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Das Buch der Schweiz
- von Torben Kneesch-
Teil 4
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Wenige Tage später war die Schweiz belagert. Die Solare Flotte,
bestehend aus der TITAN, der STARDUST II, der GANYMED, der TERRA, der SOLAR
SYSTEM und der CENTURIO, war im Einsatz. Gleichfalls marschierten Roboter
an die Grenze. Sogar einige alte Marine-Schlachtschiffe waren in den Bodensee
transferiert worden. Perry Rhodan war wild entschlossen, die Menschheit
jetzt zu einen. Kurz nachdem er ein Ultimatum verkündet hatte, bat
Bundespräsident Rösli um eine UNO-Vollversammlung.
Rhodan lachte dreckig, als Bundespräsident Rösli den Versammlungsraum
betrat. Um sie herum waren nur leere Ränge. Der Schweizer blickte
sich ruhig um, währen der Terraner triumphierte.
„Was sagen Sie nun, Rösli? Wir beide sind die Vollversammlung.
Und wissen Sie was? Den Sicherheitsrat bilde ich allein, ich, der Erbe
des Universums!"
„Die Schwyz icht neutral. Die können Sie nichht erben!"
Rhodan holte es schnell nach, den Translator einzuschalten. Dann sprach
er weiter:
„Was wollen Sie machen, Sie alte Bergziege? Ich bin unsterblich, ich
kann die Geschichtsbücher über mich selbst schreiben, Ich kann
machen, was ich will, irgendwann wird doch Gras über die Sache wachsen!
Ha!"
Rösli lächelte und griff in seine Tasche. Er holte ein rotes
Buch mit einem weißen Kreuz darauf hervor.
„Das ist das Buch der Schweiz. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind
in jedem Kanton hat eine Kopie davon. Darin steht die wahre Geschichte
der Menschheit, und sie wird weiter geschrieben über Generationen."
Rhodan erbleichte. Heftig kratzte er an seiner kleinen Narbe auf dem
Nasenflügel.
„Was wollen Sie, Rösli?"
„Sie sollen unsere Neutralität wahren. Wenn Sie, oder einer
Ihrer Nachfolger, sich nicht daran hält und unfair wird, wird dieses
Buch groß aufgelegt. Gehaben Sie sich wohl!"
Perry Rhodan, Administrator des Solaren Imperiums, stand in hilflosem
Zorn da, während Bundespräsident Rösli in Ruhe sein Buch
einpackte und den Versammlungsort verließ. Solange er sein Hirn zermaterte,
fiel ihm kein Weg ein, wie er seine geeinte Menschheit kriegen konnte und
als Held in die Menschheitsgeschichte eingehen konnte. Vorerst mußte
er sich mit einem dunklen Fleck auf seiner Landkarte abfinden. Aber eines
Tages ...
„Ja, ja der Herr Rhodan hat sich damals ganz schön reingesteigert!"
Botschafter Felix lachte, während er in sein Buch blickte. Paola
Daschmagan wurde hastig von dem Techniker geweckt, bevor der Schweizer
zu ihr aufblickte.
„Ah, ja, tolle Geschichte. Wo waren wir stehengeblieben?"
Felix überlegte.
„Ah ja, Sie wollten Kredit. Ah, wissen Sie was, der Käseabsatz
ist gerade sehr gut. Mode auf Arkon. Ich gebe Ihnen Ihren Kredit." Er wedelte
mit dem Buch der Schweizer. „Sie wissen ja jetzt wieder, wo Ihr Platz ist,
ah?"
Paola Daschmagan lächelte gequält, während Botschafter
Felix aufstand und ihr behelfsmäßiges Büro verließ.
„Wenn man ein neues Bollwerk hätte", überlegte sie laut,
„dann könnte man doch eventuell die Schweiz ... Gibt es eigentlich
noch diesen Planeten mit den tollwütigen Halutern?"
- ENDE -
PS: Dieses Kapitel des Buchs der Schweiz wurde den Anwesenden des PR-Stammtisch
Abaton am 14. Mai 1999 zugespielt. Sollte irgendein
Mitglied des SFC-BHG ein weiteres Kapitel zugespielt bekommen, möge er
es umgehend an die Redaktion einschicken.
Quelle: WORLD OF COSMOS Nr. 20
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