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Beschreibung
Lasiodora parahybana ist wie Theraphosa blondi unscheinbar braun-schwarz gefärbt. Doch meiner
Meinung nach ist nicht die Färbung oder Zeichnung dieser Spinne das Faszinierende, sondern
die gewaltige Größe und die damit verbundene Körpermasse. Durch ihre lange Körperbehaarung wirkt
die Spinne sehr kräftig und robust. Doch im Gegensatz zu den massigen Weibchen sind die Männchen
eher schlank und zierlich.
Haltung im Terrarium
Um eine Lasiodora parahybana ihren nötigen Platz zu bieten, sollte man die Spinne möglichst in
einem Terrarium mit den Maßen 60 x 40 x 35 cm halten. Der Bodengrund mischt man aus einem Verhältnis
von 1 zu 1 aus grobem Sand und Torf. Dieser sollte stets gut feucht gehalten werden, damit eine
hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 80% gewährleistet ist. Da L. parahybana auch mal gerne badet, stellt
man ihr am besten eine größere Wasserschale als normal zur Verfügung.
Nachzucht und Paarung
Bei einer Kopulation von L. parahybana, die ich im Zoo-Aquarium Berlin miterleben durfte, hatte
das Weibchen anscheinend keine Lust auf eine Paarung und aus diesem Grund kam es auch nicht dazu.
Als das Männchen zum Weibchen gesetzt wurde, ist das Männchen, hin und her schaukelnd, auf das
Weibchen zugegangen. Doch sobald das Weibchen das Männchen bemerkt hatte, stürmte es auf das Männchen
zu und wollte es angreifen. Herr Sontag, ein Tierpfleger aus dem Aquarium, (an dieser Stelle einen
schönen Gruß) ist nur noch schnell dazwischen gegangen und trennte die Tiere durch Überstülpen
einer Kunststoffbox über das Männchen. Auch der zweite Versuch nach einer weiteren ausladenden
Fütterung verlief wie der oben erwähnte.
Vor kurzem konnte ich eine verpaarte Lasiodora parahybana erwerben und dieses Tier hat innerhalb einer Nacht
von Samstag zu Sonntag einen wirklich großen Kokon gebaut. Anfänglich baute sie aus Spinnseide eine Art Schale.
Als sie diese, zwischen einer Wurzel und den Scheiben, fertiggebaut hatte, machte sie eine lange Pause, bevor
sie eine Schicht Eier in die "Schale" legte. Am Sonntag Mittag hatte sie dann das Netz von den Scheiben
und der Wurzel gelöst und zu einem Kokon geformt.
Jetzt hockt sie regungslos auf dem Kokon und bewacht ihn.
Sobald die Jungspinnen schlüpfen, werde ich das an dieser Stelle berichten.

Meine Lasiodora parahybana beim Fressen einer Maus.
Über mein(e) Tier(e)
Meine Lasiodora parahybana ist ein friedliches Tier, was in seinem großzügigen Terrarium große, nächtliche Wanderung macht.
Sie ist zwar fast schwarz, also recht unscheinbar gefärbt, jedoch ist die Größe und Stämmigkeit dieser Spinne beachtlich.

Portrait meines großen Weibchens.
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