Warum ich forsche
Nun, eigentlich forsche ich hauptsächlich aus dem Grund, weil ich wissen will,
woher ich stamme.
Das wusste ich bis Herbst 2007 noch nicht. Damit meine ich
meinen Familiennamen Wiegert.
Erst über einen Umweg nach Brasilien wurde
mir mitgeteilt, dass die Wiegert`s aus Waldulm (Baden Württemberg) stammen.
Einer meiner direkten Vorfahren (Arnold Wiegert) ist 1908 nach Brasilien
ausgewandert und hatte fast seine gesamte Familie mitgenommen. Einige seiner
Kinder blieben zurück (in Waldulm / Ortenaukreis) und so konnte ich schon
Kontakte zu deren Nachfahren knüpfen.
Ein Sohn des nach Brasilien
ausgewanderten Wiegert blieb auch nicht in seiner Heimat und ging nach
Frankreich. Hierbei handelt es sich um meinen Ur-Großvater Joseph Wiegert.
Er heiratete eine Französin und folglich wurden seine Kinder in Frankreich
geboren und waren ebenfalls keine Deutsche mehr.
So versuchte ich
jahrelang in Frankreich etwas über meine Vorfahren herauszufinden, aber ohne
Erfolg.
Schon an diesem Beispiel kann man sehen, was man bei der
Ahnenforschung so alles erfahren kann.
Also die Wiegert`s sind eine
Ur-Deutsche Familie, aber schließlich leben ja auch noch Nachkommen in Brasilien
und Frankreich, zu denen ich Kontakt pflege. Hierbei erfährt man dann auch noch
Details, die einem die Familienverhältnisse verdeutlichen.
Des Weiteren
ist Ahnenforschung ein Weg zur Geschichte im Allgemeinen. Man stellt sich
zwangsläufig die Frage, wieso jemand irgendwo hin ausgewandert ist, wie wirkten
sich die Kriege auf die Familien aus usw.
Ahnenforschung kann eine
interessante Reise durch die Zeit werden, und wenn man dann (wie ich es mache)
andere Verwandtschaftslinien verfolgt, kann man schon mal überrascht werden
(positiv wie negativ). Es ist ein zeitaufwendiges Hobby und ich empfehle
jedem, der es angehen möchte, es nicht halbherzig zu tun. Auf Sparflamme ja,
aber gewissenhaft.
Sollte ich meine wohlverdiente Rente erleben, was ich
doch hoffe, so weiß ich, dass ich in jedem Fall nicht von Langeweile geplagt
werde.
Stephan Wiegert
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