Rajaat gebührt der Dank für diese erste Zusammenfassung. Ein dickes Dankeschön dafür :D
Wir befinden uns in Südfranka, unweit der Küste zum Mittelmeer zwischen den ehemaligen Städten Toulon und Cannes, einige Kilometer entfernt von der Brandungslinie, im Inland. Weites, welliges Land das in sanften Dünungen verläuft prägt diesen Landstrich. Überall hat sich ein feiner, roter Staub auf alles gelegt, dass es wagt sich auf der Oberfläche des Bodens niederzulassen. Vereinzelt dringt ein zäher Grashalm oder ein Büschel Strandhafer durch das rote Laken von Staub, sonst ist der Landstrich eher trostlos und unspektakulär. Ein stetiges brummen und grummeln der Brandung begleitet den ewig wehenden Wind. Zwei Gefährten die man in dieser Region kaum loswird.
Inmitten in dieser kargen Landschaft befindet sich eine kleine Oase für all diejenigen die gezwungen sind diese Gebiet zu durchqueren: Louis Loch.
Ein Ort der Abwechslung und der Sozialistaion in einer menschenleeren Weite. Ein alter ehemaliger Bunkereingang umringt von Zelten verschiedenster Größe ist die einzige nennenswerte Ansiedlung in ca. 2-3 Tagen Umkreis. Ein Juwel der Zivilisation.
Ein auf Pfählen aufgesetzter alter VW-Bus bemalt mit den Lettern des Besitzers dient als erhöhter Beobachtungsposten an der Westseite der Anlage für die Sicherheit der Einrichtung. Vereinzelt stehen Wachen auf dem Gelände, doch ihre Zahl ist kaum erwähnenswert, ebenso ihre Ausrüstung. Schrotter sind die Hauptkunden dieses Etablissements und zu jeder Tageszeit bei verschiedensten Aktivitäten anzutreffen, ebenso die stets gegenwärtigen und wechselnden Apokalyptiker. Der Austausch von Ware, Information, Dienstleistungen prägt den Charakter von Louis Loch, es vergehen kaum Augenblicke in den nicht gefeilscht, gehandelt oder gemeinsam gefeiert wird. Die Schrotter dieser Region kennen sich untereinander und nutzen Loui´s Loch als Börse für alle ihre Belange. Fremde haben da kaum einen Platz und werden daher, sollten sie nicht gerade ihr Interesse dank vorhandener Artefakte oder ähnlichem wecken, kaum beachtet, eher sogar misstrauisch beäugt.
In dieser Situation spielt sich folgendes ab:
von Westen her näher sich ein Bleicher (Cayetano) der Ansiedlung. Von den Wachen
freundlich begrüßt und über die Regeln von Loui´s Loch aufgeklärt begibt er sich
in den Vorraum des Bunker der zu einem Schankraum umfunktioniert worden ist.
Freundlich wird er von Marco von Genua, der Tresenkraft, empfangen und zum
Konsum ermuntert. Nach der eher leicht Wahl zwischen Wasser und Destillat entdeckt
Cayetano noch weitere Anwesende. Neben ihm an der Theke stehen zwei Apokalyptiker
in ein Gespräch vertieft, ein Tisch in einer der Ecken wird von zwei Schrottern
besetzt die verschwörerisch die Köpfe zusammengesteckt halten. An einem Tisch in
der Mitte des Raumes lachen und scherzen lauthals eine Gruppe von vier weiteren
Schrottern. Kurzentschlossen gesellt sich Cayetano mit seinem Destillat (oh Wunder)
zu der munteren Truppe und kommt mit ihnen ins Gespräch. Gleichgesinnte haben sich
gesucht und gefunden.
Zur ungefähr gleichen Zeit. Ein ungleiches Paar, ein Elija ein Wiedertäufer und Lamarck ein Spitalier, Reisegefährten in der Not, stoßen bei ihrer Wanderung durch das Land nach Westen auf Louis´s Loch. Ebenso wie Cayetano werden sie von den Wachen abgefertigt und erkunden kurz das Zeltlager, unter misstrauischen Blicken der Schrotter, um den Bunker herum. Schlußendlich landen sie dann ebenfalls im Schankraum wo sie von Marco ebenfalls freundlichst empfangen und wie Cayetano animiert werden. Den hochgeistigen Getränken nicht so zugetan setzen sie sich, beäugt von den kritischen Blicken der restlichem Anwesenden, an einen freien Tisch in der Mitte des Raumes. Kurze Zeit später bahnt sich die erste Katastrophe an. Zwischen den Apokalyptikern und Cayetano entbrennt ein dynamisches Glücksspiel um eine Anwendung Burn. Wetten werden gemacht und Sympatien vergeben. Nach vielen verzweifelten Runden voll von Spielertricks und Schummeleien geschieht das unausweichliche. Cayetano verliert beide Spiele gegen die Wandervögel. Was ihm jedoch nicht im geringsten seine Fröhlichkeit kostet. Eine angeregte Runde umringt den Tisch, kritisch beäugt vom Wiedertäufer und Spitalier. Es dauert nicht lange und das Burn beginnt zu kreisen. Die Atmosphäre im Schankraum wird gelöst und entspannt, zumindest für den grossteil der Anwesenden. Angewidert verlassen der Wiedertäufer und Spitalier den Ort der Sünde und der Selbstaufgabe um an der frischen reinen Luft zu sein.
Szenenwechsel:
Wenige Kilometer entfernt schuften eine kleine Gruppe von Schrottern und Agenten unter den unbarmherzigen Augengläsern des Chronisten Zope. Eine Relaisstation muss errichtet werden um das Netz des nahegelegenen Clusters zu erweitern. Die Arbeit geht nur langsam voran und unter Mühen wird gerade die Grundkonstruktion aufgerichtet als Chronisten Zope die Mitteilung erhält das die Wasservorräte schneller zur Neige gehen als errechnet. Unter Zähneknirschen stellt Zope eine kleine Gruppe aus Schrottern zusammen die mit ihm zur Aufnahme von neuem Wasser aufbrechen. Loui´s Loch ist ihr Ziel, dem die den Handwagen bewegenden Schrottern voller Vorfreude entgegenfiebern ,um wenigstens kurz den knappen Kommandos des Chronisten und der tristen Arbeit zu entkommen. Unter Zope´s Führung machen sie sich auf den Weg.
Szenenwechsel:
Angekommen macht sich Zope sofort daran die Wasservorräte auffüllen zu lassen. Unbeeindruckt von der vollgeburnten Gruppe im Schankraum und anderen Anwesenden in der Umgebung von Loui´s Loch schließt er gezielt das Geschäft ab weswegen er gekommen ist um schnellstmöglich zu seiner eigentlichen Mission zurückkehren zu können. Da tritt die nächste Katastrophe ein. Der ewige Wind über der Landschaft hat im Laufe des Vormittags an Stärke zugenommen und beginnt nun die Ausmaße eines Sandsturms anzunehmen. Eilig werden Zelte gesichert, sichere Unterschlüpfe aufgesucht und Gesichter von denen vermummt die ihrer Pflicht im Freien trotz Sandsturm nachkommen müssen. Welle um Welle von rotem Staub fegt über das kleine Lager, Zelte werden gebeutelt vom Wind doch trotzen sie der ungebändigten Naturgewalt. In den Schankraum zwängen sich nun noch der Chronist mit seinen Lakaien. Trotzig verharren der Wiedertäufer und der Spitalier im halbeingefallenen Vorbau des Bunkers, lieber der Naturgewalt als dem Unheiligen ausgesetzt. Da ertönt ein Warnruf aus dem erhöhten Posten im VW-Bus.
„Geissler“ tönt es über den Sturm und Panik ergreift die Menschen. Das aufmerksame Ohr kann die Motoren der Com´s hören. Knattern von MG-Salven übertönt das Brüllen des Windes. Leute rennen umher, unsicher und hilflos. Eine Verteidigung wird von den angeheuerten Wachen im halbeingefallenen Vorraum des Bunkers errichtet.
Das Szenario spitzt sich zu:
Die ersten Verluste sind zu verzeichnen, Verteidiger werden von den Kugeln der
Geissler getroffen, die Verteidigung hinter den Mauern des Bunkers fängt an zu
schwanken. Es zeichnet sich ab das hierein größerer Überfall beginnt. Mindestens
fünf Com´s schälen sich aus dem wallenden Rot der aufgewirbelten Staubwolken,
eine erschütternde Überzahl.
Panisch stürzen sich bis auf wenige Verteidiger die darauf beharren draußen zu
bleiben die letzten in den Schankraum. Ab hier überschlagen sich die Ereignisse.
Endgültig schließen sich die schweren Tore des Bunkers. Es wird dunkel. Der
Schankraum ist nun verschlossen und somit eine erste Barriere zwischen der
Sklaverei und der Freiheit geschaffen.Kerzen und Öllampen scheinen und eilig
werden schwere Gegenstände vor die Tür gewuchtet um das Hindernis zu vergrößern.
Weitab von alledem sitzen die „einträchtigen“ Burner um ihren Tisch, gefangen
in ihrer eigenen Welt voller Harmonie und Freude. Schreie ertönen zusammen mit
Motoren und MG-Feuer vor der Tür und erhöhen die Anspannung im Raum. Aufgeregt
erhascht der Wiedertäufer einen Blick auf Marco der über eine Bodenluke flieht.
Bei seinem Versuch sie zu öffnen erkennt er das sie verriegelt ist und macht
schmerzhaft mit ihrer Sicherheitsvorrichtung bekanntschaft. Da es der einzige
Ausweg scheint, neben einer wuchtigen und stabilen Stahltür in der einen Wand,
werden Anstrengungen gemacht die Luke gewaltsam zu öffnen. Unter gemeinsamer
Anstrengung wird der Widerstand der Luke überwunden und ein Abstieg freigelegt.
Ein Raum erstreckt sich unter dem Boden des Schankraums. Plötzlich quillt Rauch
durch den Bodenschlitz der Bunkertür. Panik tritt auf. Ein Teil untersucht den
unteren Raum und stößt auf eine Geheimtür, weiß sie jedoch nicht zu öffnen, der
andere Teil räumt schleunigst die Hindernisse vor der Tür weg um den Spalt durch
den der Rauch quillt mit feuchten Tüchern abzudichten. Der dritte Teil, die Burner
kauern sich in die Ecke hinter der Theke vom einzigen nüchternen Apokalyptiker
geführt. Eine Ausweglose Situation entbrennt. Halten die Wasservorräte und wird
der Geheimtürmechanismus gefunden oder Werden wir vorher ausgeräuchert? Fortuna
ist mit uns. Der Rauch verebbt. Haben wir es überstanden, lassen sie von uns ab?
Plötzlich das Geräusch von Bohrern, Metall kreischt und quietscht. Ein Bohrer
dringt durch das Metall, ein dünner Lichtstrahl trifft die gegenüberliegende
Wand. Ein Plan wird geboren. Mit schweren Hämmern wird versucht auf die
durchdringenden Bohrer einzuschlagen. Verzweifelt, doch es gelingt, zumindest
einmal. Der Vormarsch verlangsamt. Gleichzeitig arbeitet der Chronist an einer
Schaltung unter der Theke. Viele Schalter ohne Beschriftung. Funktion: unklar,
für den Chronisten: Barbarei. Es wird probiert und beobachtet, versucht und
verworfen doch es gelingt. Eine Kombination bewegt die Geheimtür und öffnet,
vielleicht das Tor in die Freiheit. Hoffnung keimt auf. Menschen klettern in
den drunter liegenden Raum. Die Hindernisse werden wieder postiert. Der
Wiedertäufer geht vor um den Weg zu erkunden, der Chronist improvisiert einen
Vorrichtung die, die Geheimtür wieder nach einer festen Zeit schließt und der
Spitalier deckt den Rückzug. Eine weitere Luke wird geöffnet, sie führt in einen
Werkstatt in der ein funktionsfähiger Wagen geparkt steht. Es ist der Nebenraum
zum Schankraum, der hinter dem schweren Schott.
Schleppend geht der Rückzug voran. Die Geissler bohren weiter, treiben Schwachpunkte
in die Tür. Wann brechen sie wohl durch? Lautes hämmern löst das Bohren ab, Eine
erste Öffnung entsteht. Der Spitalier wirft das ihm zur Verfügung stehende und
trifft einen der arbeitenden Geissler. Anschließend setzt er mit Lampenöl und
Destillat das Mobiliar in Flammen und flieht zu den anderen. Vom Chronisten
erwartet stellt sich nun die Frage, wann schließt sich die Geheimtür, rechtzeitig ?
Überhaupt?
Unterdessen entdeckt der Chronist einen weitere Luke in einem Nebenraum der Werkstatt,
sie ist verriegelt, doch dank der Werkzeuge der Werkstatt weiß er sie zu öffnen.
Ein Tunnel in die Tiefe wird frei, Sprossen in der Wand. Gleichzeitig schließt
sich endlich die Tür, die Berechnungen und Vorrichtung des Chronisten haben
funktioniert. Und die Geissler uns noch nicht entdeckt. Aufatmen. Die Werkstatt
ist nun überfüllt, gierige und Neugierige Augen taxieren die Regale. Eine Idee
kommt auf die Luke zur Werkstatt zu versperren, das Auto wäre ideal. Kommandos
und Befehle dringen durch die Stahltür aus dem Schankraum zu uns herüber. Der
Plan wird umgesetzt, getrieben vor der Furcht der Entdeckung. Doch nicht immer
wo ein Wille ist, ist auch ein beschreitbarer Weg. Unter viel Anstrengung wird
nach langer Zeit schließlich der Pick-up auf der Luke positioniert und ein
weiteres Hindernis geschaffen. Nun ist es Zeit weiter an der Flucht zu arbeiten.
Die Masse der Flüchtlinge betritt den unterirdischen Gang. Elija ist mit einem
Veteranen der Wache vorausgeeilt und Kundschaftet den Tunnel aus. Schnell wird
klar wo dieser Gang hinführt. Zu Loui´s Loch, einer Latrine 100m Nordöstlich
des Bunkers. Nur 100m, viel zu nah um den Geisslern mit ihren Com´s entkommen
zu können. Der Trupp sammelt sich im Gang unter der Erde, währenddessen der
Chronist und der Spitalier an einer falle arbeiten. Die Autobatterie soll ein
weiteres Vordringen der Häscher in den Fluchttunnel verlangsamen. Die Luke wird
präpariert als die Hiobsbotschaft eintrifft. So nah und doch so weit weg die
Möglichkeit zur Flucht. Das erste mal kommt der Gedanke auf das ein Konflikt
nicht zu vermeiden ist. Der Plan den Gang zur Latrine zu präparieren entsteht.
Mithilfe des Destillats im Pick-up, Lacken und Farben aus der Werkstatt und
Tüchern wird der Tunnel in eine Feuerfalle umgebaut. Die Gase der Latrine
könnten dem noch einiges hinzufügen. Die Entscheidung steht. Wir werden
warten. Vielleicht lassen sie von uns ab, finden die Geheimtür nicht und ziehen
ab. Doch welche Hyäne zieht sich zurück wenn sie das Aas schon riechen und das
Blut in der Luft schmecken kann.
Elija der Wiedertäufer arbeitet sich erneut zur Latrine vor, will beobachten und
uns zur Not warnen. Im Rausch und fern der Realität kauern die Burnopfer in der Ecke,
Klötze am Bein, aber deswegen kann man sie doch nicht zurücklassen. Wenigstens
verhalten sie sich ruhig. Da kommt der nächste Schock. Schweres Gerät ist an de
Tür der Werkstatt zu hören. Anscheinend wolle sie hier durchbrechen. Anscheinend
ist unser Glück nun doch aufgebraucht. Zeitgleich wird Elija entdeckt, ein vorgezogener
Posten wird seiner gewahr und rast mit aufheulenden Motor auf sein Versteck zu.
Salven werden abgefeuert, doch ihm gelingt der Rückzug und die Flucht durch den
Tunnel. Schweratmend berichtet er und alles geht in Position. Lamarck hält die
Stellung um die Falle zu Zünden, ein Handschweißgerät soll helfen. Zope ist
versteckt mit den anderen. Der Veteran mit der Schrotflinte gibt Lamarck Feuerschutz.
Licht ist plötzlich zu erkennen, Schritte zu hören. Sie kommen, jetzt haben sie
uns. Ein Gedanke ist in allen Köpfen, außer der ;der Burner; lass die Falle
funktionieren, so wie geplant. Dann Kommandos in unbekannter Sprache, wahrscheinlich
haben sie das Destillat gerochen. Hektik bricht aus. Der Spitalier versucht zu Zünden,
es dauert nur so verdammt lange. Garben der Schnellfeuergewehre ertönen im Gang.
Reißen Löcher in die Tunnelwand. Doch zum Glück, keine trifft ihr Ziel. Endlich es
zündet. Ein röhren geht durch den Tunnel, es wird schlagartig heiß und das Atmen
fällt schwer. Ein Inferno bricht aus und alle Flüchtlinge ziehen sich schleunigst
weiter vom Feuer zurück.
Dann kehrt Stille ein. Ruhe, nichts zu hören. Sind die Geissler tot, wie viele waren
es wohl, konnten sie doch entkommen? Ein Trupp schleicht sich vor, Rauch ist überall,
zieht zum Glück nach oben hin ab, bildet jedoch trotzdem eine gefährliche Wand.
Keuchen und Husten ertönt. Aber es muss Gewissheit geben und arbeitet man sich
vorwärts, immer dicht am Boden, da ist der Rauch dünner. Und dann tauchen sie
auf, zwei Körper. Geissler, mehr tot als lebendig. Ihrem Leid wird ein Ende
bereitet ihre Ausrüstung geborgen. Doch wie geht’s nun weiter. Unsere Position
ist bekannt, auch das wir uns wehren. Werden die Geissler dies Preis bezahlen
uns zu kriegen, uns wie Ratten aus dem Tunnel treiben. Wer weiß. Unsere Chance
bezüglich der Bewaffnung sind nun zwar besser, zwei Flakwesten und zwei
Sturmgewehre gehören jetzt uns.
Die Entscheidung stet noch aus und es wird sich zeigen wer in diesem ungleichen Kampf das Blatt für sich entschiedet. List, Tücke, und Verstand gegen die Macht des Löwen.
Bald werde wir es wissen...!