nachIfragen
Zum aktuellen Forschungsprofil
siehe auch
http://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/engdid/mitarbeiter/michaela_sambanis/sambanis_forschungsschwerpunkte/forschungsprofil_prof_sambanis_ueberblick.html
Auf dem Gebiet der
Fremdsprachendidaktik stehen mehrere Aspekte im Zentrum meiner Arbeit, u.a. der
Fremdsprachenunterricht auf der Primarstufe, bilinguales Lehren und Lernen, die
Wahrnehmung von Schülern und Schülerinnen sowie ihr Lernverhalten, ihre likes
und dislikes, Fremdsprachenunterricht in jahrgangsgemischten Klassen
sowie in Klassen mit legasthenen Kindern. Mit meinen Publikationen möchte ich
als Forscherin, Professorin und ehemalige Lehrerin mit mehr als zehnjähriger Praxiserfahrung dazu beitragen, Brücken zwischen Theorie und Forschung
einerseits und der Praxis andererseits zu bauen.
Aktuell befasse ich mich insbesondere
mit der Erforschung der Zusammenhänge von Bewegung und Fremdsprachenaneignung
sowie Emotionen und Lernen.
Während meiner mehrjährigen Tätigkeit am
TranferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen Ulm im Bereich der
Bildungsforschung und Bildungsentwicklung verstärkte sich mein Interesse an
translationaler Forschung, insbesondere an einer reflektierten "Übersetzung" von
Erkenntnissen der Neurowissenschaften in die Fremdsprachendidaktik. Auch die
Erweiterung der empirischen Erkenntnisbasis zum Lehren und Lernen von Sprachen
ist mir ein Anliegen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt
meiner fremdsprachendidaktischen Arbeit liegt außerdem bei der Entwicklung von
Sprechhandlungsfähigkeit im Fremdsprachenunterricht. Damit befasst sich das
Buch „Sprache aus Handeln – Englisch und Französisch in der Grundschule“, 2007
erschienen beim Verlag Empirische Pädagogik Landau (http://www.vep-landau.de/LSKK/index.htm):
Welche Bedeutung kommt dem
Sprechen schon in Anfangsphasen des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule
zu? Wie können Kinder zum Sprechen angeregt werden?
Das sind zwei zentrale
Fragen, die in „Sprache aus Handeln – Englisch und Französisch in der
Grundschule“ zunächst, ausgehend von verstehensbasierten Ansätzen, aus
wissenschaftlicher Sicht aufgearbeitet werden und zu denen dann zahlreiche
Unterrichtsarrangements und aufeinander abgestimmte Praxisimpulse vorgelegt
werden.
„Sprache aus Handeln –
Englisch und Französisch in der Grundschule“ ist das Ergebnis eines
Forschungsprojektes im Anfangsunterricht Englisch und Französisch ab Klasse 1.
Ein wesentliches Ziel der Studie bestand darin, auf der Basis wissenschaftlicher
Recherchen und empirischer Erforschung einen Ansatz zur bessern Entfaltung von
Sprechhandlungsfähigkeit im Fremdsprachenunterricht der Grundschule zu
entwickeln. Dieser Ansatz, das „ko-aktive Konzept“, sollte sowohl für
jahrgangshomogene als auch für jahrgangsgemischte Klassen geeignet sein. Aus
diesem Grund wurde die empirische Erprobung gleichermaßen im jahrgangshomogenen
und –heterogenen Setting durchgeführt.
Die im English- und
Französischunterricht gewonnen Erkenntnisse wurden schließlich einander
gegenübergestellt, um Aussagen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen dem
Unterricht in der Zielsprache Englisch und dem in der Zielsprache Französisch
herausarbeiten zu können.
Literaturdidaktik/-wissenschaft
Die Literaturdidaktik bildet einen wichtigen
Schwerpunkt in der fremdsprachendidaktischen Lehre und Forschung. Daher stehen
in mehreren meiner Veranstaltungen an der FU Berlin sowie vormals an der
PH Karlsruhe Möglichkeiten der kompetenz- und motivationsförderlichen Arbeit mit
Literatur im schulischen Englischunterricht im Mittelpunkt. In diesen
Veranstaltungen geht es vor allem um das Erproben, Erleben und gemeinsame
Reflektieren des Potentials von Theatermethoden.
Mein
Buch
„Die sprachliche Realisierung exemplarischer Schlüsselbegriffe im Werk Jean
Racines“ unternimmt den Versuch eines Brückenschlags zwischen
Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik. Dort werden drei Tragödien des großen klassischen Autors (Andromaque,
Bérénice, Phèdre) anhand des Wortschatzes interpretiert. Das Vorgehen eröffnet
unter Berücksichtigung der Racine-Forschung Einblicke in thematische Konzepte
der drei Werke und in das dazugehörige Wortmaterial, das bei Racine ausgewählt
und dadurch begrenzt ist, jedoch von ihm erstaunlich variabel und zur Schaffung
vielfältiger Nuancen genutzt wird. Das Vorgehen kann auf andere Autoren und
Werke übertragen werden und unterbreitet damit einen Vorschlag, sich über eine
Analyse des Wortschatzes einen interpretativen Zugang zu literarischen Werken zu
öffnen.
Sambanis, Michaela (2001): Die sprachliche
Realisierung exemplarischer Schlüsselbegriffe im Werk von Jean Racine.
Frankfurt : Lang (Studien und Dokumente zur Geschichte der Romanischen
Literaturen ; 45).
Eine
Fortführung und Ergänzung bilden folgende Publikationen:
Sambanis, Michaela (2003): Mettre en
scène Racine: À propos des didasca-lies. In : Hempfer, Klaus W.;
Blumenthal, Peter (Hrsg.): Zeitschrift für Französische Sprache und
Literatur – ZFSL 1, p. 27-38.
Sambanis, Michaela (2003): Le concept de la jalousie
et son lexique dans Andromaque et Phèdre. In: Romanistische Zeitschrift für
Literaturge-schichte / Cahiers d’Histoire des Littératures Romanes 1 / 2,
p. 37-54.
Sambanis,
Michaela (2003): Rezension zu Forestier, Georges: Racine: Athalie.
Paris: Gallimard, 1999 (folio théâtre). In : Zeitschrift für Französische
Sprache und Literatur - ZFSL
2, p. 203-205.
Pädagogik
Der Schwerpunkt meiner Forschungen auf pädagogischem
Gebiet lag zwischen 2008 und 2011 auf
Möglichkeiten der Verzahnung von Elementar- und Primarpädagogik im Praxisfeld.
Die in diesem Zeitraum von mir geleitete wissenschaftliche Begleitung des Landesmodells
„Bildungshaus 3-10“ hat den Auftrag, die Verzahnung der pädagogischen Arbeit von
Kindergarten und Grundschule zu unterstützen, die Wirkungen abzubilden und zu
evaluieren. Seit Herbst 2011 bin ich als aktives Mitglied im wissenschaftlichen
Beirat zu o.g. Studie am TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Ulm
tätig.
Mehr Informationen zu diesem
Projekt, der Bildungsforschungs- und
-entwicklungsstudie finden Sie unter
www.znl-bildungshaus.de.
Lehre
Seit
1998 bin ich in der Lehrerausbildung tätig, zunächst an der PH Karlsruhe, seit
2011 an der Freien Universität Berlin.
Beiratstätigkeit
Seit
2011 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats "Bildungshaus 3-10" am
TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen.
Seit
2012 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat "Sprache" des Goethe-Instituts.
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