Sascha Sturm

Worringen 1288 -
Entscheidung im sechs Jahre schwelenden Konflikt des Limburger Erbfolgestreits

...dat hi soe scandelike hennen sciet daer hi sinen heere in node liet... (Jan van Heelu)
Herr Dietrich von Keppel an der Spitze seiner Bannereinheit

1. Darum geht's

2. Der betroffene Raum

Limburg war das Herrschaftsgebiet, um das bei Worringen gestritten wurde. Der gesamte Konflikt wurde daher im heutigen Grenzgebiet von Belgien, den Niederlanden und Deutschland ausgetragen. Die Wirkung reichte jedoch noch weit über das unmittelbare Krisengebiet hinaus. Die verstreuten Territorien des Kölner Erzbischofs erstreckten sich auch noch weit nach Westfalen hinein. Auch aus diesen Gebieten nahmen die ritterlichen Vasallen an der Schlacht teil. Auf der Seite Brabants kämpften selbst noch Ritter aus Ostwestfalen, dem Grenzgebiet zum heutigen Niedersachsen, und, mit Waldeck, aus dem heutigen Nordhessen. Die südlichsten Kämpfer waren die Grafen von Luxemburg mit ihren Verbündeten. Als wohl nördlichste Bundesgenossen Brabants griffen die Holländer in den Konflikt ein.
 

Allerdings sind die aktuellen Grenzen kaum auf die mittelalterlichen Verhältnisse anwendbar. Unser Denken ist vielfach geprägt vom Eindruck der Nationalstaaten, wie sie auch die Karte zeigt. Dagegen war das Land im Mittelalter in viele kleine Territorien aufgeteilt. Die historischen Grenzverläufe stimmen nur selten mit den aktuellen überein, selbst dann, wenn die Namen einzelner Provinzen ähnlich sind, wie etwa Limburg, Geldern oder auch des Regierungsbezirkes Köln.

Auch die Politik hielt sich nicht an die "nationalen" Grenzen. So waren etwa die Interessen Brabants in das Reich gerichtet. Jan trat dort als Herzog von Lotharingen auf um seine Ziele zu vertreten. Was ihn jedoch keines Falls daran hinderte, gleichzeitig sein eigenes Territorium auszuweiten.

3.1 Die politische Situation: Die Vorgeschichte

3.2 Die politische Situation: “Erbberechtigte”

1.
  • Reinald I. von Geldern

  • verbündete sich mit
  • Siegfried von Westerburg, Erzbischof von Köln

  • und verkaufte seinen Anspruch kurz vor der Schlacht im Mai 1288 an
  • Heinrich von Luxemburg

  • der hatte seinen Anspruch zunächst zu Gunsten Reinalds aufgegeben
    2.

    3.2.1.1 Reinald (Reinoud) I. von Geldern (Gelre) (1271-1326)

    3.2.1.2 Erzbischof Siegfried von Westerburg (1274-1297)

    ...dieser Herr seinen Anspruch hätte durchsetzen können:

    3.2.2.1 Adolf VIII. von Berg

    3.2.2.2 Johann (Jan) I. von Brabant (1268-1294)

    3.2.2.2.1 Die Interessen Brabants

    3.3 Sonstige Interessierte

    1. Graf Everhard von der Mark
    2. Graf von Jülich (Probst von Aachen)
    3. Bürger der Stadt Köln

    3.3.1 Everhard von der Mark

    3.3.2 Walram von Jülich (Gulik)

    3.3.3 Bürger der Stadt Köln

    3.4 Sonstige Schlachtteilnehmer und Vasallen

    Auf der Seite Kölns:


    Auf der Seite Brabants:

    u.v.a.
     
    Brabantische Ritter beim Angriff; im Hintergrund der Rhein und die Höhen des Bergischen Landes

     

    4. Fünf Jahre kriegerischen Konfliktes

    Die Schlacht auf der Frühlinger Heide bei Worringen

    5. Die Folgen des Konfliktes - Frieden 1289

    6. Nachwort

    Diese Seite ist entstanden aus den Folientexten zu einem Vortrag während des 3. Tempus-vivit Usertreffens am 9. Dezember 2000 auf der Burg Stahleck. Einzelne Punkte mögen daher etwas knapp formuliert erscheinen, verdichten sich allerdings bei der Lektüre der zugehörigen Literatur. Die bei einzelnen Personen stehenden niederländischen Namen ihrer Territorien waren ursprünglich als Hilfe für eine zum Vortrag vorgesehene niederländische Karte gedacht. Ich habe sie nun auch in der Internetversion belassen, da sie gerade für das Grenzgebiet mit seiner Mehrsprachigkeit auch weiterhin der Orientierung dienen können.

    Die Bilder der Schlachtszenen sind am Zinnfiguren-Modell von Ulrich Lehnart des Museums im Schloß Burg an der Wupper entstanden. Dort ist der Beginn der Schlacht bis ins Detail nachgebildet.

    7. Die benutzten Texte





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