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Die Fratze
- von Gerhard van Dyke -
Die Videokamera, die er sich gerade
gekauft hatte, war wirklich toll. Es war bereits dunkel geworden, als er
sich auf den Heimweg machte. Zudem war Neumond und wären die Straßenlaternen
nicht gewesen, hätte man kaum die Hand vor Augen gesehen. "Die könnten
in dieser armseligen Stadt ruhig mal für bessere Beleuchtung sorgen."
Seine Gedanken streiften umher, als er in einer dunklen, einsamen Straße
angelangte. Da bemerkte er auf der gegenüberliegenden Straßenseite
in Büschen ein helles Flackern und Blitzen.
"Welch ein Zufall", dachte er, "so
ein Naturphänomen habe ich auch noch nicht gesehen."
Kurzentschlossen packte er seine Videokamera
aus und nahm diese "Naturerscheinung" - so glaubte er in seinem jugendlichen
Leichtsinn - auf und ging fröhlichen Tatendrangs nach Hause.
Da angekommen spielte er den aufgenommenen
Film sogleich auf seinem Videogerät ab.
Er stutzte.
Das was auf dem Film war, hatte er
nicht aufgenommen und noch nicht einmal gesehen:
Im Flackern dieser Lichterscheinung
stand ein dämonisches Wesen, das ihn mit einer höllischen Fratze
hämisch angrinste.
Später beschor er unter Eid,
dass dieses Wesen beim Filmen nicht da war...
- ENDE -
Quelle: WORLD OF COSMOS Nr. 18
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