Mit dem Lieger in Japan

 

 

 

5 Wochen in Japan

Das Rad

Radfahren in Tokio

Die Tour: Tokio - Kioto - Nagoya

Informationen für Nachahmer

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Ausrüstung, Werkzeug

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Letzte Aktualisierung: Februar 2003

 

Das Rad

Das Rad ist eines der ersten in Deutschland kommerziell erfolgreichen Liegeräder, ein „Peer Gynt” aus dem Jahre 1990. Das „Gynt” ist ein sogenannter „Langlieger”, d.h., das Vorderrad befindet sich vor der Tretkurbel. Die Anordnung des Lenkers unter dem Sitz bedingt zwar eine aerodynamisch etwas ungünstigere Armhaltung, als bei Obenlenker möglich und verlangt Anfängern u.U. eine etwas längere Eingewöhnungsphase ab, ist gerade auf längeren Strecken aber deutlich entspannender und vermindert potentielle Unfallrisiken.

PG in Deutschland
Peer Gynt Nr. 956 in Deutschland
 

Länge: 2,30m, Gewicht: 19,5kg ohne die abgebildete Teilverkleidung, die das Rad allwettertauglich macht und seine Aerodynamik spürbar verbessert, aufgrund der Transportproblematik im Flugzeug aber in Deutschland zurückbleiben mußte. Standardzahnkränze beibehalten: Vorn 52, 48, 32, hinten 32, 28, 24, 21, 18, 16, 14 Zähne, Räder: 28-440 mit 5bar vorn, 28-622 mit 6 bis 7bar hinten. Die ursprüngliche Sitzaufnahme wurde insoweit umgebaut, daß der Sitz für den Transport im Flugzeug demontiert werden konnte, ohne den Lenker vom Rahmen lösen zu müssen.

Länge läuft

Der lange Radstand, die vergleichsweise geringe Stirnfläche und die relativ schmale Reifenbreite (20mm am Felgenhorn) in Verbindung mit der komfortablen Sitzposition prädestinieren das Rad für zügige Fahrten auf gut asphaltierten Langstrecken. Auch holprige Abschnitte können dank der Rahmenfederung vergleichsweise komfortabel überwunden werden, während weicher Untergrund oder gar Sand den Fahrgenuß deutlich schmälern. Ungünstig wirkt sich auf diesen Untergründen zusätzlich die asymmetrische Lastverteilung mit dem Hauptgewicht auf dem Hinterrad aus.

Da sich ein „Langlieger” nicht überschlagen kann, ergibt sich in Verbindung mit den hydraulischen Bremsen ein ungewöhnlich kurzer Bremsweg, solange die Räder nicht blockieren. Da das Vorderrad nicht „hochgerissen” werden kann und zudem einen vergleichsweise geringen Durchmesser aufweist, können nur flache Bordsteine überfahren werden. Inwieweit dieser Nachteil und die gegenüber kürzeren Rädern etwas herabgesetzte Wendigkeit die Nutzbarkeit des Rades in der Großstadt einschränken, sollte hier am Beispiel Tokio überprüft werden.

Die Tour

S. „Die Tour: Tokio - Kioto - Nagoya”.

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Informationen für Nachahmer

Anreise

Bereits bei der Anreise nach Japan sind insbesondere für Reisende, die ihr Rad mitbringen wollen, einige Vorkenntnisse nützlich. Wer nicht gerade mit dem Schiff einreist, wird in Japan angekommen zunächst das Problem des Radtransports vom Flughafen zu seiner ersten Unterkunft zu lösen haben. Der chinesische Alleinvertretungsanspruch Beijings hat für (Rad)touristen mit Ziel Tokio die angenehme Konsequenz, daß sie nicht auf Tokios weit außerhalb gelegenen Flughafen Narita angewiesen sind: Als einzige internationale Linie fliegt China Airlines, die nationalchinesische Gesellschaft, von Taipeh und Honolulu aus noch Tokios alten Flughafen Haneda in Stadtnähe an, weil ihr Narita, wo die volksrepublikanischen Flieger von Air China landen, verwehrt ist. Insbesondere die Liebhaber sperrigerer Modelle werden auf den Gedanken kommen, diese erste Strecke bereits auf ihrem Gefährt zurückzulegen. Dies stößt z.B. bei den beiden populärsten Ein- und Ausreiseflughäfen auf Honshu, Narita (Tokio) und Kansai (Osaka) auf Probleme: Während Narita etwa 70km außerhalb Tokios liegt, ist der auf einer künstlichen Insel erbaute Kansai Flughafen nur über eine für Fahrräder und Fußgänger gesperrte Brücke mit dem Festland verbunden (s. die Berichte „Radfahren in Japan” und Shikoku and Kii by tandem). Deutlich besser sind dagegen die Flughäfen Haneda und Nagoya mit dem Rad erreichbar. Im Gegensatz zu Narita liegt Tokios alter Flughafen Haneda nur rund 15km vom Stadtzentrum entfernt, wird aber nur noch von einer einzigen Fluglinie, China Airlines vom Ausland aus angeflogen, sowie derzeit (Frühjahr 2001) durch einige Charter(nacht)flüge. Der vergleichsweise übersichtliche Flughafen von Nagoya ist etwa 30 - 40 Radminuten oder (fahrplanmäßig) 20 Busminuten vom Stadtzentrum entfernt. Nach wiederholten Vorbeifahrten an jeweils mehreren aufeinander folgenden Flughafenbussen, die allesamt im täglichen Stau auf der Straße zum Flughafen feststeckten, entschied ich mich als bekennender Spätaufsteher jedoch auch für die Fahrt zum Abflugterminal für mein Rad. (Weitere Informationen hierzu unter „Die Tour: Tokio - Kioto - Nagoya” -> „Kioto - Nagoya”: „Radfahren in Nagoya”.)

Gepäckgewicht

Da das Tarifsystem für Luftfracht nach der Formel ‚Länge + Breite + Höhe’ funktioniert, läßt die Länge insbesondere eines Langliegers diese Methode in der Regel ausscheiden. Es bietet sich daher die Fahrradmitnahme im Flugzeug im Rahmen der Freigepäckmenge an. Da diese bei Flügen zwischen Europa und Asien in den billigeren Klassen bei 20kg liegt, das Gewicht eines ausgewachsenen Langliegers aber leicht um 19kg, bleibt nicht mehr viel Spielraum für Bekleidung, Reiseführer, Fotoausrüstung und dgl. Dabei variieren die Beförderungsbedingungen je nach Fluglinie und Flugroute. Einige Fluggesellschaften verlangen einen pauschalen Aufschlag für die Radbeförderung (wobei das Radgewicht dann i.d.R. nicht auf die Freigepäckmenge angerechnet wird), andere haben spezielle Abkommen: Mir kam z.B. die für Flüge von Frankfurt aus geltende erhöhte China Airlines Freigepäckmenge von 30kg zu Gute (dennoch wurden gewichtstreibende Utensilien wie Reiseführer (600g), Schraubenschlüssel (200g) und Bügelschloß (1060g) beim Flug in den Manteltaschen mitgeführt, um der Wiegung zu entgehen), während auf dem Rückweg ein 15kg Postpaket hauptsächlich voll schmutziger Wäsche nach Deutschland vorausgeschickt wurde. SAL- (Surface Air Lifted) -Pakete sind nicht teuer, problemlos bei jedem größeren Postamt in Japan aufzugeben (natürlich existieren dazu englische Anleitungen samt Paketschachteln in diversen Größen beim Postamt) und benötigen ca. 2 Monate zwischen Japan und Deutschland. Es ist zudem ein schönes Ereignis, zurück in Deutschland einige Monate später ein großes Postpaket aus Japan zu erhalten, das schon verblassende Urlaubserinnerungen auferstehen läßt - mein Paket traf passenderweise kurz vor Weihnachten zu Hause ein.

In jedem Fall ist anzuraten, sich so früh wie möglich um die Organisation der Anreise zu kümmern und unbedingt im Vorwege die Fahrzeugart und -dimensionen bei der Fluggesellschaft anzugeben. Eine schriftliche Bestätigung kann nicht schaden. British Airways verweigerte etwa zwei Wochen vor dem Abflugtermin bei Vorführung des Rades am heimatlichen Abflughafen entgegen vorheriger mündlicher Zusage plötzlich die Mitnahme unter dem Vorwand, das „Peer Gynt” sei keinesfalls ein Rad (denn es habe keinen Sattel) und alle vorher gegebenen Zusagen seien daher nichtig. (Inoffiziell ließ eine Mitarbeiterin verlauten, die mit der Gepäckverladung betraute Abteilung sei noch abgespannt vom Verstauen eines Sarges wenige Tage zuvor.) Probleme kann es zudem bei Zubringerflügen mit kleineren Maschinen von kleineren Flughäfen geben, sodaß ggf. der erste Teil der Anreise mit einem anderen Verkehrsmittel zurückgelegt werden muß, in meinem Fall mit der Bahn (nach Einführung des ICE ein Kapitel für sich).

 

Sitz:2870g
Fahrrad (o. Sitz):ca. 17500g
Schloß:1060g
Werkzeug:450g
Klein-, Ersatzteile:910g
Sack:550g
Regenteile:1000g
Poncho:460g

 

PG flugfertig

Heizkörperrohrisolierungen (Baumarkt), Aluabdeckungen für Kettenumwerfer, Hydraulikbremse, Sitz demontiert im Faltsack (kann gefaltet mit dem Rad transportiert werden und so auf Rück(gabel)flug wieder verwendet werden).

Werkzeug, Ausrüstung

Bei der Sitzmontage mußten zwei M18 Hutmuttern gelöst werden, für die Pedale wurden SW15 Gabelschlüssel benötigt und für die Lenkstange SW13. Bei diesen schon recht großen Werkzeug Schlüsselweiten ist ein justierbarer Universalgabelschlüssel, ein sogenannter „Engländer” leichter, als die entsprechenden Einzelschlüssel. Vorversuche hatten ergeben, daß auch die kleineren Muttern mit dem Engländer gut genug zugänglich waren. Darüberhinaus wurden für den Sitz und die Tretkurbel 5mm und 6mm Inbusschlüssel benötigt. Aus Gewichtsgründen entschied ich mich für einen Steckschlüssel mit den passenden Nüssen. Alternativ bieten auch die meisten der im Fahrradhandel erhältlichen Multifunktionswerkzeuge die erforderlichen Inbusschlüsselweiten. Da einige der Transportschutzabdeckungen und die Isomatte mit Draht an ihrem Platz „festgewickelt” war, kam noch eine Knipszange mit auf die Reise. Selbstverständlich begleitete mich auch mein Flickzeug mit Reifenhebern und Ersatzschläuchen überall hin (Besitzer von Modellen mit identischen Vorder- und Hinterraddurchmessern dürften mit einem Ersatzschlauch auskommen, während die Vorderradgröße 440 der meisten „Gynts” ausgefallen ist.) Die beiden weißen Kunststoffteile auf dem Foto gehören zum Spezialwerkzeug für die Reparatur etwaiger Schäden an der Hydraulikbremse des „Gynt”.

Unbedingt bewährt hat sich auch die im Fahrradhandel in mehreren Breiten erhältliche Kevlareinlage für den Reifen. Verschlechterungen des Laufverhaltens konnte ich nicht feststellen, wohl aber eine gegen Null gehende Pannenhäufigkeit, nachdem mit dem einzigen erhältlichen Reifenmodell für das Originalvorderrad des „Gynt” aufgrund einer offensichtlich zu weichen Gummimischung die nächste Panne bei Regenfahrten zuvor nie lange auf sich hatte warten lassen — Japanisches Ringschloß bei längeren Fahrten konnten so leicht 2 - 3 Platte zusammenkommen. Mit geeigneteren Reifen wird am Langliegerad aber nur das wesentlich stärker belastete Hinterrad für die Nachrüstung mit einer solchen Pannenschutzeinlage in Betracht gezogen werden müssen. Bei unserem 2. Langlieger, einer „Viper” (dem Nachfolgemodell des „Gynt”) traten auch an dessen zuvor etwas pannenanfälligen Hinterrad praktisch keine Platte mehr auf, während am größeren „Gynt” Hinterrad bereits ein von Hause aus kevlarverstärkter pannenarmer Reifen montiert war.

Zweifel kamen mir in Japan dagegen nach Kennenlernen der landestypischen Diebstahlsicherungen (unteres Bild) hin und wieder, ob das über 1kg schwere Bügelschloß nicht hätte zu Hause bleiben können. Vermutlich hätte für das Land der aufgehenden Sonne tatsächlich auch ein leichteres Exemplar genügt. Garantieren kann ich aber natürlich Nichts, s. auch "What to bring?" auf der Cycling: Introduction Seite von outdoorjapan.

Pannen und vermißte Ersatzteile

Mit dem nötigen Spezialwerkzeug zur Reparatur von Hydraulikleitungsdefekten ausgestattet, überstanden beide Bremsen des „Gynt” Bahntransport und Flug von und nach Japan sowie knapp 1700km durch das Land völlig schadlos.

Ärgerlich war dagegen, daß der Dynamo in Tokio ohne sein Gummilaufrad ankam, was die Funktion der Lichtanlage stark beeinträchtigte, nachdem in Japan kein Ersatz beschafft werden konnte (jedenfalls nicht ohne größeren Zeitaufwand). Beim nächsten Mal würde ich daher ein Ersatzgummi mitnehmen bzw. das vorhandene auf dem Flug separat transportieren. Auf die Mitnahme eines Akkus samt des an japanischen Steckdosen eher nutzlosen Ladegerätes habe ich aus Gewichtsgründen verzichtet.

Auch einen Ersatzzug für die Gangschaltung würde ich zukünftig mit auf Fernreisen nehmen, nachdem meiner ausgerechnet während der 5 Wochen in Japan riß. Zwar konnte ich glücklicherweise schnell Ersatz beschaffen (‚Die Tour: Tokio - Kioto - Nagoya’ -> ‚Hamanako - Isobe’), aber ein Ersatzzug ist problemlos transportabel und hilft auch, wenn keine Werkstatt in der Nähe ist.

Problematischer hätte dagegen der Reifendefekt auf dem Weg nach Nara ausgehen können, wäre ich nicht auf der gleichen Etappe noch an einem Fahrradladen vorbeigekommen, der sogar das gleiche Reifenmodell führte (‚Die Tour: Tokio - Kioto - Nagoya’ -> ‚Matsusaka - Nara’). Wäre das wenig verbreitete Vorderrad des „Gynt” betroffen gewesen, hätte dies vermutlich das Ende der Radreise bedeutet. Besitzer ähnlich ausgefallener Radgrößen sollten daher vor einer vergleichbaren Reise prüfen, ob der Austausch gegen eine (auch im Zielland) gängige Radgröße möglich ist oder wenn möglich einen Ersatz(falt)reifen mitnehmen.

Schließlich hatte ich auf dem letzten Teil der Reise mit am Ende 3 Speichenbrüchen zu kämpfen (natürlich alle auf der Zahnkranzseite). Vor einer ebenso langen Tour mit ähnlicher Gepäckbelastung würde ich evtl. dickere Speichen am Hinterrad einziehen. Die Fahrt zur Werkstatt kann man außerdem mit sogenannten „Erste-Hilfe-Speichen” u.U. bis zum Ende der Reise aufschieben. Zu achten ist darauf, daß diese Notspeichen sich ohne Zahnkranzdemontage einsetzen lassen. Bei seltenen Radgrößen wäre an die Mitnahme einiger passender normaler Ersatzspeichen zu denken, die man nötigenfalls auch in einer Werkstatt einsetzen lassen kann.

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Karten

Bereits für die Vorbereitung einer Radtour ist eine gute Karte entscheidend. Der Maßstab sollte auch kleinere Straßen und Nebenstrecken noch erkennen lassen, dabei sollten Kartenformat (und -gewicht) eine bequeme Handhabung auch unterwegs ermöglichen. Bei der Planung von Tagesetappen in Japan kann ein Blick auf die zwischen Start und Ziel liegenden Höhenlinien nie schaden. Auf Vorstößen in Gebiete abseits der großen Hauptrouten kann man sich außerdem nicht mehr darauf verlassen, alle Beschilderungen stets auch in Romaji vorzufinden. Wessen Karte mindestens alternativ die ortsüblichen Kanji aufführt, wird daran nicht scheitern, ganz abgesehen von der vielfach größeren Auswahl japanisch beschrifteter Karten. Herbstliche Radler können zudem einen besonderen Service in Anspruch nehmen, den viele japanische Karten bieten: Bekannte Gebiete besonders schöner herbstlicher Laubfärbung findet der mobile Ortsunkundige ebenso eingezeichnet, wie besuchenswerte Kirschbaumagglomerationen (u.a. Attraktionen), wobei letztere besonders frühjährliche Besucher erfreuen dürften. Die unten folgenden Hilfen zu Erwerb und Benutzung rein japanischer Karten sollte die Entscheidung für eine solche weiter erleichtern, die dank des vielfältigen Angebots fast immer besser geeignet und aktueller(!) sein wird, als eine Karte für Touristen.

Kantou

Band 3: „Kanto”

Ich selbst benutzte auf meiner Tour Karten von Shobunsha, die eigentlich für Motorradfahrer gedacht waren. Der Maßstab dieser Karten von 1:140.000 war jedoch dem spezieller Fahrradkarten, wie der bekannten „Bridgestone” Karten (1:300.000, nicht mehr erhältlich?) überlegen. Die 7 nach Regionen aufgeteilten Ausgaben heißen jetzt TOURING MAPPLE¹, kosten je 1600¥ (Juli 2003) und enthalten nunmehr auch GPS-Koordinaten. Die deutsche Übersetzung der Legende dieser Karten ist unter Nützliche Vokabeln: Kartenlegenden abrufbar. Allerdings sind auch in diesen Karten viele Straßen kleinerer Ortschaften und Dörfer nicht eingezeichnet, was die Orientierung erschweren kann.

Dies betrifft genauso die online abrufbaren Mapion Karten, in die man z.T. bis zum Maßstab 1:3000 hineinzoomen kann. Für die Navigation in kleineren Orten oder die Endanfahrt zur Unterkunft kann ein so kleiner Maßstab sehr nützlich sein, die eingezeichneten Ampeln können die Orientierung unter diesen Umständen tatsächlich wesentlich erleichtern. Hinweise zur Navigation und Anforderung der passendsten Karte mit/ohne japanischen Zeichensätzen unter „Verweise: Japan: Radreisen: Karten”. Die Karten im Maßstab 1:75.000 wurden für die in den Tourenberichten bergiger Etappen enthaltenen Höhenprofile mit herangezogen. Mit einem Grafikprogramm und etwas Geduld lassen sich diese Karten zur Not auch zu längeren Etappen zusammensetzen und ausdrucken.

Wessen Furcht vor der japanischen Schrift zu stark ist, findet bei Mapquest Seiten mit ähnlicher Navigation und englisch beschrifteten Karten. Momentan (Oktober 2002) liegen jedoch für Japan nur sehr detailarme Versionen vor, deren Nutzwert für die Radtourenplanung begrenzt sein dürfte.

Bei der groben Routenplanung können die von der Online Bibliothek der Universität Texas ins Netz gestellten topographischen Karten im Maßstab 1:1.000.000 hilfreich sein, mit denen sich Berge gezielt anpeilen oder auch umfahren lassen.

Karten diverser Fernradwege im „Flash”-Format (Maßstäbe 1:200.000 und 1:25.000) mit Höhenreliefdarstellung und Fotos bietet das Ministerium für Boden, Infrastruktur und Transport¹. Druckversionen liegen im PD-Format vor. Die Etappenberichte meiner Reise weisen auf die im jeweiligen Gebiet liegenden Radwege dieser Seite hin. Ebenfalls angegeben wird die Nummer der passenden Berichte der „Tsu-ringu” Chronik¹, die ebenfalls Karten und viele Fotos des jeweiligen Gebiets enthalten.

Hilfen zu Erwerb und Benutzung japanischer Karten

Mit Hilfe der bereits erwähnten Übersetzung von Kartenlegenden können auch Kanji-„Analphabeten” in den Genuß sonst nur dem japanischen Publikum vorbehaltener Dienstleistungen gelangen, was das Umfahren der kommenden gebührenpflichtigen Privatbrücke oder -straße ebenso erlaubt, wie das zügige Auffinden des nächsten Kirschbaumhains. Grundkenntnisse der ebenfalls angebotenen japanischen Regionennamen sind hingegen schon bei Kartensuche und -kauf von Vorteil, da detaillierte Karten nach diesen Regionen bezeichnet sind. Schließlich gibt es einen Teil mit speziellen Radfahrervokabeln wie „Radweg”, „Fahrradabstellplatz” u.ä.

Einige Bezugsquellen außerhalb Japans listet die Seite „Verweise: Japan: Radreisen: Karten”.

¹:

Bei fehlenden jap. Zeichensätzen zahlt sich u.U. der Einsatz von Babelfish aus. Hinweise dazu auf „Verweise: Japan: Radreisen: Karten”.

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© Axel Schnellbügel, 2002, 2003