|
Beschreibung
Die größte Spinne der Welt, die Theraphosa blondi, ist unscheinbar kaffeebraun bis schwarz
gefärbt. Sie kann eine Größe von 14 cm Körpergröße und eine Beinspannweite von bis zu 34 cm
erreichen. Jeder Spinnensammler kann auf ein ausgewachsenes Exemplar in seinem Besitz stolz
sein. Die Chelizeren erreichen eine gewaltige Länge von ca. 2,5 cm und das Abdomen kann bei
einer Fütterung mit Mäusen die enorme Größe eines Tennisballs erreichen.

Mit diesem Griff kann man sogar eine Theraphosa blondi in die Hand nehmen.
Haltung im Terrarium
Für diese riesige Art unter den Vogelspinnen muss ein Terrarium von min. 60 x 40 x 40 cm
eingerichtet werden. Ein Bodengrund von ca. 15 cm hohem Torf muss sein, da diese Spinnenart
sich eine Höhle selber gräbt. In dieser Höhle hält sie sich den größten Teil des Tages auf.
Diese verfressene Art fühlt sich nur bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 bis 95% und Temperaturen
von 27°-32° Cwohl, jedoch verträgt diese Art auf garkeinen Fall Staunässe!

Kurz vor der Befruchtung mit den Bulben. (Links das Weibchen.)
Nachzucht und Paarung
Die Verpaarung meines Theraphosa blondi Paares hat ohne irgendwelche Zwischenfälle geklappt. Das Männchen habe ich dazu in das Terrarium des Weibchens gesetzt und gleich hat der Bock angefangen, mit seinen Tastern auf den Boden zu trommeln. Dann hat er sich dem Weibchen langsam genähert und sie angefangen langsam hochzustämmen. Hierzu hat er mit seinen zwei vorderen Beinpaaren an ihren Chelizerenklauen und ihren vorderen Beinen vorsichtig angesetzt und sie nach oben gehoben.
Nachdem er das geschafft hatte, trommelte er noch ein wenig an ihr Sternum. So verharrten sie einige Minuten, bis es dann zu der eigentlichen Paarung kam. Diese dauerte nur einige Sekunden, danach musste ich sofort das Männchen aus dem Becken nehmen, da das Weibchen sich schon auf ihn stürzen wollte. Jetzt ist mein Weibchen hoffentlich befruchtet und mein Bock kann nun noch andere Weibchen beglücken.
Wenn der Kokon gebaut ist, werde ich dies hier berichten.

Mein adultes Weibchen und eine Maus. Ob sie Hunger hat?
Über mein(e) Tier(e)
Von Theraphosa blondi besitze ich ein adultes Pärchen.
Beide Tiere bestechen nicht durch eine besondere Färbung, sondern durch die enorme Größe. Das adulte Weibchen, das ich von dieser Art in meiner Sammlung habe, ist ein sehr verfressenes Tier,
das jedoch Angst vor großen Mäusen hat. Hingegen Riesenschaben, besonders Fauchschaben scheint sie
sehr zu mögen. Auch sehr beeindruckend finde ich das Stridulieren. Man muss sie nur einmal kurz anstubsen
und schon dreht sie sich um, streckt einem die Chelizerenklauen entgegen und fängt an zu stridulieren.
Ich bin sehr stolz solch große und schöne Tiere in meinem Besitz haben zu können.

Mein adultes Weibchen beim Fressen. Diesmal hatte sie Hunger.
|