Hier werden in loser Reihenfolge ein paar weitere "Tuningmöglichkeiten" für das Passat Modell 35i angegeben, welche nicht unbedingt etwas mit Pöl zu tun haben. Alle beschriebenen Möglichkeiten sind aus eigener Erfahrung.
Buchtips
Wenn kräftig an seinem Passat herumschraubt, empfiehlt es sich ein oder auch zwei Schrauberbücher zu kaufen. Ich empfehle folgende zwei Bücher:
Dieses Buch behandelt die Dieselmotoren bis 10/93 sehr ausführlich, für technische Laien wie mich sehr verständlich erklärt, auch Niveauregulierung und ABS sind enthalten. Weniger gut bei trivialen Sachen an der Karosserie wie Seitenverkleidungausbau.
VW Passat Diesel ab August 88, Band 150
"Jetzt helfe ich mir selbst" von Dieter Korp
Taschenbuch - 270 Seiten - Motorbuch Verlag,
ISBN: 3613014327
Preis: 36 DM
(Mein Lieblingsbuch)
Hier kommt naturgemäß die Dieseltechnik etwas kürzer, da auch alle Benzinmotoren (bis auf G-Lader) behandelt werden. Aber auch die Unterschiede des Dieselmotors AAZ vor und nach 10/93 sind erklärt. Deutlich besser in der Beschreibung an Karosserie.
So wird's gemacht, Band 61,
"VW Passat Limousine von 4/88 bis 9/96, Variant von 6/88 bis 5/97"
von Hans-Rüdiger Etzold
Taschenbuch - 298 Seiten - Delius, Klasing,
ISBN: 3768806251
Preis: DM 38,00Fazit:
Erst den Korp, dann den Etzold wählen, am besten aber sind beide Bücher.
Der Low-Cost-Innenraumfilter:
Man glaubt es kaum, aber so ein Innenraumfilter ist nicht unpraktisch. Er verhindert Laub und Dreck und andere "Kleinteile", die sich sonst in die Lüftung verirren. VW bietet einen Inenraumfilter für den Passat an, auch zum Nachrüsten. Dieser Nachrüstsatz soll angeblich ca. 100 DM kosten. Der Austauschfilter ca. 45 DM.
Es geht auch billiger: Mit einem Fettfilter um den Ansaugstutzen.
Der Fettfilter im Einsatz nach nur 2000 KM !!! Und hier der ausgetauschte Fettfilter nach 15000 KM. Anleitung:
- Es wird ein Fettfiltermatte für Dunstabzugshauben benötigt. So eine ca. 1 cm dicke wattierte Matte. Kostenpunkt ca. 3 DM in der Haushaltswarenabteilung. (Oder den Reservefilter der Hausfrau stibitzen :-) )
- Wasserabweisprofil auf der ganzen Breite abnehmen. Dazu die drei Plastikkreuze um 45° verdrehen.
- Rechts am Ansaugstutzen eine Schraube herausdrehen und das Klemmstück nach rechts ziehen
- Ansaugstutzen herausnehmen
- An der rechten Seite die Plastikverstrebung des Stutzen etwas einsägen.
- Filtermatte passend schneiden (ca. 8 cm Überstand an allen Seiten)
- Mit einen Draht die Filtermatte rundherum fixieren. Jetzt braucht man die eingesägten Streben, ansonsten rutscht der Draht nach oben ab.
- Ansaugstutzen wieder aufsetzen und festschrauben.
- Wasserabweisprofil wieder montieren.
- Fertig. Je nach Schwärze des Filters austauschen. Die Lüftungsleistung wird nicht merkenswert beinträchtigt.
Die 12V-Steckdose im Kofferraum:
Für die Benutzung einer Kühlbox im Sommer, Luftmatrazenluftpumpe etc... ist so eine 12V-Campingsteckdose im Kofferraum unheimlich praktisch.
Als Kanister-Tanker verwende ich diese 12 V-Steckdose, um damit meine Kanistertauchpumpe zu betreiben. (Siehe auch " Wie tanke ich? ")
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Die 12V-Steckdose im Kofferraum.Anleitung:
Ich habe 2 Leitungen (à 1,5 qm und 5 m lang) vom Zigarettenanzünder in die hinter Abdeckklappe gezogen. Dazu den Zigarettenanzünder herausnehmen und die neue Leitung mit Lüsterklemmen, AMP-Klemmen o.ä. am Zigarettenanzünder anschließen. Der Vorteil ist, man braucht keine eigene Sicherung spendieren. Die beiden Leitungen werden jetzt in der Mittelkonsole rechts heraus unterm Teppich des Beifahrerfußraum bis an den rechten Schweller geführt. Bei GL-Ausführung: Plastikrad zur Lehnenverstellung des Beifahrersitzes abnehmen.
Zusätzliche Plastikschale am Sitz abschrauben. Vorne und hinter jeweils eine Schraube herausdrehen und vorsichtig abnehmen.Die Schwellerabdeckung wird hochgeklappt. Das geht ganz einfach. An der Gummidichtung zur Tür die Plastikleiste etwas mit einem breitem Schraubenzieher anheben. Im Schweller ist massig Platz. Da kann man sogar eine dicke Pöl-Leitung drin verschwinden lassen.
Das ganze sieht dann so aus. Bezugsquelle:Jetzt kann man die Leitung bis zum hinteren Radkasten durchziehen. Jetzt braucht man am besten einen Glasfiberstab. Von der rechten Abdecklappe im Kofferraum wird der Stab nach vorne durchgeschoben. Solange probieren, bis der an der unteren Gurtöffnung des rechten hinteren Sitzes herauskommt. Dann kann man von dort bis zum Beginn des Schweller die wenigen Zentimeter auch gut verstecken. Kabel durchziehen bis zum Kofferraum Jetzt wird das Loch für die Steckdose gebohrt. Dazu hinter die Abdeckklappe fühlen, wo von hinten zwei senkrechte Plastikverstrebungen sind. Meine Montagestelle ist eigentlich recht optimal. Am besten den rechten (gefühlten) Steg "wegknabbern", mit einem Seitenschneider, Kombizange und Stechbeitel, um Platz für die Überwurfmutter zu bekommen. Jetzt Bohrung anzeichnen, und bohren. Meine Steckdose hatte einen Bohrdurchmesser von 16 mm. Ich habe zuerst vorgebohrt und dann mit einem Schälbohrer der Durchmesser vergrößert. Die Leitung durch die Bohrung ziehen und AMP-Klemmen draufmontieren. +12V und Masse an der Steckdose lokalisieren. Innenleiter ist Plus. Überwurfmutter über die Leitung ziehen, Leitungen von hinten durch die Bohrung ziehen, (Steckereffekt :-) ) und Leitungen an Steckdose anschließen. Steckdose montieren und die Überwurfmutter von hinten festziehen, geht am besten mit der Hand. Für Werkzeug ist da hinten etwas wenig Platz. Steckdose ausprobieren ! Und klappt ?? Dann Schweller wieder einklappen und Seitenschale und Lehnenverstellrad wieder montieren. FERTIG !
| Bordspannungsteckdose | Conrad | Katalog 2001 S. 756 | Best.-Nr. 844098-11 | |
| Schutzkappe für Steckdose | Conrad | Katalog 2001 S. 756 | Best.-Nr. 844098-11 |
1,95 DM
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Verbesserung des Radioempfangs
Ich habe eine in die Heckscheibe integrierte Scheibenantenne mit Verstärker in der Hecklappe. Ich weiß nicht, ob die serienmäßig ist. Na jedenfalls ist der Empfang damit sehr bescheiden. Im Ruhrgebiet kann man nicht einmal WDR2 rauschfrei hören. (Experten können vielleicht was mit gedrehten Polarisationsebenen, E-Feld und M-Feld anfangen, und damit, daß so eine Antenne eigentlich nicht klappen kann.)Sinnvoll ist daher der Einbau einer richtigen Radioantenne. Am besten so eine "GTI-Antenne", wie sie es fast schon für alle Autos gibt: Eine verkleinerte Dachantenne im Winkel von 45° auf dem hinten Wagendach. Solche Antennen haben auch einen Verstärker im Antennenfuß. Kostenpunkt ca. 50-150DM. (oder beim Schrotthändler eine ausbauen)
Die Montage am Wagendach geht relativ einfach: Den Himmel hinten aufmachen, Loch bohren, Antenne festschrauben und Kabel verlegen. Das Antennenkabel am besten in der rechten D-Säule wieder mit einem Glasfiberstab durchführen. Weitere Leitungsverlegung wie gehabt bei der 12V-Steckdose.
Man achte aber beim Kauf der Antenne auf genügende Leitungslänge. Es sollten schon 7m Antennenleitung mit 12V-Speisung sein.Als Amateurfunker habe ich natürlich an der besagten Stelle im Heck eine Amateurfunkantenne eingebaut (Bosch KF142) und eine Antennenweiche für Radio und 2m/70cm nachgeschaltet. Z.Zt noch ohne Verstärker. Aber auch die Regionalsender kommen jetzt schon viiiiiieeeel besser durch als sonst.
Natürlich gilt der Tip auch für andere Antennen z.B. im Betriebsfunkband. C- oder D- Netzantennen dürften allerdings doch etwas arg kurz sein.
Verbesserung der Musikanlage
Welches Radio ?
Es mag Leute geben , die mit der Radioanlage "Gamma" mit Aktivboxen von VW zufrieden sind.
Für meine Begriffe klingt so ein System grottenschlecht! Wenn man CD-Sound im Auto gewöhnt ist, gibt es nur eins: raus damit !!!Ich wollte guten Klang mit wenig Geld ausgeben verbinden. Außerdem soll das Radio nicht soviel überflüssige Features haben, die nur ablenken.
Als persönliche Empfehlung für eine Radio-Wechsler-Kombination kann ich Autoradios von JVC mit 12-fach-CD-Wechsler geben. (Kombination damals 444 DM) Speziell ist das leider nicht mehr hergestellte Radio KT-700R gut gelungen. Es ist einfach (intuitiv!!) zu bedienen und hat alle notwendigen Features, um komfortabel und ohne zusätzlichen Schnickschnack auch den Wechsler zu bedienen. Der CD-Wechsler MK-88 ist der "weltkleinste" 12-fach-Wechsler gewesen und hat ohne Mucken auch selbstgebrannte Sicherheitskopien gelesen. Die Nachfolger CH-350 o.ä. sollen ähnlich klein sein.Wo kriege ich in einem soooo großen Auto einen soooo kleinen Wechsler unter ???
Ganz einfach: Unter dem rechten Ablageblech hinten im Kofferraum, senkrecht an den Stoßstangenhalter festgeschraubt. (An der Schräge nach vorne ist das Steuerungsgerät für die Zentralverriegelung in einer Gummiverpackung festgeschnallt.)
So braucht man nur das rechte Blech etwas anheben und man kann das Magazin wechseln.
Die Kabelverlegung erfolgt vom Kofferraum bis zu B-Säule wie bei der 12V-Steckdose. Von der B-Säule muß man aber unterm Beifahrersitz zur Mittelkonsole gehen und dort das Kabel zwischen Plastik und Teppich klemmen, entlang dem Schalthebel bis zum Beifahrerfußraum, dort dann hoch zum Radio. Obwohl das Kabel 5m lang ist, reicht es nicht aus für eine Schleife vorne bis zum Beifahrerfußraum. Deshalb hier die "Abkürzung" über die Mittelkonsole.Leider hat meine JVC-Wechsler-Kombination den Geist aufgegeben. (Hat aber auch drei Autos durchgehalten...)
Auf der Suche nach einer günstigen Kombination bin ich auf das Sony System KP-C2300 gestoßen.
(4x45W, 10-fach-Wechsler, im Angebot 400DM)Nach kurzer Zeit stellen sich aber folgende Mankos gegenüber der alten Kombination heraus.
- Der Wechsler ist etwa 2 cm tiefer, so daß er beim senkrechten Einbau an das Ablageblech stößt. Hier muß ich eine kleine Leiste, ca. 5mm dick, unterfüttern, damit die Magazinentnahme-Mechanik nicht beschädigt wird. :-(
- Alle Kabel sind nicht mit gewinkeltem Stecker. Sowohl am Radio wie auch am Wechsler hat man sich wohl gedacht, Platz ist in der kleinsten Hütte. Vor allen Dingen beim Radioeinbau muß man den Knickschutz der Cinchkabel entfernen. :-(
- Die Bedienung ist deutlich schwieriger geworden. Um von Stereo auf Mono umzuschalten brauche ich jetzt ca. 5 Tastendrücke !!! Um eine Audioquelle umzuschalten, muß ich mich durchtasten, Wellenbereiche mit einer Extrataste :-((
- Die Taste D-Bass für Loudness ist riesig beleuchtet, der Ausschalter kaum. :-(
Wenigstens klingt das Radio toll.
Welche Lautsprecher ?
Die Aktivboxen in den vorderen Türen kommen natürlich raus. Daran angeschlossen waren die Hochtöner vorne im Armaturenbrett und hinten Breitbandlautsprecher in der Heckablagenverkleidung.
(Die Hochtöner habe ich ersetzt durch normale Breitbandlautsprecher aus meinem VW-Fundus und benutze sie als Funkgerätelautsprecher.)
Als neue Türlautsprecher habe ich ein koaxiales 5" 2-Wege System , 4 Ohm, 40 W Nennleistung, 50 Hz -22 kHz, eingebaut. Hört sich toll an, was ?
Ist aber nur ein 130mm Lautsprecher mit innenliegendem Hochtöner.
(Kostenpunkt 14,95 DM je Stück bei Pollin, Best-Nr. 36-640 322)Natürlich müssen neue Lautsprecherleitungen gezogen werden, wenn schon dann auch 2,5qmm. Aber wer es bis hierher geschafft hat, für den ist sowas ein Klacks. VW hat nämlich bei mir nur die ungeschirmten! Aktivleitungen verlegt.
Natürlich wird ein richtiges Autoradio auch direkt von der Batterie versorgt, mit Sicherung natürlich, 2x4qmm. Hilft Wunder gegen Störungen, Lichtmaschinensummen etc.Man glaubt es kaum. Es kommt richtig Musik aus den vorderen Lautsprechern heraus. Obwohl die Hochtöner integriert sind und sich in Wadenbeinhöhe befinden, hört man auch die Höhen. Baß kommt auch genug, vielleicht nicht gerade bis zur Schmerzgrenze. Aber ich will Musik hören, nicht spüren !
Für hinten habe ich erstmal als Übergangslösung normale Regalboxen in den Kofferraum gelegt. Ich überlege noch, wie ich guten Klang mit meinem Geldbeutel und dem Kofferraumvolumen unter einen Hut bringe. Aber so kommt erst mal satter Sound.
Neue Glühbirnen +30%
Nach einem Sicherheitstraining beim ADAC wurde ich daraufhingewiesen, daß die neue Generation der H4-Birnen nicht nur Marketingsgags seien. Die neuen Birnen sind wirklich sehr viel besser als die herkömmlichen.
Es geht hier nicht um die "Blauen" Birnen, die da Bluevision, Cool-Light etc heißen. Diese blauen Birnen machen nur das extrem helle und weisse Xeon-Licht nach, ohne besser zu sein. Zudem kosten die Birnen ca. 30,- DM pro Stück. Aber schonmal ein Golf II mit XEON-Licht gesehen ??? Gibt es auch gar nicht ! Also Finger weg für diese unsinnige Tuningmaßnahme.
Ich rede hier von den +30% Birnen, H4 Premium (Philips), oder Powerlight(Beru).
Diese verschaffen wirklich 30% mehr Sicht und sind von der Farbe her eher etwas gelblich. Laut ADAC-Mensch sind die Birnen von Philips besser, weil die länger halten. Ich habe welche von Beru, weil die Philips nicht so schnell greifbar waren.
Die genaue Bezeichnung ist:
H4 12 V 60/55W
P43T, UV-reduziert
Nr.: 112 603, 0500 112 603
Kostenpunkt: 14,- DM pro Stück bei meinem Kfz-Teile-Händler. Beim Austausch natürlich alle beiden Scheinwerferbirnen tauschen. Ich habe diese Investion im November 2000 getätigt und ich bin wirklich sehr zufrieden damit.
Reinigen der Wasserabläufe des Schiebedach
Ich hatte nach starken Regenfällen immer Wassereinbruch auf der Beifahrerseite. Da dachte ich, daß die Wasserabläufe vom Schiebedach vielleicht verstopft sein könnten.
Die vorderen Abläufe sind da ganz einfach zu durchstoßen mit einer Glasfiberstange.
Hinten wird das NICHT so gemacht, wie diverse Selbermachbücher es beschreiben !
(Wie es gemacht wird für die vorderen und wie es nicht gemacht wird für die hinteren Abläufe, steht hier)
Wie die hinteren Schiebedachwassabläufe gereinigt werden:
- Der hintere Stoßfänger muß nicht abgeschraubt werden ! Die Werkstatthandbuchersteller haben hier totalen Unsinn geschrieben.
- Es reicht beim Kombi die rechte bzw. linke Seitenklappe im Heck abzunehmen. Bei der Limosine wird es sehr ähnlich sein.
- Dann möglichst weit nach vorne zum Radkasten greifen. Ein dicker Schlauch kommt von oben aus der D-Säule (Limosine C-Säule) und geht nach unten vorne durch das Blech zum Boden. Am Blech ist ein Adapterstück für die Schlauchbefestigung.
- Einfach den Schlauch abziehen und nun von unten mit einer Glasfiberrute den Schlauch durchstoßen.
Leider waren die Abläufe bei mir sauber ;-). Der Wasserschaden kam aber von einer undichten Windschutzscheibescheibe.
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