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Atlans Sieg
- von Andreas Dempwolf -
Die Situation war Aussichtslos, wie es schien. Es gab keine Möglichkeit mehr, zu entweichen. Der Druck den sein Gegenüber auf ihn ausübte war einfach zu stark.
So stellte sich die Situation für Perry Rhodan an Bord der IRONDUKE dar, die Antribslos zwischen den Sternen im freien Fall dahintrieb.
Sein Gegenspieler war kein Geringerer als der Arkonidische Imperator Gonozal VIII - sein alter Freund Atlan höchstpersönlich!
Es war noch gar nicht so lange her, daß sie das Blaue System "wiederentdeckt" hatten, womit ihrer seits die Akonen nicht so ganz zufrieden waren, gelinde ausgedrückt.
Auf der Galaktischen Bühne war einiges in Bewegung geraten seitdem.
Doch das war jetzt nebensächlich. Momentan hatte er ein viel drängenderes Problem: Wie kam er aus der Umklammerung Atlans heraus?
* * *
Und dabei hatte alles recht positiv für Perry begonnen.
Nach dem ersten Schlagabtausch befand er sich noch im Vorteil und es sah ganz so aus, als solle Atlans ungestümes Vorpreschen ihm selber zum Verhängnis werden. Atlan hatte sofort seine Deckung geöffnet und war weit vorgestoßen, was naturgemäß nicht ohne Verluste ablief. Perry hatte schnell alles unter Kontrolle und nahm in kürzester Zeit Schlüsselpositionen ein. Eigentlich kontrollierte er das gesamte Feld und blockierte Atlan wo es ging. Dieser konnte keinen Angriff wagen, ohne selber eine Verlust zu riskieren - Perry wähnte sich schon als Sieger.
Doch dann brach Atlan an seiner linken Flanke durch. Zug um Zug verlor Perry Rhoden an Atlan. Ein paar mutige Opfer auf Seiten des Arkoniden, die auch auf Perrys Seite Verluste herbeiführten, und schon war wieder alles wieder wie zu Beginn.
Jeder lauerte auf einen Fehler des anderen, um dann, im Gegenzug, das Blatt zu seinen eigenen Gunsten zu wenden.
'Gucky müßte hier sein um mir zu helfen' dachte Perry.
Doch der Mausbiber hielt sich aus der Sache heraus. Beide, Perry und Atlan, waren Freunde des Mausbibers. Er wollte nicht zugunsten des einen eingreifen, um es sich nicht mit dem anderen zu verscherzen. Mit dieser Situation würden sie schon selber klar kommen müssen.
Plötzlich, völlig unerwartet für Perry, traten die Springer in Aktion und trieben ihn endgültig in die Enge. Atlan hatte ihn mit seiner schnellen und scheinbar unüberlegten Offensive zu Beginn gefoppt - und er, der sogenannte "Sofortumschalter", war auf diesen plumpen Trick hereingefallen. Nur so war es zu Erklären, daß er den Aufmarsch der Springer, der, zugegeben, von Atlan gut gedeckt worden war, nicht bemerkt hatte, beziehungsweise als nicht bedrohlich für sich eingestuft hatte.
Nun war es zu spät. Gnadenlos hielten ihn die Springer in Schach. Atlan triumphierte.
Bully, der von Anfang an an Perrys Seite dabei gewesen war, schüttelte den Kopf. "Es ist aus, Perry. Verloren."
Krampfhaft suchte Perry nach einem Weg aus der Miesere, ging in Gedanken alles noch einmal durch - wo war der Fehler? Dann sah er zu Bully, der jetzt neben ihm stand, auf. "Meinst Du wirklich, Dicker?"
Bully nickte nur.
Perry konnte es nicht glauben. Gut, Atlan hatte seinen Extrasinn und war damit Strategisch im Vorteil - er als "Sofortumschalter" hatte gegen einen Extrasinn anscheinend doch die schlechteren Karten.
Wieder einmal hatte der alte Arkonidenhäuptling ihn Ausgetrickst.
Atlans letzter Zug war die Bestätigung von Bullys Worten.
"Schach - und Matt!" sagte der Arkonidische Imperator mit einem Lächeln seinem Gegenüber.
- ENDE -
Quelle: WORLD OF COSMOS Nr. 18
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