik), um sich ganz dem "Tristan" zu widmen, der unter den gegebenen Umständen seine persönliche Situation widerzugeben scheint: W. sieht sich selbst als Tristan, Mathilde als Isolde und den zwischen ihnen stehenden Otto Wesendonck in der undankbaren Rolle des König Marke.
Am 18.9. überreicht W. die vollendete Urschrift der "Tristan"-Dichtung an Mathilde Wesendonck. In engem Freundeskreis trägt er den Text vor.
Im Dezember ist bereits die Kompositionsskizze des Ersten Aktes beendet.
1858 Im Frühjahr liegt die vollständige Partitur des Ersten Aktes vor. W. begibt sich für ein Jahr nach Venedig, wo der Zweite Akt vollendet wird.
1859 Im März kehrt W. nach Luzern zurück, wo er bis zum Juni auch den Dritten Akt fertigstellt.
Im August liegt dann der "Tristan" komplett vor.
Die Uraufführung des Stückes gestaltet sich als schwierig, da das Werk als unaufführbar gilt.
Über diese Probleme berichtet W. in einem offenen Brief vom 18. April 1865 an Friedrich Uhl
1860 Das "Tristan"-Vorspiel kommt zu einer ersten konzertanten Aufführung, wo es beim Publikum jedoch abgelehnt wird.
1862 Es beginnen in Wien nach schwierigen Verhandlungen die Proben für die Uraufführung - nach unzähligen Problemen und 77 Proben wird diese jedoch 1863 abgesagt.
1865 Am 10.06 kommt es nach Intervention des Gönners Ludwig II von Bayern zur Uraufführung des Werkes in München.
1886 Erstaufführung des Tristan während der Bayreuther Festspiele unter der Leitung von Felix Mottl.
Informationen über weitere Bayreuther Aufführungen finden Sie hier.
CD Empfehlung |
||||
Karl Böhm - Orchester der Bayreuther Festspiele "... ein einzigartiges Dokument des in der Wagner-Darstellung Möglichen" Die Zeit
Edison 1967 - Grand Prix des Discophiles 1967 - Grand Prix National du Disque 1967 - Record Academy Prize, Tokyo 1968 - Prize of the Japan Festival of Arts 1968 - Disco de Plata (Argentinien) 1968
Aufnahme von 1966
Birgit Nilsson (Is), Christa Ludwig (Br), Wolfgang Windgassen (Tr), Eberhard Waechter (Ku), Marti Talvela (Ma), Claude Heater (Me), Erwin Wohlfahrt (Hi), Gerd Nienstedt (St), Peter Schreier (Se), Chor der Bayreuther Festspiele
Deutsche Grammophon, 3 CDs, ADD
Daniel Barenboim - Berliner Philharmoniker "Eine der überragendsten Leistungen auf Schallplatte. Dieser Tristan gehört neben Böhms, Furtwänglers und Goodalls ins Pantheon. Waltraud Meier ist eine ideale Isolde. Die Akustik erzeugt einen wahren Klangrausch" (BBC Music)
Aufnahme von 1995
Waltraud Meier (Is), Marjana Lipovsek (Br), Siegfried Jerusalem (Tr), Falk Struckmann (Ku), Matti Salminen (Ma), Johan Botha (Me), Peter Maus (Hi), Roman Trekel (St), Uwe Heilmann (Se), Chor der Berliner Staatsoper
Teldec, 4 CDs, DDD
Weitere Aufnahmen finden Sie in der Diskographie.
Hinweise zur Auswahl unserer CD-Empfehlungen finden Sie hier.
Hintergrundmaterialien |
||||
Wagners Erläuterung zum Tristan-Vorspiel
Zur Verknüpfung der Entstehung von Tristan, Meistersingern und Ring siehe auch diese Graphik und die Entstehung des Rings.
Offener Brief vom 18. April 1865 an Friedrich Uhl, in dem Wagner von den Schwierigkeiten vor der Uraufführung des Tristan berichtet
Wagners Ansprache vor der Münchner Generalprobe
Novalis' "Hymnen an die Nacht"
"Tristan" (Gedicht) von August von Platen
Externe Seiten zum Tristan (bitte beachten Sie den Haftungsausschluß)