Stanadyne Kraftstoffvorwärmer

Orginal Stanadyne Dieselvorwärmer




Bezugsmöglichkeiten
Lieferumfang
Nachteile
Vorteile
Umbau-Anleitung

Bezugsmöglichkeiten:

Ich habe mich auf die Suche nach einer weiteren Purflux-Alternative gemacht. Die Purflux ist zwar gut, aber inzwischen doch teuer geworden. Auf der Odyssee bin ich auf die Stanadyne Vorheizer gestoßen. (Das Bessere ist der Feind des Guten :-) )

Bei der Firma

tip Auto-Berlin
Schulzendorfer Str. 23
13347 Berlin
Tel: 030 / 46503-610
http://www.tipAUTO.de

bin ich fündig geworden. Dieser Vorwärmer kostet nur 58 DM !
Unter den Namen Diesel-Vorwärmer für Renault PKW´s bekommt man einen Rohr-in-Rohr-Kraftstoffvorwärmer der Firma Stanadyne. Auf der Verpackung steht allerdings MAPCO drauf.
Es gibt diesen Vorwärmer vielleicht auch bei Renault-Vertretungen.
Die Bestellung bei Autotip ist etwas kompliziert. Man muß erstmal in der Abteilung Zündung (Durchwahl -650) fragen, ob man so ein Teil bestellen kann, auf Lager ist etc... . Dann muß man eine Kundennummer haben vom Kundendienst (Durchwahl -610). Bekommt man aber sofort am Telefon gegen Angabe der Adresse. Dann zurück zur Abteilung Zündung und unter Angabe der Kundennummer. den Vorwärmer bestellen. Hört sich kompliziert an, aber die sind auf Zack, ging alles mit einem Anruf und weiterverbinden innerhalb von 5 min. ! Das ist Service.
Das Paket kommt per UPS mit 10 DM Für Porto und Verpackung per Nachnahme 1 Tag später.
 

Technische Daten:
12V, ca. 150 W  (gemessen 138 W bei 12,5V)
Schlauchanschlüsse für 8 und 9,5 mm Kraftstoffschlauch Innendurchmesser.
 

Lieferumfang

Den kompletten Lieferumfang sieht man auf folgendem Bild:
Lieferumfang Stanadyne Dieselvorwärmer
 
  • 25 A Relais mit vorkonfektioniertem Kabelbaum (besser als bei Purflux),
  • Schlauchschellen,
  • Rohr-in-Rohr-Kraftstoffvorwärmer und natürlich die
  • Einbauanweisung  (zum Ausdrucken DIN A4 Vorderseite (136 KB) und Rückseite (70 KB).

  •  

    Nachteile:

        1.    Der Rohr-in-Rohr-Kraftstoffvorwärmer ist am effektivsten bei möglichst
               senkrechter Montage.
               (Damit möglichst viel Pöl an die Rohrwandungen kommt).
        2.    Weil in dem Rohr wenig Verwirbelung stattfindet, ist er wohl nicht so effektiv wie die
               Purflux bei gleicher elektr. Leistung.
        3.    Die Isolierung zwischen innerem Rohr und dem äußeren Rohr ist nur Luft.
               D.h man muß zur Vermeidung von Wärmeverlusten das Metallrohr isolieren.
        4.    Der Hauptnachteil:
               Normalerweise soll der Vorwärmer bei einer Kraftststofftemperatur von über 10°C
               abschalten.
               (Es ist schließlich ein WÄRMER, kein HEIZER !)
               Der Thermostat liegt innerhalb des äußeren Rohres und ist nicht ohne weiteres
               zu modifizieren.

    Vorteile:

        1.     Sehr preiswert ( 58 DM !)
        2.     Da das Heizelement kein PTC ist, sondern ein Widerstanddraht, verringert sich die
                Wärmeleistung nicht bei höheren Temperaturen. (wie bei Purflux / Bosch)
                (PTC=positiver Temperatur Koeffizient, d.h. bei steigender Temperatur nimmt
                der Widerstand zu = weniger Leistungsaufnahme = weniger Heizleistung)

    Aber Bangemachen gilt nicht !
    Zu Punkt 4 gibt es eine
     

    Umbau-Anleitung

    Um aus dem Diesel-Vorwärmer ein PÖL-Heizer zu machen, muß der Thermostat außer Betrieb gesetzt werden.
    Dazu gibt es hier eine Umbau-Anleitung:
      1 .  Man nehme den Heizer und ziehe die "Gummimütze" (oben rechts) ab.
      2. Mit einem scharfen Messer entfernt man den Kleber rund um die Plastikführung, welche die beiden Rohre mit einander verbindet. Die Plastikführung ist nur außen mit Klebstoff beklebt.
      3. An dem Ende, an welchen die Plus-Klemme herausschaut (oben links), sägt man ca. 1,5 cm an dem äußeren Rohr entlang das Rohr auf. Dieses macht man am besten auf 3 mal am selben Rohrende.
      4. Nun biegt man vorsichtig die 3 aufgesägten Kreissegmente auseinander. Jetzt muß man mit leichten Schlägen auf die herausgebogenen Endteile das äußere Rohr von dem inneren trennen. Jetzt sieht der Vorwärmer ungefähr so aus:
     
    geöffneter Stanadyne Dieselvorwärmer
    (Der linke Kranz von dem Rohr ist abgesägt und noch nicht abgenommen (mein 1.Versuch),
    wir brauchen das Rohr aber komplett, aber auch dafür gibt es eine Lösung, siehe PS)
      5. Jetzt kann man mit einem 3 mm Bohrer die 4 Nieten, die den Thermostat halten, ausbohren. Dann kann der Thermostat komplett entfernt werden. Dann wird die Zuleitung mit dem Anschluß des Heizdrahtes kurzgeschlossen, am besten durch Löten.
    Das Kurzschliessen geht auch ohne Entfernen des Thermostates, es ist aber etwas schwieriger, ohne Kurzschluß mit Masse (= das innere Rohr) das Kabel zu verlegen.
      6.  Nun kann man eine Funktionsprüfung vornehmen. Ein 12 V Netzteil mit mindestens 12 A kann die Autobatterie ersetzen. 
    Aber Vorsicht !
    Ich habe innerhalb weniger Sekunden eingefülltes Wasser in dem inneren Rohr zum Kochen (und Überschwappen) bekommen.
      7. Jetzt kann man das äußere Rohr wieder richtig herum heraufschieben.
    Je nachdem, wie vorsichtig man das Rohrende aufgebogen hat, kann man es jetzt zurückbiegen oder ca. 1 cm absägen. Mit ein paar Tropfen Pattex/Uhu wird jetzt der Plastikring an beiden Enden mit dem äußeren Rohr befestigt.
      8. Jetzt nur noch die Gummitülle von "1" wieder aufsetzen.
      9. Voilá,
    jetzt haben wir einen pöl-tauglichen Vorwärmer, der beim TÜV sogar die ABE bestehen würde :-)
     
    PS:
    Wer das äußere Rohr geschlachtet hat (so wie ich), kann es durch ein 22 mm Kupferrohr (19 cm lang), ersetzen.
    Dazu muß allerdings am Thermostatträger rundherum etwas abgefeilt werden, geht aber auch.

    Mein Stanadyne sieht jetzt so aus (garantiert ohne Zulassung, wegen dem Cu-Rohr):
    fertig modifizierter Stanadyne Dieselvorwärmer mit Cu-Rohr

    Für den isolierten Einbau empfehle ich 20 cm Heizungsrohrisolation aus dem Baumarkt für 18 mm dicke Kupferrohre.
    (18 mm, damit die Isolation einigermaßen stramm draufsitzt und nicht verrutscht)
     
     
     

    Eine andere Umbauanleitung kommt von Marc (Quelle)
     

    (..)
    Dann hab ich den Thermostat komplett entfernt und das Kraftstoffrohr
    freigelegt.
    Auf die freigewordene Stelle des Rohr, die an der Seite des alten Thermostaten
    abgeflacht war hab ich einen 70°C thermostaten angebracht.
    Mit nem ziehband allerding, das hält noch nich so pralle.
    Das Alte Rohr hab ich dann so gekürzt, dass es die einsame Plastikscheibe und
    den plastik teil mit kabeldurchführung umschliesst.
    (..)
     
    Eine Sache habe ich noch vergessen: Die Einbaurichtung, bzw. die Durchflußrichtung ist nach Stilllegen des Thermoschalters egal !
    Das Pöl wird aufgewärmt, solange Strom anliegt.
    Wenn man aber nun einen anderen Themoschalter an den Stanadyne anbringen will, dann sollte man sich Gedanken machen, ob der VOR oder NACH dem Durchfluß durch den Heizer angebracht wird.
    Angenommen der Thermoschalter hat 75° und wird VOR dem Heizer angebracht. Der Heizer heizt nun bis das ankommende Pöl (durch einen KW-WT) 75° hat. Da aber ein guter KW-WT niemals 75°C schafft ( höchstens 70°) wird der Heizer immer an bleiben !
    Sinnvoll ist hier die Montage NACH dem Heizer. Der Heizer macht ca. 10 °C Aufheizung, er wird also abgeschaltet, wenn das Pöl im Eingang auf 65°C aufgewärmt wurde.
     
     
     
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    Letztes Update 11.02.2002  ( http://www.salatoel-kombi.tk )