Berichte Attendorn I:
Saison 2010/11

Lennestadt I- Attendorn I  4.5-3.5

Bittere Auftaktniederlage

Zum Auftakt der Schachbezirksliga gab es für die 1. Mannschaft aus Attendorn eine bittere 3,5 : 4,5 Niederlage gegen den SF Lennestadt, wobei eine glatte 3,5 : 1,5 Führung noch verspielt wurde.

Attendorn war ersatzgeschwächt in die Begegnung gegangen, mit Henri Mickisch fehlte einer der Topscorer der letzten Saison, und auch Gerd Vielhaber mußte ersetzt werden.

Zu Beginn sah alles aber gut aus: Klaus Bruhn als Ersatzmann machte seine Sache hervorragend, gegen Slyka an Brett 8 dominierte er von Anfang an die Partie und gewann spielentscheidendes Material.

Als nächste trennten sich H.G. Diez und Ralf Cordes am 7. Brett Remis. Diez hatte zwar im Verlauf eine sehr schlechte Bauernstruktur erhalten, konnte dieses aber mit sehr aktiven Spiel am Königsflügel wettmachen, so dass ein Unentschieden die logische Folge war.

Nach einer verpatzten letzten Saison erfreute Klaus Dahlmann dieses Mal mit einer sicheren Partieanlage, diverse Figurenpaare wurden abgetauscht. In einer völlig ausgeglichenen Stellung einigte man sich am 5. Brett aus das gerechte Remis.

Zum gleichen Resultat kam es am Spitzenbrett zwischen Oliver Pfeiffer und Reiner Stupperich. Beide Gegner zeigten großen Respekt voreinander, der Lennestädter griff am Damenflügel an, Pfeiffer setzte auf Konter am Königsflügel. In einer nicht ausgekämpften, aber wohl ausgeglichenen Stellung und bei drohender beiderseitiger Zeitnot kam es zum Remisschluß.

Zwischenstand also 2,5 : 1,5 für Attendorn!

Und es kam noch besser: An Brett 6 glich Jens Klöckener mit Schwarz die Stellung rasch aus und gewann nach einem Fehler seines Gegners einen Turm für einen Springer. Allerdings mußte er sich in der Schlußphase noch sehr in Achtnehmen, da Bernward Kouril noch Tricks mit Dauerschach versuchte. Doch Klöckener ließ sich nicht täuschen und verwandelte seinen Vorteil sicher zum Punktgewinn.

Jetzt hielten alle den Kampf schon für entschieden, doch es kam für Attendorn knüppeldick:

Zuerst mußte Ludger Hesener sich am 4. Brett geschlagen geben, wobei er sich allerdings tapfer gegen seinen deutlich DWZ-stärkeren Gegner wehrte und erst in einem Turmendspiel überspielt wurde. Trotz der Niederlage eine gute Leistung des Neu-Attendorners, der sicherlich für das Team eine Verstärkung darstellt.

Ein ständiges Auf und Ab gab es an Brett 3 zwischen Tim Rüsche und Thomas Soemer: Erst verlor Rüsche eine Qualität, danach wähnte sich Soemer allerdings in einem (nicht existierenden ) Mattnetz und opferte einen ganzen Turm, allerdings für einen riesigen Freibauern. In dieser Situation hätte sich Rüsche besser auf ein Dauerschach eingelassen, allerdings unterschätzte er die gegnerischen Chancen und mußte sich schließlich geschlagen geben.

Jetzt hing alles von der letzten Partie ab und auch die sollte zugunsten von Lennestadt kippen: Gregor Springob mußte sich lange Zeit gegen Ingo Theile-Rasche in die Defensive begeben, wehrte aber zunächst alle Angriffe sicher ab. Als er mit einem Spronger in die gegnerische Stellung eindringen konnte, sah alles zumindest ausgeglichen aus. Leider geriet er in ein Mattnetz, das nur durch ein Bauernopfer zu durchbrechen war, was auch zu zwei verbundenen Freibauern für den Lennestädter führte. Diese waren nur durch ein Turmopfer aufzuhalten, die Partie war schließlich nicht mehr zu retten.

Nach dieser Auftaktniederlage sind die Aufstiegschancen, von denen mancher vielleicht geträumt haben sollte, wohl schon beendet, der Fluch, die entscheidenden Spiele zu verlieren, bleibt zur Zeit noch an Attendorn kleben.