Japan Radtour Kyoto - Tokyo 2005
Radtour in Japan – das geht?
Meine Radtour in Japan war ja ein ziemlicher Schuss ins Blaue. Bis ich los gefahren bin habe ich eigentlich nur wenig über Möglichkeiten und Grenzen denen ich begegnen könnte gewusst. Ich hatte zwar im Internet mal eine Weile nach einer geeigneten Informationsquelle gesucht, jedoch nichts so richtig passendes gefunden. Dies ist auch ein Grund warum ich diesen ausführlichen Bericht geschrieben habe. Damit sich andere Radfahrbegeisterte vielleicht besser darauf vorbereiten können.
Allerdings habe ich inzwischen eine sehr gute Seite gefunden. Das einzige Räzelhafte daran ist das ich sie damals vor meiner Tour nicht gefunden habe. Aber ich habe es nun auch ohne sie geschafft.
www.velofahren.de
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Im Endeffekt gab es auf jeden Fall weniger Hindernisse als befürchtet. Zuerst einmal zur Landschaft: Japan ist fast ein einziges Gebirge. Allerdings sind die Küstenstreifen – Zumindest die 500 km die ich abgefahren habe – meist recht breite Ebenen ohne Berge. Im Landesinneren in den Bergen ist die Landschaft sehr schön und von Wäldern dominiert. Die flachen Küstenstreifen hingegen sind fast durchgängig bebaut und haben meist dörflichen Charakter. Landwirtschaft gibt es auch, jedoch nur vereinzelt. Im Endeffekt hat man die Wahl entweder auf einer großen Küstennahen Bundesstraße, oder parallel dazu auf kleinen, leeren Dorfstraßen zu fahren. An den Bundesstraßen gibt es immer auch einen Fußweg. Da dieser aber teilweise recht schlecht ist und immer durch Querstraßen unterbrochen, fährt es sich da recht schlecht.
Das Zelten ist in Japan eigentlich verboten. Allerdings war es für mich trotzdem kein Problem geeignete Zeltplätze, teilweise auch inmitten der Siedlungen zu finden. Niemand hat etwas gesagt. Allerdings bin ich auch immer bis in die Dunkelheit gefahren und auch mehr oder weniger früh wieder los. Und ich war auch nicht der einzige Zelter. Auf meiner Tour bin ich noch zwei anderen, japanischen Fahrradreisenden begegnet. Auch sie haben gezeltet.
Verpflegung ist überhaupt kein Problem. An den großen Straßen und in jeder Ortschaft reihen sich die Supermärkte („conbini“) regelnacht aneinander. Es gibt mindestens alle 5 km einen, meist mehr. Man kann dort relativ günstig O Bento – eine Art Lunchpaket, – warme Imbiss Angebote, sowie Bäckerwaren und natürlich Getränke kaufen. Außerdem gibt es auch immer eine Toilette. Es gibt viele verschiedene Conbini-Ketten. In einigen kann man auch mit Kreditkarte bezahlen (Lawson, Circle-K & Sun’s). Viele sind im Atlas eingezeichnet, aber längst nicht alle.
Eine weiteres, zumindest für mich damals sehr wichtiges Produkt, sind Hokairos. Dies sind eine Art große Pflaster (ca. 13x10 cm) das man sich normalerweise innen an die Kleidung klebt. Sobald man es aus der Packung befreit hat, erwärmt es sich und heizt dann ca. 6 – 8 stunden. Mit ihnen habe ich mir meinen für die doch noch etwas kühle Jahreszeit zu dünnen Schlafsack aufgewärmt. (es war Nachts vielleicht zw. 6 u. 12 °C)