Geschichte

 

Namentlich erwähnt wurde die Schützengilde Baindt erstmals 1916, aus diesen Jahren wurden Kassenberichte gefunden, aus welchen hervorgeht, daß die Schützengilde Waffen und Gerätschaften beschaffte.

Aus einem Protokollbuch der Schützengilde Baindt geht die eigentliche Gründung als Verein auf das Jahr 1925 zurück. Die Einleitung des Original Protokollbuches lautet wie folgt:

Die Schützenriege Baindt wurde im Frühjahr 1925 gegründet, in der Wirtschaft von Karl Ullrich zur Linde hier. Zweck der Vereinigung ist die Pflege des Kleinkaliber Schießsports und der zu seiner Ausübung erforderlichen Leibesübungen, unter Ausübung jeder politischen Betätigung im Rahmen des Vereins. Der Kleinkaliberschützverein Baindt ist Mitglied des Verbandes württembergischer Kleinkaliber Schützen Verein. dessen Richtlinien er anerkennt. Er nimmt an dessen Versicherungsbedingungen teil. Es gelten die Schießregeln der württembergischen Sportbehörde für Kleinkaliber Schießen.


Die Vereinigung besteht aus: gedienten Schützen und ungedienten oder Jungschützen. Ordentliches Mitglied kann jeder unbescholtene vaterländisch gesinnte Deutsche werden, der das 17. Lebensjahr vollendet hat. Zu Ehrenmitgliedern können Personen ernannt werden, die sich besondere Verdienste um den Verein erworben haben.

Als Aufnahmegebühr ist für jedes Mitglied eine Mark zu entrichten. Die Satzung, die Schießordnung und sonstige rechtskräftige Beschlüsse erkennt jedes Mitglied durch seine Beitrittserklärung an.

Vorstand ist Herr Förster Schwegler, Baindt, Schützenmeister ist Franz Schmid, Baindt, Kassierer ist Josef Locher, Baindt. Mitglieder sind noch folgende: Karl Käser, Josef Kibler sen., Gebhard Locher, Hans Jöchle, Josef Knitz, Anton Bott, Georg Locher.
Von 1925 - 1931 wurden von der Schützengilde Baindt Gau-, Bezirks- und Landesschießen abgehalten. Anfänglich standen den Schützen 3 Stände zur Verfügung, welche bereits 1927 laut Protokoll von Herrn Franz Jerg Sen. umgebaut wurden. Beim Gauschießen 1930 wurde Franz Schmid von der Schützengilde Baindt Gaumeister mit 100 Ringen. An der 6.Versammlung am 04.01.1931 wurde Franz Jerg Sen. zum neuen Vorstand des Vereins gewählt.
Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung im März 1931 wurde beschlossen, daß der Name Schützengilde Baindt künftig Schützenverein St. Sebastian Baindt lautet.

Zu Beginn des 3. Reiches verlieren sich die Aufzeichnungen. Es ist nur bekannt, daß der Schießstand weiter benutzt wurde.

Die Wiedergründung der Schützengilde Baindt erfolgte am 09.07.1966 durch Franz Pillich. Dieser wurde auch zum 1. Vorstand gewählt. Zu dieser Zeit wurde der Schießbetrieb in einem Fahrradschuppen der Grund- und Hauptschule aufgenommen.

Am 08.06.1968 konnten dann 2 Kellerräume der Grundschule Baindt bezogen werden. Unter großem Arbeitsaufwand wurden ein Aufenthaltsraum und ein Schießraum mit 5x10m Ständen erstellt. In diesen Jahren wurden auch auf sportlichen Gebieten gute Erfolge erzielt.

Unter anderem errang Philipp Wieland beim Landesschießen 1969 den 1.Platz und Hans Peter Henle den 3.Platz. Beim Landesschießen 1971 in Grünkraut belegten Rudolf Wucherer und Hans Mayr jeweils die 2. Plätze.

Am 15.01.1972 wurde vom Kyffhäuserbund in den Deutschen Schützenbund gewechselt. Zu dieser Zeit waren es 14 Vereinsmitglieder. In diesem Jahr wurde Brigitte Weissenberg in der Disziplin Luftpistole Deutsche Viezemeisterin. Durch die stetig steigende Mitgliederzahl wurde es notwendig, 1980 die Raümlichkeiten zu erweitern. Unter der Leitung von Werner Weissenberg wurde ein zusätzlicher Kellerraum ausgebaut und 1981 der Schießstand renoviert. Im Jahr 1984 wurde der Aufenthaltsraum komplett ausgebaut.

An der Jahreshauptversammlung 1989 konnte nach 23-jähriger Amtszeit der bisherige Vorstand Franz Pillich seinen wohlverdienten Ruhestand antreten. Durch die Mitgliederversammlung wurde Robert Weissenberg zum neuen Vorstand gewählt.In diesem Jahr wurde auch von einigen Mitgliedern unter Führung von Werner Weissenberg die Böllergruppe, eine Abteilung der Schützengilde Baindt, ins Leben gerufen. Ziel der Böllergruppe ist es, das kirchliche und kulturelle Brauchtum gerechte Böllerschießen zu fördern und der Bevölkerung nahe zu bringen.

1992-1995 wurde ein Raum an das bestehende Schützengebäude für 5 neue Schießstände angebaut.

 

© 2001 Schützengilde Baindt 1925 e.V.

zuletzt geändert am 25. Februar 2003-Ro