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SOS, ich brauche Ihre Hilfe. Ich bin schwer verletzt, dem Tode nah. Ich bin zu schwach um hier wegzukommen. Ich bin ganz allein. Dies ist kein Scherz. In Gottes Namen, bitte gehen Sie nicht weg, bitte retten Sie mich. Ich bin nicht weit, gehe Beeren sammeln. Bin gegen Abend wieder da. 

Danke, Chris McCandless (August?)

Mit diesen verstörenden Zeilen beginnt Jon Krakauers Roman 'In die Wildnis' über das kurze Leben des Chris McCandless alias Alexander Supertramp.

Und McCandless Botschaft war tatsächlich ernst gemeint, denn in einem ausgedienten, alten Bus mitten in der Wildnis Alaskas wird die Leiche des jungen Mannes gefunden ...

Der Autor Jon Krakauer geht nun der Frage nach, wer dieser scheinbar etwas durchgeknallte Mann war, der ohne Ausrüstung und nur mit einem Sack Reis als Nahrung in die Wildnis Alaskas zog - um irgendwelche Ideale, die jenseits unseres Verständnisses liegen, zu erreichen? Oder gar, um zu sterben?

Chris McCandless wächst in einer scheinbar intakten, gut situierten Familie in der Nähe Washingtons auf. Sein Vater, ein hochangesehener Wissenschaftler bei der NASA ist in zweiter Ehe mit Billie verheiratet und sie haben außer Chris noch eine Tochter, Carine, zu der Chris ein sehr herzliches Verhältnis hat. Chris, so erfahren wir schnell, ist ohne Zweifel ein Genie. In der Schule hat er nur die besten Noten, daneben gelingt es ihm schon in der Kinder- und Jugendzeit spielend Geld mit allen möglichen Unternehmungen zu verdienen, obwohl er grundsätzlich an Geld überhaupt kein Interesse hat, außerdem spielt er hervorragend Klavier und ist bei jederman sehr beliebt. Aber es gibt auch die andere Seite des Chris McCandless. 

Schon während der Schul- und Studiumszeit zieht er in den Ferien wochenlang alleine durchs Land, ohne sich bei seinen Eltern zu melden und ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie sehr sie sich um ihn sorgen. Noch schlimmer kommt es dann, als er 1990 nach seinem erfolgreich beendeten Studium ohne ein Wort zu sagen seine Familie für immer verläßt, sich nie wieder bei ihnen meldet und sich ab sofort Alexander Supertramp nennt.

Auf Grund Jon Krakauers hervorragender Recherchen begleiten wir Chris, der sein gesamtes Erspartes einer wohltätigen Vereinigung überweist und den Rest seines Geldes verbrennt, nun auf seinen Reisen quer durch das Land, von South Dakota zum Pazifik, vom Grand Canyon bis zum Golf von Mexiko. Auf seiner Reise schließt er Freundschaft mit Wayne Westerberg, für den er mehrmals auf dessen Farm arbeitet, sowie dem Hippiepärchen Jan und Bob. Aber auch seine neu gewonnen Freunde können ihn letztlich nicht davon abhalten, nach Alaska zu trampen, um abseits der Zivilisation seine Grenzen kennenzulernen - und diese Grenzerfahrung endet letztlich tödlich ...

Der freie Schriftsteller Jon Krakauer wurde kurz nach dem Fund des Leichnams Chris McCandells vom Outside-Magazin dazu aufgefordert, McCandells Geschichte für die Zeitschrift zu recherchieren. 1992 erschien der Artikel (hier Jon Krakauers Artikel 'Death of an Innocent' lesen - PDF) und löste eine große Resonanz, sowohl in positiver, als auch in negativer Hinsicht aus (The Authors Introduction - PDF). Jon Krakauer stellte seine eigene Arbeit nicht recht zufrieden, zu schnell musste alles geschehen und zu wenig konnte er in den Artikel packen, wo es doch so viel zu erzählen gab. So beschloss er, seinen einstigen Artikel zum Roman zu machen.
Hier versucht er nun eher aus journalistisch-psychologischer Sicht herauszufinden, ob Chris McCandless ein naiver Verrückter war oder von Idealen getrieben wurde, die einfach außerhalb unserer Vorstellungskraft liegen.
Jon Krakauer war selber in seiner Jugend passionierter Bergsteiger mit dem Hang zu gewagten Grenzerfahrungen, was zusätzlich eine sehr persönliche Note in den Roman mit einbringt.

Eine außerordentlich gut erzählter, sehr bewegender Roman nach einer wahren Begebenheit.

 

Chris McCandless vor 'seinem' Bus



Filmkritiken
 

Nationalgraphic - Sean Penn and Jon Krakauer: Back into the Wild

San Francisco Gate - Sean Penn and Emile Hirsch talk about "Into The Wild"

New York Times - Movie Review & Video

IGN-Interview mit Sean Penn (Danke an Béatrice für den Linktipp!)

nj.com - At 47 Sean Penn has a new look on life ...

AP - Director Sean Penn goes "Into The Wild" (Nochmals Danke an Béatrice!)

SLATE - A borderline unforgivable decision mars a worthy movie

Moviehole - "Into the Wild" Review

Los Angeles Times - "Quest of a lifetime"

Variety - "Into the Wild" Review

The Hollywood Reporter - The thrill ride of a boy's big adventure turns deadly.

Cinematical - "Into the Wild" Review

 

 

Der Film

Regie Sean Penn
Buch Jon Krakauer
Drehbuch Sean Penn
Produzent Art Linson und William Pohlad

 

Die Schauspieler

Emile Hirsch Christopher McCandless
Catherine Keener Jan Burres
Vince Vaughn Wayne Westerberg
Marcia Gay Harden Billie McCandless
William Hurt Walt McCandless
Kristen Stewart Tracy
Thure Lindhardt  Thomas 

Schauspieler Emile Hirsch

Komplette Besetzung HIER nachlesen

 


 

 

Der Roman wird verfilmt - Links

Sean Penn führt wieder Regie Sean Penn inszeniert "In die Wildnis" 
Sean Penn führt wieder Regie Ein Beitrag dazu bei Zelluloid.de
Sean Penn in South Dacota Penn scouts South Dakota locations for upcoming film
Sean Penn in Alaska Yes, that really is director Sean Penn
Keener & Vaughn sind dabei Keener und Vaughn verschägt es "In die Wildnis"
Sean Penn kommt nach Arizona  Hollywood coming to Bullhead City in June
Sean Penn zurück in Alaska Artikel in der Anchorage Press
'Into the Wild' Crew in Arizona 'Into the Wild' film crew in BHC and Laughlin 
Hurt und Harden im Team Hurt und Harden joining Penn's "Wild" kingdom

 

 

Weitere interessante Links zum Thema

Über den Autor Jon Krakauer in Wikipedia Mehr über Jon Krakauer
Über Chris McCandless in Wikipedia Mehr über Chris McCandless
Jon Krakauers Artikel im Outside-Magazin Death of an Innocent (PDF)
Buchkritik der New York Times New York Times Review
   

 

 

 

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