REM-Gucktreffen in Wilhelmshaven vom 17.11.-18.11.2001

(REM = Raster-Elektronen-Miskrokop)

Mittendrin statt nur dabei !

Diesmal war ich wieder dabei und habe einige Bilder vom Treffen in Wilhelmshaven gemacht.
Da meine Digitalkamera keinen Blitz hat, ist eine lange Belichtungszeit nötig. Daher bitte ich zu entschuldigen, daß die meisten Innenaufnahmen etwas unscharf sind. Auf dem kleinen LCD kann man das nicht sofort entdecken :-(. Aber es gibt bestimmt einen kleinen Einblick in die Materie.
Mit rechtem Mausklick kann man die Bilder vergrößert ansehen, je Bild ca. 30 Kb.

Für alle, die nicht dabei waren:
Nicht so schlimm, ich habe wieder auch nur die Hälfte mitbekommen :-)
 

Was ging ab ?

Fritten-Robert hat die Gelegenheit, ein Rasterelektronenmikroskop zu bedienen. Das hat er als Anlaß genommen, Pöler nach Wilhelmshaven einzuladen. Quasi ein Pöl-Treffen mit streng wissenschaftlichen Hintergrund: nämlich die gefressenen Verteilerkolben mal genauer "unter die Lupe zu nehmen"
Nachdem die vorher angebotene Übernachtungsmöglichkeit entfiel, konnte kurzfristig noch eine ganz tolle Unterbringung an der Küste organisiert werden.
Am Sonntag gab es ein weiteres Highlight, Windmüller Heiko zeigte uns mal was so eine richtige Windmühle ist und wie man daraus Strom machen kann, mit allen Zip und Zap.
Falls ich bei den Erklärungen etwas ungenau bin oder falsch beschreibe, bitte mailen (). Ich habe das REM nicht erfunden und es selbst am Samstag das erste mal gesehen.
Auch habe ich nicht alle Teilnehmer mit Namen erwähnt. Auch dies ist keine Absicht, sondern meinem Memory-Overflow zu verdanken.

Na aber jetzt genug geschwafelt, ran an die Bilder.
 

Der erste Tag, oder das große Mikroskopieren

 
So sieht also ein REM aus. REM steht für Rasterelektronenmikroskop.
Das Gerät selber und ein PC zur Bedienung des Mikroskopes und Ansicht der Bilder.
Hier ist das Gerät etwas besser zu sehen. Die viereckige Box ist die Vakuumkammer, in die die Objekte hineingeschoben werden.
Der obere Teil ist die Säule, in der der Elektronenstrahl mithilfe einer Kathode erzeugt wird und durch Magnetspulen fokussiert wird. Weil der Elektronenstrahl durch Luft(atome/Moleküle) abgelenkt werden würde, wird die Messung im Vakkum gemacht (Der Restdruck beträgt ca. 9e-5 mbar !).
Und natürlich muß die Probe GAAANZ sauber sein, dazu später mehr.
Und weil der Elektronenstrahl nur genau dann ein Bild erzeugt, wenn er auf Metall trifft, kann man nur metallische Gegenstände mikroskopieren, oder eben metallbedampfte.
Zum Glück ist so ein Verteilerkolben aus Metall :-) 
Und der rechte schräge Teil ist die Röntgenkammer mit der Ablenkeinheit zur Erzeugung der Bilder (glaube ich wenigstens)
Ein typisches Bild sieht dann so aus. Die Vergrößerungen gehen von 19 bis x-1000-fach. Durch die Verwendung eines fokussierten Elektronenstrahles ist die Tiefenschärfe um ein Mehrfaches größer als bei einem optischen Mikroskop. Und natürlich in Falschfarben.
Hier wird gerade eine neue Probe (Verteilerkolben) in das Mikroskop geschoben. Zu sehen ist der dreh-und schwenkbare und Probenteller.
Damit man alle gewünschte Teile der Probe betrachten kann, muß die Probe gedraht werden. Man kann wärend des Beobachten nämlich nicht an die Probe dran ! (Wegen dem Vakuum in der Röhre)
Die Probe wird mit einem Knetgummi auf dem Teller befestigt, damit die beim Drehen nicht herunterfällt. Fällt in die Katiegorie "Einfach aber genial !"
Hier ist das Innere der Vakuumkammer zu sehen.
Tja, und dann passierte das, was man einen klassischen Pölschaden nennen kann !
Wir mikroskopierten so rum, und pöltzlich saßen wir buchstäblich im Dunkeln !
Pölerdiagnose ? REM-Crash ? 
Oder nur ganz harmloser Abstellmagnetventilklemmer ?
Schraubendreher raus !
Diagnose:
Die Kathode zur Elektronenstahlerzeugung war durchgebrannt. (Zusehen im Bild) 
Puuuuh, Glück gehabt, kein REM-Tausch nötig, keine Abgleicharbeiten am Zahnriemen nötig, bei ebay kriegt man so ein REM im Austausch nicht für 50 DM wie eine Bulli-Pumpe. Auch Henzo hätte seine Schwierigkeiten bei der Beschaffung gehabt.
Aber Fritten-Robert ist ein vorbildlicher Pöler und hatte sämtliche Ersatzteil an board. So wurde ruckzuck in Jo-Manier eben die Röhre ausgetauscht, so daß wir nach einer kurzen Verschnaufpause und einem großem Schrecken die Jagd nach der Fresserursache wieder aufnehmen konnten.
( Im glaube nicht, daß wir nochmal wieder kommen dürfen......... :-) )
Tja, und hier sieht man die Arbeit vor lauter Leute nicht. Alle waren sehr interessiert an dem REM und natürlich an den Bildern.
Hier wird es ein bisschen ruhiger.
(Jo und Rainer, Sven und xx? )
Jo und steffen
Hier ist Martin bei der Probenvorbereitung. Es waren, glaube ich, insgesamt 12 gecrashte ESP zusammen gekommen und Martin hat in alle reingeguckt. Vorallendingen hat er geprüft, ob der Spritzversteller Dreck oder andere Besonderheiten aufwies. 
Der Spritzversteller ist bei montierte Pumpe die tiefste Punkt und dort sammeln sich dann die Dreckreste.
So sieht dann eine VE-ESP von der Seite aus, eingespannt in einen Schraubstock. Man muß den Hochdruckteil abnehmen (klar, zum Aufflexen des Verteilerkolbens) und dann noch 1-2 weitere Teile, damit man den Spritzversteller herausnehmen kann
Martin dokumentierte jede Pumpe und Besonderheiten, sehr ordentliche Arbeit Martin !!!
Hier sieht man das Ultraschallreinigungsgerät, um die ESP-teile zu entfetten. Manchmal meine ich, daß Martin der einzige war, der sinnvoll gearbeitet hat. Probenvorbereitung ist zwar evt. etwas langweilig, aber Vorraussetzung.
Hier schwabbelt und wabbelt der Vetreilerkolben erstmal 7 min, bis er richtig schön sauber ist. Dann noch mit Druckluft und Aceton die Reste entfernt und dann kommt er auf den Probenteller.
Und weil steffen so ein großes Krümelmonster ist, hat er sich auch als Erster an den Kuchen gewagt. Fritten-Grete hat einen gaaanz leckerer Apfelkuchen gebacken, damit die Pöler nicht vom Fleisch fallen. Später kam noch der Pöler-Frischling Bernd (Astra Turbodiesel) und beglückte uns auch noch mit Kuchen.
Susanne schmeckte der Kuchen auch.
Aber nicht nur steffen bekam was ab: (v.l.n.r.) 
Neu-Pöler Bernd, Heiko, Björn, XX ?, Sven und "Krümelmonster"
(Björn haben Mike und ich in Varel aufgegabelt, als er mit einem kaputten Kühlwasserschlauch liegenlieb. Aber das ist eine andere Geschichte)
Im Labor gab es natürlich auch noch optische Mikroskope, an dem man dann im Vergleich richtigfarbene Vergrößerungen ansehen konnte.
Später wurde dann wieder gearbeitet.

Derweil war es nachmittag und schon fast dunkel, trotzdem fand auf dem Parkplatz draußen die obligatorische Motorhauben-reinguck-Party statt. Bis es richtig regnete und es stockdunkel war :-)

Einen richtigen Aufpasser hatten wir auch:
einen richtigen Laborhund, den sein Herrchen Tom Greten mitgebracht hatte.
Und als Abschluß noch ein Bild einer sehr verschlissenen Düsenspitze aus eine Zapfendüse.
Irgendwann hatten wir alles gesehen und machten dann Feierabend. Wir fuhren dann zu unser Unterkunft und bestellten eine Runde Pizza, denn von Luft und Kuchen lebt der Pöler alleine nicht.
Es wurde nochmal kurz der Laptop angeworfen, aber nach kurzer Forenabklapperei wurde definiert, daß es eigentlich kalt genug sei, um den Glühwein zu kosten.
So klang der Abend dann ganz schön und feuchtfröhlich aus.
Aus gegebenem Anlaß wurden dann später keine Bilder mehr gemacht, bzw. unterliegen der Zensur/FSK16............ ;-)

Es sei hier an dieser Stelle Fritten-Robert gedankt, der uns den Zugang zu so hochwertiger Meßtechnik verschafft hat, und auch die Connection für die tolle Unterkunft hatte.
Und natürlich Fritten-Grete, die ganz toll backen kann und den Haufen Pöler ganz gelassen über sich ergehen ließ.

Danke schön !
 

Weiter gehts es zum 2. Tag --->
Der zweite Tag hatte nix mit Pöl zutun, dafür umso mehr mit alternativer Stromerzeugung.
 


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 Letztes Update 07.04.2002  ( http://www.salatoel-kombi.tk )