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Herzog
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Eens meien morgens
vroege Was ic upghestaan; In een scoen boemgerdekine Soudic spelen gaen. Daar vant ic drie joncfrouwen staen, Si waren so wale ghedaen, Dene sanc voor, dander sanc na: Harba lorifa, harba harba lorifa, harba lorifa! Doe ic versach dat scone cruut In den boemgardekijn, Ende ic verhoorde dat suete gheluut Van den magheden fijn, Doe verblide dat herte mijn, Dat ic moeste singhen na: Harba lorifa, harba harba lorifa, Harba lorifa! Doe groette ic die alrescoenste die daer onder stont. Ic liet mine arme al omme gaen Doe ter selver stont; Ic woudese cussen an haren mont; Si sprac: "Laet staen, laet staen, laet
staen". Harba lorifa, harba harba lorifa, Harba lorifa! Die Gedichte Johanns von Brabant sind uns durch die in der Universitätsbibliothek von Heidelberg aufbewahrte „Manessische Liederhandschrift“ überliefert. Für einen Fürsten seiner Zeit war es keinesfalls ungewöhnlich, selbst Minnedichtung zu betreiben. Selbstverständlich schrieb der Herzog in Mittelniederländisch – oder Diets, wie diese Sprache auch genannt wird. Johann, dem nachgesagt wird, ein Schürzenjäger gewesen zu sein, verstarb früh. Er erlag den Folgen einer weiteren Leidenschaft. Bei einem Reiterturnier hatte er sich tödliche Verletzungen zugezogen. Als Herzog war Johann eine der entscheidenden Figuren im Limburger Erbfolgestreit. Dessen wohl bekanntester Teil war die für ganz Nordwesteuropa bedeutende Schlacht von Worringen 1288. |
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© Sascha Sturm, 2003