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Projekt Nobilia - Die Entstehung der Küche Fiona |
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Nachdem ein namenhaftes schwedisches Möbelhaus nun endlich auch mir einen Prospekt zukommen ließ, konnte ich es kaum erwarten, diesen durchzustöbern. Weniger auf Grund einer Neueinrichtung meines Zimmers, als mit der Aussicht, den mir nun vorliegenden Katalog als Inspirationsquelle bzw. Vorlage für die Konstruktion eines Zimmers zu benutzen.
Viele werden nun denken, dass ich damit beginne, einen Raum zu erstellen, und Ihn dann mit Möbeln zu füllen. Ich beginne damit, mir Möbel zu erstellen. Als Ausgangsbansis dafür habe ich mir eine Template-Datei eingerichtet, die drei Lichtquellen beinhaltet. In diese Mini-Szene konstruiere ich dann meine Möbel. Einen kleinen Vorteil haben wir durch den Katalog - es stehen die Außen-Maße der einzelnen Möbel darin. Dies wird uns eine kleine Hilfe bei der Dimensionierung sein.
Eine Anmerkung noch alle hier angegebenen Zahlen beziehen sich auf die Daten aus dem Katalog (BxTxH) - die Angaben sind keine Werte im Koordinaten-System (X / Y / Z). Bitte beachtet dies! |
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1. Ein Rechner/ Drucker-Tisch |
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Beginnen wir mit einem Drucker-Tisch, der in dem Katalog liebevoll "Anton" getauft wurde. Der Tisch eignet sich sehr gut, da es sich hierbei um simple geometrische Formen handelt. Seine Maße sind die folgenden: BxTxH: 46x50x63 cm - wobei in der Höhe ca. 5cm für die Rollen benötigt werden.
Daraus ergibt sich, das eine Seitenwand eine Höhe von ca. 56 cm hat. Aus einem Rechteck-Splne, dessen eine Kante ich abgerundet habe, entsteht mit Hilfe eines Extrude-Nurbs (Tiefe: 1,75cm) die erste Seitenwanand. Diese dupliziere ich dann mit dem Symmetrie-Objekt über die X/Y-Achse. Bevor ich nun die Seitenwände positioniere, erzeuge ich aus einem Würfel eine Tischplatte mit den Maßen 42,5x50cm (siehe oben). Da alle Platten die gleich Dicke haben sollen, nutze ich für die Höhe ebenfalls 1,75cm. Eine Kopie davon benutzen wir für die obere Platte.
Nun folgt ein Würfel für die Rückwand mit folgenden Maßen: 42,5x1,75x63 cm. Für die Trennwand setzten wir nach Belieben einen weiteren Würfel ein.
Die CD's werden in dem Tisch mit einer Plastikschiene gehalten - daher kreieren wir diese nun, in dem wir einen "halben Pfeil" als Spline-Objekt anlegen und in einen Extrude-Nurbs Container legen.
Alle bisher kreierten Objekte werden nun gruppiert und ca. 5cm in Y-Richtung verschoben, damit wir die Rollen darunter setzen können.
Für die Rollen können wir einen Zylinder benutzen, den wir in der Mitte zusammenschrumpfen. Jetzt fehlen nur noch Texturen und, falls gewünscht, ein paar zusätzliche Accessoires und unser erstes Möbelstück ist fertig. Für eine spätere Verwendung legen wir alle Objekte in ein neues Null-Objekt, geben ihm einen eindeutigen Namen und speichern die Szene. Und so sieht der Tisch bisher aus » |
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2. Der Schreibtisch |
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Widmen wir uns nun dem Schreibtisch, der schnell aus einfachen Würfeln aufgebaut werden kann. Dieser Tisch wird ebenfalls aus der Anton-Serie stammen, daher laden wir als erstes die Materialien des Druckertisches in die neue Szene ein. Danach erstellen wir die Tischplatte: 165x75x1,5 cm. Der gesamte Tisch hat eine Höhe von 78 cm - daraus ergibt sich die Position der
Tischplatte von Y=78-(1,5 / 2)=77,25 cm. Jetzt kommt auch schon die Seitenwand dran. Diese hat eine Höhe von 78cm abzüglich der Tischplatte. (76,5x1,5x74 cm). Die Seitenwand duplizieren wir wiederum über ein Symmetrie-Objekt.
Es folgt nun eine Schublade, von der wir später eine Kopie erzeugen. Wir beginnen mit der Grundplatte, die wiederum ein Würfel ist (BxHxT=72,5x1,5x70 cm). Die Seitenwände werden abermals über ein Symmetrieobjekt platziert und haben folgende Maße: 1,5x10x70 cm.
Die Frontseite hat folgende Maße: 75,5x10x1,5 cm. Da die Frontseite umgeklappt werden kann, wandeln wir den Würfel in ein Polygonobjekt um (Taste "C") und platzieren die Achse an der unteren Seite und dort an der hinteren Kante. Mit eingeschalteter Snap-Funktion lässt sich die Front nun leicht platzieren und später über diese Achse rotieren. Für die Griffe benutzen wir ein Spline. das wir in einen Extrude-Nurb legen. Diesen machen wir dann zum Unterobjekt der Frontseite. An den Seitenwänden erzeugen wir mit einem Extrude-Nurb eine Chrome-Schiene
und gruppieren diese mit der Seitenwand. Dadurch wird die Schiene an beiden Seiten der Schublade angebracht.
Als nächstes platzieren wir die Schublade knapp unter der Tischplatte und erstellen eine Kopie. Instanzen machen hier keinen Sinn, da wir die Frontseiten unabhängig voneinander öffnen wollen. Jede der Schubladen sollte im nächsten Schritt eine der Tisch-Seitenwände berühren. Dadurch ensteht in der Mitte ein Spalt, in die wir einen weiteren Würfel platzieren (1,5x10x70 cm). Fertig sieht das Ganze dann so aus » |
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3. Automatisches Öffnen / Schließen der Schubladen-Front über XPresso (Release 8) |
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Dieser Schritt ist nun ausschließlich für Nutzer des in Cinema 4D (ab Release 8) integrierten Xpresso-Editors, alle Besitzer früherer Versionen, müssen die Schubladenfront "von Hand" animieren.
Im vorhergehenden Schritt haben wir die Schublade(n) so vorbereitet, dass wir die Front manuell öffnen und schließen können, aber es kommt noch besser: Über die Xpresso-Funktion "Verfolger/Anführer setzen", können wir dies automatisch erledigen. Dafür wählen wir nun das Schubladen-Objekt aus und öffnen im Attribut-Manager über den Wertefeld "Koordinaten: P.X" mit der rechten Maustaste das Kontext-Menü. Über "Animation > Anführer" setzen, geben wir diesen Wert an den XPresso-Editor weiter.
Nun wählen wir im Objekt-Manager das Objekt "Schubladen-Front" (inklusive Unterobjekt Griffe) und machen im Attribut-Manager für die Werte "Koordinaten: W.B" über das Kontextmenü "Animation > Verfolger setzen (relativ)" die Frontseite zum, genau, Verfolger.
Die Frontseite wird nun automatisch aufgeklappt, sobald die Schublade in X-Richtung verschoben wird. Aber das genügt uns noch nicht, da die Front nur um 90° geöffnet werde soll, und das möglichst gleich nachdem die Schublade geöffnet wurde.
Nun öffnen wir den Xpresso-Editor mit einem Doppelklick auf das Xpresso-Tag, das sich nun neben dem Objekt "Schubladen-Front" befinden sollte, im Objekt-Manager. Im ersten Schritt beschränken wir den maximalen Winkel der Front auf 90°. Dafür klicken wir auf den Node "Bereichswandler" und bestimmen im Attributemanger für den größten Ausgang den Wert von 90° (momentan sollte dort 360° stehen) und aktivieren die Funktion "Oben begrenzen". Damit öffnet sich die Schubladenfront nun maximal um 90° egal wie weit
die Schublade geöffnet wird.
Nun gilt es, die Öffnung relativ früh nach dem herausziehen der Schublade zu realisieren. Die ist einfach über die X-Spline-Funktion im Attribute-Manager zu realisieren. Wir erstellen dort 3 Stützpunkte, indem wir mit der Maus 3 mal in das Fenster klicken. Den Anfangspunkt schieben wir auf den Wert "Min Y" und die anderen beiden auf den Wert "Max Y". Der zweite (mittlere) Punkt sollte etwa auf dem ersten vertikalen Rasterstrich sitzen. Das war's auch schon. Die Frontseite der Schublade schließt und öffnet sich nun automatisch.
Die Animation als Quicktime / Arbeitsbeispiel als Download » |
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4. Die Regale für den Schreibtisch |
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Um der Szene nun ein wenig mehr Komplexität zu geben, erstellen wir nun die Regale, die wir auf den Schreibtsich stellen können. Wiederum benutzen wir die Materialien aus einer der vorhergehenden Szenen.
Da die Seitenwände der Regale denen des Druckertisches gleichen, können wir entweder die benutzen und skalieren, oder wir erstellen ein neues Rechteck-Spline und runden eine Seite davon ab. Hier nun die Maße der Seitenwand: 1,5x33x75 cm. Wie immer gilt BxTxH! Daher ergibt sich ein Extrude entlang der Z-Achse von 1,5cm. Jetzt verschieben wir das Spline auf Z=-39,75 cm.Dadurch, dass wir den Spline etwas zu kurz verschieben, erhalten wir später bei zwei nebeneinandergestellten Regalen einen kleinen Spalt. Dadurch ehöht sich der Realismus, da sich Möbelstücke
nie (!) exakt berühren. Das war auch schon der schwerste Teil, den die Böden bestehen wiederum aus Würfeln. Bei den Schubladen ist zu beachten, dass wir die gleichen Maße wie bei denen des Tisches benutzen. In der Tat ist es am besten, eine Tischschublade zu kopieren und dann zu modifizieren.
Letzten Endes fehlen nun nur noch die drei Metall-Ringe, die als Stützen dienen. Hierfür kopieren wir uns den Spline der Seitenwände und verschieben die beiden unteren Eckpunkte bis an den oberen Einlegeboden. Die Stnge wird etwa eine Dicke von 0,5 cm haben, daher verschieben das komplette Spline 0,25 cm in Richtung -Y und 0,25cm in Richtung -X. Jetzt schieben wir die unteren beiden Punkte wieder 0,25 cm in Richtung +Y und sorgen dafür, dass die hinteren Punkte auf gleicher Höhe mit der Rückwand entlang der X-Achse liegen. Der Spline sollte nun so modifiziert
werden, dass es sich nicht mehr um einen geschlossenen Spline handelt. Danach löschen wir den Stützpunkt, der sich in der unteren linken Ecke befindet. Mittels rechter Maustaste bestimmen wir den Punkt in der linken oberen Ecke als Startpunkt und bestimme die Spline "Reihenfolge vorwärts".
Jetzt erzeugen wir eine Kreis mit einem Radius von 0,25 cm. Jetzt legen wir den Kreis und den zuvor erstellten Bogen in ein Sweep-Nurb und erhalten so unsere Metallringe.
Das eben erzeugte Regal können wir nun leicht als Ausgangsbasis für ein zweites Regal verwenden. Auf den Tisch gestellt sieht dies so aus » |
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Demnächt geht's mit weiteren Möbeln weiter... |
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