TG – Senioren bei Turnvater Jahn.
Die Seniorinnen und Senioren der Dienstags-Gymnastikgruppe von Gertrud Breunig waren wieder zu einer interessanten und schönen 4-Tages-Fahrt unterwegs. Ziel war diesmal das Saale-Unstrut-Gebiet, für die meisten ein absolutes Neuland.
Am Montag, 13. Juni ging die Fahrt zunächst bis zum Kirchheimer Dreieck, wo eine kurze Pause eingelegt wurde. Die erste Überraschung der Fahrt kam dann, als das „traditionelle“ Picknick angekündigt wurde. Diesmal hatte sich nämlich der Organisator der Fahrten,
Hans May, etwas besonderes ausgedacht.
Bei den bekannten Burgen „Die 3 Gleichen“ ging es von der Autobahn ab zu dem nahegelegenen Ort Mühlberg. Dort gab es in einem Gasthaus mit schönem Biergarten eine Original Thüringer Rostbratwurst mit Salal-Buffet. Dazu gab es ein gutes Glas Köstritzer Pils oder Schwarzbier und als Abschluss zur Verdauung einen Aromatique, eine gute Thüringer Spezialität. In bester Stimmung wurde dann die Weiterfahrt angetreten.
Nächstes Ziel waren die Dornburger Schlösser, in der Nähe von Jena. Es sind dies 3 kleine Barockschlösser, die hoch über der Saale liegen, und in denen Goethe sich oft aufhielt. Dort war dann eine interessante Garten-Führung und dazu gab es ein Glas „Goethe-Wein“. Im Schloss-Cafe konnte sich jeder danach an Kaffee und Kuchen laben.
Zum Ziel der Reise, Bad-Bibra, war es dann nicht mehr weit.
Trotz der vielen Erlebnisse waren die meisten nach dem Abendessen noch lange nicht müde und es wurde eifrig Uno und Skat gespielt. Dazu gab es in altbewährter Weise Unterhaltungsmusik von Gisela Kunkel.
Nach einem guten Frühstück stand dann am nächsten Tag die Stadt Naumburg auf dem Reiseprogramm. In zwei Gruppen wurden bei einer einstündigen Stadtführung viele schöne Plätze und Gebäude dieser Stadt gezeigt und es gab viel Interessantes zu sehen und zu hören. Die Stadtführung endete am Naumburger Dom und dort folgte dann eine ausführliche Domführung. Besonders bekannt sind dort die „Stifter-Figuren“
Nach so vielen Eindrücken war Erholung angesagt. Es ging zum „Blütengrund“ am Ufer der Unstrut, dort wurde mit einem Fährkahn übergesetzt und die Mittagspause war im
Gartenlokal an der Fähre. Dort im Freien fühlten sich alle wohl und die originelle Speisekarte im Dialekt machte auch allen Spaß. Nach einer längeren Pause ging es dann an Bord der „Unstrutnixe“ und es folgte eine, leider etwas verregnete, Schifffahrt bis nach Freyburg. Zum Hotel war es dann nicht mehr weit und dort gab es dann nach dem Abendessen noch eine Weinprobe mit Weinen aus der Unstrut-Region, die von dem Chef des Hotels sehr sachverständig kredenzt wurde.
Auch am dritten Tag lief wieder ein interessantes Programm ab. Erstes Ziel war Wiehe, wo Europas größte Modellbahn-Ausstellung besichtigt wurde. Diese Anlage, in 5 großen Hallen, die 1997 eröffnet wurde, begeisterte alle.Auf einer Fläche von 12.000 qm sind viele Kilometer Gleisanlagen verlegt, in verschiedenen Spurgrößen. Es gibt eine Original-Anlage von Thüringen, die Harz-Brocken-Bahn, eine USA-Halle und vieles mehr. Eine beeindruckende Anlage, die jedem zum Besuch empfohlen werden kann.
Am Nachmittag ging die Fahrt nach Freyburg. Auf dem Weg in die Altstadt kamen wir an der Jahn-Gedenkstätte vorbei, die daran erinnert, dass der „Turnvater Jahn“ in Freyburg den ersten Turnverein in Deutschland gegründet hat.Das Wirken von Jahn wird auch noch in einem „Jahn-Museum“ dokumentiert.
Nach einem Stadtbummel folgte die Besichtigung der Sektkellerei Rotkäppchen.
Am Schluss der interessanten Führung gab es für jeden eine Sekt-Probe.
In Bad-Bibra angekommen, wurden wir von der Vorsitzenden des dortigen Verkehrsvereins empfangen und zu einem Kneipp-Spaziergang eingeladen. An der Kneipp-Anlage angekommen, wurde von einer Ärztin ausführlich und anschaulich die Kneipp-Methode erklärt und ausprobiert.
Am Abend war dann zum Abschied, wie immer in den
letzten Jahren, ein gemütlicher Ausklang. Die musikalische Gestaltung lag in
den Händen von Gisela Kunkel,
die mit ihrem Keyboard wieder für gute Stimmung sorgte. Es wurden einige
gemeinsame Lieder gesungen, lustige Vorträge und eine Polonaise trugen
ebenfalls dazu bei, dass es ein schöner Abend wurde.
Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von dem gastlichen Hotel „Bibermühle“.
Auf der Rückfahrt gab es dann noch einen längeren Aufenthalt in Weimar. Bei einer 2stündigen Stadtführung wurden die vielen Sehenswürdigkeiten dieser schönen Stadt, u.a. das Goethehaus, Schillerhaus, das bekannte Denkmal der beiden Dichter, Goethes Gartenhaus und viele schöne Gebäude und Plätze gezeigt und erklärt. Danach gab es die wohlverdiente Mittags-Pause im Köstritzer Schwarzbierhaus, einem sehr schönen Lokal mit Biergarten. Essen und Trinken mundete allen gut und so gestärkt konnte die Heimreise angetreten werden.
Nach einer kurzen Kaffee-Pause am Rasthof Rimberg kam die Reisegesellschaft ohne Stau pünktlich um 18.00 Uhr in Rüsselsheim an.
Eine schöne Fahrt mit vielen Erlebnissen und Eindrücken ging zu Ende und jeder, der dabei war, wird noch lange gerne daran zurückdenken.
Für das nächste Jahr steht das Ziel schon fest: Es geht zur Schwäbischen Alb.
Hans May