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Schachfigur per Pfad - 1. Vorbereitung in 2D |
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Als erstes scannen wir die Dame in eine 2D-Software ein, die Pfade verarbeiten kann. Hierfür prädestiniert sind Programme wie beispielsweise Illustrator, Freehand und sogar Flash. In diesem Beispiel benutze ich Photoshop in der Version 6.0, da Photoshop ebenfalls die aus Illustrator bekannten Pfade unterstützt.
Zu erst wird der Mittelpunkt (später die Y-Achse) der Figur mit einer Linie (im Besipiel: rot) markiert. Diese Linie hilft, den Start- und den Endpunkt des Pfads auf gleiche Breite (X-Achse) zu setzen. Das ist notwendig, damit die 3D-Figur später geschlossen wird. Jetzt können wir mit dem Pfadwerkzeug die Umrisse des Scans nachzeichnen. Dabei ist leidglich darauf zu achten, dass der Pfad auch schön eng an der Figur anliegt. Mit den Tangenten (das sind die kleinen Anfasser an den Punkten) lassesn sich die Rundungen sehr leicht ausarbeiten. Sobald
die Umrisszeichnung 'steht', kann der Pfad exportiert werden. Diese Option befindet sich in Photoshop unter:
Datei - Exportieren - Pfade -> Illustrator
(Diese Funktion sollte in anderen Programmen an ähnlicher Stelle zu finden sein)
Pfade entsprechen den Splines im 3D-Bereich. Alternativ hätten die Splines auch in der 3D-Software erstellt werden können. Allerdings ist es meist komfortabler, diese in Photoshop oder einer ähnlichen Software zu erstellen. |
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Schachfigur per Pfad - 2. Vorbereitung des Spline-Objekts |
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Vor der Rotation des Pfades (von nun an: ein Spline, denn wir befinden uns nun quasi in der dritten Dimension) gilt es noch eine Vorbereitung zu treffen: Cinema4D hat die Angewohnheit, die aus Illustrator importierten Pfade so in der Ansicht zu positionieren, dass die untere linke Kante des Objekts auf dem Punkt 0-0-0 (X-Y-Z) liegt. Die Objekt-Achse liegt hierbei in der Mitte des Objekts. Damit wir einen sauberen Nullpunkt
für das Objekt haben, bietet es sich an, die Objekt-Achse auf dem unteren Ende des Objekts zu plazieren. Da die Objektachse als Referenzpunkt für die Rotation dient, sollte diese sich ebenfalls an der Innenseite des Objektes befinden.Dies entspricht dann dem Start- oder Endpunkt des Splines. Das geht am einfachsten mit dem Axis-Tool von 'DLP'* (Download unter Cinema4D-Treff). Alternativ können wir folgendermassen vorgehen:
Als erstes plazieren wir das Objekt auf dem Null-Punkt . Einfach im Koordinaten-Manager unter Position alle Werte auf null setzen. Dann aktivieren wir das Werkzeug 'Objekt-Achse bearbeiten' und tragen im Koordinaten-Manager folgendes ein: Position X: Wert Größe X geteilt durch 2 Position Y: Negativer Wert Größe Y geteilt durch 2
Danach wieder das 'Objekt bearbeiten'-Werkzeug aktivieren und das Objekt erneut auf den 0-0-0-Punkt setzen. Nun können wir den Spline leicht in ein 3D-Objekt umwandeln. Die gerade positionierte Y-Achse dient zur späteren Positionierung auf dem Boden oder auf anderen Körpern.
*Nachträgliche Anmerkung (20.10.2002):
Unter Cinema 4D-Release 8 arbeitet das DLP-Plugin meines Wissens nach nicht mehr. Ich empfehle daher die Verwendung des Plugins "Dynamic Axis" von Paul Everett. Diese Plugin positioniert die Achse zwischen selektierten Flächen und Punkten. Wird nur eine Fläche oder ein Punkt selektiert, wird die Objektachse genau dort plaziert. Dieses Plugin ist ebenfalls über den Cinema4D-Treff zu beziehen. |
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Schachfigur per Pfad - 3. Erstellen der Figur durch Rotation |
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Im nächsten Schritt erstellen wir den Grundkörper, den wir später noch mit ein paar Details aufpeppen können.
Jetzt macht es sich bezahlt, dass wir den Spline und seine Achsen so sorgfältig auf dem Null-Punkt des Welt-Koordinatensystems ausgerichtet haben. Wir müssen nun nur noch einen Rotationskörper (Lathe-Nurbs) erstellen und unseren Spline dort hinein werfen - fertig! |
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Schachfigur per Pfad - 4. Konvertieren des Nurbs-Objekts |
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Nun ist die Dame beinahe fertig. Es fehlen nur noch ein paar Details. Im Fall der Dame handelt es sich um die Krone. Für die Zacken gibt es wie so oft in der 3D-Welt mehrere Lösungswege. Wir könnten ein Objekt erstellen und dieses dann mittels Boolescher Operation von der Lathe-Nurbs-Dame abziehen. Das ist allerdings zu aufwendig. Es geht einfacher - und zwar folgendermaßen: Als erstes konvertieren wir die Dame in ein Polygonobjekt. Dies geht am schnellsten mit einem Druck auf die Taste 'c'. Alternativ können wir über das Menü gehen.
Hinter dem Punkt 'Struktur' befindet sich unter anderem die Option 'Grundobjekt konvertieren'. Diese wandelt das Lathe-Nurbs in ein Polygonobjekt um. An dem Polygonobjekt lässt sich nun schnell die Krone erstellen. |
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Schachfigur per Pfad - 5. Ausarbeiten der Krone |
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Nachdem wir die Dame nun als Polygonobjekt vorliegen haben, wechseln wir in den Modus 'Punkte bearbeiten' . Ganz nach Geschmack wählen wir nun in der Draufsicht die Punkte aus, die wir im nächsten Schritt in Zacken umwandeln werden. Hier macht es Sinn, die Punkte so zu wählen, dass sie zueinander die gleichen Abstände haben. In dem Beispiel links sieht das folgendermaßen aus:
gewählte Punkte - nicht selektiert - nicht selektiert - gewählte Punkte - usw.
Nachdem die gewünschten Punkte gewählt wurden, wechseln wir wieder in die Seitenansicht und verschieben die Punkte mit dem Verschiebewerkzeug über die Y-Achse des Objekts. Einfach auf die grüne Objekt-Achse klicken und verschieben. Alternativ hätten wir auch die X- und Z-Achse sperren können und die Punkte dann mit dem Verschiebe-Werkzeug und einem Klick irgendwo in das Objekt verschieben können. Aber so geht es schneller.
Sehen wir uns das Ergebnis bisher einmal an: Schon ziemlich gut!, aber um das Ganze zu verfeinern fehlt noch ein kleiner Schritt. |
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Schachfigur per Pfad - 6. Die letzten Schritte |
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Damit die Krone der Dame zum Rest des Objekts passt, legen wir einen Hyper-Nurbs-Container an. Das ist der Drahtgitter-Würfel mit der Kugel. (Als Eselsbrücke: Wieso das Symbol so ausieht? Erstelle einen Würfel mit den Standardvorgaben und wirf diesen Würfel in einen Hyper-Nurbs-Conatiner mit Standardvorgaben! Das Ergebnis wird kugelig.) Auch hier begnügen wir uns mit den Standardwerten. (Anm.: Alternativ
kann auch mit dem Glätten-Tag im Objekt-Manager gearbeitet werden) Unsere Dame ist nun fertig! Das einizge was nun noch fehlt ist ein Material. Hier macht alles Sinn was gefällt.
Meiner Meinung nach ist dies der einfachste Weg, wenn es darum geht, Schachfiguren zu erstellen. Allerdings ist diese Technik nicht besonders dazu geeignet Maßstabsgetreu zu modeln. Dafür kann diese Technik aber für fast alle Figuren eines Schachspiels eingesetzt werden. Die einzige Ausnahme bildet das Pferdchen, da es sich hier um eine Figur handelt, die nicht mit einem Rotationskörper erstellt werden kann.
Wer einmal mit Cinema 4D Schach spielen möchte, sollte einen Blick auf dieses Tutorial werfen, das aber nur auf der "Cinema 4D Release 8" genutzt werden kann. Cinema 4D als Schachcomputer » |
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