Abizeitung Online
(Vielen Dank an Dana Jacob und Anja Ickrath fürs Einscannen )

Übersicht:

Einleitung
Unsere Lehrer
Tutorengruppe 12-1
Tutorengruppe 12-2
Tutorengruppe 12-3
Tutorengruppe 12-4
Sage, was du willst - aber sage es nie im Unterricht!
Reiseberichte und sonstige Beiträge

Autoren:
Anja Schmidt
Anke Richter
Katrin Roman
Jenny Kretschmar
Lars Noack
Daniel Schüller
Sven Halangk
Antje Hofmann

 
 

Einleitung

WER LERNET S0 SPÄT ZUR NACHT BEI LICHT?
ES IST DER SCHÜLER, ER TUT SEINE PFLICHT.
ER HÄLT DAS LEHRBUCH WOHL IN DER HAND.
ER WILL ES BEGREIFEN, DOCH ES HÄLT IHM S STAND.
"MEIN SCHÜLER WAS BIRGST DU SO BANG DEIN GESICHT?"
" SIEHST, LEHRER, DU, MEIN UNWISSEN NICHT?
ICH SAß STUNDEN ÜBER DEM BUCHE, DAS SIE MIR GABEN,
DOCH HABE ICH NUR DAS GEHIRN EINES KNABEN.
IN EIN SOLCHES PA SST LEIDER NICHT ALLES HINEIN.
"MEIN LIEBES KIND, DAS DARF DOCH NICHT SEIN!
DU MUSST, SO IST ES DEINE PFLICHT,
EIN BUCH DOCH BEGREIFEN, ANDERS GEHT DAS HIER NICHT!
ICH ALS LEHRER HABE DEIN BESTES IM SINN,
DESHALB SETZE ICH MICH AUCH NOCHMAL MIT DIR HIN,“...
UND GANZ GEWISS HAT MANCHE NACHT
EIN SCHÜLER ÄHNLICH ZUGEBRACHT.
DAHER EIN LOB UND DANKESCHÖN
AN DIE, DIE UNS HALFEN, DIE 12 ZU BESTEH' N

Zu Beginn geben wir erstmal Herrn Hafenberg das Wort, der als Vertreter unserer Pauker sich bereit erklärte, die ganze Bande der diesjährigen Abschlußklasse von seiner Sicht aus mal kritisch zu beurteilen:

Mein Versuch einer Einschätzung der Klassenstufe 12 im Jahre 1997

Als Vorbemerkung muß festgehalten werden, daß eine solche Einschätzung für eine so große Zahl von Menschen sehr allgemein sein muß. Sie haben 12 Jahre lang Wissen und Fähigkeiten zielgerichtet in Ihrem Gehirn gespeichert. Davon durfte ich in den letzten 2 Jahren einige Damen und Herren als Tutor betreuen und hatte bei einer größeren Anzahl Unterricht. Mein Eindruck war, daß viele in den letzten zwei Jahren bemüht waren, sich optimal auf das Abitur vorzubereiten. Einige haben diese Vorbereitung allerdings eher etwas lasch betrieben. Mich jedenfalls störte das häufige Fernbleiben und die Gleichgültigkeit bei einigen Damen und Herren ebenso wie das Feilschen um Zensuren und Punkte. In den Wochen unmittelbar vor den schriftlichen Prüfungen war aber ein deutlicher Motivationsschub zu beobachten, der letztlich bei vielen zu einer intensiven Wissensaneignung vor den entscheidenden Ereignissen geführt hat. In den Tutorengruppen gelang es uns, im Laufe der Zeit gute Kontakte herzustellen. Sehr angenehm überrascht war ich vom " Dankeschön " der Tutorengruppe 3 am Ende der 11. Dagegen brachten die Vorbereitung und Durchführung der Abschlußfahrt nach Rom doch einige kleinere Differenzen zwischen Schülern und Lehrern in den Fragen nach Ziel und Sinn einer solchen Veranstaltung hervor. Insgesamt war ich aber dann doch froh und dankbar, daß sich diese Fahrt dann ohne größere Vorkommnisse gestaltete. Alles in allem habe ich gern mit Ihnen zusammengearbeitet und war bemüht zu heilen, wo es möglich war. Zum Abschluß möchte ich Ihnen, verehrte Damen und Herren, für die Zukunft alles Gute wünschen, verbunden mit der Hoffnung, daß das Abiturzeugnis Ihnen eine Hilfe für Ihre weitere berufliche Entwicklung sein möge. Ohne Zweifel waren wir eine der "coolsten" Klassen der Schule. Wir haben keinen Trend ausgelassen und Fun war unsere Lebensphilosophie. Ja, wir waren schon außergewöhnlich und setzten Maßstäbe für die nächsten Generationen. Fast jeder hatte ein Auto, was die Schulleitung wegen der fehlenden Parkplätze auf die Palme brachte. Die meisten waren in den Pausen mit einer Kippe auf dem Hof zu sehen, was das Müllproblem erheblich steigerte. Unser Notendurchschnitt, besonders in Mathe, ließ zu wünschen übrig, den Unterricht besuchten wir nur unregelmäßig und frech waren mir sowieso. Oft verbrachten wir unsere Zeit im Schülerkaffee "Latro" und nicht in den Klassenzimmern, weil es einfach gemütlicher war. Dort fanden heiße Diskussionen statt, gemischt mit starken Kaffee und lauter Musik. Jedoch besaßen mir auch gute Seiten. Obwohl es am Anfang der 11. Klasse noch einige Berührungsängste gab, lösten sich die Beklemmtheiten sehr schnell. Unser Zusammenhalt war einmalig, egal wer etwas ausgefressen hatte - oft standen wir alle dafür gerade. Auch die Schülerhilfe funktionierte spitzenmäßig, die weiblichen Mitstreiter dienten als Sekretärinnen für die männlichen Kameraden. Diese übten sich derweil im Kopieren. Im Diskutieren waren wir echt stark (gezwungener Maßen), da wir uns jeden Tag mit neuen Ausreden für unser Zuspätkommen ausdenken mußten. Die Lehrer rächten sich mit dem Zuschließen von Türen und bösem Schimpfen. Trotzdem waren sie ganz o.k., bis auf wenige Ausnahmen. Sie haben mit uns viel durchgemacht und mußten oft sehr tolerant sein. Tja, hoffen wir, daß wir unser Abi jetzt noch gut bestehen und uns gesund und munter in 10 Jahren beim Klassentreffen wiedersehen.

Wir wünschen allen Schülern alles Gute für die Zukunft und hoffen, daß alle auf eine schöne Zeit zurückblicken können.

Karin und Regine

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