Da ich hauptsächlich subadulte und agressivere Spinnen besitze züchte ich keine Grillen.
Für meinen Bedarf an Grillen lohnt sich nicht der Aufwand eine Grillenzucht zu betreiben.
Meinen gesamten Bedarf an Grillen decke ich mit Tieren aus dem Zoofachbedarf meines
Vertrauens. Das ist für mich immer noch günstiger als eine Zucht zu betreiben. Deswegen
züchte ich nur Mäuse. Dafür benötige ich folgende Materialien:
- mindestens ein Paar Mäuse
- Vollglasaquarium
- Gitterdeckel aus "Hasendraht"
- Kleintiereinstreu
- Hamster- oder Mäusefutter
- getrocknetes Brot
- Trinkflasche für Nagetiere
- Futterschale

Eine schlafendes Mäuseweibchen (links) und ein anderes Mäuseweibchen auf Erkundungstour.
Zuchtvorbereitungen
Nachdem man das Vollglasaquarium mit der Kleintiereinstreu etwa 4 cm ausgestreut hat, bringt
man die mit Mäusefutter und einigen Stücken getrockneten Brotes gefüllte Futterschale in das Zuchtbecken ein.
Nachdem man noch die Trinkflasche eingebracht hat, kann man die Mäuse in das Becken einsetzen.
Nun muss man eigentlich nur noch warten, bis sich die Mäuse paaren und dann nach etwa 21 Tagen
die nackten Jungtiere geboren werden.
ACHTUNG: Nicht zwei Männchen zusammenhalten, da diese sich untereinander streiten und bekämpfen.

Zwei Mäuseweibchen mit ihren Jungen. Die helle Maus säugt gerade.
Pflege- und Säuberungsmaßnahmen
Damit auch die Mäuse und deren Babies gesund bleiben und lange leben, müssen, ganauso wie bei
den Vogelspinnen, einige zweitägige Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Alle zwei Tage muss
daher die Futterschale geleert, gesäubert und mit neuem Futter gefüllt werden. Auch für frisches
Wasser muss gesorgt werden. Also muss man unbedingt alle zwei Tage die Trinkflasche von dem
abgstandenen Wasser leeren und mit neuem, frischen Leitungswasser auffüllen.
Und da Mäuseböcke ihr Revier, in diesem Fall das vollständige Becken, mit Urin markieren, sollte
wegen der damit verbunden Geruchsentwicklung, das Becken einmal in der Woche sauber machen. Dabei
entfernt man die gesamte Einstreu, wischt das Becken mit einem nassen Lappen aus und füllt neue
Einstreu in das Zuchtbecken. Natürlich säubert man dabei auch die Trinkflasche und die
Futterschale.

26 Mäusebabies. Genug Futter für 26 Vogelspinnen. Für nur zwei Wochen, versteht sich.
Fruchtfliegenzucht
Für die Aufzucht von frischgeschlüpften Vogelspinnen, Riesenradnetzspinnen und Schwarzen Witwen nimmt man am Besten Fruchtfliegen. Im Handel erhält man hauptsächlich die gezüchtete Form Drosophila melanogaster. Um diese Fliegen in Massen zu züchten benötigt man folgende Materialien:
- etwa 100 Fliegen als Ansatz
- mindestens 2 Einmachgläser
- Zucker
- Haferflocken
- 1 reife (!) Banane
- Kleintierstreu
- Essig
- mindestens 1 Netzstrumpf
- mindestens 2 Gummies

- Foto kommt bald -
Fertige Drosophenzuchtgläser.
Als erstes mischt man sich einen Futterbrei aus 3-4 Esslöffeln Haferflocken, 1,5 Teelöffeln Zucker, 1 Esslöffel Essig und etwa 3 Esslöffeln Kleintierstreu zusammen. Dabei muss beachtet werden, dass die Kleintierstreu als letztes hinzugegeben wird und die Masse nicht zu fest, aber auch nicht zu flüssig ist. Die Streu ist dazu da, dass Lufträume in dem Futterbrei sind.
Als allerletztes gibt man nun noch pro Einmachglas eine halbe Banane oben auf den Futterbrei und zerquetscht diese. Jetzt kann man pro Glas etwa 50 Fliegen einfüllen und sofort die Glasöffnung mit einem Stück Netzstrumpf und einem Gummi verschließen. Das gleiche macht man nun nochmal mit dem zweiten Einmachglas.

- Foto kommt bald -
Das alles benötigt man für eine Drosophenzucht.
Nach ca. 12 Tagen ist schon die nächste Fliegengeneration zu erwarten.
Um die Fliegen überhaupt verfüttern zu können, öffnet man das Glas und stülpt innerhalb Sekundenbruchteilen (das erfordert Übung!) ein leeres Glas über die Öffnung des anderen, mit den Fliegen gefülltes, Glases. Jetzt muss man nur noch warten und zusehen, wie die Fliegen nach oben in das leere Glas fliegen. Sind genug Fliegen in dem oberen Glas, so schiebt man ein Stück Pappe oder Papier zwischen die Gläser, verschließt nacheinander die Gläser und stellt das Gefäß mit den gefangenen Fliegen in den Kühlschrank.
Nach etwa 10-15 Minuten sind die Fliegen nicht mehr flugfähig und können auf die einzelnen Terrarien oder Kunststoffgefäße verteilt werden.
|