So jetzt haben wir den Salat, bzw.den

GRILLBULLI !!!!!!!

  

Mein treuer, kleiner Trabbi hat mich bis jetzt mit allen Kräften unterstützt,
er musste zum TÜV und hat durch den harten, unermüdlichen Kampf
an der Ernährungsfront einige Blessuren davongetragen.
Einige schwere Operationen sind unumgänglich, das Ergebnis fraglich.
Nun lebt er weiter in Mallorca, bei reichen Herrchen.

  

Ich danke meinen lieben, geschätzten, geduldigen und mich ertragenden Gästen
für den steten, unermüdlichen und kalorienignorierenden Verzehr meiner Welt
-- und intergalaktisch guten Braterzeugnissen-- (Zitat der Gäste).

  

Diese einzigartigen Menschen rikieren ihre Konfektionsgröße und die Gürtellänge,
belügen sich und Ihr Umfeld mit falschen Gewichtsangaben
und manpulieren in sträflicher Weise an ihren Badezimmerwaagen herum,
um mich und meine karitative Aufgabe zu unterstützen.

Sie essen mit verzückten Gesichtern meine Grillerzeugnisse,
bringen gern und ohne zu murren einen Teil ihres kargen Monatslohnes zu mir
und ermöglichen mir und meinem Hund hoffentlich bald einen Lebensabend unter Palmen,
blauer See und sanftem Wind, fernab vom Finanzamt.

Ich bin mir natürlich der ernährungspolitischen Verantwortung bewusst,
die mir von der ausgehungerten Dietzenbacher Bevölkerung übertragen wurde.
Selbst der Diezebächer Bürgermeister hat beim Richtfest von Franks Carwash
(superneu und supersauber) nicht an sich halten können und hat das Gewicht der Erde
mit dem Verzehr von "2 " Bratwürsten in unverantwortlicher Weise erhöht
und hatte sogar Wonnegefühle dabei---- und das bei dem harten Job.

Zumal diese von meinem bratwurstsüchtigen Vermieter
in einem unerklärlichen Anfall von Spendierfieber angeboten würden.

MERKE!!! Auf lau schmeckt´s noch besser.

Nun, warum also jetzt der Grillbulli?
Der kleine Trabant hatte zu wenig Lade-und Kühlraum,
um Hunger und Durst der wilden Horden bratwurstsüchtiger Menschen zu befriedigen,
die täglich von wilder Gier getrieben an meiner Essensausgabe ums nackt Überleben kämpfen.
( Gut gesagt ? ).

  

Außerdem hat mein kleiner Schorsch nun schon 30 Jährchen auf dem Buckel
und die eisenfressenden Umweltbakterien haben unter seinem Plastikkleid
die stabilen Eisenträger des Fahrgestells angenagt.
Anscheinend haben diese Biester den gesunden Appetit bei meinen Gästen abgeschaut,
jedenfalls haben sie ganz schön zugebissen,
sodaß einige tragende Teile ersetzt werden müssen.

Um auch weiterhin die lebenserhaltende Fütterung der Raubtiere sicherstellen zu können,

hat sich Stefan Willmann vom Dietzenbacher Schlüsseldienst ertschlossen,
mir sein altes Arbeitstier von VW zu verkaufen.
Dieses Lasttier hat mehr Tragfähigkeit für Speis und Trank,
außerdem passt der "Grillgott" da besser hinter das Lenkrad
und muss nicht immer die Luft anhalten, wenn er einsteigt.

Mein harter, täglicher Kampf an der Hungerfront
ist auch an meinem Körper nicht spurlos vorbeigegangen.
Über meinem Bauchnabel hat sich mittlerweile ein mächtiges Muskelpaket gebildet
und dieses behinderte eben das Zusammenfalten beim Einsteigen in den Trabbi.
Doch die vorausschauende Fahrzeugplanung des VW Konzerns schon zu damaligen Zeiten
lässt mir nun auch weitere Expansionsmöglichkeiten offen---
man kann den Fahrersitz viel weiter nach hinter rücken und der Atemnot entkommen.

Außerdem hat sich die in der kalten Jahreszeit gereichte Zusatzernährung
durch verschiedene unterschiedliche Suppen bewährt,
sodas ich eine größere Eintopfkochmaschine angeschafft habe,
die natürlich auch etwas Platz braucht.

Sie sehen, in meinem Geschäft sind die Grenzen noch lange nicht erreicht,
ich werden weiterhin mein Bestes geben und ihr Bestes nehmen,
damit alle Seiten zufrieden sind und in unserem Leben wenigstens
an meinem lukullischen Treffpunkt für alle die Sonne scheint.

Guten Appo allerseits vom Woschtmann