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von
Stephan Wiegert
 

Tipps zur Ahnenforschung

Gleich zu Beginn zu dem Thema "Tipps" möchte ich betonen, dass ich hier lediglich von meinen Erfahrungen berichte und wie ich es gemacht habe und wieder machen würde.

Also keine Garantie oder Erfolgsrezept!

Tipp 1:
Zunächst einmal ist es wichtig mit seinen eigenen Daten zu beginnen, die man anfangs vielleicht auf Papier oder direkt in ein PC-Programm zur Ahnenforschung eingibt.
Danach erfasst man alle Daten der Eltern, Großeltern usw.
Es ist natürlich jedem selbst überlassen, ob man gleich die Geschwister der Eltern und weitere Familienzweige mit aufnimmt, doch kann es später eine große Erleichterung sein, wenn man neue Daten erhält und diese zuordnen möchte.

Beispiel: Was nützen mir Daten von einem Cousin, wenn ich nicht weiß, ob er vom Bruder oder Schwester meiner Mutter bzw. meines Vaters abstammt?
Je tiefer man in der Jahreszahl kommt beim Forschen in der Familie, desto mehr Daten kann man dann auch später mit anderen Ahnenforschern austauschen, die evtl. nach den selben Namen oder Personen suchen.
Ich bin allein durch das Fragen im Kreis meiner Familie bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts gelangt.
Wie das möglich war?
Nun, die hatten Familienbücher, alte Personalausweiße, Urkunden, Ahnenpässe und weitere alte Dokumente, über deren Besitz sie sich teilweise nicht mehr bewusst waren.
Durch die Fragen, die man stellt, suchen die Verwandten und finden dann Dinge, über die sie dann selbst oftmals überrascht sind.

Zum Glück habe ich viele solcher Dokumente mittlerweile in meinem Besitz, denn Sammeln war am Anfang meine Devise.
Die gefundenen Daten in einem PC-Programm erfassen kommt dann an zweiter Stelle, wegen des besseren Überblicks.
Da kann man froh sein, dass es den PC gibt, denn auf Papier verliert man schnell den Überblick.
Im Übrigen darf man beim Fragen in der Familie nicht so schnell aufgeben. Meldet euch auch ruhig bei entfernten Verwandten, mit denen ihr mehrere Jahre keinen Kontakt mehr hattet.
Da kommen plötzlich Treffen zustande, man redet (natürlich auch über die Vorfahren) und knüpft vielleicht wieder Kontakte, die man sonst nie mehr hergestellt hätte.

Wichtig!
Vergesst nie eure Quellen zu notieren und auch später im PC-Programm zu erfassen. Für diesen Tipp werden mir bestimmt noch einige dankbar sein.

Tipp 2:
Hat man erst durch die Familie die wichtigsten Daten erhalten, so kann man weitere Quellen, wie Ortsfamilienbücher, Kirchenbücher (natürlich Abschriften) und verschiedene Quellen im Internet (Foren) nutzen, um weiter zu kommen.
Ortsfamilienbücher sind nicht immer leicht zu bekommen, aber man kann in Büchereien (natürlich in dem Ort, in dem man Vorfahren sucht) danach fragen und evtl. ausleihen.
Auch wurden viele Kirchenbücher veröffentlicht und sind teilweise in renommierten Buchhandlungen erhältlich.

Im Internet wurden schon viele Ortsfamilienbücher veröffentlicht, die auf sicheren Quellen aufgebaut sind.
Hierzu werde ich nur sichere Links und effektive Quellen empfehlen.

Eine weitere wichtige Quelle sind Forschungsgesellschaften und Vereine, die sich mit Ahnenforschung beschäftigen, die es in fast jedem Bundesland der BRD gibt. Natürlich gilt das auch für andere Länder.

Eine weitere Quelle, die aber teilweise mit hohen Kosten verbunden sein kann, sind die Bistumsarchive, die mittlerweile aus den Pfarrgemeinden, für die das entsprechende Bistum zuständig ist, Kirchenbücher einsammelt und dort zur Einsicht zentral bereitstellt.

Forscht man in einem Bistumsarchiv selbst, wird normalerweise nur eine kleine Gebühr verlangt.
Hierbei wird aber oft darauf hingewiesen, dass keine Kopien von den Eintragungen angefertigt werden dürfen und man Fotografien nur ohne Blitzlicht von den Dokumenten machen darf.
Ist eigentlich zum Schutz dieser Dokumente gedacht, was ich persönlich auch gut finde, doch könnte man meiner Meinung nach Leute dort beschäftigen, die diese Daten digitalisieren.
Auszahlen würde sich das definitiv, da das Hobby Ahnenforschung sehr beliebt ist.
Lässt man aber forschen, so kann man sich je nach Zeitaufwand eines dortigen Mitarbeiters (gehobener Dienst nennt sich das dort) auf eine etwas höhere Rechnung gefasst machen.
Man wird aber selbstverständlich vorher darüber informiert, was es in etwa kosten kann und entscheidet dann natürlich selbst. Jeder muss wissen, was ihm so eine Recherche wert ist, wenn man nicht selbst den Weg in ein Bistumsarchiv antreten will und die entsprechende Zeit opfern möchte.
Nicht zu vergessen sind hier auch Gemeindeverwaltungen (einige verkaufen Ortschroniken und Ortsfamilienbücher), sowie Standesämter.
Fragt aber vorher immer telefonisch an, ob die was haben. Kann sein, dass man da gleich an andere Stellen verwiesen wird.
Viele Orte wurden irgendwann mal in einen größeren Ort eingemeindet.

Tipp 3:
Verifiziert in gewissen Abständen eure Daten, z.B. mit Verwandten, oder mittlerweile neugierigen Familienmitgliedern. Es schleichen sich immer mal kleine Fehler ein.
Berichtet euren Familienmitgliedern (auch entfernten Verwandten) regelmäßig von euren bisherigen Ergebnissen.
Einige wollen das bestimmt mal sehen und dabei fällt denen schon mal der ein oder andere Fehler auf.
Vor allem wenn man diese Forschungen alleine betreibt (wie ich leider), sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, um es sprichwörtlich auszudrücken.

Tipp 4:
Macht euch mit der Geschichte vertraut (in meinem Fall der von deutschen Bundesländern, aber auch diversen anderen Ländern).
Es hat nicht immer Frieden geherrscht und ich spreche hierbei nicht nur vom 1. oder 2. Weltkrieg.
Kriege spielen in der Ahnenforschung eine große Rolle. Besonders hervorheben möchte ich hierbei den Dreißigjährigen Krieg, durch den komplette Dörfer zerstört wurden und Menschen orientierungslos die Flucht ergriffen, um zu überleben.
So ist es auch zu erklären, warum Nachnamen, nach denen ihr sucht, plötzlich in Regionen oder Ländern auftauchen, die ihr nicht vermutet hättet bzw. keine Verbindungen gesehen habt.
Allerdings muss ich hierzu anfügen, dass oftmals erst Kirchenbücher nach dem Dreißigjährigen Krieg geführt wurden, da ja viele Ländereien neu besiedelt werden mussten.
In einigen wenigen Ausnahmen überstanden Kirchenbücher diesen Krieg oder fleißige Kirchendiener versuchten mühevoll solche Bücher wieder zu vervollständigen.
Buchtipps hierzu werden nach und nach unter LINKS zu finden sein.

Für den Anfang war es das mal, wenn auch etwas kompakt.

Wer mich aber noch etwas fragen möchte hierzu, kann mir gerne eine E-Mail zusenden und ich bin bemüht, diese schnellstmöglich zu beantworten.

info@stephan-wiegert.de


Stephan Wiegert


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