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Die Frage: Pyramiden entlang eines Pfades erscheinen und stehen lassen |
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Ich möchte einen einfachen Körper, eine Pyramide, entlang einem Spline (Spirale) etwa 50 mal addieren (wobei der Spline nachher natürlich nicht sichtbar sein wird). Eigendlich ja recht simpel, allerdings soll es eine Animation werden, bei der alle 15 Frames eine Pyramide zum vorigen Modell hinzuaddiert wird. Also starte ich mit Pyramide 01 und alle 15 Frames kommt eine weitere dazu, bis die 50 erschienen sind und so eine "neue" Form entstanden ist, die aus allen zusammen besteht. Danach soll das Ganze wieder rückwärts gehen.
Robert... am 13.09. per Mail |
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Die Antwort: das Emitter-Objekt macht das Rennen |
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Zur Lösung dieses Problems gibt es mehrere Ansätze. Am naheliegendsten ist es, von der Pyramide 50 Instanzen zu erstellen, und dies dann im Zeitleistenfenster (Shift + F3) per Hand auszublenden. Aber genau hier liegt das Problem: "per Hand". Das ist mühselig und anstrengend. Es muss also einfacher, automatisch gehen. Der nächste Gedanke war, die Pyramiden per Expression ein und auszblenden, das funktiniert aber in älteren Versionen nicht. Fiel mir das Emitter-Objekt ein. Dort lässt sich die Bewegung der Partikel stoppen und der Emitter bewegen. Das Ergebnis ist ein Emitter,
der entlang eines Splines bewegt wird und die Pyramiden fallen lässt. Wir arbeiten also mit Partikeln, die an Ort und Stelle stehen bleiben!
Wichtig:
Das folgende Beispiel nutzt ein Dokument mit den Werten "minimum=0" und "maximum=750". Diese Werte sind wichtig für die Animation. Denn diese Werte müssen ebenfalls am Emitter eingestellt werden. |
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Emitter-Objekt als "Stift" - 1. den Animationspfad erstellen |
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Als erstes erstellen wir ein neues Dokument und legen darin einen Spline an, auf dem die Pyramiden später erscheinen sollen. Aus Bequemlichkeit habe ich ein Formelobjekt plaziert und diesen in dann in einen Spline konvertiert. Das konvertieren geht schnell und einfach über die Taste "C".
Das Formelobjekt findet Ihr in der Icon-Leiste oder unter "Objekte > Spline-Grundobjekte > Formel"
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Emitter-Objekt als "Stift" - 2. das Emitter-Objekt einstellen |
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Im nächsten Schritt erstellen wir ein Emitter-Objekt, das den Spline langfahren wird und dabei die Pyramiden quasi "verliert". Dazu muss die "Geburtsrate" auf 1 und die "Gewschindigkeit auf 0" gestellt werden. Dies bedeutet, dass der Emitter pro Sekunde eine Pyramide aussetzt, das sich dann nicht bewegt. Dies geschieht alles unter dem Punkt "Partikel". Mit Emission starten und Emission
stoppen können
wir den Anfang und das Ende der Animation einstellen. Hier machen die Dokumeneinstellungen "minimum" und "maximum" Sinn. Also dort die Werte raussuchen und hier eintragen. Die
Lebensdauer der Partikel kann deutlich über dem "maximum"-Wert des Dokumentes liegen.
Damit die Partikel nicht willkürlich
auf dem Spline erscheinen, muss die Fläche
des Emitters begrenzt werden. Der ganze Trick ist hierbei, den Emitter sehr klein zu halten, damit die Pyramiden alle auf dem Spline erscheinen. Also setzen wir die x- und die y-Länge
jeweils auf 1.
Jetzt erstellen wir noch eine Pyramide (befindet sich bei den Grundobjekten) und werfen diese in den Emitter. Das ganze sollte dann bis jetzt so wie im rechten Bild aussehen.
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Emitter-Objekt als "Stift" - 3. die Bewegung entlang des Pfades |
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Damit sich der Emitter auch entlang der Formel bewegen kann, muss dieser in eine Positionsspur umgewandelt werden. Das geschieht im Zeitleistenfenster, dass sich mit (Shift + F3) öffnen lässt. Unter dem Menüpunkt "Objekte > Spline zu Positionsspur" lässt sich dies schnell bewerkstelligen. Es öffnet sich ein kleiner Dialog, in dem das umzuwandelnde Spline angegeben werden muss. Hier genügt es, einige Anfangsbuchstaben einzugeben. Cinema4D dann erkennt nahezu automatisch das gewünschte Objekte. Die so erzeugten Animations-Spuren können dann einfach von dem Spline auf
den Emitter geschoben werden (siehe Bild). Die Anzahl und Art der Keyframes hängt hier von der Größe und Art des Splines, sowie dessen Position ab. Ein Klick auf den Play-Button zeigt dann schon ganz deutlich, wie sich de Emitter entlang des Splines bewegt.
Optional:
Damit die Pyramiden in Abhängigkeit
des Splines ausgerichtet werden, kann mit einer Expression gearbeitet werden. Dabei kann der Emitter dann entlang des Pfades ausgerichtet werden.
Sollen die Pyramiden nacheinander verschwinden, nachdem Sie entsatnden sind? Auch das ist kein Problem. Wieder einmal ist dies nur reine Mathematik. Hierzu ändert Ihr die Dokumentvoreinstellung folgendermaßen:
minimum= 0 und maximum=1500 (sprich 2x 750, siehe auch nächsten Abschnitt)
Als Lebensdauer für die Partikel wird dann ein Wert von 750 eingegeben. Diese beiden Änderungen haben folgende Auswirkung: Die Partikel werden bis Bild 750 geboren und ab Bild 750 beendet der Emitter seine Arbeit und die entstanden Pyramiden verschwinden wieder von der Bildfläche, da Ihre Lebensdauer abgelaufen ist.
Das ganze sieht dann ein wenig wie "Zini" von "Spaß am Dienstag" aus. (Falls den noch jemand kennt :)
Für
Studienzwecke habe ich die Datei, die ich während der Entstehung des Tutorials erstellt habe um die Screenshots zu machen, hier für euch als Download. Nicht enthalten ist allerdings das Verschwinden der Pyramiden, aber das sollter Ihr leicht anpassen können, wenn Ihr den vorherigen Absatz aufmerksam verfolgt habt.
Die Cinema4D-Datei herunterladen (6kB) »
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