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Rantepao/ Toraja in Süd-Sulawesi
Nach einem 2-Stunden-Flug landen wir verspätet
in Makassar im Süden von Sulawesi. Geplant ist hier zunächst ein
Abendgottesdienst, danach gehen wir mit der Gemeindeleitung essen
und übernachten in einem Nobel-Hotel! Der Tag darauf ist überwiegend
bestimmt durh unsere 8-stündige autofahrt nach Toraja, ein Gebiet
weiter im Inneren des Landes. Das landschaftsbild ändert sich,
insbesondere die Häuserbauweisen lassen eine andere Kultur erkennen.
Auffallend sind hier die Hausformen : Das
traditionelle Toraja-Dorf besteht aus zwei parallel verlaufenden
Häuserreihen in Ost-West-Richtung. Während die Wohnhäuser nach
Norden stehen und auf eckigen Hölzern errichtet sind, stehen ihnen
gegenüber die Reisspeicher auf runden Hölzern. Jedes Haus hat ein
Dach aus übereinander gelegten Bambusschichten, die Dachspitze hat
die Form eines Büffelhorns. An den vorderen Stützbalken werden die
Hörner der geopferten Büffel befestigt, wobei die Anzahl der
Büffelhörner hinweise auf den sozialen Stand des Eigentümers sind.
Nägel werden bei dieser Bauweise nicht benutzt.
Auf dem Weg nach
Rantepao
schauen wir uns einige Felsengräber an
(Lemo). Hiskia versucht uns zu erklären, wie die Torajer ihre Toten
beerdigen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Bei einem Felsengrab
werden die Toten ohne Särge in Felsen geschoben, in die sehr
aufwendig Gräber geschlagen werden. Die Öffnung des Felsengrabes
wird dicht verschlossen. Hölzerne Statuen in den Kleidern der
Verstorbenen stehen vor den einzelnen Gräbern, oft tragen sie auch
deren Wertgegenstände. (Grabräuber haben diese oft entwendet,
manchmal sogar die ganze Statue)
Im Toraja-Gebiet besuchen wir drei GGP -
Gemeinden. Alle drei liegen teilweise schwer zugänglich in den
Bergen, im weitesten Sinne 1 - 2 Stunden um Rantepao
herum. Unser Mietfahrzeug muss einiges leisten, um diese
Gegenden zu erreichen. Einmal müssen wir sogar in ein an das Gelände
gewohnte Auto (eher eine alte Klapperkiste!) umsteigen.
Wir haben den Eindruck, dass die Gemeinden
eher arm sind gegen das, was wir bisher gesehen haben. Doch was uns
hier wirklich fasziniert ist die große Kinderschar, die es in jeder
dieser Gemeinden gibt und die Tatsache, dass die selbstverständlich
in den Gottesdienst integriert sind. Das scheint auch in
Gottediensten der Fall zu sein, wenn kein deutscher Besuch da ist,
denn alle Kinder verhalten sich vollkommen natürlich und
scheinen ihre Anwesenheit und Beteiligung am Gottesdienst gewöhnt zu
sein.
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