...an der Blankenheimer Rampe
 

Saalfeld - Hof - Neuenmarkt-Wirsberg - Emden - Gelsenkirchen - Probstzella - Bebra...
Kein abenteuerlicher Zuglauf in Deutschland sondern vielmehr Namen von Orten,
die Eisenbahnfreunde ganz automatisch mit ihren ganz persönlichen,
meist letzten Dampflokerlebnissen in diesem unseren Lande verbinden.

Zu diesen Orten zählen sicherlich auch Blankenheim respektive Sangerhausen im Mansfelder Land.
Folgende Bild- und Textbeiträge aus dem Archiv von Jörg-M. Seifert, ergänzt mit einzelnen Bildern
aus meinem eigenen Archiv, geben Zeugnis von diesen Tagen, in denen man
  an einem für Eisenbahner "legendären" Schienenweg dem König Dampf noch
alltäglich huldigen konnte.

 


Der Förderturm im Bild ist und war typisch für den Bahnhof Sangerhausen. 18 201 begegnet in
Höhe des ehemaligen Bw der 132 152. Wir schreiben den 22.06.1991
und die ersten Masten der anstehenden Elektrifizierung stehen bereits...
(Foto: Uwe Bachmann)

Was bleibt sind Erinnerungen, Einträge in Notizbüchern und der Versuch,
damaliges ohne jede falsche Verklärung wenigstens im Modell in die Gegenwart
zu überführen. Jörg-M. Seifert arbeitet hieran. Er schreibt:

"Goldene Aue heißt das Tal in dem die Stadt Sangerhausen liegt. Die Rosenstadt, die einst
ein Zentrum des Bergbaus und eine Hochburg der DR-Öljumbos war, ist Ausgangspunkt
einer der vielleicht schönsten Strecken der DR/DB. Weite Rapsfelder in der Ebene und
dichte Laubwälder an den Hängen säumen 11 Kilometer einer schön geschwungenen
und stetig ansteigenden Strecke im Mansfelder Land. Seit der Eröffnung im Jahr 1866 war dieser
Teil der Kanonenbahn die wichtige Verbindung zwischen Mansfelder Land, Südharz und
den Industrieregionen um Leipzig und Halle. Dominierend war immer der Güter-
verkehr mit hohen Zuglasten.

Mit der Stationierung der 44 083 im Bw Nordhausen begann im Dezember 1938 die Ära der Baureihe
44 auf dieser Strecke. Die immer auf Hochglanz polierte 44 0093 des Bw Sangerhausen steht im
April 1982 quasi für das Ende dieser Ära.

(Sangerhausen, 1981)

Mehr als 40 Jahre bebte der Boden unter den Rauchpilzen,
wenn die Lok-Personale mit bis zu 1.900 Tonnen Last am Haken ihr Können zeigen mussten,
um die Fuhre durch das Tunnelloch im Blankenheimer Berg zu fädeln.

Oft wurde im Blockabstand gefahren und nicht selten mussten die Züge zwischen Riestedt
und Blankenheim einen unfreiwiligen Halt einlegen. Das akkustische Erlebnis, das sich
dann beim Anfahren von Zug- und Schiebelok bot, hatte auch die vielbesuchte Saalebahn nie zu bieten.

Die mitten im Wald gelegenen Bahnanlagen des Bahnhofs Blankenheim sind auch
heute noch einen Besuch wert. Nach wie vor werden die beruhigenden geräusche
des Waldes von schweren Güterzügen gestört, allerdings ist heute hier die moderne elektrische
und Diesel-Traktion der DB AG und diverser Privatbahngesellschaften zu erleben."


(Sangerhausen, 1991)


(zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken)



     


   

(Achtung! Große Datei)

     













     

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