Der Einbau des Top-Oel-Feinstfilter

 


Die Grundidee
Die Motivation
Die Vorbereitungen
Der Einbau
Und ein paar Erfahrungen
Die Ölanalyse nach und ein Fazit

 

Die Grundidee

Den Begriff Feinstfilter hatte ich von einigen professionellen Umrüstern gehört. Dann fiel öfters der Name Trabold-Filter im Forum fmso. Und so habe ich mich ein wenig aus Neugier mit diesem Thema beschäftigt. (Neugier war der Anfang....)
Die Grundidee der Feinstfilter ist die, daß sehr kleine Partikel aus dem Motoröl herausgefiltert werden, welche der Hauptfilter passieren lassen muß. Der Hauptfilter hat einen sehr viel höheren Volumendurchsatz und muß auch die Schmierung bei allen Betriebzeitpunkten sicherstellen. Bei Vollgas müssen ca. 36l/min durch den Filter gepumpt werden. Daher beträgt die Filterung des Hauptfilter nur 30µm.
Wenn der Nebenstromfilter mal nicht genug durchläßt, weil z. Bsp das Öl durch Kälte noch sehr zäh ist, ist das überhaupt nicht schlimm. DAher kann der Nebenstromfilter sehr viel feiner ausgelegt werden (hier unter 5 µm).
Gerade in einem Dieselmotor werden die Öl meistens wegen dem hohen Rußanteil (=Festkörper) gewechselt. Durch Herausfilterung dieser kleinen Partikel wird nun die Lebensdauer stark herauf gesetzt. So kann ein Ölwechselintervall auf 150 tkm oder auf 2 Jahre verlängert werden.
 
 

Die Motivation

oder
Warum möchte ich mir einen Motoröl-Feinstfilter einbauen ?

Professionelle Umrüster bauen einen Feinstfilter standardmäßig ein, um bei Eintrag von Pöl in Motoröl (Möl) eine Verklumpung (Polymerisation) des Möles zu verhindern. Aber wie ensteht Polymerisation ? Sie entsteht, wenn Kraftstoff in den Motorölkreislauf gelangt und sich mit dem Motoröl vermischt. Dabei entstehen chemische Prozesse, welche das Möl-Pöl-Gemisch verklumpen lassen. Die Polymerisation hängt mit irgendwelchen ungesättigten Fettsäuren zusammen, aber da entschwindet mein chemikalischen Wissen im Nirwana.....
Kraftstoff kann nur bei unvollständiger Verbrennung (Kaltstart!) aus dem Brennraum in den Motorölkreislauf gelangen. Bei Dieselbetrieb ist das nicht weiter sooo tragisch, da geringe Mengen Diesel mit der Zeit aus dem Motoröl verdunsten. Außerdem vermischt sich Möl gut mit Diesel.
Wir haben aber einen anderen Kraftstoff, nämlich Pöl. Pöl vermischt sich nicht gut mit Möl, sondern bildet im Anfangsstadium "Fettaugen", später wird das ganze Möl angegriffen und versumpft zu einem Brei. Die Ölpumpe kann den Sumpf nicht mehr pumpen -> überall Schmiermangel -> Motortotalschaden.
Besonders Direkteinspritzer sind von dem Pöleintrag betroffen, da dort der Brennraum und das Möl nur durch die Abstreifringe voneinander getrennt sind. Bei Wirbelkammer/Vorkammermotoren wird zuerst das Pöl in der Wirbelkammer (teilweise) verbrannt und gelangt dann erst in den Brennraum.

Der Einsatz eines Feinstfilter zur Verhinderung der Polymerisation ist für mich kein wirkliches Argument, da bei einem Wirbelkammerdiesel bei guter Umrüstung sowas nicht passieren sollte. Sic !

Auf der Homepage von Norbertfritz stehen die Links zu verschiedenen Herstellern von Feinstfiltern aufgelistet. Da habe ich mich dann mit den Werbeargumenten der anderen Hersteller von solchen Feinstfilter beschäftigt. Die schreiben fast alle dasselbe.
Nur bei Trabold wird durch das gerippte Gehäuse auf eine Verbesserung der Ölkühlung eingegangen. Zwar habe ich damit auch Probleme, aber ein paar Kühlrippen 1cm lang an einem runden Stranggußteil von 10cm Durchmesser machen den Braten nicht Fett. Außerdem wird nur ca 6l/min Öl dadurch gepumpt, gegenüber 36l/min im Hauptölstromkreis.

Was mir logisch vorkam und auch im Detail einleuchtete, war das "Handbuch für den Vertrieb" der Neffgen GmbH, Hersteller des Top-Oel-Filters. Dort sind die Pros und Contras recht gut aufgeführt, natürlich mit dem Ziel, einen Top-Oelfilter zu kaufen :-) Trotzdem ist es eine gute Zusammenfassung, auch der Hintergründe.
Interessant ist, daß diese Firma versichert ist gegen Schäden, die in Zusammenhang mit dem Top-Oel-Filter entstehen sollten.
Die Firma selbst hat folgenden Link: http://www.neffgengmbh.de/index.htm
 

Ein besonders wichtiges Argument war bei mir, daß das Ölwechselintervall  auf 2 Jahre oder 150 tkm ausgedehnt werden kann, bei gleichzeitiger Verringerung des Motorenverschleißes. Die Wartungsvorschriften schreiben beim Passat alle 7500 km einen Ölwechsel vor. Nun müsste ich 3-4 mal im Jahr einen Ölwechsel machen, eben alle 7 Tankfüllungen.
(Ölwechsel mache ich selber, nachdem ich einmal aus Bequemlichkeit den Wechsel der Werkstatt überlassen habe und 100 DM für 5l Öl plus 10 DM für den Ölfilter plus Arbeitslohn gezahlt habe).
Nun dauert der Ölwechsel bei mir ca. 2h, da ich die Auffahrrampe bereitstellen muß, die Motorraumabdeckung abnehmen muß, etc. Ohne Abnehmen der Abdeckung verteilt sich 0,5l Möl bei Ölfilterwechsel in dieser Abdeckung und tropft immer etwas heraus -> Bullshit.

Die Firma Trabold hat ein schönes Exel-Sheet erstellt, bei dem man seine eigenen Daten eintragen kann. Dann kann man auch sehen, ab wann sich ein Feinstfilter finanziell lohnt.
Für mich als tribologischer Laie ist es natürlich leicht vorstellbar, daß ein Medium, welches Festköper von max. 1µm Durchmesser enthält, viel weniger Reibung und Verschleiß erzeugt als ein Medium, welches bis 20µm Festkörper enthält. Weil ich mein Auto (inkl. diesen Motor) mindestens noch 200 tkm fahren will, ist es vielleicht auch eine Investition in die Zukunft.
Ich bin etwas skeptisch gegenüber Wundermittelchen (Ölzusatzadditiv) wie Slick 50 etc., welche irgendeine Beschichtung im Motor machen und dann weniger Verschleiß erzeugen sollen. Zumindest bei Slick 50 habe ich von einen Motortotalschaden durch verklebte Ölleitungen gelesen.
Und wo kein Additiv drin ist, kann auch kein Additiv schaden :-)
(Tribologie umfaßt die Lehre von Reibung zwischen zwei Medien, sehr komplizierte Materie)

Weiterhin ist das Totschweigen des Feinstfilters für mich auch ein Beweis, daß die Mineralölindustrie und die Autokonzerne (und teilweise die Medien) alle unter einer Decke stecken. Wenn die Autos nicht mehr so oft zum (teuren) Ölwechsel in die Werkstätten kommen (s.o.), kann man weniger Geld verdienen. Gerade bei VW wird bei den modernen Motoren und den allerneusten Ölen mit Wechselintervallen von 50tkm geworben.
Aber dort steckt der Fortschritt (evt.) in den modernen Motroren und in den sündhaft teuren Ölen. Teures Öl kann man dem Kunden ja verkaufen, weil es ist Verbrauchsmaterial und er braucht es ja nur alle 50tkm. Aber einen Feinstfilter als Option direkt ab Werk, würde das Auto unverhältnismäßig verteuern. (Der Kunde vergleicht nur den Endpreis, nicht den Wartungsaufwand !!!) So sind 300 DM Filterkosten dem "normalen" Kunden wohl nicht zu erklären. Dehalb hat VW z. Bsp. auch die alten Dieselfilterhalterkonsole zum Schrauben, gegen solche Einwegkomplettfilter getauscht. Alter Schraubfilter = 16 DM, neuer Komplettfilter 50 DM, aber die Konsole (geschätzt 50DM ) spart  VW bei der Herstellung ein. Aber alle 30 tkm muß der Kunde den neuen teuren Filter zahlen.
Sei's drum, jedenfalls wird überall dort, wo Wartung richtig Geld kostet, auf die Minimierung solcher Kosten geachtet (Gabelstapler, Baustellenfahrzeuge, BHKW...) Solche Kunden setzen dann wohl verstärkt Feinstfilter ein.

Als weitere Argumente lasse ich gelten, daß man den Filter einfach ins nächste Auto mitnehmen, ich selbst Spaß an Neuerungen habe und zur Zeit auch das Geld dafür habe :-)

Schließlich ist mir noch ein Bericht über den Trabold-Filter aus der F.A.Z in die Hände gefallen. Dort wird über den Firmengründer berichtet und technische Details, wie und warum so ein Feinstfilter wirkt. Leider ist mir dieser Bericht abhanden gekommen. Wenn ich den wiederfinde, scanne ich ihn ein.
Jedenfalls wurde dort sehr positiv über die Wirkung berichtet: z.Bsp. soll ein feinstgefiltertes Öl nach 40 tkm weniger Verschleiß erzeugen als ein nagelneues aus dem Kanister !
Da ich bisher der Berichterstattung der F.A.Z. Glauben geschenkt habe, habe ich eine Entscheidung gefällt.
 
 

So kam der Mensch zu dem Entschluß,
daß man einen Feinstfilter haben muß.

(Frei nach Wilhelm Busch)


 Über den Traboldfilter habe ich gehört, das der nach einiger Zeit zur Undichtigkeit an der Verschraubung zum Patronenfilter neigt. Außerem ist er fast der teuerste Filter im Test.
(Es sei gesagt, daß manchmal bei ebay die Trabold-Filter mit um die 150 DM gehandelt werden.)
So habe ich mich nach einiger Überlegung zur dem Top-Oel-Filter entschlossen.

Ich habe die Ausführung 05 bestellt (beinhaltet ein komplettes Einbaukit und fahrzeugspezifische Adapter ) und eine weitere Filterpatrone. Macht zusammen mit Versandkosten 378,81 DM. Die Filterpatrone alleine kostet 19,95 DM. Die Firma macht einen sehr kompetenten Eindruck, Beantwortung per Telefon und Email war kein Problem und die Bestellung wurde innerhalb ein paar Tagen abgehandelt. Zahlung auch als Erst- und Privatkunde per Rechnung.

Bei Platzproblemen im Motorraum kann natürlich auch den Filter eine Nummer kleiner wählen, Top-Oel 03 anstatt 05. Der kostet dann auch etwas weniger, aber man sollte dann die Patronen eher wechseln.
 

Die Vorbereitungen

Da ein normaler Ölwechsel sowieso fällig war, bin ich folgendermaßen vorgegangen. Jetzt habe ich definierte Ausgangsbedingung und einen "sauberen" Motor. Muß man alles nicht machen. Ich kann nicht sagen, ob das sehr gut oder schlecht war. Was ich beobachtet habe, nach den 2 Ölwechseln und dem Einbau des Feinstfilter, ist, daß das Möl auf den ersten ca. 2000km nicht richtig schwarz wurde. Nur so "halbschwarz", d.h. das das Möl zwar schwarz aussieht, aber wenn man es zwischen die Finger reibt, nur leicht grau ist. Das heißt für mich, das im gesamten Motorkreislauf wenig altes Öl und Restschmutz vorhanden ist.
Vielleicht ist das auch alles Luxus und eher unter Spielerei einzuordnen.
 

Der Einbau

Nun gut genug erzählt. Jetzt wird eingebaut!
Ich bitte die manchmal etwas unscharfen Bilder zu entschuldigen, die Kamera kann nur sehr begrenzt scharf stellen und das eingebaute LCD läßt manchmal keine Rückschlüsse zu, ob das Bild jetzt wirklich gut geworden ist.
    Zuerst musste ersteinmal Platz im Motorraum gefunden werden. Sinnvoll ist der senkrechte Einbau, weil dann nämlich ohne weitere Ölkleckereien der Deckel zum Patronenwechsel abgeschraubt werden kann. Und wartungsarm, das sollte es ja sein.
    Gefunden wird der Platz zwischen Lüftermotor und Batterie mit Befestigungsmöglichkeit auf dem Querträger.
Hier ist nach dem Wegbiegen der Servoleitung der Querträger genauer zu sehen. Top-Oel-Filter angehalten, paßt.
Auf beiden Seiten der Schweißnaht des Quersträgers je 2 Löcher bohren, NICHT durch den Hohlraum, sondern durch die zusammengequetschten Nähten! (Im Bild zu erahnen)
Damit sollte die Stabilität des Trägers nicht leiden.
Jetzt muß nur noch eine Adapterplatte für die Halterung gebaut werden, da die orginale Halterung nicht so breit ist wie der Träger.
(ohne Bild,
habe ich 
einfach 
vergessen)
Der mitgelieferte Ölschlauch (*) ist an beiden Enden schon mit Ringösen angecrimpt. Um einen Zulauf- und einen Ablaufschlauch zu erhalten, muß man den Schlauch nun an "passender" Stelle durchschneiden und mit den beiden anderen mitgelieferten Ringösen versehen. Natürlich muß man sich dafür Gedanken machen, wie die Schläuche verlegt werden. Weil auf richtige Länge abgeschnitten ist immer zu kurz :-) Trotzdem an Schlaufen denken ! Der Motor vibiriert im Betrieb ganz schön und das Auto nicht !  Daher muß der Filter schwingungstechnisch entkoppelt werden.
Zu lang ist auch schlecht, weil der Schlauch metallummantelt ist und nicht  geknäult werden kann, um auf richtige Länge zu kommen.
Weiterhin muß man dann genau sehen, an welcher Position die neuen Ringösen befestigt werden. Es gibt nur 2 Positionen, an denen die fest angecrimpte Ringösen an die Hohlverschraubung paßt: 0 und 180°. Andere Positionen verdrehen den Schlauch auf der Längsachse und er verwindet.
Daher nach dem Abschneiden auf richtige Länge nochmal unters Auto krabbeln und mit Edding die Achse der Ringöse der Ölablaßschraube und am Y-Stück des Öldrucksensors anzeichnen.
Da ich keine passende Hydraulikpresse zur Hand hatte, bin ich in eine Hydraulikreparaturwerkstatt gegangen und habe mir die beiden Ringösen anpressen lassen. Das hat zwar 15 DM gekostet, hält aber ewig. Die alternative Selbstbaulösung mit Schlauchschellen halte ich nicht für dicht.
Hier ist also die Adapterplatte mit aufgeschraubten Filter zu sehen. Der selbstgebaute Adapter ist einfach eine Stahlplatte, die mit mit 4 Schrauben an den originalen Halter angeschraubt wird. Wegen der leichten Krümmung des Querträgers wird auch die Adapterplatter rechts etwas gebogen.
In die Adapterplatte wird an jeder Ecke ein Loch gebohrt und je eine lange Schraube durchgesteckt und gekontert. Mit diesen langen Schrauben wird die Adapterplatte auf dem Querträger befestigt.
Wichtig !
Vor dem endgültigen Einbau sollten die Ölleitungen am Filter angebracht und festgeschraubt werden. Man kommt nachher so gut wie gar nicht mehr dran.
    Hier kann man die "Klorolle" (die Filterpatrone) und die abgeschraubten Deckel des Filters sehen. 
    Klar, vor dem Einbauen musste ich doch einmal reingucken.
    Der Deckel war so fest zugeschraubt, daß ich einen dicken Schraubenzieher als Hebel verwenden und den Filter mit Halter in den Schraubstock spannen musste. Daher sollte der Filter am Orginalhalter sehr fest angeschraubt werden, um diesen vor Verdrehen beim nächsten Patronenwechsel zu schützen.
Hier ist der fertig eingebaute Filter auf der Adapterplatte zusehen, fotographiert von unten, im Vordergrund verläuft die Servo-Hydraulikleitung. Man kann trotzdem die Verschraubung der Adapterplatte am Querträger erahnen.
Hier ist die Verlegung des Ablaufschlauches zu sehen. Er verläuft erst nach links (zum Kotflügel) macht eine Anti-Vibrationsschleife und wird dann zwischen Getriebe und Ölwanne nach hinten geführt.
Die Ölablaßschraube wird herausgeschraubt, der Adapter eingeschraubt und dann die Ringöse mit der neuen Hohlschraube festgeschraubt.
Ich hoffe, daß ich an diese Schraube frühestens in 2 Jahren wieder dran muß, um Öl abzulassen !
Jetzt muß noch der Vorlauf angeschlossen werden. Dazu wird der Öldrucksensor am Ölfilterflansch herausgeschraubt, ein mitgelieferter Adapter eingeschraubt, darauf die Ringöse mit Hohlschraubenadapter auf 12,5mm-Gewinde. Zum Schluß wird der orginale Öldrucksensor wieder aufgeschraubt.
Man könnte auf den Öldrucksensor oben seitlich am Zylinderkopf nehmen. Der Nachteil ist aber, das dort oben schon der meiste Druck weg ist und nicht mehr soviel Volumen durch den Filter gepumpt werden würde.
Hier sieht man die ganze Baustelle von oben, wenn sie fertig ist.
Auch wieder eine Anti-Vibrationsschleife vom Y-Stück zum Filter verlegt.
Nun den Motor einmal im Leerlauf laufen lassen, nach einiger Zeit den Ölstand kontrollieren und auffüllen, weil mind. 0,5l jetzt sich im Betrieb zusätzlich in den Leitungen und Feinstfilter befinden.
Die nächsten 150 tkm können kommen :-)
(*) Anmerkungen der Neffgen Gmbh zu den Ölschläuchen(Zitat aus einer Email):
"Es ist kein Hydraulikschlauch (das ist sehr wichtig). Hydraulikschlauch ist nicht für Temperaturen über 120° geeignet. Unser Ölschlauch hat im Gegensatz dazu eine Gewebeeinlage, die eine Temperaturfestigkeit von bis zu 145° C garantiert. Der Hyydraulikschlauch kann sicherlich die Drücke wegstecken (ohne Probleme) aber Temperatur. Ansonsten wäre unser Schlauch auch zu teuer. "

Und gesammelte Erfahrungen

Tja, was soll ich sagen, es klappt, immer noch ! :-)  Der Motor läuft noch.
Eine Merkwürdigkeit habe ich allerdings beobachtet:
Beim Ölstand prüfen habe ich manchmal stark schwankende Ölstände. Manchmal Maximum, manchmal zwischen Max. und Min.
Nach einiger Überlegung bin ich dann zu dem Schluß gekommen, daß die schwankenden Ergebnisse von der Zeitspanne Motor ausmachen und Durchführen der Kontrolle herrühren. Manchmal kontrolliere erst am Morgen vor dem Start, manchmal schon nach 20min bei einer Kanisterbetankung. Wahrscheinlich fließt das Öl in dem Feinstfilter nur sehr langsam in die Ölwanne zurück. 10 min nach dem Abstellen befindet sich wohl noch das meiste Öl im Filter und am Tag darauf gar keines mehr, dafür aber in der Ölwanne, was der Peilstab auch anzeigt.
Ich werde demnächst darauf achten, etwa 10 min nach dem Abstellen zu messen. Das kommt dem Betriebspunkt wahrscheinlich am nächsten, ansonsten bekommt die Ölwanne im Betrieb wohl 0,5l Öl zu wenig, welches sich im Totraum Filter befindet.

Laut Neffgen soll die Filterpatrone (NICHT der Hauptmölfilter !) entweder alle 2 x bisheriges Wechselintervall oder nach 20tkm getauscht werden. Ich fühle hin und wieder nach eine Fahrt mal nach, ob der Feinstfilter überall gleich warm ist. Das ist ein Zeichen, das der Filter noch gut durchströmt wird und noch nicht dicht ist.

Wenn mich der Teufel reitet, mache in 2 Jahren eine Ölanalyse bei Wearcheck. Gut, so eine Ölanalyse kostet 120 DM, aber dann habe ich selber Meßwerte und Erfahrungen, ob das wirklich taugt.
 
 

Natürlich übernimmt der Autor keinerlei Haftung für evt. Fehler in dieser Beschreibung. Bei Unklarheiten wende man sich vertrauensvoll an die Neffgen GmbH. Weiterhin bin ich nicht verwandt oder verschwägert mit dieser Firma und bekomme auch keine Provision (leider).

Die Ölanalyse und ein Fazit

Ich habe nach 2 Jahren eine Ölanalsyse machen lassen. Die Umstände und das Fazit habe ich in ein PDF-Dokument gepackt.
Das ging schneller, als in HTML. Ich bitte um Verständnis.

Zuerst einmal die Ölanalyse von Wearcheck, aus Datenschutzgründen etwas modifiziert.
Laborbericht (60Kb)

Und dann die Beschreibung der Umstände, die Wertung der Ergebnisse und ein Fazit.
Fazit_Feinstfilter (173Kb)
 

Und dann habe ich noch eine Studie über einen Vergleich vom Motorenlebensdauer mit und ohne Feinstfilter.
Ich habe die originale Quelle nicht, sondern nur eine Downloadadresse.
Ich habe das Dokument heruntergeladen von http://de.geocities.com/elch6de/

Nebenstromölfilter (350Kb)

Möge der Leser sich selbst ein Bild machen.
 
 
 

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Letztes Update 20.12.2004  ( http://www.salatoel-kombi.tk )