Sarkany - draco mystica cerritus libratus
Der Drache - Die Geburt:
25. März 1386 - Da war ich nun, gefangen in reiner Dunkelheit. Nein ein kleiner Lichtschimmer drang von außen
durch die mitteldichte Außenwand. Ich befand mich immer noch im Inneren, doch irgendwas war anders als sonst.
Ich konnte sehen. Na ja, nicht wirklich viel, aber dieser Lichtschimmer war das Zeichen zum Aufbruch..
Vorsichtig versuchte ich mit meinen Krallen aus meiner schützenden Hülle herauszukommen, um das Licht der
großen Welt zu erblicken. Es half nichts. Die Wand wollte nicht brechen. War ich wirklich schon bereit diesen
Schritt zu wagen? Ja natürlich! Irgendwann musste es ja mal passieren.
Also versuchte ich es weiter. Es kostet mich große Anstrengung doch plötzlich gab die Wand nach und meine
Kralle umfasste eine Kälte, die ich nicht gewohnt war. Die ganze Zeit war es schön warm gewesen, doch nun
Drang durch den Spalt unangenehme Kälter ins Innere. Langsam verlor ich die Geduld und gab nun alles endgültig
aus dem Ei zu gelangen. Schale um Schale brach unter meinen Schlägen mit Krallen, Schwanz und Kopf. Endlich
war es geschafft. Ich fand mich in einer großen Höhle umgeben von Blättern Geäst und anderen Dingen,
die ich nicht kannte. Die Kälte war nun vollends da und ich musste
mich erst einmal daran gewöhnen.
Sonnenstrahlen umspielten die Kälte in warmen Streifen und blendeten meine vor kurzem geöffneten Augen.
Ängstlich schaute ich mich um und fand mich allein wieder. Keine anderen Schalen lagen um mich herum, kein
anderes Drachenbaby genoss meine Gesellschaft. Ich war allein. Da saß ich nun und meine Blicken erforschten
neugierig die Umgebung, die Höhle. Ich war nicht mehr allein. Ein Schatten verjagte die lustigen warmen
Sonnenstrahlen und brachte die Kälte zurück. Meine Eltern waren gekommen um mich Willkommen zu heißen.
Zudem nahm ich einen wohlriechenden Duft wahr. Essen.