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StD Hans-Joachim Batscheider

StD Hans-Joachim Batscheider,
Seminarlehrer der Seminarschule Höchstadt

Ich gehöre zur sog. zweiten Generation der Seminarlehrer für Sozialpädagogik und habe selbst an der Universität Bamberg das LAB-Studium Sozialpädagogik absolviert. Seit Einrichtung des Studienganges Gesundheitspädagogik im Wintersemester 93/94 an der Universität Bamberg lehre ich an der Fakultät Pädagogik/Philosophie/Psychologie im Fach Gesundheitspädagogik die Disziplinen Fachdidaktik Gesundheitspädagogik und Methoden und Medien der Gesundheitspädagogik. Zuvor habe ich über viele Jahre an sozialpflegerischen Schulen sowie an Berufsfachschulen des Gesundheitswesens u.a. das Fach Sozialhygiene unterrichtet. Von daher sind mir sowohl die theoretischen wie die praktischen Anforderungen im Erst- wie im Zweitfach vertraut

Vor Übernahme der Aufgabe in Höchstadt war ich an der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik in Kulmbach, wo ich insbesondere die Fächer Menschenführung, Arbeitsorganisation und - im Rahmen der Ausbildereignungsbefähigung - auch Berufs- und Arbeitspädagogik unterrichtete.

Meine mittlerweile über zehnjährigen Erfahrungen aus der universitären Phase der Lehrerbildung lassen mich manche Schwierigkeiten während des Referendariats besser verstehen und sind mir wertvoller Ratgeber für meine Arbeit im Seminar. So fühlen sich viele Studienreferendare nach ihrer wissenschaftlichen Ausbildung nur unzureichend auf die Aufgaben im Referendariat vorbereitet. Die Herausforderungen im Umgang mit SchülerInnen, KollegInnen und Vorgesetzten einerseits, aber auch durch Unterrichtsvorbereitungen, Unterrichtsbesuche, Nachbesprechungen, Lehrproben und Beurteilungen andererseits, sind allesamt Neuland und führen mitunter zum viel zitierten Praxisschock. Doch ist dieser Praxisschock letztlich das Ergebnis der enormen Spannung zwischen Erziehungswissenschaft und Unterrichtspraxis - kaum in einem anderen Fachgebiet gibt es ein ähnliches Theorie-Praxis-Gefälle. Da sich die Ausbildung künftiger Studienräte nicht an der Meisterlehre des Vormachens und Nachmachens orientieren kann, muss der Seminarlehrer Partner der Referendare im Bemühen um eine Versöhnung der Unterrichtstheorie mit der schulischen Wirklichkeit sein. Das heißt, er muss systematisch die Einsicht fördern, dass die Erziehungswissenschaft ein hilfreiches Instrumentarium zur Lösung praktischer Unterrichtsaufgaben bereithält.

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und die Hintergründe der Seminarschule in Höchstadt
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